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	<description>Das Blog der Worum-User</description>
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		<title>Worum-Podcast, Teil XII (10.Mai 2013)</title>
		<link>http://blog.worum.org/2013/05/10/worum-podcast-teil-xii-10-mai-2013/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 12:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rondu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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		<description><![CDATA[Spätestens seitdem es das Worum gibt, kann sich jeder Fan gerade zwischen den Spielzeiten immer ein Bild über den aktuellsten Stand der Transfergerüchte machen. Egal, ob man sich Infos über die gehandelten Spieler im Bereich Neuverpflichtungen holt und über Sinn oder Unsinn eines Transfers diskutiert, oder ob man sich einfach nur einen Überblick über die Pressemeldungen zu den vagen Gerüchten [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4576" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/05/podcast01.jpg"><img class="size-medium wp-image-4576" alt="podcast01" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/05/podcast01-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Der Worum-Podcast<br />Teil Zwölf ist online</p></div>
<p>Spätestens seitdem es das Worum gibt, kann sich jeder Fan gerade zwischen den Spielzeiten immer ein Bild über den aktuellsten Stand der Transfergerüchte machen. Egal, ob man sich Infos über die gehandelten Spieler im Bereich <a href="http://worum.org/forums/66-Neuverpflichtungen">Neuverpflichtungen</a> holt und über Sinn oder Unsinn eines Transfers diskutiert, oder ob man sich einfach nur einen Überblick über die Pressemeldungen zu den vagen Gerüchten über mögliche Transfers im Thread <a href="http://worum.org/threads/216-Infopool-Diverse-Spieler">[Infopool] Diverse Spieler</a> verschafft &#8211; das Worum hat bislang immer dafür gesorgt, dass der geneigte Werder-Fan auf dem aktuellsten Stand war.</p>
<div> </div>
<div>Mit dem &#8220;Worum-Podcast&#8221; wollen wir zum einen die User in komprimierter Form auf den aktuellsten Stand über Infos rund um den Klub bringen (egal, ob Transfer-News, Ergebnis-Updates aus dem Nachwuchs-Bereich oder exklusive Geschichten und Informationen aus dem Umfeld des Vereins) und zum anderen auch bislang noch nicht registrierte Internet-Nutzer für das Worum interessieren.</div>
<p>Der Plan sieht vor, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ein Audio-Angebot für alle Interessierten zur Verfügung zu stellen und so auch die Fans auf den aktuellsten Stand zu bringen, die weniger Zeit im Worum verbringen. Wir hoffen, euch gefällt das neue Angebot. Viel Spaß damit!</p>
<p><strong>Folge XII des Worum-Podcasts, veröffentlicht am 10. Mai 2013:</strong></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/jotAIMtg-Xg?list=PLECBD010732021376" height="315" width="560" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p><a href="http://blog.worum.org/2013/04/29/allez-grun/">- Der offizielle Aufruf zur Aktion &#8220;ALLEz GRÜN!&#8221;</a></p>
<p><a href="http://worum.org/threads/7692-ALLEz-GRÜN!-Stadion-gg-Hoffenheim-amp-Frankfurt-eingrünen!">- Der &#8220;ALLEz GRÜN!&#8221;-Thread im Worum</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/#!/ALLEzGruen?hc_location=stream">- Die &#8220;ALLEz GRÜN!&#8221;-Facebook-Gruppe</a></p>
<p>Für Ideen, Kritik und Anregungen sind wir euch selbstverständlich dankbar &#8211; schreibt uns dazu im <a href="http://worum.org/threads/5715-Worum-Podcast-–-aktuell-Folge-V-(19-Juli-2012)">Worum-Podcast-Thread</a></p>
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		</item>
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		<title>Worum-Podcast. Teil XI (30. April 2013)</title>
		<link>http://blog.worum.org/2013/04/30/worum-podcast-teil-xi-30-april-2013/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 17:37:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rondu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Spätestens seitdem es das Worum gibt, kann sich jeder Fan gerade zwischen den Spielzeiten immer ein Bild über den aktuellsten Stand der Transfergerüchte machen. Egal, ob man sich Infos über die gehandelten Spieler im Bereich Neuverpflichtungen holt und über Sinn oder Unsinn eines Transfers diskutiert, oder ob man sich einfach nur einen Überblick über die Pressemeldungen zu den vagen Gerüchten [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4559" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/30/worum-podcast-teil-xi-30-april-2013/podcast01-11/" rel="attachment wp-att-4559"><img class="size-medium wp-image-4559" title="podcast01" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/podcast01-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Worum-Podcast &#8211; Der elfte Teil ist online</p></div>
<p>Spätestens seitdem es das Worum gibt, kann sich jeder Fan gerade zwischen den Spielzeiten immer ein Bild über den aktuellsten Stand der Transfergerüchte machen. Egal, ob man sich Infos über die gehandelten Spieler im Bereich <a href="http://worum.org/forums/66-Neuverpflichtungen">Neuverpflichtungen</a> holt und über Sinn oder Unsinn eines Transfers diskutiert, oder ob man sich einfach nur einen Überblick über die Pressemeldungen zu den vagen Gerüchten über mögliche Transfers im Thread <a href="http://worum.org/threads/216-Infopool-Diverse-Spieler">[Infopool] Diverse Spieler</a> verschafft &#8211; das Worum hat bislang immer dafür gesorgt, dass der geneigte Werder-Fan auf dem aktuellsten Stand war.</p>
<div></div>
<div>Mit dem &#8220;Worum-Podcast&#8221; wollen wir zum einen die User in komprimierter Form auf den aktuellsten Stand über Infos rund um den Klub bringen (egal, ob Transfer-News, Ergebnis-Updates aus dem Nachwuchs-Bereich oder exklusive Geschichten und Informationen aus dem Umfeld des Vereins) und zum anderen auch bislang noch nicht registrierte Internet-Nutzer für das Worum interessieren.</div>
<p>Der Plan sieht vor, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ein Audio-Angebot für alle Interessierten zur Verfügung zu stellen und so auch die Fans auf den aktuellsten Stand zu bringen, die weniger Zeit im Worum verbringen. Wir hoffen, euch gefällt das neue Angebot. Viel Spaß damit!</p>
<p><strong>Folge X des Worum-Podcasts, veröffentlicht am 30. April 2013:</strong></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/OdU5VuJWbVE?list=PLECBD010732021376" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><strong></strong><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/04/29/allez-grun/">- Der offizielle Aufruf zur Aktion &#8220;ALLEz GRÜN!&#8221;</a></p>
<p><a href="http://worum.org/threads/7692-ALLEz-GRÜN!-Stadion-gg-Hoffenheim-amp-Frankfurt-eingrünen!">- Der &#8220;ALLEz GRÜN!&#8221;-Thread im Worum</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/#!/ALLEzGruen?hc_location=stream">- Die &#8220;ALLEz GRÜN!&#8221;-Facebook-Gruppe</a></p>
<p>Für Ideen, Kritik und Anregungen sind wir euch selbstverständlich dankbar &#8211; schreibt uns dazu im <a href="http://worum.org/threads/5715-Worum-Podcast-–-aktuell-Folge-V-(19-Juli-2012)">Worum-Podcast-Thread</a></p>
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		<title>ALLEz GRÜN!</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 17:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Worum-Team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Werderfans, liebe Stadionbesucher, Allez Grün! richtet sich an alle Werderfans, die an den nächsten beiden Heimspielen im Stadion sein werden. Um die Mannschaft nicht nur akustisch, sondern auch visuell zu unterstützen, bitten wir alle Stadionbesucher, grüne Oberbekleidung zu tragen. Die sportliche Lage unseres Vereins ist kritisch, drei Spieltage vor Saisonende sind es nur noch zwei Punkte Vorsprung bis zum [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Liebe Werderfans, liebe Stadionbesucher,</strong></span></p>
<p style="text-align: center;">Allez Grün! richtet sich an alle Werderfans, die an den nächsten beiden Heimspielen im Stadion sein werden. Um die Mannschaft nicht nur akustisch, sondern auch visuell zu unterstützen, <span style="color: #008000;"><strong>bitten wir alle Stadionbesucher, grüne Oberbekleidung zu tragen</strong>.</span></p>
<p style="text-align: center;">Die sportliche Lage unseres Vereins ist kritisch, drei Spieltage vor Saisonende sind es nur noch zwei Punkte Vorsprung bis zum Relegationsplatz sowie fünf Punkte zum direkten Abstieg. Mit der TSG Hoffenheim kommt als nächstes der Verein, der derzeit diesen direkten Abstiegsplatz besetzt, es ist eines der berühmten Sechspunktespiele.</p>
<p style="text-align: center;">Es geht um die Erstliga-Existenz unseres Vereins. Zeit für Diskussionen über die Mannschaft, den Trainer und die Verantwortlichen ist zwischen den Spielen genug. Wenn die Partien gegen Hoffenheim und Frankfurt angepfiffen werden, sollten auch wir wie die Mannschaft alles mobilisieren, um uns gegen den Abstieg zu stemmen.</p>
<p style="text-align: center;">Lasst uns daher bei den beiden kommenden Heimspielen die Zuschauerränge in Werdergrün einfärben. Kommt alle in grüner Oberbekleidung. Trikot, Pullover, T-Shirt, Jacke &#8211; Hauptsache grün! Lasst an diesen beiden Spieltage die weißen, schwarzen oder orangenen Werdertrikots im Schrank und streift das grüne Trikot über.</p>
<p style="text-align: center;">Lasst uns gemeinsam als Einheit auftreten, unserer Mannschaft zeigen, dass wir mit ihnen sind. Lasst uns (grüne) Farbe bekennen und auch den beiden Gästeteams zeigen: das Einzige, was ihr hier im grünen Kessel verloren habt, sind die drei Punkte am Ende des Spiels!</p>
<p style="text-align: center;">Schon am Wochenende in Leverkusen haben Werderfans eindrucksvoll <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QfI-mUpB6Cw">ihre Unterstützung</a> demonstriert, schließen wir uns alle dem harten Kern an und zeigen zusammen: Wir sind Werder Bremen!</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong> Alle Grün! Allez Grün!</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/29/allez-grun/allezgruen/" rel="attachment wp-att-4545"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4545" title="allezgruen" alt="" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/allezgruen-300x222.jpg" width="300" height="222" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bitte teilt es auch allen Freunden und Bekannten, allen Werderfans die ihr kennt und die bei den Spielen im Stadion sein werden, mit.</strong></p>
<p style="text-align: center;">Zeigt eure grüne Begeisterung auch <strong><a href="https://www.facebook.com/ALLEzGruen">auf Facebook bei ALLEz GRÜN!</a></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>ALLE GRÜN! ALLEZ GRÜN! 100% Werder!</strong></span></p>
<p style="text-align: center;">Benutzt bei Twitter den Hashtag <strong><em>#allezgruen</em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Links:</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://worum.org/threads/7692-ALLEz-GR%C3%9CN!-Stadion-gg-Hoffenheim-amp-Frankfurt-eingr%C3%BCnen!">Diskussionsthread im Forum</a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://worum.org/files/allezgruen_weisstrans_free.png">ALLEz GRÜN!-Logo als Vorlage für Shirts zum Selbstdrucken</a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://worum.spreadshirt.net/">ALLEz GRÜN!-Artikel sind im Worum-Spreadshirtshop zu erwerben</a></p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/XExCO8HDOmw?rel=0" height="360" width="640" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe><br />
<em>Die Verwendung und Nutzung des Logos (zB bei Facebook, Online/Printmedien) ist ausdrücklich gestattet. Für kommerzielle Zwecke nur nach schriftlicher Erlaubnis.<br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Gerüchteküche XX</title>
		<link>http://blog.worum.org/2013/04/21/die-geruchtekuche-xx/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 16:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MaxUnknown</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist nicht einfach, die neue Saison zu planen. Da wäre die fehlende Planungssicherheit, solange der Klassenerhalt nicht in trockenen Tüchern ist. Bei diversen Spielern ist fraglich, ob sie im Sommer gehen wollen, ob passende Angebote auftauchen oder der ein oder andere gar verlängert. Dazu kommen nicht erst seit gestern immer intensiver werdende Diskussion um den Trainer Thomas Schaaf. Da [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4538" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/21/die-geruchtekuche-xx/sony-dsc/" rel="attachment wp-att-4538"><img class="size-medium wp-image-4538" title="Wer wird nächste Saison den Rasen im Stadion betreten dürfen?" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/Stadionrasen-300x200.jpg" alt="Wer wird nächste Saison den Rasen im Stadion betreten dürfen?" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Wer wird nächste Saison den Rasen im Stadion betreten dürfen?</p></div>
<p>Es ist nicht einfach, die neue Saison zu planen. Da wäre die fehlende Planungssicherheit, solange der Klassenerhalt nicht in trockenen Tüchern ist. Bei diversen Spielern ist fraglich, ob sie im Sommer gehen wollen, ob passende Angebote auftauchen oder der ein oder andere gar verlängert. Dazu kommen nicht erst seit gestern immer intensiver werdende Diskussion um den Trainer Thomas Schaaf. Da zudem nicht mehr Allofs, sondern Eichin zusammen mit Baumann die Spielergespräche führt, ist für den Anfang, wie bei der Verpflichtung von Mateo Pavlovic, so viel an Personalien noch nicht durchgesickert. Und die Personalentscheidungen, Kandidaten und Tendenzen könnten sich auch verschieben, wenn es in Kürze einen anderen Cheftrainer geben sollte.</p>
<p><strong>Tor:</strong> Bekannt ist, dass Christian Vander nach der Saison seine Karriere beendet und im Anschluss ins Torwarttraining bei Werder eingebunden wird. Den Platz des vierten Torhüters wird dann wohl Kevin Otremba einnehmen, der längerfristig bei der U23 unter Vertrag steht und aktuell dort Richard Strebinger zwischen den Pfosten vertritt. Auch beim Profitraining ist Otremba häufig zu sehen. Strebinger steht noch für die folgende Saison unter Vertrag und wird sicher schon im Sommer versuchen, sich in Stellung zu bringen, dass Tor der Profis mittelfristig zu besetzen. Bei seinen Konkurrenten Sebastian Mielitz und Raphael Wolf brachte die Spielzeit Ernüchterung. Miele spielt zwar seine erste volle Bundesligasaison und hat eine schlechte Defensive vor sich, aber Argumente für die Zukunft hat er nur wenige gebracht. Selten Großtaten, eigentlich durchgehend der gleiche Eindruck: nicht sonderlich schlecht, auch keine richtigen Fehler, aber auch nicht gut und bei den Gegentoren hätten andere Bundesligatorhüter mehr als nur einen Gegentreffer weniger kassiert. Raphael Wolf konnte in der Zeit vor seiner Verletzung nicht andeuten, dass er eine Perspektive als Nummer eins bei einem Bundesligisten hat. Und auch wenn Miele sich mit dem Verein identifiziert und ein sympathischer Kerl ist, die Chancen, dass er noch nach dieser Saison die Nummer eins beim SV Werder sein wird, sinken. Es war bereits zu hören, dass Werder einen neuen Torhüter sucht. Aber eher einen Konkurrenten für Mielitz und Strebinger, da die Kategorie &#8220;klare Nummer eins&#8221; schwer bezahlbar sein dürfte. Ein erfahrener Mann, der dann in der Vorbereitung mit seinen Konkurrenten den Platz im Tor ausfechtet? Unklar ist, ob Wolf wegen seines Kreuzbandrisses da mitstreiten könnte. Konkrete Namen der Kandidaten sind nicht zu rauszubekommen, was aber auch bedeuten kann, dass die Personalie noch nicht Priorität hat.</p>
<p><strong>Abwehr:</strong> Sokratis könnte gehen, Sebastian Prödl aufgrund mangelnder Entwicklung ebenfalls. Assani Lukimya ist zumindest bei den Fans alles andere als unumstritten. Lediglich Mateo Pavovlic dürfte fest eingeplant sein. Namen von Kandidaten für die Position sind rar. Bekannt ist, dass der Duisburger Dustin Bomheuer (22) laut Berater ein konkretes Angebot vorliegen hat. Mit einem Sieg des MSV am morgigen Montag gegen den 1.FC Köln wäre sein Klub im Niemandsland der Tabelle gefestigt und hätte mit Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun. Eine Entscheidung könnte so näher rücken.</p>
<p>Florian Hartherz soll verliehen werden, in Liga 2 als Stammspieler reifen. Dazu müsste er seinen 2014 auslaufenden Vertrag noch verlängern. Den Stammplatz in der U23 soll Cimo Röcker bekommen. Neue Konkurrenz könnte ebenfalls auftauchen, Werder schaue sich Gerüchten zufolge auf dem Linksverteidiger-Markt um, habe einen Niederländer im Visier. Eine weitere Quelle spricht von einem wieder aufgetauten Interesse an eben einem solchen. An Alexander Büttner, der letzten Sommer zu Manchester United gewechselt war, dort aber kaum Spielzeit erhält. Eine Leihanfrage im Namen von Werder soll es gegeben haben, es gibt allerdings mehrere Interessenten. Eventuell kann Werder davon profitieren, dass man laut Büttners Berater bereits letztes Jahr um den 24jährigen gebuhlt hat.</p>
<p><strong>Mittelfeld:</strong> Seit Donnerstag ist bekannt, dass Werder für das zentral-defensive Mittelfeld Julian Schuster vom SC Freiburg verpflichten will. Bild.de berichtete von Gesprächen, die schon sehr weit seien. Der 28jährige steht noch bis Sommer 2014 beim SCF unter Vertrag, ist dort Kapitän und passt mit seinen Führungsqualitäten, seiner Erfahrung sowie nicht zuletzt seinen fußballerischen Fähigkeiten sehr gut ins Anforderungsprofil von Werder. Freiburgs Dirk Dufner betonte heute bei Sky nochmals, dass er Schuster nicht abgeben wolle. Der Spieler habe Vertrag &#8220;und den wird er auch erfüllen&#8221;. Es wäre aber die letzte Möglichkeit, noch eine Ablöse für Schuster zu kassieren und in die Thematik dürfte Schwung reinkommen, sobald der Spieler sich mit Werder einig ist und Freiburg einen Nachfolger im Visier hat.</p>
<p>Ein anderer zuletzt viel gehandelter Name soll derweil nicht kommen. Wie aus zuverlässiger Quelle zu erfahren ist, habe Werder das Thema Andreas Ivanschitz ad acta gelegt. Der 29jährige Österreicher, der den FSV Mainz am Saisonende ablösefrei verlassen wird, hatte auch schon Interesse an Werder öffentlich geäußert, der Verein sich mit ihm befasst. Doch mittlerweile, so heißt es, ist eine Verpflichtung kein Thema mehr.</p>
<p>Auf den Außenpositionen sind derweil links und rechts zwei Bundesliga-erprobte deutsche Spieler in der Verlosung. Für links ist dies Konstantin Rausch, dessen Vertrag bei Hannover 96 ausläuft. Der 23jährige habe laut Bild &#8220;im kleinen Kreis angedeutet, dass er gerne nach Bremen gehen würde&#8221;. Auch Schalke und Wolfsburg seien sehr interessiert, wobei der VfL mittlerweile laut Wolfs-Blog kein Interesse mehr an einer Verpflichtung habe. Grund dürfte die angestrebte Verpflichtung des Freiburgers Daniel Caligiuri sein.</p>
<p>Für die rechte Seite hat Werder Interesse an Christian Clemens. Auch da nannte die (Sport-) Bild zuletzt Schalke und Wolfsburg als Mitinteressenten. Clemens wurde bereits im Winter in Bremen gehandelt, laut unseren Informationen gab es ein Treffen vor Ort mit Frank Baumann. Der wiederum dementierte die Personalie damals. Der 21jährige Clemens kann auf beiden Außenpositionen spielen, hat noch ein Jahr Vertrag, in dem eine Ausstiegsklausel in Höhe von 2,5 Millionen Euro verankert sein soll. Abgangswillig und wohl auch unter der Summe zu haben dürfte der Kölner aber nur dann sein, wenn der Aufstieg mit dem FC nicht gelingen sollte.</p>
<p>In punkto Abgängen ist der erste Name, natürlich, Kevin de Bruyne. Dessen Verbleib in Bremen ist ausgeschlossen. Bayer Leverkusen dürfte erwartungsgemäß den Zuschlag für eine Leihe bekommen. Ob Özkan Yildirim ebenfalls nächste Saison nicht mehr für Werder spielen wird bleibt weiterhin offen. Mehmet Ekici ist ein logischer Abgangskandidat, Gerüchte um ihn gibt es allerdings nirgends. Konkreter ist es bei Felix Kroos, der wohl in die zweite Liga wechseln wird. Ähnliches wäre auch bei Aleksandar Stevanovic der Fall, falls er einen Verein für eine Leihe findet, was der Serbe bevorzugt. Auch ein direkter Abgang steht zur Debatte. Gleiches gilt für seinen älteren Bruder Predrag, der derzeit verletzt ist.</p>
<p><strong>Sturm:</strong> Vieles ist hier völlig offen. Wie lange fällt Niclas Füllkrug noch aus? Bleiben Eljero Elia und vor allem Marko Arnautovic? Bekommt Joseph Akpala noch eine Chance? Was passiert mit Denni Avdic? Bleibt Nils Petersen? Beim vom FC Bayern ausgeliehenen Stürmer hat Werder mittlerweile die vom Spieler erhofften Signale gesendet, dass man ihn behalten wolle. Am Liebsten noch ein Jahr als Leihe, mit Kaufoption. Eine Entscheidung sollte längst gefallen sein, wird mittlerweile aber erst nach der Saison erwartet.</p>
<p>Keine Neuigkeiten gibt es vorerst beim Neuseeländer Marco Rojas. Der 21jährige hatte vor Kurzem bekanntgegeben, seinen Klub Melbourne Victory zu verlassen. Er ist ablösefrei auf dem Markt, sein Vater sprach zuletzt von zwei Interessenten aus England sowie vom VfB Stuttgart. Die letzte Meldung besagt, dass Rojas sich zwischen zwei Klubs entscheiden wolle, das Ergebnis aber noch ausstehe. Ob Werder dazugehört? Es gibt widersprüchliche Informationen.</p>
<p><strong>U23:</strong> Ab Sommer ist Viktor Skripnik neuer Trainer und damit Nachfolger von Thomas Wolter. Der Ukrainer, der derzeit die U17 betreut, hätte den Verein trotz bis 2015 laufenden Vertrages bei mangelnder Beförderung wohl auch Richtung Heimat verlassen. Dort lockte man ihm mit dem Cheftrainerposten für die U21-Nationalmannschaft.</p>
<p>Skripniks Planungen beinhalten mindestens zwei erfahrene Ü23-Spieler (drei sind erlaubt), für die kommende Saison hat bisher keiner der aktuellen im Kader stehenden Ü23-Spieler Vertrag. Kandidaten blieben weiterhin Defensivspieler Sandro Stallbaum (31) sowie Stürmer Max Wegner (24). Einen Mittelfeldmann aber wünscht sich Skripnik (dazu) und der ausgeguckte Wunschspieler soll, so ist aus gut unterrichteter Quelle aus Bochum zu hören, ein ehemaliger Mitspieler vom Ukrainer sein: Christoph Dabrowski, mittlerweile 34 Jahre alt und bis Sommer beim Zweitligisten VfL Bochum unter Vertrag. Der zentrale Mittelfeldspieler war von 1995 bis 2001 bei Werder, absolvierte 49 Erstligaspiele für den Verein. Es folgten 224 weitere bei Arminia Bielefeld, Hannover 96 und in Bochum. Dabrowski hat vor wenigen Wochen verlautbaren lassen, dass er gerne im Ruhrgebiet bleiben wolle, daher ist trotz starkem Interesse von Werder nicht abzusehen, ob er ab Sommer Führungsspieler bei der Regionalligamannschaft von Werder sein wird.</p>
<p>Fix ist hingegen der Zuzug von Melvyn Lorenzen. Der 18jährige Offensivspieler spielt zurzeit für die A-Junioren von Holstein Kiel, ist ein schneller Spieler für die Außen, der mit sieben Treffern derzeit zweitbester Torschütze seines Teams ist. Primär über links kommend, meist nach innen ziehend und den Abschluss suchend ist Rechtsfuß Lorenzen Konkurrenz für sowohl Dennis Wegner als auch Onel Hernandez, die derzeit die Außenpositionen der U23 bekleiden und beide für die kommende Spielzeit noch Vertrag haben. Lorenzen soll, wie die beiden Konkurrenten im vergangenen Sommer, für zwei Spielzeiten bei Werder unterschrieben haben.</p>
<p>Nicht mehr im Kader stehen werden nächste Saison Leon Henze, Jonathan Schmude, Florian Nagel und Orhan Yildirim. Fraglich ist, was aus Spielern wie Alexander Hahn und Malte Grashoff wird, ebenso gibt es bisher keine Information zu Spielern aus der &#8220;dritten&#8221; Reihe wie Bernd Düker, Yannik Jaeschke, Torben Rehfeldt oder Lukas Reineke, die diese Saison allesamt hauptsächlich U21 spielten.</p>
<p>Hochkommen werden aus der U19 aus dem 94er und somit der A-Jugend entwachsenen Jahrgang Kevin Otremba, Julian von Haacke und Tobias Schwede. Auch Kapitän Jakob Zwerschke soll in den U23-Kader rücken. Aus dem 95er Jahrgang werden die Talente Lukas Fröde, Marcel Hilßner und Davie Selke eingeplant. Bei allen drei Spielern kommt es auf die Entwicklung an, sie könnten daher auch ab und zu wie diese Saison bspw. Busch oder Röcker zu Einsätzen in der U19 kommen.</p>
<p>Wie in der Blogserie über die Werdertalente genannt hatten laut unseren Informationen die hier genannten Busch, Fröde, von Haacke und Schwede auslaufende Verträge, mittlerweile sollen alle für die kommende Saison bei der U23 unter Vertrag stehen. Auch Hilßner, bei dem es Gerüchte um einen Profikontrakt gab.</p>
<p><strong>Nachwuchs:</strong> Weiter gibt es widersprüchliche Informationen zu U15-Nationalspieler Johannes Eggestein vom TSV Havelse. Mal heißt es, er habe sich für Werder entschieden, mal ist die Entscheidung zwischen Werder und dem VfL Wolfsburg weiterhin offen. Der Stürmer wäre für die U17 vorgesehen, in der aktuell sein älterer Bruder Maximilian mit 12 Treffern Toptorschütze der Bremer B-Junioren ist.</p>
<p>Nächste Saison wäre er dann altersbedingt in der A-Jugend, für die Werder mit einigen Interessenten aus dem Ruhrgebiet um einen Offensivspieler rangelt. Hierbei handelt es sich um Konstantinos Papadopoulos von Arminia Bielefeld aus dem Jahrgang 1996. Der robuste und schnelle griechische U-Nationalspieler soll geholt werden, hat aber auch Anfragen von Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund.</p>
<p><strong>Testspieler:</strong> Vom Tabellenletzten der australischen A-League, Wellington Phoenix, kommen Mittelfeldspieler Louis Fenton (20) und Stürmer Tyler Boyd (18) zum Probetraining nach Bremen. Beide werden bei der U23 trainieren, eventuell auch eine Einheit bei den Profis bestreiten. Vermittelt wurde das Vorspielen von Werder-Legende Wynton Rufer, der als neuer Trainer von Wellington gehandelt wird und der mit einer Juniorenmannschaft demnächst bei einem Turnier in der Schweiz antreten wird. Fenton und Boyd werden dort spielen &#8211; und danach wohl wieder für Wellington, wo beide noch unter Vertrag stehen.</p>
<p>Für die B-Jugend testete Werder vor Kurzem die beiden Griechen Giannis Grammatikas (Rechtsverteidiger) und Vasilis Karvounidis (Offensiver Mittelfeldspieler). Besonders Karvounidis soll es den Bremern angetan haben, Werder wirbt um den griechischen U16-Nationalspieler. Ob das aber klappt steht auf einem anderen Blatt. Beide spielen aktuell bei AEK Athen, dem Ex-Verein von Sokratis, wo auch der Zypriote Fotis Kezos im Nachwuchs aktiv ist. Den wollte Werder nach einem Probetraining ebenfalls verpflichten, er blieb aber in Griechenland. Vorerst, denn auch der 17jährige Innenverteidiger soll weiterhin geholt werden.</p>
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<p><em>Das Foto wurde von einem Worum-User zur Verfügung gestellt.</em></p>
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		<title>Interview: 90 Minuten mit Paul Stalteri</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 15:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MaxUnknown</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4507" class="wp-caption alignright" style="width: 410px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/16/interview-90-minuten-mit-paul-stalteri/stalterimeister3/" rel="attachment wp-att-4507"><img class=" wp-image-4507 " title="StalteriMeister3" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/StalteriMeister3-300x213.jpg" alt="Paul Stalteri mit Blick auf die Feiergemeinde im Jahre 2004 (c) werderfotos.de" width="400" height="284" /></a><p class="wp-caption-text">Paul Stalteri mit Blick auf die Feiergemeinde im Jahre 2004 (c) werderfotos.de</p></div>
<p>Am 20. März beendete Ex-Werderaner Paul Stalteri im Alter von 35 Jahren <a href="http://www.paulstalteri.com/retirement.htm">seine Fußballerkarriere</a>. Sein letztes Pflichtspiel lag da schon einige Zeit zurück: am 8. November 2010 lief er letztmals auf, für Kanada beim 2-2 gegen die Ukraine. Fast genau ein Jahr zuvor absolvierte Stalteri sein letztes Ligaspiel, in der Bundesligabegegnung der beiden Borussias, Gladbach gegen Dortmund. Verletzungen waren der Grund, warum die letzten Jahre nicht mehr so erfolgreich verliefen wie seine beste Zeit, beim SV Werder Bremen. Erst behinderte ihn eine Innenbandverletzung, gefolgt von  Hüftproblemen, die zwei Operationen nach sich zogen und ihn bis Mitte letzten Jahres ausfielen ließen.</p>
<p>Nun ist es offiziell vorbei. Das, was als erfolgreichste Karriere eines kanadischen Fußballers in den Geschichtsbüchern steht. Rekordnationalspieler seines Landes mit 84 Partien (7 Toren) und der beeindruckenden Statistik, in allen Partien nach seiner ersten Einwechslung in der Startelf gestanden zu haben. 30 Spiele absolvierte er als Kapitän des Teams. Für Werder absolvierte er 151 Bundesligaspiele (6 Tore) sowie insgesamt 270 Pflichtspiele (17 Tore), davon die ersten 2,5 Jahre in der Regionalliga bei Werders Amateuren.</p>
<p>Im Januar 1998 kam der damals 20jährige von Toronto Lynx zum SV Werder, feierte im Sommer 2000 sein Bundesligadebüt, holte 2004 das Double und verließ den Verein dann im Folgejahr, um zu Tottenham nach England zu wechseln. Dreieinhalb Jahre blieb er in England, spielte dort auch noch für Fulham, bevor er zu Jahresbeginn 2009 nach Deutschland zurückkehrte und zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Sein letzter Profiverein.</p>
<p>Aber Gladbach, Fulham oder Tottenham sind egal. Reden wir lieber über Werder. Über wirklich gute Zeiten, den wohl größten Erfolg des Vereins und die von vielen als beste Mannschaft der Vereinsgeschichte gefeierte Truppe, dessen Teil Stalteri war. Ein sehr wichtiger, wie auch Ex-Kollege <a href="http://blog.worum.org/2011/11/14/ailton-als-wurde-man-eine-frau-heiraten-die-man-nicht-liebt/">Ailton im Worum-Interview</a> betonte. Der Kugelblitz bezeichnete Stalteri und auch Ümit Davala als &#8220;Personen, die die Mannschaft zusammengebracht haben&#8221;.</p>
<p>Zusammenhalt, Einstellung, die passende Mischung einer Mannschaft. Punkte, auf die der 35jährige Kanadier Stalteri im Verlauf des Gespräches intensiv eingeht. Auf englisch, denn obwohl er deutsch ziemlich gut beherrschte fehlte ihm in den letzten Monaten das Training. So aber kommt er nicht nur schnell ins Reden, sondern beweißt auch eine gute Erinnerung an die Werderzeit und scheint das Besprechen einiger großer Momente im Verlauf des Gespräches mehr und mehr zu genießen. Am Ende unterhielt man sich zwei Halbzeiten lang, genau 90 Minuten.</p>
<p><strong>Worum.org: Die Karriere ist offiziell beendet, wie fühlt sich das an, sich keine Gedanken mehr über das Fußballspielen zu machen, das Kapitel endgültig abgeschlossen zu haben?<br />
</strong>Paul Stalteri: Nun, ich war in einer Situation, wo ich lange, lange Zeit hatte, mir das zu überlegen. Natürlich auch, weil ich einen Abschnitt mit zwei Operationen hinter mir hatte. Am Anfang dachte ich nur daran, wieder fit zu werden. Nach circa 14 Monaten Reha fühlte ich mich dann auch wieder sehr gut und so fit, wie ich mich seit Langem nicht mehr gefühlt hatte. Ab da war ich wieder darauf eingestellt, einen neuen Verein zu suchen, eine gute Option für mich zu finden. Doch leider ergab sich keine solche Möglichkeit, kein verlockendes Angebot, den Schritt, wieder zu spielen, zu machen.</p>
<p>In meinem Alter schaut man dann auch anders auf die ganze Situation – und so haben wir dann den Entschluss gefasst, dass es das Beste ist, aufzuhören. Und ich kann Dir durchaus sagen, dass es sich gut anfühlt, ich bin absolut zufrieden mit meiner Karriere, ich habe nichts zu bereuen. Zurückschauend ist da auch nichts, wo ich sage, dass ich das hätte anders, besser machen können oder gar sollen. Als ich im Alter von 20 Jahren nach Deutschland kam, konnte ich mir nicht mehr erträumen als den Erfolg, den ich letztendlich in meiner Laufbahn hatte. Wirklich nicht. Daher bin durchaus zufrieden mit meiner Karriere.</p>
<p><strong>Es gab also keine spezielle Verletzung, die Dich von einer Rückkehr auf den Platz abgehalten hat?<br />
</strong>Nein, definitiv nicht. Die Verletzungen sind zu 100 Prozent ausgeheilt, die zwei Operationen verliefen sehr gut. Die Rehadauer war von vornherein zwischen 12 und 14 Monaten angesiedelt, wir waren absolut im Zeitplan, sehr zufrieden mit dem Verlauf. Wie gesagt, ich fühle mich sehr gut. Deswegen brauchte ich auch so lange für die endgültige Entscheidung, die Schuhe an den Nagel zu hängen. Einfach, weil mein Körper sich besser, stärker anfühlte, wie schon lange nicht mehr. Ich fühle mich wieder komplett hergestellt, konnte mein Training einwandfrei absolvieren.</p>
<p>Das war der einzige Grund, warum es mit der Entscheidung länger dauerte. Manchmal denke ich, dass es sicher einfacher gewesen wäre, wenn es nach einer OP nicht mehr so rund läuft, wenn man sich nicht mehr fit fühlt. Die Entscheidung, die Karriere zu beenden, fällt leichter, wenn du weißt, dass dein Körper einfach nicht mehr bereit ist für den Leistungssport. Aber das war bei mir nicht der Fall. Ich fühlte mich sehr gut, ich gab dem Ganzen etwas mehr Zeit, bevor ich dann am Ende meinen Entschluss fasste.</p>
<p><strong>Gab es denn Angebote? Oder war einfach nur nicht das passende Angebot dabei?<br />
</strong>Letzteres, die Anfragen waren einfach nicht reizvoll genug. Ich fühlte mich wieder bereit, wollte aber auch nichts riskieren, außer es gäbe eben eine wirklich gute Möglichkeit, wieder auf höchstem Niveau zu spielen. Oder in einem der Länder mit den stärksten Ligen. Ich war nicht bereit, in tieferen Ligen zu spielen, in kleineren Fußballländern. Das hatte mehrere Gründe, natürlich gehörte ein möglicher Umzug der Familie dazu. Man kann sagen, dass ich schon etwas wählerisch war, in welche Ligen, in welche Länder ich gegangen wäre.</p>
<p>Ich fühlte mich gut, daher wollte ich nochmals in eine starke Liga, in ein fußballbegeistertes Land. Das passende Angebot war aber einfach nicht dabei, und irgendwann trifft man dann eine Entscheidung, wie es weitergehen soll.</p>
<p><strong>Und das Spielen in unteren und auch nicht so starken Ligen war dann für Dich keine Option? Der Ailton-Weg, Hauptsache weiterzuspielen, hatte keinen Reiz?<br />
</strong>Auch als ich noch topfit und am Beginn meiner Karriere war, dachte ich nie daran, später mal meine Karriere in den dritten oder vierten Ligen fortzusetzen. Das ist auch nicht respektlos denjenigen gegenüber gemeint, die sich dazu entschieden haben, nach einer Laufbahn in den Topligen der Welt dann unterklassig ihre Karriere ausklingen zu lassen. Das ist nur einfach nichts für mich.</p>
<p>Ich habe in der Regionalliga bei einer zweiten Mannschaft in Deutschland meine Profizeit begonnen, in Bremen. Dann kam der Aufstieg in die höchste Spielklasse. Und da ich in zwei Ländern so lange in den höchsten Ligen gespielt hatte, wäre höchstens noch die jeweilige Liga unter der Bundesliga und Premier League überhaupt okay gewesen. In anderen zweiten oder zweitklassigen Ligen, insbesondere außerhalb Deutschlands und Englands wollte ich nicht spielen. Das sah ich einfach als Situationen, in denen ich mich nie befinden wollte, wenn ich 35, 36 Jahre alt bin und dann in solchen unterklassigen Ligen auflaufe. Für mich war es jetzt einfach so, dass ich mich bereit fühlte, etwas anderes zu machen. Im Fußball oder im Leben überhaupt.</p>
<p><strong>Dein Karriere-Ende bringt auch etwas Kurioses mit sich. Du bist Rekordnationalspieler Kanadas, hast aber nie in der höchsten Spielklasse, der Major League Soccer, gespielt. Gab es nie Kontakt zu einem MLS-Team oder gar zum Verein Deiner Heimatstadt, Toronto FC?<br />
</strong>Um ehrlich zu sein, da gab es nie wirklich konkrete Gespräche. Auf jeden Fall nicht mit dem Klub meiner Heimatstadt, mit keinem kanadischen Verein. Ich war aber auch nicht wirklich auf dem Markt für so was. Wäre ich das gewesen, dann hätte sich wohl schon etwas ergeben. Zu den kanadischen Klubs gab es aber wirklich keinen Kontakt, auch nicht nach der Verletzung, wo es durchaus lockere Gespräche mit MLS-Mannschaften gab, aber eben den nicht-kanadischen.</p>
<p><strong>Kommen wir mal genauer auf Deine Heimat, Deinen aktuellen Wohnort und den dortigen MLS-Verein zu sprechen. Gibt es Interesse von Deiner Seite, nach dem jetzigen Karriere-Ende für Toronto FC zu arbeiten? Als Trainer, Scout, im Management?<br />
</strong>Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Sie haben auch erst dieses Jahr den Trainer ausgetauscht, die Klubstrukturen verändert. Relativ neu ist auch der Präsident, wobei man ihn in Deutschland wohl eher aufgrund seiner Aufgaben als Sportdirektor bezeichnen würde. Hier sagt man da meist General Manager, er hat auf jeden Fall jetzt das Sagen beim TFC. Die Trainerwahl war seine, weil er ihn persönlich schon kannte, auch der Trainerstab wurde entsprechend angepasst.</p>
<p>Ich lebe wieder in Toronto, möchte daher nichts ausschließen. Man weiß nie, was in Zukunft passiert, welche Posten der Klub irgendwann neu besetzen möchte. Aber es ist derzeit nichts, dem ich nachgehe, was ich vorhabe. Ich habe auch keinerlei Gespräche über einen Posten mit dem Verein geführt. Es ist aber, wie schon gesagt, so, dass man nie weiß, was alles passieren kann. Das wird sich zeigen, ob es in Toronto oder auch einem anderen kanadischem Klub dann irgendwann Möglichkeiten geben wird, die für mich interessant sind.</p>
<p><strong>Es geht mit den TFC-Fragen weiter und weiter. Hast Du Torsten Frings denn während seiner Zeit beim Klub in Toronto mal getroffen?<br />
</strong>Nein, und das ist wirklich komisch gelaufen. Als wir zurück nach Toronto gezogen sind, verletzte Torsten sich gerade und flog dann zurück nach Deutschland für den Rest der Saison. Ich glaube, da war nur knapp eine Woche zwischen unserem Umzug und seiner Hüftoperation und der Abreise nach Deutschland. Als er wiederkam, ging es dann direkt weiter zur Reha nach Florida für längere Zeit. Seit der Bekanntgabe seines Karriere-Endes ist zwar einige Zeit vergangen, aber wir haben es nicht wieder geschafft, Kontakt herzustellen. Ich weiß auch nicht, ob er derzeit überhaupt noch in Toronto oder schon wieder nach Deutschland abgereist ist. Auch wenn ich jetzt schon wieder einige Zeit hier wohne und er hier gespielt hat, waren wir kurioserweise nie am selben Ort, haben uns noch nicht gesehen.</p>
<p><strong>Torontos Manager sagte, dass Torsten es liebte, Freunde zu den Basketball-, Baseball- und Eishockey-Spielen in Toronto mitzuschleppen. Bist Du auch so sportbegeistert, gibt es bei Dir mehr als nur Fußball?<br />
</strong>Wir wohnen jetzt wieder in Toronto, leben uns aber immer noch ein. Es gibt hier sehr viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Man muss aber auch die Zeit für all das finden. Ich habe Familie, mache viel mit den Kindern. Fußball ist weiterhin mein Sport. Auch der Sport, wo ich mich auf dem Laufenden halte. Wie auch während meiner Karriere habe ich ein Auge auf Basketball, interessiere mich auch ein bisschen für Eishockey. Und natürlich Golf. Eine interessante Sportart, ein großes Hobby von mir. Aber über dem allen bleibt der Fußball.</p>
<p><strong>Und Du sagst weiterhin „Football“ und nicht „Soccer“…<br />
</strong>Ja, ich sage das andauernd. Und hier erregt das manchmal die Gemüter, aber für mich ist und bleibt das die passende Bezeichnung. Wenn ich „Soccer“ in einen Satz einbaue, fühlt sich das komisch an, es klingt irgendwie seltsam. Auch jetzt, obwohl ich schon wieder einige Zeit in Kanada bin, hat das immer noch einen sehr merkwürdigen Klang. Ich habe auch schon „Football“ gesagt, bevor ich nach Europa gewechselt bin. Auch, wenn ich darüber gesprochen habe. Ich mag einfach, wenn man sagt, dass jemand ein guter „Footballer“ ist, nicht ein guter „Soccer player“.</p>
<p><strong>Fußball ist in Kanada nicht so verbreitet, was lief denn eigentlich schief, dass Du kein Eishockeyspieler wurdest?<br />
</strong>Der naheliegendste Grund dafür sind die Kosten, Eishockey ist ein sehr teurer Sport. Ich sehe das aktuell bei meinem Sohn, der Fußball liebt, aber mittlerweile auch Eishockey. Weil er spielen will und ich ihm das ermöglichen möchte, erfährt man aus erster Hand, wie kostspielig der Sport ist.</p>
<p>Und als ich aufgewachsen bin, da hatte ich wie meine beiden Brüder Interesse an Eishockey, aber es war einfach zu teuer, drei Kinder in dem Sport zu haben. Daher ging es für uns schon früh Richtung Fußball. Wir blieben dann auch dabei, beim günstigeren Sport. Fußball ist auch heute noch finanziell weit unter Eishockey anzusiedeln, auch wenn es, als ich jung war, noch deutlicher war. Da war die Spanne noch weiter auseinander. So einfach war das damals. Und ich kann das heute gut nachvollziehen, gerade, wenn man drei Kinder hat, das kostet dich ordentlich. Pro Saison 15.000 bis 20.000 Dollar, nur damit die Kinder Eishockey spielen können. Das ist beinahe unmöglich zu finanzieren, wenn man mehr als ein Kind in dem Sport hat, es sei denn, dass man ziemlich viel Geld besitzt.</p>
<p><strong>Also hast Du einen Sohn, der derzeit sowohl Fußball als auch Eishockey spielt?<br />
</strong>Ja, er ist aber noch sehr jung. Er ist erst vier, wird fünf im Sommer. Aber wir hatten ihn schon in Schlittschuhen und er war im Winter in einem Eishockeycamp, das hat ihm sehr gefallen. Und Hallenfußball hat er gespielt, was ihm ebenfalls sehr gefallen hat. Jetzt wird er draußen gegen den Ball treten und vielleicht auch weiterhin Eishockey spielen, das will er schon auch noch dazu. Wir werden sehen, wie sich das bei ihm entwickelt.</p>
<p>Meine Tochter spielt mittlerweile ebenfalls Fußball. Dieses Jahr das erste Mal, vorher hatte sie nie sonderlich großes Interesse. Aber das ist nach und nach größer geworden, und für den Sommer haben wir sie in einem Verein angemeldet. Im Winter hat sie ein bisschen gespielt, jetzt geht es zum ersten Mal in den Fußballverein. Die Kinder halten mich also auch, was den Sport angeht, auf Trab.</p>
<p><strong>Ich wollte Dich gerade fragen, was Du für die Zukunft geplant ist, was Du in der freigewordenen Zeit machen willst, aber Deine Kinder scheinen Dich ganz schön zu fordern.<br />
</strong>Ja, das tun sie. Sie halten mich zwar auf Trab, aber ich plane schon noch andere Dinge. Ich möchte auf jeden Fall meine Trainerlizenz machen. Da informiere ich mich gerade, wie, wann und wo ich das machen kann. Derzeit weiß ich noch nicht, ob ich dann in den Trainerjob einsteige, ob ich diesen dann auch länger ausüben werde, aber ich denke, dass ich auf jeden Fall irgendwie im Fußball involviert sein werde. Ob das dann als Trainer im Profibereich, im Jugendbereich oder auf einem Posten im Management sein wird, bleibt abzuwarten. Aber es ist auf jeden Fall von Vorteil, die Trainerlizenz zu haben, von daher wird das mein erster Schritt sein.</p>
<p>Ab nächsten Monat werde ich dann auch über den Sommer in einem Verein hier mithelfen, der eine gute Jugendmannschaft hat. Ich freue mich schon darauf. Und gerade, weil es etwas ganz Anderes ist, als zu spielen, halte ich es für eine gute Idee, zuerst in einem Nachwuchsteam mit jungen Talenten erste Erfahrungen im Trainerbereich zu sammeln.</p>
<p>Ich halte mich auf Trab, habe zudem auch noch andere geschäftliche Dinge, um Die ich mich kümmere. Einfach ein paar Sachen, die ich vorausschauend auf mein Karriere-Ende in die Wege geleitet habe, ein paar Ideen umsetzen, die sich über die Jahre angestaut haben. Das kostet auch Zeit.</p>
<p><strong>Also wirst Du für die nächsten Jahre in Toronto leben?<br />
</strong>Wir hatten letztes Jahr die Situation, dass wir hier Urlaub gemacht hatten, und als wir im Sommer dann noch mal hierher kamen, sind wir am Ende geblieben. Diese Entscheidung haben wir dann getroffen, unseren Hausstand nachgeholt. Wir fühlen uns hier wohl, die Kinder sind glücklich, es läuft in der Schule. Daher gibt es derzeit keine Gedanken daran, wieder wegzuziehen.</p>
<p>Trotz allem gilt, wenn man weiter im Fußballgeschäft bleibt, dass man nie weiß, was in der Zukunft dann alles passieren kann. Man weiß nie, was auf einen zukommt. Aber es gibt, wie gesagt, keine Pläne, Toronto wieder zu verlassen, wir haben uns hier jetzt niedergelassen, eingelebt und wollen hier bleiben.</p>
<p><strong>Gibt es noch jemanden aus Deiner Werderzeit, mit dem Du Kontakt hast?<br />
</strong>Ja, ich bin noch mit einigen Leuten in Kontakt. Auch mit welchen, die derzeit eine Rolle im Verein haben, wie Marco Bode. Ebenso Frank Baumann, auch Thomas Schaaf gehört dazu. Und dann natürlich Freunde aus der Zeit, Spieler, mit denen ich zusammengespielt habe, die nun aber nicht mehr im Verein sind.</p>
<p><strong>Verfolgst Du auch die Ergebnisse des Vereins, wie sich die Mannschaft macht?<br />
</strong>Ich verfolge das Geschehen regelmäßig. Es gibt einen Fernsehsender, der am Wochenende deutschen Fußball zeigt. Meist zwei, aber auch mal drei oder vier Spiele. Freitag, Samstag, sogar mal sonntags. Es gibt hier in Kanada also einen Kanal, der eine gute Berichterstattung übe die Bundesliga bietet, und ich schaue, ehrlich gesagt, ziemlich oft Spiele. Daher habe ich Bremen auch diese Saison spielen gesehen, sogar sehr oft. Gerade, was die Bundesliga angeht, halte ich mich auf dem Laufenden. Und Bremen ist natürlich eine der Mannschaften, die mich am meisten interessieren. Okay, es ist DIE Mannschaft, die mich am meisten interessiert. Ergebnisse, Nachrichten, das schaue ich schon ziemlich regelmäßig.</p>
<p><strong>Dann frage ich natürlich jetzt, was Du von der derzeitigen Entwicklung hältst. Du wirst sicher wissen, dass es derzeit nicht allzu viele Punkte bis zum Relegationsplatz sind?<br />
</strong>Ja. Ich dachte, dass sich die Mannschaft zum Start der Rückrunde mit den zwei Siegen weit genug von den Abstiegsrängen entfernt hätte, aber dann kamen ein paar schlechte Resultate, es kam eine Schwächephase. Und da ist es nicht so leicht herauszukommen. Hoffentlich gewinnen sie ein, zwei Partien in den jetzt anstehenden Spielen, um den Abstand auf den Relegationsplatz wieder auszubauen.</p>
<p>Die knappe Heimniederlage gegen Augsburg mit anzusehen, war schon schwer. Anstatt dann den Abstand zwischen den beiden Vereinen zu vergrößern, wurde es auf einmal wirklich wieder knapp. Daher wäre es schon gut, wenn die Mannschaft sich jetzt wieder einen kleinen Lauf erarbeitet, langsam wieder die Form und das Selbstbewusstsein in die Truppe bekommt. Ich dachte wirklich, dass sie das bis dahin okay gemacht haben, aber dann fielen sie in ein Loch, aus dem sie jetzt wieder hinaus müssen.</p>
<p>Natürlich sieht man, dass die Mannschaft nicht auf dem Niveau agiert, auf dem sie sechs, sieben Jahre lang gespielt hat. Da war sie wirklich sehr gut. Jetzt dürfte es ein bisschen Zeit brauchen, ein paar weitere Neuzugänge, um sich dieser Zeit wieder anzunähern. Werder wurde da als eine der attraktivsten Mannschaften gesehen, eine Mannschaft, die man sich Woche für Woche ansehen musste. Das war unterhaltsam, wie wir zu den Toren gekommen sind, welches Tempo wir gegangen sind.</p>
<p>Ich denke und hoffe, dass man wieder eine starke Mannschaft aufbauen kann. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, das wird noch etwas Zeit beanspruchen. Die jetzige Mannschaft ist sehr, sehr jung, das bringt schon mit sich, dass da Zeit benötigt wird. Hoffentlich läuft die Entwicklung gut. Ich schaue mir das aus der Ferne an und möchte Werder natürlich wieder in der anderen Tabellenhälfte sehen – nicht mehr der unteren.</p>
<div id="attachment_4512" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/16/interview-90-minuten-mit-paul-stalteri/stalteri2004/" rel="attachment wp-att-4512"><img class="size-medium wp-image-4512" title="Stalteri2004" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/Stalteri2004-300x218.jpg" alt="Stalteri nach dem Training im Oktober 2004 (c) werderfotos.de" width="300" height="218" /></a><p class="wp-caption-text">Stalteri nach dem Training im Oktober 2004 (c) werderfotos.de</p></div>
<p><strong>Reden wir besser über die guten Zeiten, die Du gerade erwähnt hattest. Als Du 2005 den Verein verlassen hast, war im Nachhinein zu hören, dass der Verein sich auf den Außenverteidigerpositionen verbessern wollte, von Champions League-Tauglichkeit war die Rede. Hast Du so etwas in den Gesprächen zu hören bekommen, gab es konkrete Gespräche über eine Verlängerung, ein Angebot?<br />
</strong>Ich kann mich nicht daran erinnern, dass so etwas jemals erwähnt wurde. Wir hatten Gespräche über eine Vertragsverlängerung, im Verlauf der Saison saßen wir einige Male zusammen. Und ich hatte auch ein Angebot von Werder für eine Verlängerung. Die genannten Gründe waren nie Thema, ich saß mit Klaus und Thomas wirklich nicht selten zusammen, wir haben da konkret über die Zukunft gesprochen. Sie wussten, wenn ich Bremen verlasse, dann mit ziemlicher Sicherheit nur für die Premier League. Ich mochte die Liga schon immer, wollte dort spielen.</p>
<p>Das Ganze hatte auch nichts mit den Finanzen zu tun. Auch nicht mit der Vertragslänge oder sonstigen Inhalten. Da waren wir uns grundsätzlich einig. Es ging einzig darum, ob ich in Bremen bleibe oder nach England gehe. Wenn ich in Deutschland geblieben wäre, dann nur in Bremen.</p>
<p>Es war eine Situation, die wir ganz offen und ehrlich gehandhabt haben. Ich habe sie auf dem Laufenden gehalten, sie waren immer informiert, wie es aussieht. Es lag nicht am fehlenden Angebot, an Uneinigkeit bei den Verhandlungen, sondern nur, ob ich eine neue Herausforderung annehme. Ich war zu der Zeit 27 und wusste, dass ich bei einer Verlängerung bei Werder vielleicht nie mehr die Möglichkeit bekommen würde, in England zu spielen. Jetzt oder nie. Und so traf ich dann die schwere Entscheidung, nach siebeneinhalb fantastischen Jahren den Verein zu verlassen. Das war eine gute überlegte, aber sicher nicht einfache Entscheidung.</p>
<p><strong>Du wolltest schon immer in England spielen &#8211; war das dieser typische Traum der meisten nordamerikanischen Spieler? Da hört man ja oft, dass sie in England, in der Premier League spielen wollen. War das bei Dir auch so, lieber Premier League statt Bundesliga?<br />
</strong>Nein, ich denke nicht. Um ehrlich zu sein, war die Premier League doch zweifellos damals die beste Liga in Europa. Da gibt es nichts zu diskutieren. Aber es war kein Lebenstraum von mir, dort zu spielen. Als ich aufgewachsen bin, gab es generell nicht diese Berichterstattung über die europäischen Fußballligen, wie es heute in Nordamerika der Fall ist. Aktuell kannst du hier beinahe jede Liga anschauen, über die Topligen wird berichtet, es werden viele Spiele übertragen. Mit dem Internet an sich, dem Streaming, der ganzen neuen Technologie und den neuen Medien kannst du ja mittlerweile jedes Spiel, jede Mannschaft so gut verfolgen wie nie zuvor.</p>
<p>Zu meiner Zeit war es nicht so, aber den englischen Fußball schaute ich schon gerne, wenn es möglich war. Der Spielstil, die Geschwindigkeit, die Stadien, die Fans sowie die Leidenschaft der Fans. Ähnlich war und ist es mit Deutschland, eines der wenigen Länder, in denen jede Woche die Stadien voll sind, wo jeder Verein viele Fans, großen Support hat. Nicht nur in der ersten Liga, sondern im ganzen Land. In Deutschland wie in England.</p>
<p>Und zu dem Zeitpunkt, als ich gewechselt bin, brauchte man nicht darüber zu diskutieren, ob die Premier League jetzt die stärkste Liga Europas war oder nicht. Die damals wohl vier besten Klubs in Europa kamen allesamt aus England. Die Liga war sehr sehr stark, was letztendlich der ausschlaggebende Punkt war, zu wechseln. Um in der damals besten Liga Europas, der Welt zu spielen.</p>
<p>Wenn man jetzt die Situation betrachtet, ist es beinahe umgekehrt, wo ich sagen würde, dass die Bundesliga mindestens gleichauf mit der englischen Liga ist. Wenn ich gefragt werden würde, wie heute die Qualität der Ligen ist, sehe ich die Stärke sogar eher auf der anderen Seite, der deutschen Liga. Anders als vor acht, neun oder zehn Jahren.</p>
<p><strong>Was macht für Dich den Unterschied zwischen Bundesliga und Premier League aus? Lukas Podolski sagte kürzlich, dass das Spiel in England intensiver, ein bisschen schneller ist. Ist es das?<br />
</strong>Ich denke, der Unterschied beginnt auch ein bisschen bei den Zuschauern. Auch wenn es von den Stadien her vergleichbar ist, in beiden Ligen sind sie meist voll, mittlerweile in Deutschland an sich sogar etwas größer. In England waren die Fans noch etwas ausgelassener, „intensiver“ könnte es auch da gut treffen. Da war eine große Begeisterung auf den Rängen, die kamen richtig in Fahrt, und sehr viele haben einfach eine unglaubliche Liebe für den Verein. Einfach noch einen Tick mehr als in Deutschland, auch wenn dort die Stadien Woche für Woche voll sind, die Anzahl der Zuschauer und Fans riesig ist. Die Fankultur, die Unterstützung habe ich etwas anders wahrgenommen.</p>
<p>Was das Fußballerische angeht, ist es das Tempo des Spiels, es ist etwas schneller in England. Auch die Physis spielt eine andere Rolle. Aber, wie schon erwähnt, ist das, wenn man sich heute die Spiele anschaut, eher ein Unterschied in der Spielweise, kein Argument für Qualität. Die Geschwindigkeit ist eine Sache, aber wenn die Qualität nicht ebenso da ist, macht das einen Unterschied. Und ich denke nicht, dass sie noch so vorhanden ist, wie vor acht, neun Jahren.</p>
<p><strong>Es ist also vielleicht einfach spektakulärer für die Fans anzuschauen, aber nicht mehr auf dem Qualitätsniveau von früher?<br />
</strong>Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber ich habe definitiv den Eindruck, dass die Qualität nicht mehr so wie früher ist. Was die Premier League sehr gut kann, ist, die Liga zu vermarkten, das Produkt perfekt zu verkaufen. Besser als wohl jede andere Liga dieser Welt. Aber, wie Du schon andeutest, der Schein kann trügen, ich denke, das Gesamtprodukt ist nicht mehr auf dem Stand wie Jahre zuvor. Es ist doch, glaube ich, das erste Jahr seit, ich kann mich nicht erinnern, 15 Jahren? Ich meine, ich habe zuletzt gehört, dass es das erste Mal seit 15 Jahren wieder ein Viertelfinale in der Champions League gibt, das ohne englische Vereine stattfindet. Eine verdammt lange Zeit. Und in der hatten sie ja Jahre wie 2004 oder 2005, wo es keine Überraschung war, wenn sie drei von vier Mannschaften in den Halbfinalen stellten. Und wenn man das im Vergleich zu heute sieht, gibt es da nichts zu bestreiten, die Fakten lügen nicht. Die Liga ist nicht mehr so gut, wie sie einmal war. Natürlich kann der Spielstil, das gelegentliche fantastische Tor dann das Gesamtprodukt Premier League besser aussehen lassen, als es ist. Wenn ich sie mit der Bundesliga heute vergleichen müsste, dann kann man mir nur schwer klar machen, dass die deutsche Liga der englischen derzeit nicht leicht voraus ist.</p>
<p><strong>Dann machen wir jetzt einen abrupten Themenwechsel, um uns von den Engländern zu verabschieden. Als Du in Bremen als Außenverteidiger gespielt hast, gab es immer wieder neue Konkurrenz für Dich, aber am Ende hast trotzdem immer Du auf dem Platz gestanden. Wie kam es dazu? Wie kamst Du mit den ständig neuen Konkurrenten zurecht?<br />
</strong>Man muss akzeptieren, dass der Verein immer wieder neue Spieler holt, um Konkurrenz innerhalb der Mannschaft zu haben. Heutzutage will jeder Klub 22 Spieler haben, jede Position mindestens doppelt besetzen, gesunden Konkurrenzkampf erzeugen. Das gehört dazu, das musst du akzeptieren. Und du musst mental stark genug sein, zu akzeptieren, dass ein Neuzugang in den Augen des Vereins, der Medien oder auch der Fans zu Beginn dann als erste Wahl auf deiner Position gesehen wird. Er ist eben der Neuzugang, es hat einen Grund, warum er geholt wurde. Aber man muss darüber hinwegkommen und dann beispielsweise in der Sommervorbereitung gleich aufzeigen, was man kann. Dem Verein aufs Neue beweisen, dass das, was er hat, besser ist, als das, was er neu in die Mannschaft bringt. Man muss sich immer wieder neu beweisen.</p>
<p>Auf Profiniveau, auf diesem Level muss man einfach in der Lage sein, ständig wieder aufzeigen zu können, dass man erste Wahl für seine Position ist. Falls du auch nur für einen Moment denkst, dass du nicht mehr hart dafür arbeiten musst, dass du dich nicht immer wieder beweisen musst, dass das, was du bereits gezeigt hast, reicht, dann beginnt mit dem Gedanken bereits das Scheitern. So gelingt dir keine erfolgreiche Saison, ab dann spielt deine Konkurrent an deiner Stelle. Man muss stark sein, mental sehr stark, um immer wieder neue Hürden zu überwinden, um gegen jegliche Konkurrenz um die Positionen innerhalb der Mannschaft zu bestehen.</p>
<p><strong>Du warst sehr variabel einsetzbar, konntest defensiv wie offensiv Aufgaben erledigen. Was es nicht nur ein Segen, sondern auch ein Fluch, dass Du selten eine Position für lange Zeit bekleiden konntest?<br />
</strong>Zurückblickend muss ich sagen, dass mir sehr viele Leute diese Frage gestellt haben, wie ich darüber denke. Ganz ehrlich, das war gerade zu Beginn meiner Karriere fraglos eine Situation, von der ich sehr profitiert habe, dass ich nicht nur eine Position spielen konnte. Wenn du mehrere Positionen bekleiden kannst, ist es eine andere Ausgangslage, denn es kann passieren, dass auf deiner angestammten Position jemand gerade in Topform ist und du einfach nicht an ihm vorbeikommst. Da ist ziemlich schnell dann die halbe Saison bereits gelaufen, und man hat noch keine Spielminute gehabt, weil der direkte Konkurrent durchgehend in guter Form ist.</p>
<p>Das war zweifellos zu Beginn sicher ein Vorteil, weil ich spielen konnte und von Thomas das Vertrauen auf mehreren Positionen, wo er mich gerade benötigte, bekam. Es war eine gute Erfahrung, denn ich habe im Verlauf meiner Karriere viele Positionen spielen dürfen, dadurch konnte ich diese Positionen, das Spiel an sich, die Rollen der Spieler, einfach besser verstehen. Sicher besser, als in meiner Karriere nur auf einer Position aufgelaufen zu sein.</p>
<p>Das wird mir wahrscheinlich später im Bereich des Trainers oder im Management auch zu gute kommen. Daran denkt man natürlich nicht, wenn man als Spieler unterwegs ist, aber es half auch da bereits auf die schon erwähnte Weise. Ungefähr im Alter von 26, 27 Jahren war ich dann ja als Außenverteidiger doch in einer festen Rolle angekommen, egal, ob ich dann links oder rechts spielte. Im Nationalteam spielte ich noch einige Male im Mittelfeld, aber eigentlich war ich von da an Außenverteidiger für den Rest meiner Karriere.</p>
<p><strong>Aber als Du nach Bremen in die zweite Mannschaft wechseltest, warst Du offensiver Mittelfeldspieler, richtig?<br />
</strong>Richtig, aber mein erstes Bundesligaspiel war als Stürmer, ganz vorne drin. Ailton war verletzt, also spielte ich vorne zusammen mit Claudio an dem Tag gegen Cottbus. Und ich meine, dass ich sogar einen Großteil meiner Spiele in der Saison zwar nicht direkt vorne als Stürmer, aber meist als offensiver Mittelfeldspieler absolviert habe, nur wenige Spiele defensiv, links oder rechts hinten. Auch während meiner Entwicklung in Kanada habe ich weitaus mehr Spiele in einer offensiven als in einer defensiven Rolle absolviert.</p>
<p><strong>Kannst Du Dich noch an die Situation erinnern, als Dir von Thomas Schaaf erklärt wurde, dass er Dich nun mehr und mehr defensiv einsetzen will?<br />
</strong>Ich habe schon bei der U20-Weltmeisterschaft für Kanada auf der rechten Seite gespielt. Wir hatten mehrere gute Stürmer, der Trainer wollte mich aber trotzdem ebenfalls aufstellen. Also spielte ich dann auf rechts, aber noch nicht richtig als Verteidiger. Wir liefen mit Dreierkette auf, davor fünf Mittelfeldspieler, da war ich also noch kein Außenverteidiger, sondern eher ein genereller Außenbahnspieler.</p>
<p>Thomas wusste wahrscheinlich, dass ich das spielen kann, und man sollte nicht vergessen, dass er mich auch in der zweiten Mannschaft trainiert hatte, wo er Trainer war, als ich nach Bremen wechselte. Er lernte mich als Spieler sehr gut kennen, ihm wird klar gewesen sein, welche weiteren Positionen ich spielen könnte, auch schon in der Zweiten. Ich denke, das war ihm von vornherein, also frühzeitig schon klar, dass ich mehrere Positionen bekleiden könnte. Es war also keine überraschende Erkenntnis für ihn.</p>
<p>Manche Spieler können das, andere wiederum nicht. Man kann natürlich jetzt nicht einfach Ailton nehmen und ihn als Außenverteidiger aufstellen oder als zentraldefensiven Mittelfeldmann. Er ist ganz klar ein Stürmer. Und manche Spieler sind eben so auf eine Position festgelegt.</p>
<p>Ich war also einfach in einer Situation, wo die Trainer wussten, dass ich mit meinen Stärken dazu in der Lage bin, mehrere Positionen gut zu bekleiden. Thomas wusste das bereits, bevor ich mich dann dort aufstellte, da gab es keinen besonderen Tag, es wurde nie gesagt, dass ich irgendwann mal in der Defensive auflaufen werde. Er wusste es und hat mich dann dort aufgestellt.</p>
<p><strong>Wir hatten zuletzt mit Martin Harnik einen Stürmer, der von Thomas Schaaf ebenfalls als Außenverteidiger aufgeboten wurde, wo man eine Umschulung versuchte. Aber man konnte sehen, dass er zwar das Gefühl für den Offensivzweikampf hatte, aber im Spiel gegen den Ball große Probleme offenbarte, seinen Gegenspieler nicht stoppen konnte. Auch Training half nicht. Bei Dir ging beides problemlos, ist es wirklich so einfach: manche können es einfach, manche nicht?<br />
</strong>Ja, absolut. Manche Spieler können das, andere haben im Spielverständnis ihre Stärken nur im Offensiven, nur einseitig. Ich war in der Lage, mich mental auf die Anforderungen der unterschiedlichen Positionen einstellen zu können, der Mannschaft da zu helfen, wo auch immer der Trainer mich aufstellte.</p>
<p>Es ist manchmal auch eine Einstellungssache, sich auf das einzulassen und das zu machen, was von dir in dem Moment in der Position verlangt wird. Natürlich trifft der Trainer eine gewisse Vorauswahl, weil er sehen kann, welche Stärken und Schwächen ein Spieler hat, wie er in gewissen Positionen auftreten könnte. Es ist aber auch so, dass du als Spieler dich auf neue Positionen auch wirklich einlassen musst, du musst davon überzeugt sein. Bist du das nicht, so ist das bereits ein großes Problem.</p>
<p><strong>Du hast Dein erstes Bundesligaspiel bereits erwähnt. Auch, dass Du als Stürmer aufgelaufen bist. Kannst Du Dich an noch mehr Details Deines Debüts erinnern?<br />
</strong>Ja, das vergisst man nicht so schnell. Den Tag des ersten Spiels für deinen Klub in der Bundesliga. Ich machte das Spiel auch noch gegen einen meiner besten Freunde, Kevin McKenna, der damals noch für Energie Cottbus spielte. Er hat damals auch sein Bundesligadebüt gefeiert. Und dazu waren wir beide die ersten Kanadier, die in der Bundesliga aufliefen, dann noch direkt gegeneinander. Das war ein Moment, auf den wir beide stolz waren, wir sind enge Freunde über die ganzen Jahre geblieben. Auch heute sind wir fast täglich in Kontakt. Das war schon wirklich etwas Besonderes, diese Möglichkeit damals bekommen zu haben, das vergesse ich nie. Auch heute gibt es immer wieder Tage, wo ich ihn in unseren Gesprächen daran erinnere, dass wir damals das Spiel gewonnen haben. Und er verloren.</p>
<div id="attachment_4514" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/16/interview-90-minuten-mit-paul-stalteri/stalterimeister1/" rel="attachment wp-att-4514"><img class="size-medium wp-image-4514" title="StalteriMeister1" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/StalteriMeister1-300x211.jpg" alt="&quot;Kevin, lass uns über unsere Bundesligadebüts sprechen...&quot; (c) werderfotos.de" width="300" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Kevin, lass uns über unsere Bundesligadebüts sprechen&#8230;&#8221; (c) werderfotos.de</p></div>
<p><strong>Und dann erinnerst Du ihn noch daran, dass Du in dem Spiel sogar getroffen hast.<br />
</strong>Daran erinnere ich ihn direkt nach dem Satz, dass wir gegen sie gewonnen haben. Dann sage ich ihm auch, dass ich sogar direkt gegen ihn getroffen habe, denn er hat zu der Zeit ja als Verteidiger gegen mich gespielt. Und wenn ich zurückblicke, dann hat er mich auch ein weiteres Tor gekostet. Und das lasse ich ihn nie vergessen, mehr noch, als das Tor, was zählte. Denn da gab es einen Moment, als er einen meiner Mitspieler, ich glaube, Raphael Wicky war es, foulte, wir in Ballbesitz blieben, der Schiedsrichter den Vorteil aber abpfiff. Genau in dem Moment, als ich gerade mein zweites Tor erziele. Daran erinnere ich ihn immer wieder: ich habe nicht nur gegen dich getroffen, du hast mich auch noch ein weiteres Tor gekostet!</p>
<p><strong>Durch das Tor also nicht nur die Oberhand in dieser Diskussion, sondern auch noch regelmäßig einen Vorwurf dazu.<br />
</strong>Ganz genau. Ich habe zwei, sogar drei Argumente für mich. Den Sieg, das Tor und das Tor, das er mich gekostet hat <em>(lacht)</em>.</p>
<p><strong>Kannst Du Dich an weitere Spiele erinnern, die Dir etwas bedeuten?<br />
</strong>Ja, klar, an das größte Spiel für uns. Das war natürlich der 3-1 Sieg in München. Als wir nach, ich glaube, so 30 Minuten in der ersten Hälfte bereits 3-0 führten. Wir hatten da etwas Druck, weil wir kurz vor Saisonende bei einer Niederlage dann nur noch drei Punkte Vorsprung gehabt hätten. Und wenn wir gewonnen hätten, dann wäre der Vorsprung natürlich auf neun Punkte angestiegen und die Meisterschaft wäre unsere. Den Druck spürten wir, aber wir hatten viel Selbstvertrauen, diese Anspannung war eine gute, weil wir davor gegen Hamburg 6-0 gewonnen hatten. Das Spiel gab uns den Glauben, dass wir in München etwas Besonderes erreichen können. Ich denke, dass man merken konnte, dass wir sofort nach Anpfiff da waren. Nach der schnellen 3-0 Führung ging es dann nur noch darum, den Sieg festzuhalten, um als Meister vom Platz zu gehen. Dieses Spiel ist definitiv für mich etwas Besonderes, für meine Zeit in Bremen.</p>
<p><strong>Kannst Du Dich denn auch noch an das Spiel eine Woche später gegen Bayer Leverkusen erinnern? Ivan Klasnic und einige andere Spieler hatten ihre Haare gefärbt, und man hatte beim Zuschauen nicht den Eindruck, als wenn da jeder von Euch die Party der Vortage schon ganz verkraftet hatte.<br />
</strong>Wenn ich ehrlich bin, glaube ich das auch nicht. Es ist sehr schwer, wenn du weißt, du hast die Meisterschaft bereits gewonnen und es steht eine große Feier bevor, hast aber das Spiel direkt vor dir, obwohl die Liga bereits gewonnen ist. Wir wussten, dass es nicht leicht wird, und es war auch ein Problem, dass wir drei Wochen Vorbereitungszeit bis zum Pokalfinale hatten. Da weißt du, dass du also etwas Zeit hast, die Meisterschaft zu feiern. Und viele von uns holten damit ihren ersten Titel, wir hatten nicht wenige junge Spieler im Team, und wir waren da einfach nicht 100% vorbereitet auf ein Spiel gegen gute, wirklich sehr gute Leverkusener. Das sollte man nicht vergessen. Ich glaube, die hatten damals Berbatov und Franca vorne drin, Neuville kam von der Bank. Und er war zu dem Zeitpunkt noch ein Topspieler.</p>
<p>Bevor wir nachdenken konnten, stand es schon 0-3 nach, wie viel mag es gewesen sein, 15 Minuten Spielzeit? Wir sind dann nach der Pause noch einmal auf 2-3 herangekommen, mit einem dritten Treffer hätten wir das Spiel dann wohl noch gewonnen. Aber in der Phase fiel dann das vierte Tor für Leverkusen und bei uns war die Luft raus. Im Kopf waren wir bei der Präsentation der Meisterschale nach dem Spiel. Trotzdem: Hätten wir das 3-3 gemacht, wir hätten das Spiel dann noch gewonnen. Aber ganz ehrlich, wir waren einfach nicht 100% vorbereitet auf das Spiel. Und wenn man zurückschaut, dann kann man verstehen, warum manche dafür nicht bereit waren, das ist nachvollziehbar.</p>
<p><strong>Es war auch nur ein kleiner negativer Punkt…<br />
</strong>Ich erinnere mich noch, als wir in der Kabine standen, Ailton, Vale, Johan und ich standen zusammen. Ich schaute mich um, wie einige Spieler da saßen und ihre Haare färbten<em> (lacht)</em>. Wir vier schauten uns an und ich sagte: „Ich glaube, dass wir heute wohl ein paaaaar Probleme bekommen werden“<em> (lacht)</em>. Wir haben ein bisschen darüber gespaßt, aber wir hatten auch eine gewisse Ernsthaftigkeit. Dazu hatten wir genug Erfahrung. Wir wussten auch, dass es für Leverkusen noch um etwas geht, uns war klar, dass das ein schweres Spiel werden wird. Aber ja, wenn ich zurückdenke, so ein leicht mulmiges Gefühl hatten wir dann doch, als wir in der Umkleide die ersten Mitspieler mit gefärbten Haaren sahen. Da war uns irgendwie klar, dass uns ein sehr sehr langer Nachmittag bevorsteht <em>(lacht).</em></p>
<p><strong>Das Gute aber war, dass direkt nach dem Spiel dann die Schale übergeben wurde.<br />
</strong>Ja, das war es durchaus. Aber es wäre trotzdem schöner gewesen, wenn wir gewonnen hätten. Ich meine, wir waren zu dem Zeitpunkt 23 Spiele lang ungeschlagen, das wäre doch nett gewesen, wenn wir die Saison so abgeschlossen hätten, mit weiteren Siegen und bis zum letzten Spiel ungeschlagen. Man muss aber festhalten, dass es, wenn die Meisterschaft feststeht und man aber noch Spiele absolvieren muss, wirklich schwer ist. Es ist sehr schwer, sich dann weiterhin zu motivieren, die gleiche Motivation wie zuvor für die letzten Spiele aufzubringen. Das kann man niemandem vorwerfen, und das sollten wir auch rückblickend nicht, das ist einfach menschlich.</p>
<p>Du baust einfach eine riesengroße Anspannung über die Saison auf und das fällt dann alles auf einmal ab, wenn der Titel perfekt ist. Und dann kommt direkt danach ausgerechnet Leverkusen, eine offensive Mannschaft, gegen die wir in der Vergangenheit viele torreiche Spiele hatten. Das ist sehr schwer, da körperlich genug Energie zu haben, mental wieder die gleiche Motivation aufzubauen.</p>
<p><strong>Wenn wir über die Einstellung reden, war die auch die größte Stärke der Double-Mannschaft?<br />
</strong>Wir hatten eine gute Mischung in der Mannschaft, hatten sehr gute erfahrene Spieler. Speziell Johan Micoud, ein sehr guter Freund von mir, mit dem ich immer noch regelmäßig Kontakt habe. Er brachte seine Führungsqualitäten ein, hatte eine deutliche Gewinnermentalität, die er auf die Mannschaft übertrug. Ich denke, vor allem das war sehr wichtig für uns. Dann hatten wir Frank Baumann, unseren Kapitän. Ein ruhiger Anführer, aber ein solcher, der alles auf dem Platz gab. Er musste nicht viel sagen, wir wussten, was Sache ist. Es war gut, solche bodenständigen Persönlichkeiten zu haben. Wir hatten eine Achse in der Mitte: mit Baumi, Krstajic, Ismael und Micoud. Und dann natürlich vorne Ailton, der Tore wie am Fließband erzielte. Ich denke, der Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass wir diese Achse von vorne bis hinten, in der Mitte der Mannschaft hatten. Fünf Spieler, die alle sehr wichtig für die beiden Titelgewinne waren.</p>
<div id="attachment_4508" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/16/interview-90-minuten-mit-paul-stalteri/stalterimeister2/" rel="attachment wp-att-4508"><img class="size-medium wp-image-4508" title="StalteriMeister2" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/StalteriMeister2-300x210.jpg" alt="Stalteri winkt in die Menge, Kumpel Micoud filmt sie. (c) werderfotos.de" width="300" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Stalteri winkt in die Menge, Kumpel Micoud filmt sie. (c) werderfotos.de</p></div>
<p><strong>Viele der Spieler aus der Zeit sagen zurückblickend, dass sie am liebsten mit Johan Micoud zusammengespielt haben. Als Letzter sagte Aaron Hunt dies, der auch mit Dir noch ein Jahr bei den Profis war. Würdest Du das auch so sagen und wie war Dein Verhältnis zu Johan während Deiner Jahre in Bremen?<br />
</strong>Johan war ein wirklich sehr guter Freund von mir in Bremen. Ich denke, dass das auch so bekannt war. Wir hatten eine sehr gute Beziehung zueinander, nicht nur auf dem Platz. Wir haben auch außerhalb des Fußballfelds viel miteinander unternommen. Wir sind sehr oft zusammen weggegangen, haben mit unseren Familien gemeinsam etwas unternommen. Und wir sind weiter in Kontakt geblieben, sehen uns so oft wie möglich. Es ist natürlich jetzt etwas schwerer, wo wir jeweils am anderen Ende des Ozeans leben.</p>
<p>Ich wurde schon oft gefragt, wer der beste Spieler war, mit dem ich zusammengespielt habe. Und ich habe wirklich mit sehr vielen guten Spielern zusammenspielen dürfen, mit vielen fantastischen Jungs in Bremen, in Deutschland allgemein, auch in England, bei Tottenham. Aber wenn es darum geht, eine Mannschaft anzuführen, sie besser zu machen, das Spiel über einen Spieler laufen zu lassen, da gab es ein, zwei Spielzeiten, da war Johan wirklich auf dem absoluten Höhepunkt seiner Leistungen. Wir haben zu dem Zeitpunkt viele Spiele gewonnen, auch als ich dann ging, war Johan weiter auf sehr hohem Leistungsniveau. Von daher kann ich Aaron da nur zustimmen, dass Johan einer der besten Spieler war, mit denen ich in einer Mannschaft war, mit dem ich zusammenspielte.</p>
<p><strong>Und ihr habt auch jetzt noch regelmäßig Kontakt?<br />
</strong>Richtig, wir sind weiter in Kontakt.</p>
<p><strong>Hast Du denn auch schon ein Paket mit Wein von seinen Weinbergen erhalten?<br />
</strong>Ja, klar.</p>
<p><strong>Im Ernst?<br />
</strong>Ja, ja, aber natürlich. Ich habe eines bekommen. Ein wirklich sehr netter, spezieller Wein. Keiner, den du tagtäglich aufgetischt bekommst. Einer für ganz spezielle Anlässe. Und ein wirlich sehr guter Wein.</p>
<p><strong>Erinnerst Du Dich noch an einen der meistdiskutiertesten Momente mit Johan, als er Fabian Ernst eine Kopfnuss verpasst hat?<br />
</strong>Um ehrlich zu sein, haben wir darüber nicht gesprochen, über so etwas reden wir nicht. Solche Dinge passieren im Training ziemlich häufig. Das war einfach eine von vielen kleinen Auseinandersetzungen, die ich während meiner Laufbahn im Verlauf der Trainingseinheiten gesehen habe. Das siehst du sicher nicht jeden Tag, aber doch auch nicht selten. Wenn es dann mal kurz außer Kontrolle gerät, dann meist aus zwei Gründen: da sind zwei Spieler, die das Beste von ihrem Team verlangen. Die vollen Einsatz in jeder Trainingseinheit sehen wollen. Und die jedes Trainingsspiel gewinnen wollen, so wie auch jedes Ligaspiel. Das war es auch, was uns zur Meisterschaft verholfen hat, was uns zu einer Topmannschaft gemacht hat. Denn jeder war, sobald das Training begann, sobald das Spiel angepfiffen wurde, voll da. Die hohe Intensität war immer vorhanden, wir haben von uns gegenseitig das Abrufen der bestmöglichen Leistung verlangt. Und das hat dann manchmal zu solchen Situationen geführt, dass die Gemüter hochkochten. Aber das war nie etwas, worüber man großartig sprach, dass kommentiert wurde. Zurückblickend gab es neben der genannten Szene auch noch eine Handvoll weitere, über die aber medial nicht so berichtet wurde. Das liegt aber auch daran, wie bekannt die involvierten Spieler sind.</p>
<p><strong>Aber es gab nie böses Blut in dieser Doublemannschaft?<br />
</strong>Ich glaube, da waren noch ein oder zwei solcher Vorfälle während der Doublesaison. Die aber nicht in der Presse gelandet sind und die auch schnell abgehandelt waren. Es gibt manchmal ein paar etwas härtere Fouls im Training, ich erinnere mich an zwei, drei solcher Situationen. Aber wie gesagt, das war nie großes Thema bei uns. Damit geht man direkt auf dem Platz um. Zwei Spieler, die zuerst noch wütend aufeinander sind, sich aber im Nachhinein die Hand schütteln. Manchmal gibt es eine Entschuldigung von einem der beiden, manchmal von beiden. Und weiter geht es. Da war wirklich nichts, was es nicht vorher schon einmal zu sehen gab.</p>
<p><strong>Reden wir weiter über Deine ehemaligen Mitspieler. Du hast einen von ihnen schon erwähnt, Ailton. War er der verrückteste Teamkollege, den Du je hattest?<br />
</strong>Ich würde ihn jetzt nicht als verrückt bezeichnen. Er war ein guter Freund von mir, wir haben bei Auswärtsspielen oft das Zimmer geteilt. Wir haben lange zusammengespielt, und daher kann ich sagen, dass es mir manchmal vorkommt, als ob die Person eine ganz andere ist, als sie in der Öffentlichkeit, von Medien, von Fans wahrgenommen wird. Da ist „verrückt“ unpassend, so war er nicht. Manche Spieler kommen sicher in den Medien anders herüber. Gerade wenn Ailton mit der Presse sprach, gab er ein anderes Bild als die Person ab, die ich kannte. Also, ohne Frage, auf der Liste meiner verrücktesten Mitspieler ist er sicher nicht oben zu finden.</p>
<p><strong>Aber auf der Liste der lustigsten?<br />
</strong>Auf jeden Fall, definitiv einer der lustigsten<em> (lacht)</em>. Da stimme ich Dir sofort zu.</p>
<p><strong>Hast Du schon mal das Video von Euch beiden <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7Diwv1blfrQ">bei Youtube</a> gesehen, als Du mit Ailton etwas für Werder Bremen zu Weihnachten aufnehmen sollst?<br />
</strong>Oh ja, das wurde mir schon sehr häufig gezeigt <em>(lacht)</em>. Ich habe es vor Kurzem erst wieder gesehen. Wirklich schöne Zeiten, mit einer Mannschaft, die super miteinander auskam. Da gibt es nicht nur klasse Erinnerungen von der Zeit auf dem Spielfeld, manche der schönsten Momente waren außerhalb des Platzes. In Hotels, während der Busfahrten. Das sind einfach solche Elemente, Situationen, die eine Mannschaft stark machen, das Entscheidende ausmachen.</p>
<p><strong>Wenn wir über Spaß auf und neben dem Platz reden, erinnert man sich sofort an einen anderen Spieler, Ivan Klasnic. Hat er Dich auch einmal hereingelegt?<br />
</strong>Ivan war er ein Supertyp. Jemand, der grandios in der Kabine war, weil er ein sehr lustiger, witziger Mensch ist. Starke Persönlichkeit, stark für die Mannschaft. Er spielte eine große Rolle für uns, hatte im Doublejahr eine fantastische Saison, war zu der Zeit einer der besten Stürmer der Liga. Auf und neben dem Platz gibt es da nicht ein schlechtes Wort, das ich über ihn verlieren kann. Ein lustiger Kerl, es war gut, ihn als Teamkollegen zu haben, und er passte gut zur Mannschaft. In der Kabine, im Bus, da konnte er Dich zu jeder Zeit zum Lachen bringen.</p>
<p><strong>Als Du nach Bremen kamst, da soll es eine Art Kooperation oder Austausch mit Deinem Exklub gegeben haben. Kannst Du Dich noch erinnern, wie der Transfer damals zustande kam?<br />
</strong>Zu der Zeit war ich für zehn bis zwölf Tage zum Probetraining nach Bremen gekommen. Wolfgang Sidka war damals Trainer der Profimannschaft, bei der ich den Großteil der Zeit mittrainiert hatte. Nach diesen zwölf Tagen Training und einem Testspiel wollten sie mich dann verpflichten. Es war auch bekannt, dass ich eine Ausstiegsklausel in meinem Vertrag hatte, so dass ich meinen Verein in Toronto sofort verlassen konnte. Es war also leicht, aus dem Vertrag zu kommen, und wir hatten diese Klausel extra für solche Situationen eingearbeitet. Dass ich für einen europäischen Profiverein den Klub verlassen kann. Für eine bestimmte Summe, aber wirklich keine sonderlich hohe. Als feststand, dass der Verein mich wollte, war es dann relativ einfach, zu einer Einigung für alle Seiten zu kommen.</p>
<p><strong>Wie kam es dazu, dass Du zum Probetraining eingeladen wurdest? Wie haben sie von Dir als Spieler in Toronto etwas mitbekommen?<br />
</strong>Manchmal gibt es Kontakte, die für den Verein hier und da arbeiten. Oder einfach Scouts, die sie über diverse Spieler in den unterschiedlichsten Regionen der Welt informieren. Und sie haben dann von irgendjemandem von mir gehört, Informationen erhalten und beschafft und so entstand dann Interesse an mir. Dann bin ich rübergeflogen nach Deutschland und der Rest ist Geschichte.</p>
<p><strong>Warst Du vorher schon einmal in Deutschland?<br />
</strong>Nein, das war das erste Mal.</p>
<p><strong>Hast Du Dich bei jemandem, vielleicht von Deinem Verein, über Europa informiert?<br />
</strong>Nein, nicht wirklich. Ich meine, es war sowieso eine Situation, die ich gesucht habe, ich wollte in Europa spielen. Zu der Zeit war ich natürlich nicht sonderlich wählerisch, was das Land und den Verein anging, ich wollte einfach unbedingt in Europa spielen. Schon als ich jung war. Als sich dann die Möglichkeit ergab, nach Deutschland zu wechseln, zur zweiten Mannschaft von Werder, einem Verein mit einer solchen Vergangenheit, das war eine fantastische Möglichkeit für mich. Das war schon etwas Besonderes, über den Teich zu fliegen und die Chance zu bekommen.</p>
<p><strong>Hast Du Dich schnell an den Lebensstil, die neuen Umstände hier gewöhnt? Oder gab es einen Kulturschock, vielleicht auch einmal Heimweh?<br />
</strong>Nein, nur ein bisschen zu Beginn. Wenn ich heute von jungen Spielern gefragt werde, wie das so ist, über den Teich zu wechseln, dann ist das etwas anderes. Mit den ganzen Sachen wie den Handys, Skype, der heutigen Computertechnologie, wie man mit Menschen sofort kommunizieren kann, obwohl sie tausende von Meilen entfernt sind. Das macht es deutlich einfacher als vor 15, 16 Jahren, als ich nach Deutschland kam. Die Spieler haben es jetzt leichter, müssen aber trotzdem noch mental stark sein. Auch wenn es einfacher ist zurechtzukommen, musst Du immer noch voll bei der Sache sein, nach Erfolg streben, die richtige Einstellung haben. Sonst fühlst du dich wohl, schaffst es aber sportlich nicht. Es gibt sicher auch immer Momente, wo es nicht so einfach ist und man sein Zuhause vermisst, aber wenn man diszipliniert, zielstrebig genug ist, dann geht man weiter seinen Weg.</p>
<p><strong>Du hast dann also den Wechsel nach Deutschland vollzogen, zweieinhalb Jahre bei der Zweiten gespielt. Heutzutage ist das fast undenkbar, dass Talente für fast drei Spielzeiten die Geduld aufbringen. Hast Du jemals daran gedacht, den Verein zu verlassen, wusstest Du auch während der Jahre, dass Du es bei Werder noch zu den Profis schaffen wirst?<br />
</strong>Ich habe die zweieinhalb Jahre absolviert, war 20, als ich dort anfing. Mit 22 kam mein Debüt, in der dritten Saison. Das ist okay. Aber heutzutage glaube ich nicht, dass das häufig passieren wird. Das ist auch einer der Gründe, warum die deutsche Liga so stark geworden ist, weil so viele junge Spieler schon früh stark genug sind. Man sieht nicht mehr häufig 22-Jährige ihr Bundesligadebüt feiern, das gilt schon fast als zu alt, um dort zu spielen.</p>
<p>Und wenn man 15, 16 Jahre zurückblickt, da galt man mit 22 Jahren noch als sehr jung, es gab nicht viele 22-Jährige, die damals in Deutschland Stammspieler in der Bundesliga waren. Auch nicht in Bremen. So ist Fußball einfach, das verändert sich über die Zeit, über die Generationen. Wenn man heute 22 ist und immer noch nicht sein Debüt bei der Ersten gefeiert hat, muss man schon wechseln oder wird nie in der Bundesliga landen. Wenn wir noch weiter zurückgehen, ich glaube, Dieter Eilts war damals noch älter bei seinem ersten Einsatz und seinem Durchbruch zum Stammspieler. Miroslav Klose kam auch spät bei Kaiserslautern zu Einsätzen und schau Dir an, was aus ihm geworden ist. Das kann man nie voraussagen. Auch, wenn heute schon eine andere Zeit ist und man so etwas wohl seltener sehen wird.</p>
<p><strong>Du hast also wirklich in den zweieinhalb Jahren in der zweiten Mannschaft nie an einen vorzeitigen Abschied gedacht?<br />
</strong>Naja, man war schon einige Male etwas frustriert. Du siehst einige Spieler, Teamkollegen in der zweiten Mannschaft, den Sprung nach oben machen. Sie bekommen ihre Chance, können sich etablieren. Da denkst du schon, wann kommt meine Chance, wann kommt sie endlich? Wenn diese Gedanken kommen, sollten zwei Dinge passieren: du musst weiter daran glauben, dass es passieren kann, und du hast auch Argumente dafür, denn schließlich hat der Verein ja gerade anderen Spielern die Chance gegeben, setzt also auf junge Spieler aus der Zweiten. Und du musst noch hungriger werden, um zu zeigen, dass auch du es verdient hast. Vielleicht mag es leichter sein, zu einem Verein in eine untere Liga oder zu einem kleineren Verein zu wechseln, aber die Chance bei deinem größeren Verein ist mehr wert. Wenn du es hier schaffst, dann kannst du eine große, lange Karriere hier haben. Das hält dich positiv, das lässt dich hungrig bleiben.</p>
<p><strong>War Thomas Schaaf sowas wie ein Schlüssel zur ersten Mannschaft, weil er Dich bereits vorher in der zweiten Mannschaft trainiert hatte?<br />
</strong>Ja, ich denke schon. Ich meine, er brachte mich quasi zu Werder. Auch wenn er damals Trainer der zweiten und nicht der ersten Mannschaft war. Er hat darauf gedrängt, dass der Verein mich verpflichtet. Er sah etwas in mir, das er gemocht hat, und er war meiner Meinung nach einer der entscheidenden Gründe, warum ich in Bremen gelandet bin. Und es war natürlich hilfreich, dass er dann als Trainer der Profis meine Qualitäten kannte. Es gab mir auch den Glauben, dass ich meine Chance bekomme, weil der Profitrainer mich so gut kannte. Ich musste nur hart arbeiten, mich weiter so entwickeln wie unter ihm. Ich muss ihm da meine Dankbarkeit aussprechen, er hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich eine erfolgreiche Karriere hatte, dass ich überhaupt die Chance bekam. Aber auch dann musst du diese nutzen, in der Vorbereitung überzeugen. Nicht nur ihn, sondern alle im Verein, dass du bereit bist, jetzt den Sprung nach oben zu machen.</p>
<p><strong>Wie hast Du Thomas Schaaf in Erinnerung, als Trainer, aber auch als Mensch?<br />
</strong>Ich habe den allergrößten Respekt vor ihm. Ich bewundere ihn als Trainer und auch als Menschen. Er ist ein großartiger Familienmensch, hat eine fantastische Familie. Das, was du siehst, bekommst du auch. Ein sehr integrer Mensch, niemals heute so und morgen anders. Einfach jemand, dem ich den größten Respekt zolle. Sowohl im professionellen als auch im menschlichen Bereich.</p>
<p><strong>Es gibt da ja dieses öffentliche, mediale Bild von ihm, bei dem davon ausgegangen wird, dass er wenig mit den Spielern spricht, weil er nicht so extrovertiert ist, wenn er sich öffentlich äußert. Hat er denn während Deiner Zeit in Bremen mit Dir und Deinen Mitspielern viel gesprochen?<br />
</strong>Er hat ein gutes Verhältnis zu seinen Spielern. Ich denke, dass er mit seinen Spielern spricht, wenn er den richtigen Augenblick dafür sieht. Wenn er spürt, dass jemand mehr Zuspruch benötigt, dass mit ihm gesprochen werden sollte. Wenn jemand ein bisschen mehr angetrieben werden muss, das spürt er schon sofort. Es kam vor, dass er auch einmal ein oder zwei Wochen nicht direkt mit dir sprach, soll heißen, nicht mit dir zusammensaß, unter vier Augen sprach. Wenn er eben meinte, dass dies nicht nötig ist. Und es eben auch von deiner Seite aus nichts zu besprechen gab. Aber seine Tür war immer, wirklich immer, offen. Jeder Spieler war ständig willkommen, anzuklopfen, mit ihm zu sprechen, er hat sich immer Zeit genommen. Und so hat er andersherum auch agiert. Wenn er sah oder spürte, dass er mit einem Spieler ein paar Worte wechseln sollte, dann hat er sich Zeit genommen oder es ging in sein Büro. Man konnte ihn häufig sehen, wie er mit jemandem in sein Büro ging, mit den Spielern sprach. Der Umgang mit der Presse lässt nicht auf den Umgang mit den Spielern schließen, der ist anders.</p>
<p><strong>Er hat nicht wenige ausländische Profis zu Höchstleistungen gebracht. Nicht nur Dich, auch Ailton, Diego, Naldo, natürlich Micoud. Sie allen konnten, wie Du, kein Deutsch, als sie hierher kamen. Wie in aller Welt war es möglich, dass er Euch so stark machen konnte, obwohl doch gerade zu Beginn keine direkte Konversation wegen der Sprachhürde möglich war?<br />
</strong>Was mich angeht, war ich einer der Glücklichen, weil Thomas Englisch sprach und auch immer noch ziemlich gut spricht. Auch einige der anderen Trainer und Spieler sprachen ein bisschen Englisch, also war es für mich zu Beginn nicht so schwer. Aber das ändert nichts daran, dass du so schnell wie möglich deutsch lernen musstest. Du kannst nicht einfach weiterhin Englisch sprechen, wenn Deine Mannschaftskameraden auf dem Spielfeld, beim Training Deutsch sprechen. Du musst dich verständigen können. Gerade während des Spiels gibt es viele Situationen, die gehen so schnell, dass du nicht erst nachdenken kannst, sondern die Sprache relativ gut beherrschen solltest.</p>
<p>Es ist daher an den Spielern, die Sprache schnell zu lernen, sich auch dem Trainer dort anzupassen. Es gibt, wie bei mir, dann auch Situationen, wo man glücklich sein kann, dass man sich sofort in Englisch verständigen konnte und somit für eine gewisse Zeit erst einmal auf der sicheren Seite war. Das sah anders aus, wenn jemand zu Beginn nur Spanisch oder Portugiesisch sprach, so wie einige der Spieler, die wir hatten. Ailton hatte zum Beispiel zu Beginn Probleme, sich ins Team zu integrieren. Weil immer der Übersetzer dabei war, weil er kein Englisch oder eine andere Sprache konnte, die jemand von uns sprach. Das machte es zu Anfang schwer für ihn, bzw. für alle Spieler, die nur eine Sprache konnten und niemanden hatten, mit dem sie sich innerhalb der Mannschaft verständigen konnten.</p>
<p><strong>Ein ehemaliger Teamkollege von Dir, Frank Baumann, hat jetzt ein paar Aufgaben eines Sportdirektors, ist in die Zusammenstellung der Mannschaft involviert. Hast Du schon über kanadische Talente mit ihm gesprochen?<br />
</strong>Baumi ist einer derjenigen, mit denen ich weiterhin Kontakt hatte. Wir haben uns immer mal wieder unterhalten, wenn auch nicht in den letzten Monaten. Es freut mich zu sehen, dass er im Verein eine solche Rolle hat, dem Klub helfen kann. Hoffentlich macht er einen großartigen Job und hilft mit, den Verein wieder in die richtige Richtung zu schieben, ihn zu etwas Speziellem zu machen. Zu etwas Erfolgreichem, wie unter ihm als Kapitän, da hat er dem Verein nach oben geholfen. Und, wie gesagt, wir sind noch in Kontakt.</p>
<p><strong>Meinst Du denn, dass wir in der Zukunft noch einmal einen Kanadier bei Werder sehen werden? Gibt es derzeit Spieler, vor allem im jüngeren Bereich, die das Potenzial haben?<br />
</strong>In den letzten Monaten habe ich hier ein paar gute Spieler gesehen, aber die meisten spielen mit 19, 20 Jahren bereits für größere Klubs wie hier in Toronto oder gar in Übersee, auch bei kleineren Klubs in Deutschland. Eben generell schon in Europa. Ich glaube, da sind auch ein, zwei Talente gerade in Deutschland, bei Fortuna Düsseldorf spielt einer von ihnen.</p>
<p>Wenn wir da zu den noch Jüngeren schauen, bei den 15-, 16-Jährigen, da gibt es schon ein paar talentierte Jungs. Man muss sehen, wie die sich entwickeln. Werder ist aber ein Verein, der immer bereit ist, Spieler aus aller Welt zu sich zu holen. Da ist man keineswegs zurückhaltend, einen solchen Schritt zu machen. Wenn ich da jemanden sehe, der gut genug ist, der auch bereit ist, und wo ein, zwei Anrufe weiterhelfen könnten, dann würde ich das machen. Wenn derjenige dann auch wirklich das Besondere an Talent zu bieten hat und die Chance hat, dem Verein später auch wirklich zu helfen.</p>
<p><strong>Darauf wollte ich hinaus. Nachzuhaken, ob wir auf Dich zählen können, wenn Du irgendwo einen talentierten Spieler siehst, der bei uns spielen könnte.<br />
</strong>Ja, wenn sich die Situation ergeben sollte. Ich meine, derzeit bin ich nicht täglich auf den Plätzen auf Spielersuche, aber wenn mir jemand auf meinem zukünftigen Weg begegnen sollte, der mir auffällt, großes Potenzial hat, dann könnte das passieren.</p>
<div id="attachment_4509" class="wp-caption alignright" style="width: 205px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/16/interview-90-minuten-mit-paul-stalteri/paulstalteripaul/" rel="attachment wp-att-4509"><img class=" wp-image-4509  " title="PaulStalteriPaul" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/PaulStalteriPaul-234x300.jpg" alt="Paul im Jahre 2013 (c) Paul Stalteri" width="195" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Paul im Jahre 2013 (c) Paul Stalteri</p></div>
<p><strong>Ein paar Jache nach Dir versuchte Werder noch einmal, Deine Erfolgsstory zu wiederholen, als ebenfalls von Toronto Lynx <a href="http://www.transfermarkt.de/de/maycoll-canizales-smith/profil/spieler_2549.html">Maycoll Canizales-Smith</a> nach Bremen kam. Sagt Dir der Name noch etwas?<br />
</strong>Ja, ich erinnere mich an ihn. Es ist eigentlich eine Schande, dass aus ihm kein großer Spieler geworden ist. Er galt als Riesentalent in Kanada, aber er war ein anderer Spielertyp als ich. Ein Linksfuß mit guter Schnelligkeit, einem guten Schuss. Es war ein Spieler, den Thomas sehr mochte. Er sah ihn, als dieser noch jung war, und es ist wirklich tragisch, dass das nicht geklappt hat. Ich wusste, dass Thomas ihn unbedingt nach Bremen holen wollte, also kam er dann irgendwann zur zweiten Mannschaft. Aus irgendeinem Grund hat es dann nicht sollen sein für ihn, aber er hatte Potenzial. Ich habe aber keine Ahnung, was er heute macht.</p>
<p><strong>Er spielt derzeit noch in einer unteren Liga in Deutschland.<br />
</strong>Er spielt immer noch? In Deutschland? Das wusste ich wirklich nicht.</p>
<p><strong>Erinnerst Du Dich denn noch an Deinen Abschied aus Deutschland, an die <a href="http://www.paulstalteri.com/imageswb/thank_you_Paul.jpg">„Danke Paul“-Plakate</a>?<br />
</strong>Klar, daran erinnere ich mich noch. Das letzte Heimspiel und als Verabschiedung gab es das dann, das hat mich sehr überrascht und bleibt unvergesslich für mich. Das war fantastisch, ich bin auch immer noch stolz darauf. Dass die Fans bei der letzten Möglichkeit sich die Zeit genommen hatten, etwas für mich vorzubereiten, das war schon etwas Besonderes.</p>
<p><strong>Hast Du denn auch ein paar Erinnerungsstücke aus Deiner Bremer Zeit im Haus aufgehängt? Ein Trikot, ein Bild, irgendwas?<br />
</strong>Ich bin nicht wirklich der Typ, der so etwas aufhängt, aber meine Frau hat entschieden, dass doch ein, zwei Sachen hier und da zu sehen sind. Mein Fall ist das nicht so. Aber natürlich habe ich hier einiges an Erinnerungsstücken aus meiner Zeit, wo ich noch gespielt habe, aber ich hänge sie nicht auf. Ich weiß auch nicht genau warum, es ist einfach so. Wer weiß, vielleicht öffne ich eines Tages ein paar der Kartons und hole ein bisschen was heraus.</p>
<p><strong>Es bietet sich bei Dir nicht mal das stereotypische Bild von Trophäen auf dem Kaminsims?<br />
</strong>Nein, nein, wirklich nicht.</p>
<p><strong>Wirklich? Okay.<br />
</strong>Nein, da ist wirklich nichts <em>(lacht)</em>. Es ist einfach so, dass da nichts steht, ich weiß auch nicht genau, warum. Ich habe, wie gesagt, einige Erinnerungsstücke. Vielleicht öffne ich dann eines Tages nicht nur ein paar Kartons, sondern vielleicht gibt es dann auch einen Extraraum, der dafür ist. Aber momentan noch nicht. Und so viele Sachen habe ich auch nicht.</p>
<p><strong>Bei Gesprächen mit ehemaligen Spielern kommt es häufig vor, dass sie es genießen, noch einmal in den Erinnerungen zu schwelgen, aber manche werden auch leicht melancholisch, weil sie die Momente vermissen, am liebsten ewig weitergemacht hätten. Wie hast Du das bisher wahrgenommen?<br />
</strong>Ich denke, dass die Augenblicke speziell waren und du musst sie als Erinnerungen sehen, es würdigen, dass du sie haben konntest. Aber auch akzeptieren, dass sie nicht noch einmal wieder passieren. Was mich angeht, weiß ich noch nicht, was alles noch im Fußball auf mich zukommt, aber trotz allem bewahre ich mir meine Erinnerungen. Gerade die schönen Momente passieren nur einmal im Leben, du musst sie ausleben und zu schätzen wissen, wenn sie passieren. Du kannst sie nicht wiederholen, deswegen sollte man darüber auch gar nicht nachdenken, sondern lieber hier und da an diese schönen Momente denken und sich darüber freuen. Ich denke nicht täglich zurück, aber ich bin schon stolz darauf und freue mich auch, über diese Zeiten und Augenblicke zu sprechen.<br />
<strong><br />
Viele Spieler sagen dasselbe, wenn sie aufhören. Dass sie eine gewisse Leere spüren, dass ihnen etwas fehlt. Ist es bei Dir auch so, wirst Du den Fußball wieder und wieder vermissen oder ist es bei Dir anders, weil Du zuletzt keine Mannschaft mehr und Dich an das Leben nach der Spielerkarriere schon gewöhnt hattest?<br />
</strong>Absolut. Ich denke, dass mir das schon geholfen hat. Das erste Jahr, die 14 Monate Reha, da denkt man nicht daran, dass man nie mehr spielen wird. Eher, wann man wieder fit ist. Es war für mich keine Situation, wo ich von einem Monat auf den anderen mich daran gewöhnen musste. Für die Spieler, die so aufhören, für die ist das natürlich schwerer. Ich kann das komplett nachvollziehen, dass man eben noch täglich trainiert hat, spielte und wenige Wochen später ist da nichts mehr. Das ist schwerer zu verarbeiten. Bei mir war es zum Glück einfacher.</p>
<p><strong>Und damit sind wir am Ende des langen Gespräches. Großen Dank dafür.<br />
</strong>Danke ebenfalls.</p>
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		<title>28 Spieltage, 28 (Diskussions-)Punkte</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 14:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MaxUnknown</dc:creator>
				<category><![CDATA[Worum]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
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		<description><![CDATA[Werder Bremen hat seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen, der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist noch nicht bedrohlich klein, aber auch nicht mehr groß. Das Wort „Abstiegskampf“ wird zwangsläufig häufiger benutzt. Auch Thomas Schaaf steht zur Diskussion, zudem ist die Perspektive des Vereins aufgrund mangelnder Planungssicherheit nicht klar auszumachen. In den folgenden 28 Punkten sind nach 28 Spieltagen einige, längst [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Werder Bremen hat seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen, der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist noch nicht bedrohlich klein, aber auch nicht mehr groß. Das Wort „Abstiegskampf“ wird zwangsläufig häufiger benutzt. Auch Thomas Schaaf steht zur Diskussion, zudem ist die Perspektive des Vereins aufgrund mangelnder Planungssicherheit nicht klar auszumachen. In den folgenden 28 Punkten sind nach 28 Spieltagen einige, längst nicht alle, Denkansätze zur aktuellen Lage des Trainers und des Vereins zusammengefasst.</p>
<div id="attachment_4482" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/10/28-spieltage-28-punkte/stadionblog/" rel="attachment wp-att-4482"><img class="size-medium wp-image-4482 " title="StadionBlog" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/StadionBlog-300x200.jpg" alt="Das Weserstadion. Gewinnen ist für Werder hier nicht verboten, der letzte Heimerfolg ist allerdings schon lange her: am 1. Februar gegen Hannover 96." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das Weserstadion. Gewinnen ist für Werder hier nicht verboten, der letzte Heimerfolg ist allerdings schon lange her: am 1. Februar gegen Hannover 96.</p></div>
<p><strong>1. Mannschaftliche Entwicklung versus Resultate</strong><br />
Im vergangenen Sommer war eine durchaus gute Stimmung im Verein und unter den Fans des Klubs auszumachen. Die vorherrschende Meinung war, dass man von der jungen Mannschaft noch keine Wunderdinge im Bereich der Ergebnisse erwarten könne, aber man ihr Zeit geben und vor allem die Entwicklung bewerten wolle. Die Vorbereitung verlief gut, beachtenswerte Ergebnisse gegen Bayern München und Borussia Dortmund sowie eine stimmige Spielweise untermauerten die Stimmung.</p>
<p>Heute, einige Monate später, stellt sich die Frage, ob neben den mittlerweile deutlich fehlenden Resultaten nicht auch die Entwicklung fernblieb? Wo hat sich die Mannschaft verbessert, wo ist sie zusammengewachsen, hat sich taktisch verbessert, das neue Spielsystem über die Außen verinnerlicht? Schaut man sich den Saisonbeginn und den heutigen Stand an, so ging die Entwicklung in allen Bereichen in die falsche Richtung.</p>
<p><strong>2. Entwicklung der Spieler</strong><br />
Welcher Spieler hat sich in dieser Saison spürbar verbessert? In dem Maße, dass es nicht aufgrund von Begleitumständen (wie: Wechsel in eine bessere Liga) und Talent sowieso zu erwarten war? Man denkt an Aaron Hunt, vor allem aufgrund seiner neuen Rolle. Zlatko Junuzovic wurde mehr als nur ein Mitläufer. Doch dann wird es schon dünn. Nils Petersen macht sich sicherlich nicht schlecht, aber richtig gut auch (noch?) nicht. Kevin de Bruyne zeigt zwar, dass über enormes Talent verfügt, aber die Schwachstellen seines Spiels stechen nun im Vergleich zur Hinrunde noch mehr heraus. Haben sich so gesehen gar verschlimmbessert. Spieler wie Sebastian Prödl, Mehmet Ekici, Eljero Elia oder Theo Gebre Selassie stehen sinnbildlich für die Entwicklung der Mannschaft: es ging in die falsche Richtung.</p>
<p><strong>3. Einkaufspolitik</strong><br />
Diesen Bereich auf Klaus Allofs zu beschränken wäre einfach. Insbesondere, wo er nicht mehr für den Verein arbeitet. Aber es wäre zu einfach. In punkto Einfluss auf die Neuzugänge ist Thomas Schaaf bei den Bundesligatrainern ganz oben angesiedelt. Wurden hier die Hausaufgaben gemacht? Wenn man die vielen Transfers sieht, die nicht den erhofften Effekt hatten muss man zweifeln. Nach Äußerungen wie von Thomas Eichin, dass man zukünftig mehr auf den Charakter der Spieler schauen will ist man sogar gezwungen zu fragen: was haben denn Allofs und Schaaf in den Vorjahren gemacht?</p>
<p>Den Eindruck, dass neben Fehleinschätzungen was die sportliche Leistungsfähigkeit neuer Spieler angeht auch zu wenig Wert auf den Charakter gelegt wurde muss man gewinnen. Insbesondere scheint schlichtweg die Mischung innerhalb der Mannschaft nicht richtig zu passen. Ex-HSV-Spieler David Jarolim ärgerte sich vor Jahren in Interviews, dass bei Werder so viele Spieler im Gegensatz zu seiner Mannschaft das Siegergen in sich haben, Gewinnertypen sind und alles für den Erfolg tun. Der Umbruch brachte sie anscheinend alle um.</p>
<p><strong>4. Mannschaftszusammenstellung</strong><br />
Thomas Schaaf kündigte bereits an, im Sommer in punkto Erfahrung nachlegen zu wollen, es werden aufgrund der sowieso schon jungen Mannschaft nicht nur junge Spieler kommen, „sondern auch erfahrene Profis, die sich schon bewiesen haben“. Wird jetzt, beinahe plötzlich festgestellt, dass die Erfahrung fehlte? Außer Clemens Fritz ist kein Spieler im Kader, der älter als 26 Jahre zu Saisonstart war. Viele der „älteren“ Spieler wie Nils Petersen, Zlatko Junuzovic, Assani Lukimya oder Theo Gebre Selassie haben nie eine komplette Bundesligasaison gespielt, Teamkollegen wie Lukas Schmitz oder Sebastian Prödl waren nie Leistungsträger. Die Potenzialbesitzer Marko Arnautovic oder Eljereo Elia haben selten, vor langer Zeit oder nie konstant ihr Potenzial abgerufen. Gestandene Spieler? Fehlanzeige. Warum wurde darauf nicht bereits letzten Sommer geachtet, als man den Umbruch vollzog? Warum wurde für den Kuchen Zucker und Butter, aber keine Milch gekauft, obwohl die deutlich sichtbar auf dem Rezept stand? Darf man unter diesen Umständen ständig und ständig darauf verweisen, dass die Mannschaft jung sei, Zeit brauche? Verständnis fordern, dass man das Licht nicht von heute auf morgen anknipsen kann, aber verschweigen, dass gar kein Lichtschalter angebracht wurde.</p>
<p><strong>5. Zusammenstellung der Defensive</strong><br />
Seit erstaunlich vielen Spielzeiten sind es häufig individuelle Fehler, die Werders Niedergang beschleunigen. Das kann und muss man sicherlich damit begründen, dass eine junge Mannschaft zwangsläufig viele nicht gefestigte, unerfahrene Spieler hat, die mehr Fehler machen als gestandene Profis. Aber genauso muss man dann darauf hinweisen dürfen, dass gewisse Spieler für solche Fehler alles andere als unbekannt ist. Assani Lukimya macht sie seit Beginn seiner Karriere. Einem Lukas Schmitz entwischen solange er als Linksverteidiger spielt schon ewig immer wieder Spieler in seinem Rücken. Theo Gebre Selassie hat beim Stellungsspiel schon bei der Europameisterschaft eklatante Schwächen offenbart. Als Nachtrag sei hier auch der im Winter gewechselte Francois Affolter erwähnt.</p>
<p>Da kommen Zweifel an der Einkaufspolitik auf, an der Zusammenstellung der Mannschaft. Da geht es nicht nur um mangelnde Qualität, sondern um die Schwächen der Spieler. Sollte man so eine Defensive bestücken, wenn man dahinter dann auch noch einem jungen Torhüter seine erste Saison als Nummer eins gibt?</p>
<p>Das lässt die Aussagen über die Gegentore als Ausredeversuche wirken, denen hinter den Worten der Inhalt fehlt. Wenn ich genug Spieler anhäufe, die öfter als ihre Kollegen eben solche Konzentrationsmängel aufweisen und entsprechend „individuelle Fehler“ begehen, darf ich dann wirklich diese Karte als „ist leider passiert, kann man nichts machen“ spielen?</p>
<p><strong>6. Defensive</strong><br />
Werder hat die meisten Gegentore der Saison. Die meisten Gegentore der Rückrunde. Die zweitmeisten Gegentore auswärts. Die drittmeisten Gegentore im eigenen Stadion. Auch in der Vorsaison lag man weit vorne, was die meisten Gegentreffer angeht. Nur vier Teams kassierten mehr. 2010/2011 waren es sogar nur drei Mannschaften. Es ist zu einfach, dies mit der Nutzung einer „Offensivtaktik“ abzutun. Zumal seit dem Sommer 2010 Werder defensiv ständig wackelt, bereits nach wenigen Sekunden anfällig ist und nicht selten Glück hatte, dass man kein eigenes Hamburg in München erleben musste. Hier muss mit einem Finger auf die Mannschaftszusammenstellung zeigen, mit dem anderen aber auch auf die taktische Ausrichtung. Sollte ich etwas spielen, was ich offensichtlich nicht gut genug beherrsche?</p>
<p><strong>7. Entweder Defensive, oder Offensive</strong><br />
Seit Jahren reagiert Schaaf spät auf Krisen. Seine Umstellungen sind dann aber gleich extrem. Mal wirft er die neue Taktik für den Rest der Saison komplett über den Haufen, mal stellt er plötzlich von voller Offensive auf volle Defensive. Mit dem Ergebnis, dass dann die Defensive durchaus deutlich besser funktioniert. Aber das ist ein beinahe nicht zu verhindernder Vorgang, wenn man plötzlich nur noch zwei Offensivspieler in der Startelf hat.</p>
<p>Die Krise aber bleibt meist noch etwas bestehen, weil im Zuge dessen die Offensive überhaupt nicht mehr funktioniert, ja eigentlich gar nicht mehr vorhanden ist. Zuletzt zu sehen gegen Borussia Mönchengladbach oder vor allem in der ersten Halbzeit gegen die SpVgg Greuther Fürth. Dem Tabellenletzten, der schlechtesten Mannschaft der Liga – von der Qualität sowie der Spielanlage. Balanceprobleme offenbart das Bremer Spiel unter Schaaf regelmäßig, wenn das Verhältnis der Defensiv- zu Offensivspieler in der Startformation nicht passt. Auch zu besten Rautenzeiten war dies bereits zu sehen. Und bleibt Jahr für Jahr wiederkehrend.</p>
<p><strong>8. Reagieren statt Agieren</strong><br />
Mit dem vorherigen Punkt geht die Problematik einher, dass seit einiger Zeit nur noch reagiert wird. Plötzlich war die lange erhoffte Doppelsechs da, die der Mannschaft auch vorher schon hätte Stabilität bringen können. Gegen Fürth kommen plötzlich in der Halbzeit zwei Offensive für zwei Defensive, es wird also korrigiert, weil die Ausgangstaktik nicht richtig war. Muss man sich als Fan mittlerweile freuen, dass gegen Gladbach, Fürth und Mainz nicht verloren, dass gegen Augsburg nur eine knappe Niederlage eingefahren wurde? Es ist auch eine Stärke, Fehler zu erahnen und entsprechend zu verhindern, bevor sie passieren. In Bremen scheint man derzeit nur noch auf offensichtliche Fehler zu reagieren. Wenn sie einem bereits Calmund-artig „ins Gesicht springen“.</p>
<p><strong>9. Auswechslungen</strong><br />
Zwei Aussagen, die man häufig liest: Schaaf wechselt spät, Schaaf wechselt wenig. Es sei hier aber zu seiner Entlastung erwähnt, dass nicht wenige Auswechslungen allein auf „frisches Blut“ und „einfach was Neues versuchen“ beruhen, und wer zudem mal in den Genuss kommt, von einem Bundesligatrainer die Auswechslungen erklärt zu bekommen, der wird die Gründe in den meisten Fällen sehr gut verstehen. Wenn aber so oft über die Spieler und deren Leistungen gemeckert wird, muss man sich fragen, warum diese dann so lange auf dem Platz bleiben und so selten das Wechselkontigent ausgeschöpft wird? Gerade bei knappen Spielen, bei Niederlagen erwartet man schon, dass der Trainer noch einmal alles versucht, anstatt nur ein einziges Mal zu wechseln. In den letzten sieben Spielen, die allesamt sieglos blieben, wechselte Werder 13mal aus. Der Gegner 20mal. Nur einmal wurde das Maximum an Auswechslungen ausgeschöpft, vor fast zwei Monaten gegen Freiburg. Der Gegner nutzte es hier nur ein einziges Mal nicht. Wenn Werder dank Statistiken gerne vom laufintensiven Spiel spricht, sollte man den Ausschlag der Statistik eigentlich andersrum erwarten.</p>
<p><strong>10. Spielausrichtung, Spielidee</strong><br />
Gibt es eine solche? In den letzten Spielen war das Spielerische zu oft grausig, bei den Unentschieden wurde es schöner geredet als es tatsächlich anzuschauen war. Fußballerisch bzw. von der Spielintelligenz fehlen der Mannschaft entsprechende Spieler, der Mannschaft selber, auch dadurch, eine klare Linie im Spiel. Zu selten sah man eine Idee hinter den Spielzügen. Oftmals ergab sich bei den Gegnern ein anderes Bild. Seit langem werden bei Werder Schwachstellen herausgesucht und dann immer wieder penetriert. Ohne dass die Mannschaft, dass der Trainer (rechtzeitig) reagiert. Ein Beispiel sind hier die Außen, nicht selten die Seite von Theo Gebre Selassie. Von Werder sieht man das im Gegenzug viel zu selten. Eine Nachhilfestunde könnte der grünweißen Truppe bei einer Mannschaft mit gleichen Trikotfarben gut tun, den A-Junioren des VfL Wolfsburg. Nach Ballgewinn wirkt jeder Spielzug wie einstudiert, überall ist eine Idee dahinter, in den Bewegungen der gesamten Mannschaft zu erkennen. Wenn die Jungs eine Schwachstelle beim Gegner ausgemacht haben, setzen sie keine Nadelstiche, sie schmeißen mit Igeln.</p>
<p><strong>11. Pfosten bei Eckbällen</strong><br />
Werder gehört zu den Profiteams, bei denen die Pfosten bei Eckbällen selten bis nie besetzt werden. Von Thomas Schaaf genannter Grund hierfür: die Spieler sind dann dort gebunden, fehlen anderweitig. Ein Thema, bei dem man unterschiedlicher Meinung sein kann, auch sehr erfolgreiche Teams nutzen die Bremer Methode bei Standards. Der FC Bayern München mit dem so oft als Weltklasse gefeierten Manuel Neuer hat nicht selten die Pfosten blank gelassen und deswegen diese Saison auch schon mehr als ein Gegentor kassiert. Grundsätzlich sollte man sich aber bei Werder fragen, ob es situationsbedingt aktuell Sinn macht, die Pfosten nicht zu besetzen. Die Mannschaft ist wackelig, kommt nach Gegentoren selten wieder auf, es mangelt ihr an erfahrenen Kräften, die dann das Heft in die Hand nehmen. Ist es in solch einer Situation die richtige Entscheidung, das Risiko für Gegentore um ein paar Prozente zu erhöhen? Dass die Pfostenbesetzer dann bspw. bei Kontermöglichkeiten fehlen, ist richtig, aber ist dies derzeit so wichtig? Und vor allem: Ist es bei einem Torhüter wie Sebastian Mielitz, der in punkto Sprungkraft, Schnellkraft und simpler Spannweite der Arme Nachteile hat, wirklich angebracht, die Pfosten frei zu lassen?</p>
<p><strong>12. Schwache Rückrunde nach starker Hinrunde</strong><br />
„Belekout“ ist ein Kunstwort, was beschreibt, aber nicht erklärt. Nach dem Wintertrainingslager im türkischen Belek folgt meist ein Blackout bei der Mannschaft. Es ist einfach, da ein Charakterproblem bei den Spielern zu suchen. Aber: wirklich konkret begründet wurde die chronische Schwäche zum Rückrundenstart bei Werder noch nicht. Und entsprechend auch nicht abgestellt. Das spricht nicht gerade für den Trainerstab bei Werder. Ein Ansatz zur Begründung der stetigen Selbstzerstörung einer guten Ausgangsposition aus der Hinrunde entspringt dem US-Sport. Dort gibt es gerade in den Sportarten, die sehr viele Saisonspiele haben (Baseball, Eishockey, Basketball), immer wieder Mannschaften wie Spieler, die aus dem Nichts aufkommen, für einige Zeit brillieren und dann von den Gegnern auf ein kleineres Maß zurechtgestutzt werden.</p>
<p>Der Hintergrund: der Scoutingreport ist da. Der Trainerstab bzw. die Scouts schauen sich den Gegner bzw. besagten Spieler eine Zeit lang an, meist handelt es sich um noch zu unbekannte Spieler oder Gegner, die mit einer neuen Taktik, einem neuen Spielsystem agieren. Bis man dann irgendwann genug gesehen hat und entsprechend Methoden entwickelt, um darauf zu reagieren. So wirkt es auch jedes Jahr aufs Neue bei Werder, wie diese Spielzeit mit den drei Mittelfeldspielern und den Außen. Sobald der Gegner genug gesehen, sich Lösungen überlegt und diese dann angewandt hat, ging es für Werder rechtzeitig zur Rückrunde bergab.</p>
<p><strong>13. Welches Spielsystem?</strong><br />
Werder spielte nach Diego nicht selten im beliebten 4-2-3-1, warf dies aber bei einem der häufigen problematischen Rückrundenstarts für die Raute wieder über den Haufen. Auch ein 4-2-2-2, mit zwei Außenspielern im Mittelfeld, wurde versucht und wieder abgeschafft. Diese Spielzeit begann Schaaf mit einer Art 4-3-3, machte daraus ein 4-1-4-1 und spielte ohne „echten“ Sechser. Es war erstaunlich, dass dies trotz Fehlens eines defensiv/taktisch geschulten/zweikampfstarken Mittelfeldspielers so lange gut ging. Aber ebenso war zu erwarten, dass das nicht einfach die Saison über so weitergehen kann. Und wieder wurde gewechselt. Jetzt spielt die Mannschaft im 4-2-3-1. Und während die taktische Aufstellung auch dieses mal nicht in Stein gemeißelt scheint (immerhin war die Ausgangstaktik eine andere), fragt man sich, was denn nun das feste System sein soll. Für welches System sollen die passenden Spieler geholt werden? Und für welches System sollen die Nachwuchsteams die Spieler ausbilden und auch entsprechend dort dazuholen? Vor Jahren galt Werder mit dem Offensivfußball als Vorreiter des Fußball, mittlerweile werden systemtechnische und fußballerische Entwicklungen verschlafen oder spät angegangen. Und wenn sie angegangen werden, dann sind sie wie in den Vorjahren beim Spielsystem nicht selten verworfen wurden.</p>
<p><strong>14. Individuelles Training </strong><br />
Im Vergleich zu anderen Bundesligateams hat Werder hier Nachholbedarf. Sowohl im Talentbereich, wo Lernziele deutlicher und mit mehr Einzeltraining verfolgt werden sollten, als auch bei den Profis, wo an Schwächen einzelner Spieler mehr gearbeitet werden muss. Zu sehr überwiegt hier die Gesamtschulung einer Taktik, anstatt wie in der Schule denen Nachhilfe zu geben, bei denen es Sinn macht bzw. notwendig ist. Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Passenderweise trifft das oft auf eine Viererkette bei Werder zu.</p>
<p><strong>15. Schaafs Umgang richtig für den Umbruch?</strong><br />
Thomas Schaaf ist bekannt dafür, dass er Selbstständigkeit von seinen Spielern verlangt, diese fördert. Er lässt ihnen gerne auch einmal die lange Leine, wünscht Eigeninitiative und fördert die Freigeister, indem er ihnen Entscheidungsfreiräume im Spiel gibt. Das kommt Spielern wie Diego, Mesut Özil und auch in gewissen Teilen Kevin de Bruyne entgegen. Aber dem Rest nur, wenn er entsprechende Erfahrung besitzt, das Geschäft kennt, nicht viele Erklärungen für Entscheidungen benötigt, kein Ego mehr hat, welches Streicheleinheiten benötigt. Ein „Du spielst heute nicht“ fasst man anders auf, wenn man diese Situation mehrfach hatte, dutzende Erklärungen dazu bereits gehört hat.</p>
<p>Anders als ein junger Spieler, der davon ausging, aufgrund der Trainingseindrücke zu spielen. Ganz egal, ob er da mit seiner Einschätzung richtig oder, oftmals, falsch lag. Es hat seine Gründe. Wenn man darüber aber nicht spricht und diese Gründe nicht hört, macht man sich seine Gedanken, die in 90% aller Fälle Ausreden für sich selber finden und einen Schuldigen für den Nichteinsatz außerhalb seiner Person sucht. Da die Mannschaft zum Großteil aus jungen, ungeschliffenen, nicht gestandenen Spielern besteht, ist es zu bezweifeln, ob Schaaf nicht noch mehr mit seinen Spielern sprechen sollte. Er macht es, so ist zu hören, mehr als in den Vorjahren. Aber reicht das, wenn wie zuletzt Prödl oder Hunt öffentlich äußern, keine Erklärung für ihre Nichteinsätze bekommen zu haben?</p>
<p>Die Tür von Schaaf steht immer offen und manch ein Spieler gehört in den Allerwertesten getreten, dieses Angebot nicht auch oft zu nutzen. Das gilt für erwachsene Menschen, wie damals Jurica Vranjes, der öffentlich monierte, Schaaf habe lange nicht mit ihm gesprochen. Jedoch gilt auch, dass das Ego eines Profifußballers zwangsläufig Wertschätzung verlangt, gerade junge Spieler sich zurückhalten und aufgrund der neuen Situation mit übertriebenem Zuspruch von allen Seiten oft nicht in der Lage sind bzw. darin sehen, den ersten Schritt zu machen.</p>
<p>Der großartige und seit vielen Jahren erfolgreiche Basketball-Trainer Gregg Popovich sagte einmal, dass man als guter Trainer keinen Stil habe, denn jeder Spieler benötige eine völlig eigene Behandlungsweise. Dass Schaaf dies weiß, sollte unbestritten sein, dass er dies aber konsequent bei seiner so jungen Mannschaft umsetzt, darf derzeit bezweifelt werden. Für ihn spricht aber in aller Deutlichkeit, dass er sich bei Trainingseinheiten oft auch ausführlich den jüngeren Spielern widmet. Nicht vergessen werden sollte auch, dass Schaaf vor seinem Beginn als Profitrainer zwölf(!) Jahre bei Werder bereits U23, A- sowie B-Junioren als Chefcoach trainiert hat.</p>
<p>Der einzige Ansatz für Kritik hier wäre: die Jugend hat sich verändert, konnte er sich darauf einstellen und entwickelte er sein Coaching ebenfalls? Und sind die beiden Co-Trainer, die ebenfalls seit Jahren bei Werder Schaaf zuarbeiten im Trainerteam noch die richtige Mischung? Fehlt nicht ein jüngerer, ein analytischer Typ?</p>
<p><strong>16. Schaafs Umgang richtig für den Umbruch? II</strong><br />
Nach dem Umgang mit dem Typus der jungen Spieler ist auch der Umgang mit der jungen Mannschaft fraglich. Schaaf sprach zuletzt in einem Interview davon, dass die taktische Aufstellung nicht wichtig sei, das Umsetzen der jeweiligen Vorgaben schon. Dabei wirkt die junge Mannschaft aber in nicht wenigen, und vor allem allen brenzligen Situationen verloren. Die lange Leine, das Fördern der Selbstständigkeit, das Suchen lassen nach eigenen Lösungen überfordert nicht wenige in der Mannschaft. Weil ein, zwei Führungsspieler fehlen, die das Spiel dann auch in die Hand nehmen und an denen die dann verunsicherten Spieler sich aufraffen können. So aber wirken sie verloren. Dass dann „Dinge“ nicht umgesetzt werden ist eine Konsequenz daraus.</p>
<p>Der Mannschaft fehlt insgesamt auch Spielintelligenz. Da Schaaf den Spielern Freiräume lässt, macht es sich negativ bemerkbar, wenn durch nicht zu enge Vorschriften/Vorgaben dann in Fällen, wo sich ein Spiel anders entwickelt als angenommen, die Handlungsmuster fehlen. Die Automatismen oder eben die generelle Spielintelligenz, mit solchen Situationen umgehen zu können, Korrekturen vorzunehmen. Wenn man dies nicht durch auf Erfahrung basierende Automatismen umsetzen kann bleibt nur das Besondere, das fußballerische Verständnis, die Spielintelligenz. Ist die nicht sonderlich im Kader ausgeprägt und fehlen ihr ebenso die erfahrenen (Führungs-)Spieler, so stellt sich die Frage, ob eine Spielidee mit langer Leine und viel Eigeninitiative durch die Spieler die richtige Wahl zum jetzigen Zeitpunkt ist.</p>
<p><strong>17. Teure, nicht einfache Spieler</strong><br />
Werder galt einmal als das Mekka für Spieler, die über viel Potenzial verfügen, aber dieses aus den verschiedensten Gründen nicht oder nicht mehr abriefen. Einfach zu Schaaf schicken, der bekommt sie hin. Das pauschalisierte allerdings auch alle Problematiken und brachte dem Trainer einen Ruf, der unrealistisch war. Ein Johan Micoud ist kein Ailton, beide waren kein Arnautovic und der wiederum ist kein Elia. Andere Typen, andere individuelle Problematiken.</p>
<p>Menschlich sind viele dieser Spieler weiterhin sehr gut bei Schaaf aufgehoben. Dass er es geschafft hat, Marko Arnautovic öffentlich immer den Rücken zu stärken und bei allen kleinen Skandälchen immer zu ihm gehalten hat und nicht ein böses Wort verlor, ist eigentlich unglaublich. Das Lob vom Österreicher, der auch aufgrund seiner Vaterschaft und Heirat eine positive Entwicklung genommen hatte, gab es entsprechend für den Trainer. Aber: sportlich ließ er sich wieder aus der Bahn werfen, obwohl es in der Hinrunde viele gute Momente gab. So hat er seine hohe Ablöse weiterhin nicht eingespielt. Ebenso wenig Eljero Elia, ein sehr sensibler Kicker, dem Schaaf zuletzt weiterhin sein Vertrauen aussprach. Doch er ist noch deutlicher das Geld bisher nicht wert, das er gekostet hat. Unter Allofs und Schaaf reiht er sich damit in eine große Anzahl von teuren Spielern ein, die hier floppten, oder zumindest im Preis/Leistungsbereich nie positiv wurden. Ein Umstand, der sportlich wie finanziell dem Verein heftig geschadet hat. Und der, siehe Punkt 3 und 4, nicht nur denen ins Zeugnis geschrieben gehört, die nicht mehr vor Ort sind.</p>
<p><strong>18. Willi Lemke, der Politiker<br />
</strong>In wenigen Wochen feiert der 67-Jährige sein zehnjähriges Jubiläum im Aufsichtsrat von Werder Bremen. Seit 2005 ist er zudem Aufsichtsratsvorsitzender, wurde im November 2012 in diesem Posten für vier weitere Jahre bestätigt. Doch ist das gut für den Klub? Als Anfang November letzten Jahres für das Geschäftsjahr 2011/2012 ein Rekordminus von 13,9 Millionen Euro verkündet wurde, galt zuerst Zusammenhalt in der immer wieder so bezeichneten Werderfamilie. Als dann aber der Abgang von Klaus Allofs über die Bühne lief, wurden aus Lemkes leichten Andeutungen klare Statements.</p>
<p>Er ging offensiv in die Medien, stellte sich als derjenige hin, der Schlimmeres verhinderte. Und bekam auch von vielen Applaus dafür. Dabei ist es grotesk, sich nach einem solchen Minus hinzustellen und dafür gefeiert werden zu wollen, dass man den Hahn zugedreht habe. Nachdem man vorher lange leise nickend neben der überlaufenden Badewanne stand und zusah. Verantwortung für das Minus? Fehlanzeige.</p>
<p>Dabei verwies er noch auf den Zwist bei den Zugängen von Ignjovski und Sokratis, lässt dabei aber völlig außen vor, dass man vielleicht durch weitere oder gar frühere Investitionen neben dem Risiko auch die Chance auf bessere Resultate erhöht hätte.</p>
<p><strong>19. Lemkes Allofs-Konsequenz<br />
</strong>Als Klaus Allofs zum VfL Wolfsburg wechselte, verweigerte Lemke nicht die Freigabe. Er ließ sich den Manager abwerben. Der sei wichtig, aber wenn jemand unbedingt gehen wolle, müsse man ihn ziehen lassen. Als Spekulationen aufkamen, dass Schaaf auch von Wolfsburg umworben werde, sagte Lemke: Der wird auf keinen Fall die Freigabe bekommen, den geben wir definitiv nicht her. Ja, was denn nun? Wenn jemand unbedingt gehen will, darf er weg, aber wenn jemand unbedingt gehen will, darf er nicht weg?</p>
<p>Die Antwort lautet: Sowohl als auch. Schaaf als „Unverkäuflich“ zu erklären, war reine Politik, weil ein Wechsel, wie von Wolfsburger Seite betont, nie zur Debatte stand. Es ist ein Leichtes dann seine Hose als besonders dick zu verkaufen, wenn man sich als Verhinderer von Entwicklungen hinstellt, die gar nicht entstanden waren. Egal für den Politiker Lemke, der mehrfach medial betonte, dass er den Wolfsburger deutlich klar gemacht habe, dass Schaafs Abgang nicht zur Diskussion stehe. Während weder Schaaf auf einen Abgang drängte, noch die Wolfsburger Interesse bekundeten.</p>
<p>Es hatte was davon, dem größten Spielplatzschläger beim Weggehen hinterher zu rufen, dass man ihm beim nächsten Mal die Nase eindrücke. Und das in der Lautstärke zu tun, dass derjenige es nicht hört. Die Spielkollegen um einen herum aber schon. Da ist es einfach, sich groß zu fühlen. Dreist ist es auch.</p>
<p><strong>20. Lemkes Allofs-Konsequenz II</strong><br />
Klaus Allofs hatte durch die Abgänge von Müller und Born in den Vorjahren irgendwann 2,5 Jobs inne: Sportdirektor, Geschäftsführer, Leiter der Geschäftsführung. Ein Dauerzustand sollte das nie sein, blieb es aber. Als er ging, übernahmen seine Aufgaben nun Thomas Eichin (Geschäftsführung), Klaus Filbry (Leiter der Geschäftsführung), Frank Baumann sowie Thomas Schaaf (Mannschaftsplanung). Willi Lemke betonte bei Fernsehauftritten, wie wichtig der Trainer hierbei sei, dass er jetzt noch mehr Kompetenzen habe.</p>
<p>Nach dem Abgang von Allofs vor Vertragsablauf war es sicher nicht verkehrt, auf den Trainer zu verweisen, der bereits seit seiner Geburt Werdertrainer ist. Es sei aber nicht unerwähnt, dass der Trainer die Verlängerungswünsche von Lemke kalt abblitzen ließ. So oder so wird aus der nicht mehr gewünschten, um eine Person (Allofs) gebauten Struktur nun eine Etage tiefer doch genau dies beim Trainer wieder angewandt. Wenn der, wie Allofs, mal nicht mehr da sein sollte, müsste wieder einiges umverteilt werden.</p>
<p><strong>21. Thomas Schaaf bleibt Trainer<br />
</strong>Es ist vollkommen korrekt, dass derzeit von Werderseite weiter und weiter betont wird, dass Thomas Schaaf Trainer bleibt. Ob von Willi Lemke, Thomas Eichin, Klaus-Dieter Fischer oder zuletzt Marco Bode, das ist ein Verhalten ohne Alternative, weil beim kleinsten Hauch von Infragestellung des Trainers sofort eine öffentliche, mediale Diskussion losgetreten würde und das Goodbye des Coaches vorprogrammiert wäre. Bei dem von Eichin zuletzt genannten Termin zur Analyse („nach der Saison“) sei aber darauf hingewiesen, dass ein neuer Coach eigene Ideen, eigene Ansichten, eigene Vorstellungen zur Teamzusammenstellung hat. Die einzubringen ist im Juli sehr schwer, von daher sollte man sich nicht zu viel Zeit lassen. Entweder geht man das noch ausstehende Vertragsjahr von Schaaf mit ihm und mit allen Konsequenzen bzw. mit aller Macht an, oder man zieht frühzeitig den Stecker.</p>
<p><strong>22. Entwicklung der Liga<br />
</strong>Werders Entwicklung geht seit einiger Zeit nach unten. Mit Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt kommen „größere“ Klubs, die früher Probleme hatten, wieder nach oben. Kleine Vereine wie der FSV Mainz oder SC Freiburg spielen nicht das erste Mal oben mit, Mittelklasseklub Hannover 96 hat sich bereits festgesetzt. Man kann in Bremen nicht ewig hoffen, dass finanzstarke Klubs der Kategorie VFL Wolfsburg oder TSG Hoffenheim uns zu oft in die Karten spielen, indem sie die Andreas Müller dieser Welt finden, um sich selbst zu sabotieren. Nächste Saison kommen Vereine, die über Potenzial verfügen, nach oben. 1.FC Köln, Hertha BSC Berlin oder der 1.FC Kaiserslautern können mehr aus sich machen als der FC Augsburg, Fortuna Düsseldorf oder Greuther Fürth. Eine Mannschaft, gegen die Werder diese Saison in beiden Partien nicht gewinnen konnte. Audigeld in Ingolstadt, Brausenkohle in Leipzig. Es wird nicht leichter, in der Bundesliga zu bestehen. Im Gegenteil.</p>
<p><strong>23. Thomas Eichin<br />
</strong>Bevor sich der Verein für diese „smarte“ Wahl zu viele Schulterklopfer abholt, sollte abgewartet werden, was im Sommer passiert oder wie es gar in 2-3 Jahren an der Weser aussieht. Bisher gibt es keine transfer- bzw. personalpolitische Entscheidung von ihm. Bis auf das öffentliche Auftreten gibt es wenig zu bewerten, vor allem die handfesten Fakten, die Konsequenzen daraus fehlen und lassen daher zwar Hoffnung, aber noch keine wirkliche Bewertung zu. Vertragsverlängerungsgespräche hat er bei mehreren Spielern angekündigt, bei keinem gibt es aktuell eine Zusage.</p>
<p>Eichin wird nicht müde zu betonen, dass es kein Gesetz gibt, das eine Trennung vom Trainer verhindert. Dass er Schaaf anhand seiner aktuellen Arbeit bewertet, nicht anhand der Vergangenheit. Und diese entsprechend gut sieht, er von Schaafs Arbeit überzeugt ist. Ebenso, dass man mit dem aktuellen Stand der Mannschaft nicht zufrieden sein kann und nach der Saison diese analysieren müsse.</p>
<p>Das mag, weil von einem frischen Gesicht gesprochen, nicht schlecht klingen. Es sind aber alles Punkte, die genauso von Klaus Allofs ebenso vorgetragen wurden. Vielleicht hat man sie einfach nur schon zu oft gehört. Etwas, was auch Eichin bald passieren könnte, denn sein medialer Overkill ist nicht mehr weit entfernt. Es war sicher eine passende Wahl, den extrovertierten Mediensucher Eichin zu Thomas Schaaf und vor allem Frank Baumann zu gesellen, der dafür nur sehr wenig Interesse hat. Aber mittlerweile hört, sieht und liest man Eichin überall, sein auch in Köln schon bekannter Mediendrang bringt sich ins ruhige Bremen einerseits gut ein, und zu sagen gab es auch in dieser Phase und seiner Antrittszeit nicht wenig, doch er muss auch aufpassen, dass er nicht zum Dampfplauderer verkommt. Als er im Sport1-Doppelpass sich dann dem allgemeinen Sendungsniveau kurzzeitig anpasste und Kevin de Bruyne zu einer Bremer Entdeckung erheben wollte, wurde einem wieder bewusst, dass Eichin noch einiges an Aufholarbeit im Fußballbereich hat. Als er dann von Bremer Jugendarbeit sprach, die seit Jahren grandios sei und ihresgleichen suche sowie Tom Trybull zum Aushängeschild machte, da wurde einem doch erstmals schummerig.</p>
<p>Sein ehemaliger Arbeitgeber, die Kölner Haie, haben übrigens das Finale um die deutsche Meisterschaft erreicht. Einfach mal eingeworfen sei eine Statistik zu seinem alten Arbeitgeber: In den etwas weniger als zwölf Jahren als Geschäftsführer bei den Haien erlebte Eichin zehn Trainer.</p>
<p><strong>24. Vetternwirtschaft<br />
</strong>Oft kommt der Vorwurf, Werder schmore im eigenen Saft, müsse wachgerüttelt werden. Vetternwirtschaft wird vorgeworfen. Doch konkretisiert wurden die Vorwürfe nicht, sie bleiben Phrasengedresche der langweiligsten Sorte. „Neue Impulse“ werden gefordert, genauso externes „Frisches Blut“. Warum genau wird nicht erwähnt, es wird lediglich auf den Gesamtzustand des Vereins, der sportlichen Lage verwiesen. Da es dort nicht stimmt, muss irgendwo irgendwie irgendwas ausgetauscht werden.</p>
<p>Nicht selten kommt dann die Trainerdiskussion. Zwar zurecht, aber mit Thesen, die abenteuerlich sind. Schaaf könne sich nur selbst entlassen. Ab und zu mit dem Hinweis, dass er aber von selbst nie gehen werde. Es bleiben Spekulationen, die durch nichts zu belegen sind und nicht wenigen Leuten gegenüber respektlos bleiben.</p>
<p>Nicht von ungefähr kommt da, dass einerseits in den sportlich erfolgreichen Jahren Werder dafür gelobt wurde, wie beständig der Verein ist, wie sehr Ex-Spieler in die Vereinsarbeit integriert werden. Immer wieder wurde erwähnt, wie wichtig dies für die Identifikation sei. Heute ist Marco Bode noch ein externer Wachrüttler, der neue Impulse in den Aufsichtsrat bringen soll. Sollte es morgen Werder sportlich nicht besser gehen, wird aus ihm dann einfach der x-te Stallgeruchbremer, der nichts und den nichts bewegt, außer sich selbst im Amt zu halten und mit seinen Vereinskollegen zu kuscheln.</p>
<p>Viktor Skripnik, der als B-Jugendtrainer zuletzt gute Arbeit leistete, wird ab Sommer U23-Coach. Wo bleibt der Aufschrei, dass sich inzestuös schon wieder im eigenen Verein für einen Posten bedient wird? Und wenn dieser Aufschrei kommt, dann sollte die komplette Konsequenz betrachtet werden. Denn dann wird genauso wie es vorgeworfen wird nicht mehr darauf geachtet, ob man jemand gutes oder schlechtes auf einen Posten setzt.</p>
<p><strong>25. Kritik</strong><br />
Es schließt sich an den vorherigen Punkt an. In der „Welt“ wird von dringend notwendigen Umstrukturierungen gesprochen, ohne aber zu sagen, um was es sich denn handelt, was konkret geändert werden sollte. Der mittlerweile 72-Jährige Klaus-Dieter Fischer wird als potenzieller Totengräber des Vereins genannt. Begründung dazu ebenfalls Fehlanzeige. Es wäre zu wünschen, dass medial einmal mehr dabei herumkommt als stupides Raufhauen und das Wiederverwerten von Phrasen.</p>
<p>Ex-Werderprofi Günter Hermann riet Mitte März, dass Werder Schaaf jetzt entlassen müsse. Er glaube, es sei Zeit, zu reagieren. Begründung: „Weil Thomas schon seit 14 Jahren da ist. Es müsste frischer Wind rein“. Das „Weil“ ergibt eine pauschalierende, ja absolut alberne  Begründung. Beinahe ebenso lange wie Schaaf bei Werder ist Hermann Trainer vom VSK Osterholz-Scharmbeck. Nach dem Tabellenstand oder gar seiner Arbeit braucht nicht geschaut zu werden, eine Entlassung ergibt sich demnach doch allein aus seiner Anstellungszeit bei VSK. Ein gewisser Alex Ferguson ist Hermann nicht bekannt.</p>
<p>Oft vorgebracht wird auch das Wort „Abnutzung“, ohne zu erklären, was genau sich abgenutzt habe. Schaaf wirkte bspw. im Sommer ausgelassener, gesprächiger, er ist weiterhin hart arbeitend. Der einzige Verweis sind die Resultate. Also muss irgendwas nicht stimmen, also kann irgendwas abgenutzt sein. Andersrum geht es aber auch. Wie Arnd Zeigler beinahe zeitgleich zu Hermanns Forderung zeigte. In seiner Kolumne im Weser-Kurier verglich er pauschal die Situationen, in der Schaafs Entlassung im Verlauf der Jahre gefordert wurde, mit dieser. Damals war bzw. wäre es falsch gewesen. Entsprechend ist es das heute auch.<br />
Thomas Schaafs Arbeit gehört weder pauschal verteidigt noch pauschal verurteilt. Das unschöne Schwarz-Weiß Bremen sind wir derzeit schon genug.</p>
<p><strong>26. Erreicht der Trainer die Mannschaft?</strong><br />
Den Eindruck hatte man im Sommer sowie im Herbst. Auch nach Niederlagen gab es Spiele wie in Stuttgart, die doch zeigten, dass es keinen akuten Bruch zwischen Trainer und Mannschaft gibt. Jedoch gibt es ein Zeichen, was harmlos von den Spielern nach schlechten Spielen gebraucht wird, aber eigentlich mehr aussagt. Der Versuch, sich schützend vor den Trainer zu stellen, die Schuld – nicht mal zu unrecht – bei sich zu suchen. Dann wird gesagt, dass in der Spielvorbereitung vom Trainer alles Wichtige mit auf dem Weg gegeben wurde, es die Mannschaft, die einzelnen Spieler aber einfach nicht umgesetzt haben. Oder auch: umsetzen konnten, „auf den Platz bringen“.</p>
<p>Auch Schaaf erwähnt immer und immer wieder, dass die Mannschaft „Dinge nicht umsetze“. Der Lehrer malt das etwas an die Wand, die Schüler schreiben was anderes ab. Einer von beiden muss irgendwann reagieren. Am besten beide.</p>
<p><strong>27. Teambuilding</strong><br />
Seit der Maßnahme des von Clemens Fritz dazu gerufenen Mentaltrainers fällt auf, dass Werder im Vergleich zu anderen Bundesligateams relativ wenig als Mannschaft unternimmt. Teambuilding passiert selten, solche Maßnahmen sind hier und da in der Sommer- und Wintervorbereitung zu finden und dann nur in Krisenzeiten, wie aktuell. Sie sollten regelmäßiger, häufiger stattfinden und es gibt nicht wenige (Mental-)Trainer die sagen, dass häufigere Teambuildingmaßnahmen in Krisenzeiten nur darauf basieren, dass sie vorher nicht häufig genug stattfanden.</p>
<p><strong>28. Die Werder-Familie</strong><br />
Mehr wird darüber geredet seine solche zu sein als eben als solche zu leben. Es wird durchaus geschlossen aufgetreten, viele Mitarbeiter haben eine große, lange Vergangenheit im Verein. Doch überhaupt stellt sich die Frage: warum eigentlich Familie? In nicht wenigen Familien gibt es schwarze Schafe. Wäre nicht eine Freundschaft der bessere Begriff, denn Freunde sucht man sich aus, Freunde halten fester zusammen, haben mehr Verbindungen als nur das grünweiße Blut. Zudem hat man bei Werder nicht selten den Eindruck, als wenn Konstanz zu sehr als Positivmerkmal herausgestellt wird. Konstanz, die sich in der Konstanz selbst begründet. Nicht mehr daran, dass etwas gut ist.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Jeder einzelne Punkt ist weitaus komplexer als hier zusammengefasst, die Meinungen werden bei nicht wenigen der angeschnittenen Themen auseinandergehen. Es ist ein Versuch, hier und da Denkanstöße zu liefern, um in der Diskussion um Werder Bremen in Zukunft mehr Argumente zu finden. Sollte der Versuch nicht gelingen ist das immerhin 100% Werder, denn Scheitern gehört aktuell dazu.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Werders Talente, Teil 8: Martin Kobylanski &amp; Davie Selke</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 10:19:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Worum-Team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Werder fehlte es an Stürmern aus den Jahrgängen 1994 und 1995, die Perspektive für die Profis aufweisen können. So wurde auch der mannschaftliche Erfolg der B- und A-Junioren blockiert, gerade im Vizemeisterjahr der U17 hätte ein starker Stürmer dort das letzte Prozent zum Titel bedeuten können. Nicht müssen, aber können. Lange wurde vermisst, gemeckert, gefordert, dann präsentierte der Verein am [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Werder fehlte es an Stürmern aus den Jahrgängen 1994 und 1995, die Perspektive für die Profis aufweisen können. So wurde auch der mannschaftliche Erfolg der B- und A-Junioren blockiert, gerade im Vizemeisterjahr der U17 hätte ein starker Stürmer dort das letzte Prozent zum Titel bedeuten können. Nicht müssen, aber können.</p>
<p>Lange wurde vermisst, gemeckert, gefordert, dann präsentierte der Verein am jeweils letzten Tag der vergangenen beiden Transferperiodenen einen Neuzugang für den Sturm. Für die beiden verwaisten Jahrgänge. Zwei unterschiedliche Stürmertypen. Mit Perspektive noch dazu. Und Unbekannte sind sie im Nachwuchsbereich auch nicht. Zeit für Lob an die Verantwortlichen und einen Blick auf die beiden jungen Stürmer.</p>
<h2><strong>MARTIN KOBYLANSKI<br />
</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Stürmer, geboren am 8. März 1994 in Berlin, 179cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2012, Vertrag bis Sommer 2014<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U19-Nationalspieler (10 Spiele, 6 Tore) für Polen, insgesamt 51 U-Länderspiele (13 Tore)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 11 Spiele (3 Tore) in der U23, 6 Spiele (1 Tor, 1 Vorlage) in der U19, 1 Spiel für Cottbus II</p>
<p>Martin Kobylanski entspricht auf den ersten Blick nicht der Grunderwartung an einen Spieler, die die Nennung des FC Energie Cottbus als ausbildendem Verein hervorruft. Der 18-Jährige ist eher klein, technisch anspruchsvoll und kein furchteinflößender Defensivterrier. Im Gegenteil, er ist Offensivspieler, kommt gerne aus dem Bereich hinter dem Sechzehner, um in die Spitze zu stoßen oder mit seinen gefährlichen Distanzschüssen den Abschluss zu suchen. Er ist seit der frühesten Jugend im Fokus des DFB und damit auch der größeren Vereine gewesen und hat insbesondere den U-Mannschaften Cottbus&#8217;, ansonsten eher kampfstarken Teams, einen eigenen Stempel aufgedrückt. Gerade dann, wenn Kobylanski mit dem knapp drei Monate älteren Leonardo Bittencourt für Energie Cottbus das Spielfeld betrat, wurde es auffällig. In der B-Jugend gab es eher technisch und spielerisch anspruchsvoll vorgetragene Konter der beiden, die mit wehenden Trikots nach vorne rannten, anstatt mit dreckigen hinten drinstehend die gegnerischen Beine abzugrätschen.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/02/27/werders-talente-teil-8-martin-kobylanski-davie-selke/kobylanskitalente2013/" rel="attachment wp-att-4407"><img title="KobylanskiTalente2013" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/02/KobylanskiTalente2013-300x253.jpg" alt="Über Berlin, Hannover und Cottbus landete Martin Kobylanski Ende August in Bremen." width="300" height="253" /></a><p class="wp-caption-text">Über Berlin, Hannover und Cottbus landete Martin Kobylanski Ende August in Bremen.</p></div>
<p>Bereits als jüngerer Jahrgangsspieler der A-Jugend kam er regelmäßig in der U23 der Cottbuser zum Einsatz. Hinzu kamen drei Einsätze bei der Profimannschaft, direkt danach aber dann auch ein Problem. Gerade aus der B-Jugend aufgestiegen, absolvierte Kobylanski in der vergangenen Spielzeit nämlich kein einziges Spiel für die Cottbuser U19 in der A-Junioren-Bundesliga. Im Zuge des Jugendwahns hypte Profitrainer Claus-Dieter Wollitz Leonardo Bittencourt, das begann mit Sätzen über mögliche Ablösemillionen und endete mit Verletzungen wegen Überbelastung und der Beschwerde des eigenen Kapitäns, dass mit den Bittencourt-Aufstellungen übertrieben werde.</p>
<p>Ebenso übertrieben wirkte daher der Versuch, nach dem Jetzt-Dortmunder auch Kobylanski in die Mannschaft zu pressen. Auch saß der Deutsch-Pole sich daher 14 Mal über 90 Minuten den Hintern auf der Profibank platt, anstatt anderweitig, bspw. in der U19, zu Spielpraxis zu kommen. Das Bamkwärmen passierte vor allem unter Wollitz-Nachfolger Rudi Bommer, der mit Kobylanski genauso wenig warm wurde wie dessen Familie mit dem Trainer. Vater Andrzej spielte jahrelang in Deutschland für Hannover 96 und Energie Cottbus, beklagte im Zuge des Wechsels von Sohn Martin nach Bremen, dass die jungen Talente in Cottbus nur beim Training Bälle und Tore tragen würden, man zu wenig auf sie setze. Der Wunsch nach einer Vereinsveränderung des Sohnes wuchs und wuchs.</p>
<p>Martin ist länderspielerprobt, hat bereits jetzt die meisten U-Länderspiele aller aktuellen Werderspieler absolviert. Der letzte, etwas zaghafte Versuch, ihn zum DFB zu bekehren, endete in der U18 mit zwei Lehrgangsteilnahmen. Nun scheint die Entscheidung für Polen gefallen zu sein, was in Anbetracht der Enge des deutschen U19-Kaders durchaus sinnvoll ist, wo er im Gegensatz zum Stammplatz (und zuletzt sogar der Kapitänsbinde) bei den Polen um einen Kaderplatz kämpfen müsste. Letztlich sind die U-Nationalmannschaften aber auch nicht mehr als Laufstege, die der Marktwertentwicklung helfen, da ist es am Ende des Tages nicht entscheidend, welches Wappen man vor dem Eintritt in den Herrenbereich vornherum spazieren trägt.</p>
<p>Bei der allgemeinen Bewertung kommt ihm der Umstand zugute, als technisch versierter Spieler in einem im Übrigen diesbezüglich eher unterentwickelt geprägten Umfeld herauszuragen. Dies erklärt auch, warum er derzeit noch nicht vollständig in der Lage ist, all das zu zeigen, was in ihm steckt und von ihm erwartet wurde. Die taktische Umstellung auf ein von eigener Spielbeherrschung getragenes Spielsystem benötigt nach seinem Wechsel an die Weser offensichtlich Zeit. Bei den bisherigen Auftritten machte sich wechselseitig ein wenig Ratlosigkeit breit, wo denn nun die Planstelle für Kobylanski gelegen ist. Allein aufgrund seiner Größe ist er kein typischer Keilstürmer. Den hängenden Stürmer gibt es derzeit nicht in den Systemen von U19 bis zu den Profis, die dahinter liegenden Mittelfeldpositionen erfordern ein noch größeres Maß an Umdenken und insbesondere das defensive Umschaltspiel, das ihm bislang größtenteils erspart blieb.</p>
<p>Unterschätzen darf man ihn und seine Entwicklungsmöglichkeiten jedoch nicht. Zum einen zeigt sich die gute Schule, die er bei Cottbus genoss, in seiner Stabilität. Der Kerl kann dagegenhalten und einstecken. Seine Wege führen sehr zielstrebig zum Abschluss und er ist durchaus clever genug, Lücken und Chancen zu erahnen. Seine beste Waffe ist bislang seine bei der Statur eigentlich nicht zu erahnende Schussstärke, die ihn auch als Freistoßschützen zu einer gefährlichen Option macht. Und er setzt seinen Schuss aus der zweiten Reihe auch oft genug ein. Die Schussstärke ist bemerkenswert, zudem sehr wichtig für den weiteren Weg. Der bei Werder ausgebildete Lennart Thy bspw. hat in dem Bereich eine große Schwäche, eine Problematik, die ihm Großes bisher (mit) verwehrte.</p>
<p>Kobylanski ist dazu spielstark, auch mit dem Rücken zum Tor bleibt er anspielbereit, und er ist in der Lage, die Mitspieler einzusetzen. Optionell ist für ihn auch eine Zukunft auf den Außenbahnen denkbar, wo er bspw. für die polnische Nationalmannschaft schon auf der linken Seite aktiv war. Technisch gut und schnell, wie er ist, könnte er hier seine Beidfüßigkeit hervorragend nutzen. Zudem wäre er aufgrund seiner Distanzschüsse nicht eindimensional als Renner und Vorbereiter unterwegs.</p>
<p>Es darf nicht vergessen werden, dass er diese Saison noch A-Jugendspieler ist. Gerade bei ihm gilt die Frage, ob seiner Entwicklung nicht besser Rechnung getragen worden wäre, wenn er vorwiegend in der U19 eingesetzt worden wäre. Das &#8220;fehlende Jahr&#8221; aus Cottbus-Zeiten merkt man ihm ab und an noch an. Bei Werders A-Jugend kam er bisher zu sechs Einsätzen, zuletzt auch etwas durch die vielen ausgefallenen U23-Partien gefördert. Erfreulich, dass er bei seinen dortigen Einsätzen mit seinem Sieges- und Einsatzwillen erhebliche Pluspunkte sammeln konnte. Auch, wenn er diesen Eindruck in Spielen wie bspw. gegen Hannover 96 mit zu wenig Engagement trübte. Den Sprung in den Herrenbereich braucht er nicht, um die körperliche Robustheit anzunehmen, da ist er bereits ansprechend gerüstet. Das Erfassen und Umsetzen der Spielweise wäre für ihn allerdings gewiss leichter und auch erfolgreicher in der Jugendmannschaft, gerade in dieser spielstarken, zu erarbeiten gewesen, bevor er dann mehr und mehr zur U23 gewandert wäre.</p>
<p>Fußballerisch sicher vor den U23-Sturmkonkurrenten Dennis und Max Wegner und in Sachen Zielstrebigkeit vor Onel Hernandez einzuordnen, ist bei den Parametern Sicherheit und dem Spielverständnis der Weg zu den Profis noch recht weit, so dass Özkan Yildirim und Johannes Wurtz ebenso wie die etablierten Stürmer noch vor ihm stehen. Aber er ist der jüngste aus der genannten Garde, und der nachrückende Neuerwerb Davie Selke ist ein anderer Spielertyp, was Kobylanski eine gute Chance gibt, sich zu etablieren.</p>
<p>Sei es, wie es ist, dem SV Werder ist nominell ein überraschender und im Talentbereich namhafter Transfer geglückt. Offensichtlich sind die Erwartungen nicht ins Kraut geschossen, und „Koby“ erhält die notwendige Zeit, um sich zu akklimatisieren und zu entwickeln. Potenzial ist da, das Publikum ist gespannt, die ersten Eindrücke waren ansprechend. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass es offensichtlich für den Spieler selber eine gute Entscheidung war, nach Bremen zu kommen. Auch wenn es auf dem Papier bisher „nur“ ein Wechsel von einem Regionalligateam, Cottbus II, zum anderen war, so ist es hier insbesondere die Spielweise, die offensive Ausrichtung, die der Entwicklung des Stürmers zur jetzigen Zeit mehr bringt und die dem Spieler gute Möglichkeiten bietet, sein Offensivpotenzial auch auszuschöpfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>DAVIE SELKE<br />
</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Stürmer, geboren am 20. Januar 1995 in Schorndorf, 190cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Januar 2013, Vertrag bis Sommer 2015<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U18-Nationalspieler (5 Spiele, 1 Tor), insgesamt 11 U-Länderspiele (3 Tore)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 6 Spiele (4 Tore, 1 Vorlage) in der U19, 13  Spiele (12 Tore, 2 Vorlagen) für Hoffenheim U19</p>
<p>Kann man als Neuling einen besseren Einstand feiern? In seinem ersten Spiel erzielte Davie Selke, noch als Einwechselspieler, den Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen den FC St. Pauli. Auch im Spiel darauf, bei Hannover 96, war er wieder erfolgreich. Doch mit diesem zweiten Spiel begann nach dem gefeierten Debüt auch eine schlechte Phase der Mannschaft.</p>
<p>Der deutlichen und verdienten Niederlage in Hannover folgte eine böse 0:5 Klatsche gegen den VfL Wolfsburg in Bremen. Auch gegen den diese Saison sehr schwachen HSV konnte man zu Hause nicht gewinnen. Den einzigen Treffer im Nordderby markierte aber, natürlich, wieder Selke. Ebenso wie im Spiel danach, einer weiteren Niederlage, dieses Mal gegen Holstein Kiel. Vor knapp zwei Wochen dann gab es ein befreiendes 3:2 gegen Hertha BSC Berlin, seitdem ist Spielpause für Werders A-Junioren.</p>
<p>Und das gibt Zeit, den Neuen genauer zu betrachten. Der im Januar 18 Jahre alt gewordene Stürmer kam am letzten Tag der Winter-Transferperiode von der A-Jugend der TSG Hoffenheim nach Bremen. Schon vorher war zu vernehmen, dass sich Werder mit dem Spieler, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, über einen Wechsel nach der Saison geeinigt hatte. Ab da wurde versucht, Selke schon für die laufende Spielzeit an die Weser zu transferieren. Auch, weil bei Talenten, die frühzeitig anderweitig unterschreiben, die Gefahr besteht, dass sie in ihrem Verein für die Rückrunde nicht mehr berücksichtigt werden. Zuletzt geschehen, als Werder im Frühjahr 2008 Pascal Testroet vom FC Schalke 04 verpflichtete. Der Stammspieler und Toptorschütze der A-Junioren der Gelsenkirchener wurde daraufhin auf die Tribüne verfrachtet.</p>
<div id="attachment_4467" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/04/03/werders-talente-teil-8-martin-kobylanski-davie-selke/selketalente2013/" rel="attachment wp-att-4467"><img class="size-medium wp-image-4467" title="SelkeTalente2013" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/04/SelkeTalente2013-300x276.jpg" alt="Davie Selke bei seinem ersten Werder-Einsatz. 47 Minuten benötigte er für seinen ersten Treffer." width="300" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">Davie Selke bei seinem ersten Werder-Einsatz. 47 Minuten benötigte er für seinen ersten Treffer.</p></div>
<p>Doch zurück zu Davie Selke. Und hin zur Frage, warum er überhaupt den Verein wechselte. Allein auf die A-Jugend kann es ihm nicht ankommen, denn auch bei der TSG war er dort Stammspieler, traf regelmäßig, und die Mannschaft steht sportlich in ihrer Staffel der Bundesliga ähnlich wie Werder da. Auch die Nachwuchsleistungszentren sind von der Qualitätsbewertung nicht so unterschiedlich. Bei der von Werder oft benannten Zertifizierung der Fußball-Leistungszentren durch DFB und DFL sind beide Vereine mittlerweile auch gleichauf, die TSG hat ihren dritten Stern seit letztem Sommer. Die einzig negative Einzelnote gab es für die Hoffenheimer beim Thema „Effektivität und Durchlässigkeit“, wo ein schönes „mangelhaft“ ins Zeugnis geschrieben wurde.</p>
<p>Die Durchlässigkeit und auch Nachhaltigkeit bei Werder ist zwar ebenfalls verbesserungswürdig, aber doch besser als bei der TSG. Auch speziell für Selke. Außer Frage stand seit Längerem, dass vor allem die Jahrgänge nach Niclas Füllkrug, 1994 und 1995, dringend einen Stürmer mit Perspektive für die Profis brauchen. Mit Kobylanski wurde im Sommer der erste Jahrgang bedient, mit Selke dann im Winter der jüngere Jahrgang ebenfalls. Es sei ausdrücklich gelobt, dass dort endlich reagiert wurde bzw. man dort tätig werden konnte.</p>
<p>Dabei soll der bisherige Mittelstürmer der U19, Otis Breustedt, keineswegs kritisiert werden. Als Spieler des jüngeren Jahrgangs gelangen ihm in zwölf Spielen acht Tore, das ist eine gute Quote. Da gab es wenig auszusetzen, aber Selke steigert nicht nur die Qualität nochmals sichtbar, er hat eben auch die dringend gesuchte Perspektive nach oben. Selke soll diese Rückrunde bei der U19 absolvieren, dann im Sommer in den U23-Kader rücken. Für die A-Jugend ist er nächste Saison ebenfalls spielberechtigt, so dass er, sollte er für den Herrenbereich noch etwas Zeit brauchen, unter Trainer Mirko Votava weiter Spielpraxis sammeln kann.</p>
<p>Einsatzzeiten sind auch, so ist zu hören, ein Grund für den Vereinswechsel gewesen. Vor allem perspektivisch. Während Werder ein Vakuum auf seiner Position zu füllen hatte, plant die TSG für ihre U23 in der kommenden Saison mit den beiden 94er-Stürmern Kenan Karaman und Michael Gregoritsch, Letzterer hat zudem einen Profivertrag. Da geht es natürlich nicht nur um reine Einsatzzeiten, sondern auch um die damit verbundene Wertschätzung, die Einstufung in der Hierarchie. Mit Rico Wentsch kam Anfang Januar zudem noch ein weiterer U23-Kaderspieler aus dem gleichen Jahrgang hinzu. Während Karaman und Gregoritsch von Größe und Stürmerart Selke durchaus ähneln, ist die Situation bei Werder besser für ihn: der 92er Johannes Wurtz ist kein typischer Mittelstürmer, der 93er Niclas Füllkrug wird wohl selten bis nie mehr bei der U23 zu finden sein, und der 94er Martin Kobylanski ist ein anderer Spielertyp, wird wie auch zuletzt in der U19 eher mit statt anstelle von Selke in der U23 auflaufen. Bliebe noch Max Wegner, der zwar vor seiner Verletzung in der Regionalligamannschaft gut traf, aber nicht nur aufgrund seiner „schon“ 24 Jahre keine Alternative für oben darstellt und, auch dadurch, eventuell nächste Saison nicht mehr im Kader stehen wird. In den Jahrgängen der B-Jugend, die Selke quasi &#8220;überholen&#8221; könnten, besteht zudem ebenfalls keine Konkurrenzgefahr.</p>
<p>Der Wechsel nach Bremen bedeutet für Davie Selke den neunten (!) Verein seiner Nachwuchskarriere. Der 1995 in Schorndorf geborene und wenige Kilometer weiter in Winterbach aufgewachsene Stürmer, der je ein Elternteil aus Deutschland und aus Äthiopien hat, ist eigentlich ein Paradebeispiel für Hoffenheims „Talente aus der Region“-Gerede. Schorndorf, die sogenannte „Daimlerstadt“ in Baden-Württemberg, die drittgrößte Stadt im Rems-Murr-Kreis. Nach Fellbach und Waiblingen, wo Selke auch für kurze Zeit in den jeweiligen Fußballklubs aktiv war. Ebenfalls aufgelaufen ist er in Stuttgart, sowohl für die Kickers als auch für den VfB. Seit Sommer 2009 spielte er dann in Hoffenheim und galt dort als nicht allzu einfacher Charakter, aber keineswegs als Problemspieler. Ob ihm auch deswegen in Hoffenheim die große Zukunft nicht versprochen wurde, steht zu bezweifeln. Zudem wird es nicht schaden, dass das Talent aus der Region die selbige nun verlassen hat und weit entfernt seines bekannten Umfelds nun auf sich gestellt ist um den nächsten Schritt im Erwachsenwerden zu machen. Ein Winterwechsel übrigens auch deswegen leichter durchzuführen, weil Selke seine Schulbildung bereits abgeschlossen hatte. Bei dem viel diskutierten Wechsel von HSV-Talent Levin Öztunali nach Leverkusen war auch ein Schulwechsel im laufenden Jahr nicht gewünscht und verhinderte daher einen vorzeitigen Wechsel.</p>
<p>Der ist übrigens genauso Nationalspieler wie Davie Selke. Zu DFB-Lehrgängen und Länderspielen wird der Bremer Neuzugang seit knapp zwei Jahren regelmäßig eingeladen, ist fester Bestandteil seines Jahrgangs, wenn auch nur als Ergänzungsspieler, der meist über Einwechslungen zu Spielzeit kommt. Als Mittelstürmer agiert zurzeit Karlsruhes Kevin Akpoguma, der beim Drittligisten ansonsten als Verteidiger aufläuft, in der U18-Nationalmannschaft jedoch nicht nur der bisher Treffsicherste ist, sondern auch die Kapitänsbinde trägt.</p>
<p>Keine leichte Konkurrenz, dafür derzeit aufgrund der Verletzung von Breustedt gar keine Konkurrenz in Bremen. Der hochgewachsene, gar leicht in die Länge gezogen wirkende Selke weiß aber auch ohne Druck bisher zu gefallen. In seiner Position als Mittelstürmer ist er trotz seiner 1,92m glücklicherweise kein limitierter, bulliger Keilstürmer, Wandspieler, oder welche „Befürchtungen“ auch immer bei großen Stürmern mitkommen. Im Gegenteil, die langen Beine machen einen beweglichen Eindruck, er wirkt leichtfüßig.</p>
<p>Sein Revier ist natürlich trotzdem der Strafraum, dort lauert er, dorthin ist sein Blick justiert und dorthin zieht er bei jeder Möglichkeit. Ein Mittelstürmer reinsten Wassers, der stets den Abschluss sucht, einen deutlich ausgeprägten Torinstinkt offenbart und es bei all dem dennoch schafft, den Kopf fast immer oben zu halten. Das hilft ihm in unübersichtlichen Situationen ruhig zu bleiben, sich entsprechend zu positionieren und an den Ball zu kommen. Mit dem Ball am Fuß bringt er brauchbare fußballerische Möglichkeiten und genug Spielwitz mit, um Raum für kreative Möglichkeiten zu haben.</p>
<p>Wir werden ihn nur selten dabei beobachten, wie er versucht, das Spielgerät durch drei Gegenspieler hindurchzuzwingen, jedoch umso öfter die Versuche bewundern, sich eine bessere Position zu verschaffen. Insbesondere bei der Wahrnehmung des Spiels hat Selke Qualität, sein Agieren und Reagieren auf Gegenspieler und Räume wecken Hoffnungen auf mehr. Er bietet die wichtigen Läufe in den Rücken der Abwehr, insbesondere in die Schnittstelle zwischen den Innenverteidigern. Er nutzt Freiräume, macht sich immer wieder anspielbar. Seine Laufwege sind eine Stärke, die dem Spiel der Bremer A-Jugend gut tut, auch wenn die Spielergebnisse mit ihm dieses Jahr noch nicht durchgehend überzeugend waren. Die Lauf- sowie die Passwege verbessern sich mit der Zeit, Selke gewöhnt sich an die Spielweise des SV Werder, auch an die Mitspieler. Gerade mit passstarken Spielern wie Hilßner oder von Haacke, oder auch im Zusammenspiel mit Schwede ist da noch Potenzial für mehr.</p>
<p>Ein wenig überraschend bei seiner Größe ist sein mangelndes Kopfballspiel. Obgleich er angstfrei den Kopfball sucht, ist hier noch ordentlich Entwicklung zu vollziehen, denn in der Höhe muss von einem Stürmer, gerade von seiner Statur, mehr verlangt werden können, insbesondere bei Standards. Durch diesen Mangel ist seine an sich sehr gute Tor- sowie regelmäßige Trefferquote doch eingeschränkt, denn aufgrund seiner Physis hätte er sonst gerade im Nachwuchsbereich noch deutlich häufiger netzen können.</p>
<p>Zu verbessern ist auch sein Spiel mit dem Ball am Fuß, zu oft bleibt er hängen und wirkt, als unterschätze er den Gegner, als sei es stets ein Kinderspiel, an ihnen vorbeizutänzeln. Hier kann ein Blick auf den Nebenmann von Zeit zu Zeit den Ballverlust verhindern. Ein wenig mehr Dynamik wird sich mit einem entwicklungsbedingten Körperzuwachs einstellen, und dann ist der Neuzugang recht gut gerüstet für weitere Aufgaben. Wobei der 18-Jährige gerade in punkto Körperspannung Licht und Schatten offenbart. Mal ist er dermaßen intensiv im Spiel, dass er dynamisch, engagiert wirkt, der Wille und die Emotionen spürbar sind. Wenige Augenblicke später ist er dann unbeteiligt, lässt den Kopf hängen, schläft beinahe beim Laufen ein. Und wenn man sich darüber am Spielfeldrand aufregt, ist er in der nächsten Szene plötzlich wieder lebendig, treibt sogar mal seine Mitspieler an, geht entschlossen vorweg.</p>
<p>Wenn er den Sprung in die Bundesliga schaffen will, braucht er durchgehendes Engagement. Die Schaffenspausen sind aber in der B- und auch A-Jugend nicht sonderlich außergewöhnlich. Verbessern muss er sich da trotzdem, vor allem, weil er zeigt, dass er mit Energie wertvoll ist. Auch lernen wird er im U19-System, dass dieses auf schnellem Passspiel und weniger langen Läufen mit dem Ball beruht, die Läufe kann er dann bei den Profis wieder aufnehmen. Oder sich bis dahin aufgrund von Erfahrung in der Balance zwischen dem Tunnelblick Richtung Tor und dem Überblick für die Gesamtsituation und Blick auf seine Mitspieler verbessern.</p>
<p>Während er durchaus drahtig agieren kann, wird er natürlich noch körperlich zulegen müssen, um schon ab Sommer für die U23 im Herrenbereich spielen zu können und in den Zweikämpfen nicht unterzugehen, weil ihm die Masse fehlt. Auch sein Schuss dürfte davon profitieren, die reine Schusskraft ist angemessen, aber keine offensichtliche Stärke.</p>
<p>Angemessen ist auch seine bisherige Torquote im Werdertrikot, obwohl er bei etwas überlegterem Spiel vor dem Tor durchaus noch eine bessere Ausbeute hätte erzielen können. Gerade hier aber wird Erfahrung weiterhelfen. Gönnen wir ihm jedoch die Eingewöhnungszeit und bauen darauf, dass er sich mit der Erfahrung entwickeln wird. Den Vergleich mit anderen deutschen Stürmern seines Jahrganges braucht er wahrlich nicht zu scheuen. Er hat zudem allein durch den Willen, den Torabschluss zu finden, gute Anlagen, ebenso machen seine Physis und sein Spielverständnis Hoffnung, dass sich hinter Füllkrug mit Davie Selke ein perspektivisch interessanter Spieler für die Sturmspitze in Bremen entwickelt.</p>
<p>Sein bisher wohl schönstes Tor gelang ihm übrigens gegen den Hamburger SV. Und Stürmer, die gegen Vereine aus der Hansestadt Hamburg Siegtreffer erzielen oder Tore zum Zungeschnalzen präsentieren, sind grundsätzlich nicht sonderlich unbeliebt in Bremen.</p>
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<p><strong><em>WorumWiki-Profile der Spieler:</em></strong><br />
<a href="http://wiki.worum.org/index.php?title=Martin_Kobylanski"><em>Martin Kobylanski</em></a><br />
<em><a href="http://wiki.worum.org/index.php?title=Davie_Selke">Davie Selke</a><a href="http://wiki.worum.org/index.php?title=Richard_Strebinger"><br />
</a></em></p>
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<p><strong><em>WorumBlog-Talentreihe 2013:</em></strong><br />
<em><a href="http://blog.worum.org/2013/01/24/nachwuchs-round-up-2013/">Nachwuchs Round-up 2013</a></em><br />
<em><a href="http://blog.worum.org/2013/02/03/werders-talente-teil-1-aycicek-fullkrug-rocker-yildirim/">Talente, Teil 1: Aycicek, Füllkrug, Röcker &amp; Yildirim</a></em><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/05/werders-talente-teil-2-marnon-busch-alexander-hahn/"><em>Talente, Teil 2: Marnon Busch &amp; Alexander Hahn</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/07/werders-talente-teil-3-lukas-frode-marcel-hilsner/"><em>Talente, Teil 3: Lukas Fröde &amp; Marcel Hilßner</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/09/werders-talente-teil-4-julian-von-haacke-tobias-schwede/"><em>Talente, Teil 4: Julian von Haacke &amp; Tobias Schwede</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/11/werders-talente-teil-5-leon-lingerski-luca-zander/"><em>Talente, Teil 5: Leon Lingerski &amp; Luca Zander</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/13/werders-talente-teil-6-kevin-otremba-richard-strebinger/"><em>Talente, Teil 6: Kevin Otremba &amp; Richard Strebinger</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/15/werders-talente-teil-7-onel-hernandez-johannes-wurtz/"><em>Talente, Teil 7: Onel Hernandez &amp; Johannes Wurtz</em></a></p>
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<p><em>Die Fotos wurden von Worum-Usern zur Verfügung gestellt.</em></p>
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]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Worum-Podcast, Teil X (27. Februar 2013)</title>
		<link>http://blog.worum.org/2013/02/27/worum-podcast-teil-x-27-februar-2013/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2013 15:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rondu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens seitdem es das Worum gibt, kann sich jeder Fan gerade zwischen den Spielzeiten immer ein Bild über den aktuellsten Stand der Transfergerüchte machen. Egal, ob man sich Infos über die gehandelten Spieler im Bereich Neuverpflichtungen holt und über Sinn oder Unsinn eines Transfers diskutiert, oder ob man sich einfach nur einen Überblick über die Pressemeldungen zu den vagen Gerüchten [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4440" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/02/27/worum-podcast-teil-x-27-februar-2013/podcast01-10/" rel="attachment wp-att-4440"><img class="size-medium wp-image-4440" title="podcast01" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/02/podcast011-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Der Worum-Podcast &#8211; Der zehnte Teil ist online</p></div>
<p>Spätestens seitdem es das Worum gibt, kann sich jeder Fan gerade zwischen den Spielzeiten immer ein Bild über den aktuellsten Stand der Transfergerüchte machen. Egal, ob man sich Infos über die gehandelten Spieler im Bereich <a href="http://worum.org/forums/66-Neuverpflichtungen">Neuverpflichtungen</a> holt und über Sinn oder Unsinn eines Transfers diskutiert, oder ob man sich einfach nur einen Überblick über die Pressemeldungen zu den vagen Gerüchten über mögliche Transfers im Thread <a href="http://worum.org/threads/216-Infopool-Diverse-Spieler">[Infopool] Diverse Spieler</a> verschafft &#8211; das Worum hat bislang immer dafür gesorgt, dass der geneigte Werder-Fan auf dem aktuellsten Stand war.</p>
<div></div>
<div>Mit dem &#8220;Worum-Podcast&#8221; wollen wir zum einen die User in komprimierter Form auf den aktuellsten Stand über Infos rund um den Klub bringen (egal, ob Transfer-News, Ergebnis-Updates aus dem Nachwuchs-Bereich oder exklusive Geschichten und Informationen aus dem Umfeld des Vereins) und zum anderen auch bislang noch nicht registrierte Internet-Nutzer für das Worum interessieren.</div>
<p>Der Plan sieht vor, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ein Audio-Angebot für alle Interessierten zur Verfügung zu stellen und so auch die Fans auf den aktuellsten Stand zu bringen, die weniger Zeit im Worum verbringen. Wir hoffen, euch gefällt das neue Angebot. Viel Spaß damit!</p>
<p><strong>Folge X des Worum-Podcasts, veröffentlicht am 27. Februar 2013:</strong></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/EYCdTw3EUDM?list=PLECBD010732021376" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe><br />
<a href="http://worum.org/forums/63-Mannschaft">- Das Mannschafts-Board für die Profis im Worum</a></p>
<p><a href="http://worum.org/threads/5609-Diskussion-Diverse-Spieler-vages-Interesse">- Der Diskussions-Thread für das Interesse an diversen Neuverpflichtungen im Worum</a></p>
<p>Für Ideen, Kritik und Anregungen sind wir euch selbstverständlich dankbar &#8211; schreibt uns dazu im <a href="http://worum.org/threads/5715-Worum-Podcast-–-aktuell-Folge-V-(19-Juli-2012)">Worum-Podcast-Thread</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Werders Talente, Teil 7: Onel Hernandez &amp; Johannes Wurtz</title>
		<link>http://blog.worum.org/2013/02/15/werders-talente-teil-7-onel-hernandez-johannes-wurtz/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2013 10:03:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Worum-Team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spieler]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Saarbrücken]]></category>
		<category><![CDATA[Talente]]></category>
		<category><![CDATA[U17]]></category>
		<category><![CDATA[U19]]></category>
		<category><![CDATA[u23]]></category>
		<category><![CDATA[Werder]]></category>
		<category><![CDATA[Worum]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Sommer holte Werder für die U23 vier neue Offensivspieler, unter ihnen mit Onel Hernandez einen flinken Außenbahnspieler von Arminia Bielefeld. Aus der gleichen Spielklasse, der dritten Liga, kam Johannes Wurtz nach Bremen, der zudem regelmäßig bei den Profis mittrainiert. Kann es einer der beiden aber auch bei den Profis packen? ONEL HERNANDEZ Eckdaten: Rechtsaußen, geboren am 1. Februar 1993 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sommer holte Werder für die U23 vier neue Offensivspieler, unter ihnen mit Onel Hernandez einen flinken Außenbahnspieler von Arminia Bielefeld. Aus der gleichen Spielklasse, der dritten Liga, kam Johannes Wurtz nach Bremen, der zudem regelmäßig bei den Profis mittrainiert. Kann es einer der beiden aber auch bei den Profis packen?</p>
<h2><strong>ONEL HERNANDEZ<br />
</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Rechtsaußen, geboren am 1. Februar 1993 in Moron/Kuba, 172cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2012, Vertrag bis Sommer 2014<br />
<strong>Nationalelf:</strong> kein aktueller U-Nationalspieler, insgesamt 1 U-Länderspiel<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 19  Spiele (7 Vorlagen) in der U23</p>
<p>In Kuba geboren, aus Bielefeld an die Weser geholt – das klingt nach purer Exotik, nach lateinamerikanischer Spielfreude, gepaart mit deutscher Effizienz. Zuerst die gute Nachricht: Hernández ist schnell, wirklich schnell, und ein guter Techniker dazu. Es macht Spaß zu sehen, wie er sich den Ball schnappt, seinen drahtigen Körper nach vorne beugt und mit dem Spielgerät am Fuß einen gewaltigen Antritt durch ein, zwei, drei Gegenspieler hinlegt. Dann ist er vorbei, hat die Bahn vor sich, in der Mitte laufen sich die Mitspieler frei und dann …</p>
<p>… kommen wir zur schlechten Nachricht. Diese variiert von Situation zu Situation: manchmal landet die Flanke beim Gegner, manchmal hinter dem Tor, manchmal lauert Gegenspieler Nummer zwei, drei oder vier und dann und wann mündet die Aktion sogar in einem Abschluss, für den sich selbst Marko Marin in Grund und Boden geschämt hätte. Das hindert den Außenbahnspieler aber nicht daran, es wieder und wieder zu versuchen – und wieder und wieder und wieder. Währenddessen schüttelt Marnon Busch auf der Außenbahn freistehend resigniert den Kopf und trottet zurück auf seine Position.</p>
<div id="attachment_4404" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/02/15/werders-talente-teil-7-onel-hernandez-johannes-wurtz/hernandeztalente2013/" rel="attachment wp-att-4404"><img class="size-medium wp-image-4404 " title="HernandezTalente2013" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/02/HernandezTalente2013-300x251.jpg" alt="Kam in der Hinrunde zu zwei Testspieleinsätzen bei den Profis: Onel Hernandez" width="300" height="251" /></a><p class="wp-caption-text">Kam in der Hinrunde zu zwei Testspieleinsätzen bei den Profis: Onel Hernandez</p></div>
<p>Ist man als Zuschauer anfangs noch begeistert von der Technik und Geschwindigkeit des Dribblings, wirkt die Eindimensionalität von Hernández&#8217; Spiel schnell ermüdend. Eine Entwicklung der Zuschauermeinung, die aus Bielefeld bekannt ist. Dort debütierte er als 17-Jähriger im Jahre 2010 bei der heimischen Arminia in der zweiten Liga, entzückte mit erfrischendem Wirbel. Umso mehr Auftritte, umso mehr verflog die Hoffnung. Zu oft das Gleiche, dabei zu wenig Effizienz, zu wenig Ideen, zu wenig Kreativität in Strafraumnähe, zu wenig Torgefahr, zu wenig Spielintelligenz im Allgemeinen.</p>
<p>Zugegeben, sieben Torvorlagen in 18 Spielen im ersten Halbjahr sind keine schlechte Bilanz für einen Offensivspieler, bedenkt man aber die schiere Anzahl der Versuche, relativiert sich diese Zahl. Das ist sehr schade, da dieser eklatante Mangel an Effektivität und Gradlinigkeit gepaart mit zu vielen falschen Entscheidungen am Ende seiner Dribblings das Spiel dieses sehr talentierten jungen Mannes zerstört, der in Sachen Ballführung, Technik und Geschwindigkeit durchaus Profifußballniveau hat.</p>
<p>Auf der Habenseite steht, dass Hernández vor knapp zwei Wochen erst seinen 20. Geburtstag feierte. Wenn es ihm gelingt, sein Dribbling besser zu dosieren und gelegentlich auch mal den Kopf hochzunehmen, dann wäre zumindest der Anfang getan, die Entscheidungsfindung deutlich zu verbessern. Zudem wird Routine für weitere Fortschritte sorgen, die auch in anderen Bereichen notwendig sind, um sein Spiel variabler und effektiver zu machen.</p>
<p>Dann hat er als Stereotyp des schnellen Außenbahnspielers eine Zukunft. Der Weg in die Bundesliga, noch dazu bei einem ambitionierten Team wie Werder, dürfte aufgrund seiner uneffektiven Spielweise allerdings vernagelt bleiben. Denn auch wenn Luft nach oben attestiert werden kann, so erscheint hier die Handlungsschnelligkeit und das Spielverständnis zu gering. Für die U23 ist Hernández aber, auch wegen des Systemwechsels im Sommer, durchaus eine Bereicherung.</p>
<h2><strong>JOHANNES WURTZ<br />
</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Stürmer / offensives Mittelfeld , geboren am 19. Juni 1992 in Saarbrücken, 183cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2012, Vertrag bis Sommer 2014<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U20-Nationalspieler (3 Spiele), insgesamt 3 U-Länderspiele<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 18  Spiele (12 Tore, 1 Vorlage) in der U23</p>
<p>Johannes Wurtz kam vor der Saison aus Saarbrücken, wo er als Neunzehnjähriger in der dritten Liga eine bemerkenswerte Runde spielte: Als Pendler zwischen Startelf und Jokerdasein brachte er es auf respektable neun Tore und sechs Vorlagen.</p>
<p>Grund genug für Werder, ihn im Sommer an die Weser zu locken, wo er über die U23 und regelmäßige Teilnahmen am Profitraining an die Bundesligamannschaft herangeführt werden sollte, in deren Kader er es in der Hinrunde auch bereits zweimal schaffte, allerdings ohne tatsächlich zum Einsatz zu kommen.</p>
<div id="attachment_4403" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/02/15/werders-talente-teil-7-onel-hernandez-johannes-wurtz/wurtztalente2013/" rel="attachment wp-att-4403"><img class="size-medium wp-image-4403 " title="WurtzTalente2013" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/02/WurtzTalente2013-300x264.jpg" alt="Kopf hoch, Johannes Wurtz: drei Tore waren ein guter Start ins neue Jahr. Aber: alle seine Treffer fielen gegen schwächere Teams aus der Liga" width="300" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Kopf hoch, Johannes Wurtz: drei Tore waren ein guter Start ins neue Jahr. Aber: alle seine Treffer fielen gegen schwächere Teams aus der Liga</p></div>
<p>Auf Platz 11, der Heimspielstätte der U23, war Wurtz hingegen unumstrittene Stammkraft, zumeist als offensivster der drei Mittelfeldspieler, gelegentlich auch als Sturmspitze. Das Vertrauen der Verantwortlichen rechtfertigte der gebürtige Saarbrücker mit neun Treffern im ersten Halbjahr.</p>
<p>Vom Stil her ist Wurtz ein minimalistischer Spieler, der, obwohl technisch stark, fast gänzlich ohne Kabinettstückchen und Dribblings auskommt. Er sucht, wenn möglich, stets das schnelle Abspiel und den trockenen Torabschluss. Seine Schusstechnik ist sehr gut, präzise und hart, im Passspiel ist er zwar um schnelle Ballzirkulation bemüht, aber oft noch etwas ungenau. Kopfballspiel und Arbeit gegen den Ball sind auf ordentlichem Niveau, mehr aber auch nicht.</p>
<p>Sein Spiel wirkt sehr cool, fast schon klinisch, wenn er einen guten Tag hat und die Aktionen sitzen, allerdings auch leicht langweilig und emotionslos, wenn ihm Präzision und Timing abgehen. Das macht es dem Zuschauer schwer, ihn als Spieler wirklich ins Herz zu schließen, da es stets ein bisschen so wirkt, als würde er die unbedingte Leidenschaft für das Spiel vermissen und das Spiel gerne an sich vorbei plätschern lassen. Ein durchgehendes Engagement über die gesamte Spieldauer wäre zu wünschen.</p>
<p>Im Profitraining weiß er besonders bei Kleinfeldspielen zu beeindrucken, wo ihm sein Gespür für den schnellen Abschluss und seine Präzision zugutekommen. Hier zeigt er die gleichen Eindrücke, die ihn in Saarbrücken interessant werden ließen und weswegen Werder Hoffnung hat, den 20-Jährigen in die Bundesliga zu bringen: er ist handlungsschnell, ein wichtiges Kriterium im heutigen Fußball.</p>
<p>Sollte es Wurtz gelingen, sich mehr in das Spiel seiner Mannschaft einzubringen, präsenter zu werden, mehr Aktionen zu haben, sein Phlegma abzustreifen, so könnte er durchaus eine Zukunft im Profikader des SV Werder haben. Die Rückrunde auf Platz 11 wäre eine gute Gelegenheit, damit zu beginnen. Durch den langfristigen Ausfall von Niclas Füllkrug kann er sich im Trikot der U23 für einen Teil der füllkrugschen Bundesliga-Minuten bewerben. Beim Pflichtsieg gegen Victoria Hamburg waren drei Tore ein guter Anfang für die diesjährigen Bewerbungsunterlagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>WorumWiki-Profile der Spieler:</em></strong><br />
<a href="http://wiki.worum.org/index.php?title=Onel_Hernandez"><em>Onel Hernandez</em></a><br />
<em><a href="http://wiki.worum.org/index.php?title=Johannes_Wurtz">Johannes Wurtz</a><a href="http://wiki.worum.org/index.php?title=Richard_Strebinger"><br />
</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>WorumBlog-Talentreihe 2013:</em></strong><br />
<em><a href="http://blog.worum.org/2013/01/24/nachwuchs-round-up-2013/">Nachwuchs Round-up 2013</a></em><br />
<em> <a href="http://blog.worum.org/2013/02/03/werders-talente-teil-1-aycicek-fullkrug-rocker-yildirim/">Talente, Teil 1: Aycicek, Füllkrug, Röcker &amp; Yildirim</a></em><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/05/werders-talente-teil-2-marnon-busch-alexander-hahn/"><em>Talente, Teil 2: Marnon Busch &amp; Alexander Hahn</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/07/werders-talente-teil-3-lukas-frode-marcel-hilsner/"><em>Talente, Teil 3: Lukas Fröde &amp; Marcel Hilßner</em></a><br />
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<em><a href="http://blog.worum.org/2013/02/13/werders-talente-teil-6-kevin-otremba-richard-strebinger/">Talente, Teil 6: Kevin Otremba &amp; Richard Strebinger</a><br />
</em></p>
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<p><em>Die Fotos wurden von Worum-Usern zur Verfügung gestellt.</em></p>
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		<title>Werders Talente, Teil 6: Kevin Otremba &amp; Richard Strebinger</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2013 09:36:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Worum-Team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach zwölf Spielern, die schon länger im Verein sind, geht es heute an die ersten Neuzugänge aus dem Sommer 2012. Richard Strebinger und Kevin Otremba kamen beide aus Berlin an die Weser, sind beide im Tor zuhause und derzeit die Nummer 3 und Nummer 4 des SVW. KEVIN OTREMBA Eckdaten: Torhüter, geboren am 18. Juni 1994 in Berlin, 195cm groß [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach zwölf Spielern, die schon länger im Verein sind, geht es heute an die ersten Neuzugänge aus dem Sommer 2012. Richard Strebinger und Kevin Otremba kamen beide aus Berlin an die Weser, sind beide im Tor zuhause und derzeit die Nummer 3 und Nummer 4 des SVW.</p>
<h2><strong>KEVIN OTREMBA<br />
</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Torhüter, geboren am 18. Juni 1994 in Berlin, 195cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2012, Vertrag bis Sommer 2016<br />
<strong>Nationalelf:</strong> kein aktueller U-Nationalspieler<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 11 Spiele in der U19, 2 Spiele in der U23</p>
<div id="attachment_4400" class="wp-caption alignright" style="width: 282px"><a href="http://blog.worum.org/2013/02/13/werders-talente-teil-6-kevin-otremba-richard-strebinger/otrembatalente2013/" rel="attachment wp-att-4400"><img class="size-medium wp-image-4400 " title="OtrembaTalente2013" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/02/OtrembaTalente2013-272x300.jpg" alt="Letzte Saison nur 3 Spiele für Herthas U19, diese Saison Stammkeeper und U23-Einsätze. Für Torhüter Kevin Otremba hat sich der Wechsel gelohnt. Für Werder auch." width="272" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Letzte Saison nur 3 Spiele für Herthas U19, diese Saison Stammkeeper und U23-Einsätze. Für Torhüter Kevin Otremba hat sich der Wechsel gelohnt. Für Werder auch.</p></div>
<p>In der Sommerpause wurde auf der Torhüterposition der U19 aufgeräumt. Es kamen mit Kevin Otremba und Eric Oelschlägel zwei Torhüter mit mehr Körpergröße, die auch mehr Perspektive als ihre Vorgänger aufzuweisen hatten. Otremba floh, wie U23-Stammkeeper Richard Strebinger von der Berliner Hertha nach Bremen und hat bis zur U19, zuletzt nur sporadisch (drei Einsätze), das Tor des Hauptstadtklubs gehütet. Groß gewachsen, wie es sich für einen Torwart gehört, hat er sich zur Nummer eins, noch vor dem aus dem jüngeren Jahrgang stammenden Oelschlägel etabliert.</p>
<p>Das Pech des Einen ist im Sport das Glück des Anderen. Durch die Verletzung von Raphael Wolf und dem Aufrücken von Strebinger zur derzeitigen Nummer zwei der Profis, rutschte Otremba im letzten Vorrundendrittel zwischen die Pfosten der U23 und durfte die Wintervorbereitung der Profis in Belek mitmachen. Ein offensichtliches Zeichen, dass der gebürtige Berliner hoch im Kurs steht. Eine U19-Lehrgangsberufung zum DFB rundet einen erfolgreichen Wechsel ab.</p>
<p>Der Kerl ist ein echter Riese und mit 1,95m Körpergröße genau das, was Thomas Schaaf und Thomas Wolter an Torhütern lieben. Für seine Größe ist Otremba beweglich wie ein Gibbon und mutig genug, sich anstürmenden feindlichen Horden entgegenzuwerfen. Seine Leistungsbilanz in der A-Jugend ist herausragend, er hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil an den bisher nur 14 Gegentoren des Teams, indem er viele Großchancen zu vereiteln wusste.</p>
<p>Ein wenig überraschend ist seine Entwicklung schon und augenscheinlich hat da jemand gut hingeschaut. Noch vor zwei Jahren war das Fußballspiel von Otremba so unterentwickelt, dass er damit keinesfalls für höhere Aufgaben anstand. In diesem Bereich hat er sehr viel gearbeitet und sich an ein adäquates A-Junioren-Niveau herangekämpft. Luft nach oben bleibt hier, wenn Druck auf ihn ausgeübt wird, zeigen sich die spielerischen Unsicherheiten manchmal doch, Otremba ist jedoch klug genug, keine Faxen zu machen und nötigenfalls den Ball ins Aus zu dreschen.</p>
<p>Verbessern muss er seine Strafraumbeherrschung, ein sehr wichtiger Bewertungsfaktor für Entscheidungen für und gegen einen Torwart im Herrenbereich. Trotz seiner Größe verlässt er die Linie gerade bei Standards ungern. Da wird er unbedingt ran müssen und sollte dies, soweit er in der U19 trainiert und eingesetzt wird, dort verbessern, denn das ist die Spielwiese, in der ein Danebengreifen entschuldigt wird und am Timing gearbeitet werden kann.</p>
<p>Bislang ein erfreulicher Transfer, der der Defensive der U19 zu großer Sicherheit verholfen hat und dessen weitere Entwicklung man mit Spannung betrachten wird. Erarbeitet er sich weiter solche Leistungssprünge wie aus der U17 heraus, so hat er durchaus eine Zukunft in Bremen – langfristig unter Vertrag steht er sowieso bereits. Die Notwendigkeit, an sich zu arbeiten, sollte er trotz der vorzeitigen U23-Einsätzen verinnerlicht haben, derzeit ist er mehr Jugend- als Seniorentorwart. Aber nah dran ist er.</p>
<h2><strong>RICHARD STREBINGER<br />
</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Torhüter, geboren am 14. Februar 1993 in Wiener Neustadt/Österreich, 194cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2012, Profivertrag bis Sommer 2014<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U21-Nationalspieler (2 Spiele) für Österreich, insgesamt 18 U-Länderspiele<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 15 Spiele in der U23</p>
<p>Richard Strebinger war letzte Saison in Berlin noch einem starken Konkurrenzkampf mit Philip Sprint aus dem gleichen Jahrgang ausgesetzt, den er gewann, sodass er sich mehr Spielanteile bei der Herthaner Regionalligamannschaft erarbeitete. Sprint bekam den Stammkeeperposten in der U19, wo beide Torhüter letzte Saison noch spielberechtigt waren.</p>
<p>Im Zuge der Herthaner Unklarheit für die Zukunft, was den Posten des Profitrainers sowie die Ligenzugehörigkeit anging, verliefen die Vertragsgespräche im Frühjahr sehr langsam, einige Talente sahen sich nach neuen Klubs um. Dazu gehörte auch Strebinger, an dem Werder im Wissen des auslaufenden Vertrages bereits seit Saisonbeginn baggerte. Es zahlte sich schlussendlich aus, der nächste Österreicher fand den Weg nach Bremen, Strebinger unterschrieb einen Profivertrag, gültig bis Sommer 2014. Für den morgen seinen 20. Geburtstag feiernden Torhüter war insbesondere wichtig, unbedingt den nächsten Schritt für die Entwicklung zu machen. Als notwendig sah man dabei an, dass er einen Profivertrag bei einem Erstligisten bekommt, damit er im dortigen, regelmäßigen Profitraining auf deutlich höherem Niveau gefordert und gefördert wird. Ein Faktor, dessen Wichtigkeit in der Fanmeinung meist unterschätzt wird. Während Strebingers ehemaliger Konkurrent Sprint mittlerweile aufgrund von Verletzungen und Sperren der Hertha-Torhüter auf zwei Einsätze in der 2. Bundesliga zurückblicken kann, ist der Werdegang des Österreichers in den ersten Werder-Monaten nicht weniger beachtenswert verlaufen.</p>
<p>Der gebürtige Wiener war aufgrund des „Übergangsjahres“ von Christian Vander (ab Sommer Torwarttrainer) von Anfang an der klare neue Stammtorhüter in der Bremer U23. Auch in der Nationalmannschaft schaffte er den Sprung aus der U19 direkt in die U21, wo er im November sein Debüt gegen Griechenland gab. Aufgrund der Verletzung von Hannovers Nummer drei, Samuel Radlinger, hat Strebinger gute Aussichten auf weitere Einsätze, musste allerdings in der letzten Länderspielpause angeschlagen zuschauen. Das machte er von der Bank aus in Stuttgart zum siebten Mal auch bei Werders Bundesligateam, wo er den verletzten Raphael Wolf vertrat. Dass der 24-Jährige, der vor der Saison aus Kapfenberg nach Bremen kam, mittelfristig sowieso Strebinger den Vortritt lassen muss, wenn es um die Nummer 1 bzw. Mielitz-Konkurrenz geht, ist eine nicht selten zu hörende Fanmeinung, auch beim Verein soll man zumindest von der Perspektive des Österreichers sehr angetan sein.</p>
<div id="attachment_4399" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/2013/02/13/werders-talente-teil-6-kevin-otremba-richard-strebinger/strebingertalente2013/" rel="attachment wp-att-4399"><img class="size-medium wp-image-4399 " title="StrebingerTalente2013" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2013/02/StrebingerTalente2013-300x213.jpg" alt="Einer von vier Österreichern im Profikader: Torwart Richard Strebinger, der morgen seinen 20. Geburtstag feiert. " width="300" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">Einer von vier Österreichern im Profikader: Torwart Richard Strebinger, der morgen seinen 20. Geburtstag feiert.</p></div>
<p>Und das auch, obwohl es nie leicht ist, Torhüter zu bewerten. Sowohl den Entwicklungsstand als auch die Luft nach oben. Gerade in der Regionalliga und auch gerade dann, wenn man dem Gegner überlegen ist (oder sein sollte) und der Torhüter kaum Arbeit hat. Es gibt aber trotz der fehlenden Möglichkeiten, sich auszuzeichnen, dennoch die schaafschen „Dinge“, die auffallen. Seine starken fußballerischen Fähigkeiten sind hier zu nennen, er versucht nicht, den Libero zu spielen, ist aber anspielbereit und verarbeitet dabei die Bälle gut und leitet sie weiter. Ohne Show, schnörkellos.</p>
<p>Auch seine Kommunikation mit Mitspielern ist lobenswert. In Bremen weiß man als Zuschauer von Spielen der Nachwuchsmannschaften seit Tom Neukam, dass es durchaus nervig sein kann, wenn da hinten einer versucht, den zweiten Trainer zu machen. Strebingers Ansagen kommen aber immer auf den Punkt, wie er dirigiert und neu zusammensetzt: nicht zu viel und nicht zu wenig. Und die Mannschaft setzt die Kommandos, die Strebinger mit allerfeinstem und deutlich hörbarem Wiener Akzent brüllt, um.</p>
<p>Herausstechend ist des Weiteren seine Strafraumbeherrschung. In dem Alter ist es oft nicht unüblich, das sie noch nicht ausgeprägt ist, starke Ansätze sich hier, mangelnde Erfahrung da bemerkbar macht. Meist ist es schlicht eine Sache der fehlenden Spielpraxis auf entsprechendem Niveau, aber Strebinger hat ein unglaublich gutes Gespür dafür, wann er den Ball auch wirklich bekommt und diesen auch schnell für Konter weiterverarbeiten kann. Eine weitere Stärke sind seine Reflexe, eine für größere Aufgaben notwendige, ausgeprägte Schnellkraft ist sichtbar. Es gab in den letzten Jahren trotz vieler Rettungstaten von Torhütern wie Mielitz oder Wiedwald selten Szenenapplaus für einen Torhüter auf Platz 11, Strebinger hat ihn diese Saison mehrfach erhalten. Unvergessen, wie er, bei einer Großchance des Gegners bereits auf dem Boden liegend, blitzschnell wieder auf den Beinen war und einen Ball doch noch über das Tor faustete. Auch im Eins-gegen-Eins zeigte er immer wieder sein Können und verhinderte Gegentore.</p>
<p>Bei allem Lob muss man allerdings festhalten, dass es von der Regionalliga zur Bundesliga ein Riesensprung ist. Ob Strebinger diesem Sprung bereits jetzt, bei einem eventuellen Ausfall von Mielitz, gewachsen wäre, sei dahingestellt. Zum Ende der Hinrunde wurde nicht nur die U23 schwächer, auch Strebinger wackelte hier und da, patzte auch. Einem Torwart hilft nicht nur dann vor allem immer eins, und das ist Spielpraxis, mehr und mehr Erfahrung sammeln.</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, wie sich im Sommer die Torhüterposition bei Werder darstellen wird. Sebastian Mielitz spielt solide, ist aber auch nicht außerhalb der Kritik. Nicht unnormal allerdings für das erste Jahr als Stammtorhüter in der Bundesliga. Raphael Wolf konnte in der Sommervorbereitung nicht viel Werbung für sich machen, scheint zu weit von Mielitz entfernt zu sein. Bleiben beide? Wie weit ist Strebinger dann schon? Durchaus möglich, dass er ab dem nächsten Norderney-Aufenthalt Werders ernsthaft im Rennen um die Nummer eins ist. Sicher vorauszusagen ist das nicht. Aber es ist alles andere als schlecht, sagen zu können, dass der in seinen Fähigkeiten ziemlich komplette Österreicher das Zeug dazu hat, ein guter Vertreter zu werden und mittelfristig zwischen den Pfosten eines Bundesligatores zu landen.</p>
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<p><strong><em>WorumWiki-Profile der Spieler:</em></strong><br />
<a href="http://wiki.worum.org/index.php?title=Kevin_Otremba"><em>Kevin Otremba</em></a><br />
<em> <a href="http://wiki.worum.org/index.php?title=Richard_Strebinger">Richard Strebinger<br />
</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>WorumBlog-Talentreihe 2013:</em></strong><br />
<em><a href="http://blog.worum.org/2013/01/24/nachwuchs-round-up-2013/">Nachwuchs Round-up 2013</a></em><br />
<em> <a href="http://blog.worum.org/2013/02/03/werders-talente-teil-1-aycicek-fullkrug-rocker-yildirim/">Talente, Teil 1: Aycicek, Füllkrug, Röcker &amp; Yildirim</a></em><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/05/werders-talente-teil-2-marnon-busch-alexander-hahn/"><em>Talente, Teil 2: Marnon Busch &amp; Alexander Hahn</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/07/werders-talente-teil-3-lukas-frode-marcel-hilsner/"><em>Talente, Teil 3: Lukas Fröde &amp; Marcel Hilßner</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/09/werders-talente-teil-4-julian-von-haacke-tobias-schwede/"><em>Talente, Teil 4: Julian von Haacke &amp; Tobias Schwede</em></a><br />
<a href="http://blog.worum.org/2013/02/11/werders-talente-teil-5-leon-lingerski-luca-zander/"><em>Talente, Teil 5: Leon Lingerski &amp; Luca Zander</em></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Fotos wurden von Worum-Usern zur Verfügung gestellt.</em></p>
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