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	<title>Worum-Blog</title>
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	<description>Das Blog der Worum-User</description>
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		<title>Die Gerüchteküche XIX</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 14:40:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MaxUnknown</dc:creator>
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		<description><![CDATA[TOR: Christian Vander wird &#8220;bei uns bleiben&#8221;, so verriet Klaus Allofs vor knapp zwei Wochen auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Schalke 04. Es seien nur noch Details zu klären, Vander soll einer von vier Torhütern im Profibereich bleiben und nach seiner aktiven Karriere ins Torwarttraining bei Werder eingebaut werden. Eine Vertragsunterzeichnung wurde bisher noch nicht verkündet. Tom Neukam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>TOR:</strong></h2>
<p><strong>Christian Vander</strong> wird &#8220;bei uns bleiben&#8221;, so verriet Klaus Allofs vor knapp zwei Wochen auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Schalke 04. Es seien nur noch Details zu klären, Vander soll einer von vier Torhütern im Profibereich bleiben und nach seiner aktiven Karriere ins Torwarttraining bei Werder eingebaut werden. Eine Vertragsunterzeichnung wurde bisher noch nicht verkündet.</p>
<p><strong>Tom Neukam</strong> von Werders U19 hat einen neuen Verein gefunden. Er bestätigte, zum Zweitligisten Erzgebirge Aue zu wechseln. Dort wird er aller Voraussicht nach Spielpraxis in der zweiten Mannschaft von Aue sammeln, die in der Oberliga spielt.</p>
<div id="attachment_3706" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/05/Allofs.jpg"><img class="size-medium wp-image-3706" title="Allofs" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/05/Allofs-300x199.jpg" alt="Auf Klaus Allofs wartet viel Arbeit auf dem Transfermarkt." width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Auf Klaus Allofs wartet viel Arbeit auf dem Transfermarkt.</p></div>
<p><strong>Richard Strebinger</strong> wird <a href="http://blog.worum.org/?p=3673">wie berichtet</a> zu Werder stoßen. <em>Bild Bremen</em> vermeldete in der Montagsausgabe, dass der Österreicher einen Vertrag über zwei Jahre plus Option auf eine weitere Spielzeit unterschrieben habe. Der Verein bestätigte wenige Stunden später gegenüber <em>Radio Bremen</em>, dass ein Wechsel kurz bevorstehe und in den nächsten Tagen Vollzug gemeldet werden könne. Es dauerte nicht lange, da folgte auch die Bestätigung vom 19jährigen Torhüter selbst im Gespräch mit <em>Sport10.at</em>: &#8220;Hundertprozentig ist es noch nicht fix, aber es sieht ganz danach aus&#8221;. Bewusst zurückhaltend geäußert, bis die Bekanntgabe von Werder erfolgt, denn: laut unseren Informationen ist die Tinte tatsächlich schon trocken.</p>
<p><strong>Raphael Wolf</strong> wurde von der österreichischen <em>Kronen Zeitung</em> als Mielitz-Konkurrent ins Spiel gebracht, einen Wechsel dementierte Allofs aber tags darauf im <em>kicker</em>. Ob damit nur ein Wechsel oder gar das Interesse gemeint war, ist nicht bekannt. Am Sonntag soll Torwarttrainer Michael Kraft in Kapfenberg auf der Tribüne gesichtet worden sein, wo er angeblich Wolf im Spiel gegen Rapid Wien beobachtete. Der genannte Zweitligist Dynamo Dresden scheint als neuer Arbeitgeber aber derzeit realistischer.</p>
<p><strong>Andreas Luthe</strong> ist weiterhin ein aussichtsreicher Kandidat auf den freien Posten zwischen den Pfosten bei Werder. Nach dem Worum-Bericht wiegelte Bochums Sportdirektor Jens Todt noch ab, parallel gab es <a href="http://www.derwesten.de/sport/fussball/vfl/vfl-bochum-will-torwart-andreas-luthe-halten-id6585716.html">Zweifel am Interesse</a>. Eine knappe Woche später saß Klaus Allofs persönlich im Bochumer Stadion, sah einen 2-0 Sieg des VfL gegen Eintracht Braunschweig und <a href="http://www.bild.de/sport/fussball/vfl-bochum/bleibt-drin-werder-will-sich-luthe-angeln-23908640.bild.html">bestätigte</a> am Rande der Partie: &#8220;Es ist kein Geheimnis, dass Luthe bei uns auf der Liste steht. Wir haben ihn schon öfter beobachtet – jetzt wollte ich ihn selbst sehen.&#8221; Er sah einen starken Luthe, der allerdings Tage danach mit einer Schulterverletzung ausfiel. Entwarnung gab es eine Woche später: keine schwere Verletzung, keine Operation nötig. So bleibt Luthe, anders als Herthas Stürmer Pierre-Michel Lasogga (Kreuzbandriss), im Rennen auf einen Werder-Job.</p>
<p><strong>Kevin Otremba</strong> hat seinen hier vermeldeten Wechsel persönlich bestätigt, er kommt von Herthas A-Junioren nach Bremen, wird vorerst in der U19 das Tor hüten.</p>
<h2><strong>ABWEHR:</strong></h2>
<p><strong>Lasse Sobiech</strong> spielte diese Saison leihweise beim FC St. Pauli. Und machte seine Sache sehr gut. So gut, dass man in Dortmund mit ihm plant, aber ebenso Eintracht Frankfurt und besonders Zweitliga-Aufsteiger Greuther Fürth Sobiech nächste Saison in ihrer Abwehr sehen wollen. Und dahin scheint es ihn auch zu ziehen. &#8220;Der ideale nächste Schritt wäre ein kleinerer Erstligist, bei dem meine Chancen zu spielen höher wären&#8221; sagte Sobiech den Ruhrnachrichten. Da hilft wohl auch nichts, dass nach Allofs und Kraft mit Co-Trainer Wolfgang Rolff ein weiterer Werder-Verantwortlicher auf Spielerbeobachtung war und dabei Sobiech im Auge hatte als er das 5-0 der Paulianer beim Saisonabschluss gegen Paderborn sah.</p>
<p><strong>Sebastian Boenisch</strong> hat laut polnischen Medien die Wahl zwischen drei Bundesligisten: Angebote gäbe es demnach vom SV Werder sowie von Bayer Leverkusen und seinem Ex-Klub Schalke 04. Nur Verhandlungstaktik? Laut <em>Bild</em> will die Boenisch-Beraterseite nachverhandeln.</p>
<p><strong>Patrick Strahl</strong> verstärkt den Werder-Nachwuchs. Der Innenverteidiger kommt von der U17 des FC Verden 04, wird in der kommenden Spielzeit für Werders U18 und ggf. für die U19 auflaufen.</p>
<p><strong>Naldo</strong> will bleiben, gehen, verlängern, gehen, bleiben, verlängern, gehen und seit Wochen kommt nächste Woche der Berater dann &#8220;zu Gesprächen mit Klaus&#8221;. Diese Woche soll es aber nun wirklich soweit sein, Allofs will laut <em>kicker</em> aber vor allem mit Naldo selber sprechen. Dabei gehe es um &#8220;Grundsätzliches&#8221;, nach den vielen Wechselgedanken soll offenbar eine klare Aussage vom Brasilianer her: definitiv bleiben oder definitiv gehen wollen.</p>
<p><strong>Vasilis Torosidis</strong> ist laut eigenen Aussagen so nah an einem Abschied aus Griechenland wie noch nie. Allerdings braucht es dazu ein passendes Angebot, finanziell wie sportlich. Der als Interessent genannte VfB Stuttgart kann beides bieten, Werder hat leider die wichtige Europa League-Qualifikation verpasst, hätte aber nun eventuell aufgrund des Pizarro-Abgangs etwas mehr finanziellen Spielraum. Und größeren Bedarf an einem erfahrenen Führungsspieler. Trotzdem erscheint diese Personalie nicht sonderlich wahrscheinlich.</p>
<h2><strong>MITTELFELD:</strong></h2>
<p><strong>Rafal Wolski</strong> von Legia Warschau wurde Berichten zufolge von Werder unter die Lupe genommen. Konkretes Interesse hat laut polnischen Medien nun der Doublesieger aus Dortmund angemeldet. Dort wäre Wolski nach Blaszczykowski, Piszczek und Lewandowski bereits der vierte Pole im Profikader.</p>
<p><strong>Saul Villalobos</strong> passt in eine Suchmaske der Bremer Scoutingabteilung: ein Spieler mit einem starken linken Fuß. Etwas, was neben Aaron Hunt im Werder-Kader der nächsten Saison nur die beiden Linksverteidiger Lukas Schmitz und Florian Hartherz sowie Predrag Stevanovic bieten können. Laut<em> La Aficion</em> habe Werder dem Klub des 20jährigen Mexikaners bereits ein Angebot unterbreitet gehabt, was sofort abgelehnt wurde. Ein neuer Anlauf sollte über ein Leihgeschäft geschehen, doch Villalobos-Berater Matias Bunge dementiert auf Worum-Anfrage: &#8220;Bisher sind das nur Gerüchte, es gibt keine Verhandlungen.&#8221;</p>
<p><strong>Alvaro Ampuero</strong> ist ebenfalls ein Linksfuß. Der 19jährige Peruaner kann auf der linken Seite sowie im zentral-defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Bisher kickt Ampuero noch in Pizarros Heimat für Universitario de Deportes in Lima, der Hauptstadt Perus. Ob er über den Sommer hinaus in Südamerika bleiben wird ist laut einheimischen Medien äußerst fraglich. Aus Italien habe es vom FC Parma bereits ein Angebot gegeben, aus der Bundesliga hätten Werder und der BVB Interesse. Laut <em>El Bocon</em> war eine Einigung mit Werder schon so gut wie erzielt, bevor es am Ende doch nicht gen Bremen ging. Trotzdem bestehe weiterhin großes Interesse, Ampuero werde seit Längerem beobachtet und eine Entscheidung soll in dieser Personalie bis zum Monatsende fallen.</p>
<p><strong>Onur Ayik</strong> hat von Werder ein Angebot über ein Jahr zur Verlängerung erhalten. Der von Verletzungen geplagte Offensivspieler überlegt noch, ob er das Angebot annehmen wird. Der <em>Kreiszeitung</em> <a href="http://www.kreiszeitung.de/sport/fussball/werder-bremen/ayik-ueberlegt-bleibt-2316930.html">sagte er</a>: &#8220;Es sind gewisse Angebote da, aber noch nichts Konkretes. Ich überlege, was ich mache. Aber erst mal will ich jetzt fit werden.&#8221; Und das wird er wohl in Kürze schon sein, weswegen ein Abgang wahrscheinlicher erscheint als ein &#8220;Konsolidierungsjahr&#8221; in Bremen, bevor er sich dann im Folgesommer anderweitig orientiert.</p>
<p><strong>Alexander Merkel</strong> war laut <em>Corriero dello Sport</em> im Winter schon einmal im Fokus vom SV Werder. Da spielte er gerade groß beim FC Genua auf, wechselte aber dann zu seinem &#8216;Stammverein&#8217; AC Mailand zurück. Aus Verletzungsgründen hatte der amtierende Meister Bedarf im Mittelfeld, Merkel spielte sogleich in den kommenden drei Partien, verletzte sich aber dann am Knie und fiel knapp zweieinhalb Monate aus. Seitdem hat es der 20jährige nur noch selten in den erweiterten Kader, gar nie in den 18er Kader für die Ligaspiele geschafft. Kein Grund, glücklich zu sein. Ebenfalls nicht begeistert soll die Merkel-Seite darüber sein, dass Milan in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen Merkel als Tauschmasse erwähnt hat. Bei der Blutauffrischung des AC (Abgänge von Inzaghi, Gattuso, Nesta &amp; van Bommel) scheinen die Verantwortlichen Merkel keine große Rolle zuzutrauen, mit Riccardo Montolivo kommt zudem ein Platzhirsch für die Zentrale.</p>
<p>Eine Tierart, die in Bremen gerade die Stadt verlässt, im Mittelfeld besteht bei Werder Bedarf an einem passstarken Spieler, der als guter Vorbereiter bekannt ist. Und nach Worum-Informationen hat Werder nicht nur weiter Kontakt gehalten, sondern mittlerweile auch konkretes Interesse hinterlegt, Merkel für die kommende Saison an die Weser zu holen. Für Klaus Allofs wäre es eine Rückkehr an einen Verhandlungstisch, dessen Stühle er bestens vom Sokratis-Transfer kennt. Alexander Merkels Transferrechte werden sowohl vom FC Genua als auch vom AC Mailand in Co-Teilhaberschaft gehalten, offiziell ist der Mittelfeldstratege für die Rückrunde von Genua an Mailand ausgeliehen.</p>
<p>Genua hat nach einer schlechten Rückrunde sicher Interesse, Merkel wieder in den Kader zu bekommen, allerdings hat wie schon bei der Leihe im Winter der AC Mailand offensichtlich das Machtwort in dieser Personalie. Und neben Werder dürfte es sicher noch andere Bundesligisten, sowie neben Genua noch andere italienische Erstligisten geben, die ein Auge auf Merkel geworfen haben. In der kommenden Woche soll es in Mailand ein Gespräch zwischen den AC-Verantwortlichen und Merkels Beraterseite geben.</p>
<p><strong>Jesper Verlaat</strong> ist der Sohn von Werders Ex-Verteidiger Frank Verlaat. Und er könnte, anders als sein Vater, demnächst wieder für den SVW auflaufen. Jesper absolvierte vor Kurzem ein Probetraining für die U17, soll dabei überzeugt haben. Es wäre eine Rückkehr nach Bremen, hat er doch bereits zur Werder-Zeit seines Vaters im Nachwuchs von Werder gespielt. Zuletzt lebte und spielte er in Ferreiras an der portugiesischen Algarve.</p>
<p><strong>Alexander Reith</strong> war ebenfalls bereits vor Jahren im Werder-Trikot unterwegs. Holte mit der U15 den Titel, spielte an der Seite von Onur Ayik in der U17. Es lief so gut, dass Reith 15 U-Länderspiele für den DFB absolvierte. Doch dann folgte der Karriereknick. Reith folgte Vorspiel-Einladungen vom FC Liverpool und FC Fulham, reiste nach England und zog sich beim Test in Fulham einen Kreuzbandriss zu. Statt nach England ging es zum 1.FC Kaiserslautern, konnte sich dort aber nicht für Größeres empfehlen. Seit zwei Jahren spielt Reith in der Hessenliga bei Buchonia Flieden, traf in 58 Spielen 26mal und gab 32 Vorlagen. Der Verein würde ihn gerne halten, aber Gerüchten zufolge gibt es Interesse aus Bremen, ihm eine Chance in der U23 von Werder für die kommende Spielzeit zu geben.</p>
<p><strong>Yacine Brahimi</strong> gilt seit Jahren als talentierter Offensivwirbler. Aber der 22jährige konnte nur selten Potenzial auch in Leistung ummünzen, spielte  diese Saison in keinem der 27 Einsätze die volle Spielzeit. Bei Stade Rennes hat Brahimi noch einen Vertrag bis 2014, wird als sicherer Abgangskandidat gehandelt. Laut<em> Le Buteur</em> haben Gladbach und Werder Interesse.</p>
<h2><strong>STURM:</strong></h2>
<p><strong>Nils Petersen</strong> bald ein Bremer? Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Dass der 23jährige Torjäger nach Bremen wechseln werde, ist laut Worum-Informationen beschlossene Sache. Ob, wie weitgehend angenommen, auf Leihbasis oder doch als Kauf, ist bisher nicht bekannt. Auch nicht, wann die endgültige Freigabe der Bayern erfolgt. Noch läuft für den Vizemeisterpokalsieger die Spielzeit, noch wurde trotz Gerüchten um Olivier Giroud kein Stürmer verpflichtet.</p>
<div id="attachment_3707" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/05/ThyLohne.jpg"><img class="size-medium wp-image-3707" title="ThyLohne" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/05/ThyLohne-199x300.jpg" alt="Lennart Thy verlässt den Verein. In Richtung Hamburg?" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Lennart Thy verlässt den Verein. In Richtung Hamburg?</p></div>
<p><strong>Markus Rosenberg</strong> sprang aufgrund der Verletzung von John Guidetti noch auf den EM-Zug der Schweden auf. Eine Rückkehr, nachdem das letzte Länderspiel von Rosi schon zweieinhalb Jahre zurückliegt. Wohin es danach geht ist noch offen. Alte Bekannte wurden bisher in den Medien spekuliert: Olympiakos Piräus, Hertha BSC Berlin und auch Erstliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt. Konkretes gibt es bisher jedoch nicht.</p>
<p><strong>Lennart Thy</strong> steht vor einem Wechsel zum FC St. Pauli. Am Mittwoch folgt in Cuxhaven wohl der letzte Auftritt im Werder-Trikot, dann könnte er am Wochenende bei den Hamburgern vorgestellt werden. Die hatten den Stürmer schon die ganze Saison über bei der U23 mehrfach beobachtet. Eine durchaus sinnvolle Wahl für beide Seiten, könnte Thy doch mit seiner Spielweise perfekt ins System passen und dank Pauli-Abgängen wie Kruse oder Naki auch nicht nur in vorderster Front auflaufen. Etwas, dass dem 20jährigen entgegen kommen könnte, hat er doch im Herrenbereich noch ordentlich Ladehemmung, kam in 77 Spielen nur auf neun Treffer. In der <em>Bild</em> gab sich Thy heute gewohnt defensiv: &#8220;Eine gute Adresse. Aber bislang ist da nichts passiert. Völlig offen, wie es weitergeht.&#8221;</p>
<p><strong>Denni Avdic</strong> ist laut schwedischen Medien beim niederländischen Erstligisten FC Groningen im Gespräch. Von dort gab es schon beim Werder-Wechsel von Avdic-Interesse, wo konkret es dieses Mal ist? In Italien spekuliert man über diverse Interessenten: vom FC Genua über Bologna, Neapel, Florenz bis hin zu Udinese Calcio.</p>
<p><strong>Claudio Pizarro</strong> ist nächste Saison nicht mehr in Bremen. Nachdem dies nun offiziell ist sagt das Werder-Herz: bitte bleibe auch nicht in der Bundesliga. Der <em>kicker</em> brachte Schalke 04 und Borussia Dortmund anstatt dem FC Bayern ins Gespräch.</p>
<h2><strong>WEITERE PERSONALIEN:</strong></h2>
<p><strong>Romelu Lukaku</strong> wurde von allen Seiten dementiert. <strong>Lucas Piazon</strong> ist noch zu jugendlich.<strong> Yossi Benayoun</strong> ebenfalls nur Spekulation. Nur, wer soll es denn sein, den Werder aus Chelsea im Blick hat?  Klaus Allofs sagte im Zuge des Marin-Transfers: &#8220;Ich will nicht ausschließen, dass im Zuge dieses Transfers vielleicht noch ein Spieler zu uns kommt.&#8221; Eventuell kommt auch in diese Eventualität nun dank Pizarro-Abgang noch mal Geschwindigkeit.</p>
<p><strong>Yann-Benjamin Kugel</strong> wird nächste Saison nicht mehr Fitnesstrainer bei Werder sein. Einen Nachfolger werde es aber auf jeden Fall geben, die Position wird neu besetzt, so bestätigte Klaus Allofs letzte Woche Nachfragen von der <em>Bild.</em></p>
<p>Was ist eigentlich mit <strong>Wolfgang Rolff, Mathias Hönerbach</strong> und <strong>Michael Kraft</strong>, dem Trainerteam von Thomas Schaaf? Wird es Änderungen geben oder wurde einfach versäumt, die Vertragsverlängerungen zu vermelden? Offiziell bekannt ist bei allen nur, dass ihre Verträge in einigen Wochen auslaufen.</p>
<p><em>Die Fotos wurden von den Worum-Usern &#8220;Tasja&#8221; &amp; “Werdermulle71″ zur Verfügung gestellt, sind in der <a href="http://images.worum.org/">Galerie</a> zu finden.</em></p>
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		<title>Die Gerüchteküche XVIII</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 13:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MaxUnknown</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Torhüter: Tim Wiese hat unlängst bekanntgegeben, den Verein zu verlassen. Die SportBild schreibt in der aktuellen Ausgabe, dass er bei seinem neuen Arbeitgeber bereits für vier Jahre und einem Jahressalär von fünf Millionen Euro unterschrieben habe. Wo er demnächst im Kader stehen wird? SportBild nennt die drei M-Klubs, Mailand (AC), Moskau (Dinamo) und Madrid (Real) als Kandidaten. Die in Deutschland als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Torhüter:</strong> Tim Wiese hat unlängst bekanntgegeben, den Verein zu verlassen. Die <del></del>SportBild schreibt in der aktuellen Ausgabe, dass er bei seinem neuen Arbeitgeber bereits für vier Jahre und einem Jahressalär von fünf Millionen Euro unterschrieben habe. Wo er demnächst im Kader stehen wird? SportBild nennt die drei M-Klubs, Mailand (AC), Moskau (Dinamo) und Madrid (Real) als Kandidaten. Die in Deutschland als Optionen gehandelten Schalke 04 sowie TSG Hoffenheim werden auch weiterhin als Gegenzeichner des neuen Wiese-Arbeitspapiers genannt, wurden jedoch schon früh vehement von Horst Heldt bzw. Tim Wiese selber dementiert. Und angeblich geht es wirklich ins Ausland, aus Russland heißt es, dass M-Klub Nummer zwei, Dinamo Moskau, Wieses neuer Arbeitgeber wird. Der hat die Finanzkraft für das berichtete Gehalt, eine Nummer eins mit in Kürze auslaufendem Vertrag, die man zudem dort lieber als zweiten Torhüter sehe.</p>
<p>Ebenfalls in Moskau kicken die Ex-Bundesligaspieler Kuranyi, Misimovic und Voronin, die Wiese und seiner Familie das Einleben erleichtern könnten. Der von Wiese erwähnte internationale Wettbewerb, das Mitspielen um Titel und Finanzkraft sind bei Dinamo allesamt vorhanden, der Moskauer Klub belegt derzeit Platz zwei in der Liga. Und der Grund, warum der Klub den Wechsel noch nicht verkündet hat, wäre auch gefunden: die Liga läuft noch, für Dinamo geht es ums Halten des Champions League-Platzes, am 9. Mai steht zudem das Pokalfinale an. Da hält man solange wie möglich die Verpflichtung eines neuen Torhüters zurück. Ob Wiese tatsächlich demnächst die Garde der ehemaligen Bundesligastars bei Dinamo Moskau verstärkt? Noch bleiben zumindest die Schalke und Hoffenheim-Gerüchte hartnäckig im Umlauf.</p>
<p>Wer im Gegenzug nach Bremen kommt ist ein ähnliches Rätsel. Kevin Trapp vom 1.FC Kaiserslautern wurde gehandelt, der aufgrund einer Ausstiegsklausel den Bundesliga-Absteiger am Saisonende verlassen wird. Die Spur nach Wolfsburg soll aber heißer sein. Ähnlich ist es bei Tolga Zengin von Trabzonspor, der alleine aus finanziellen Gründen wohl aus dem Rennen ist, wenn er dort jemals vertreten war. Auch Michael Rensing und Thomas Kraft wurden als vage Optionen erwähnt, primär, weil ihre Klubs in Abstiegsnot sind.</p>
<p>Weit oben auf der Liste soll aber ein Anderer stehen: Andreas Luthe vom VfL Bochum. Der 1,95m große Torhüter gilt für viele Experten als leistungstechnisch bester Torhüter der zweiten Liga, ist mit seinen 25 Jahren sowohl erfahren als auch zur jüngeren Generation zu zählen. Mit einem Zweikampf im Tor kennt Luthe sich aus, ging er doch im Sommer 2010 als Sieger aus einem Torhütervierkampf gegen Philipp Heerwagen, Rene Renno und Daniel Fernandes hervor. Seitdem ist das Bochumer Urgestein, der seit über zehn Jahren im Verein ist, unangefochtener Stammkeeper, Leistungsträger und Führungsspieler beim Zweitligisten, der vor knapp einem Jahr beinahe Heldenstatus erreichte. In den Relegationsspielen gegen Borussia Mönchengladbach überzeugte Luthe, zeigte vor allem im Hinspiel eine Galavorstellung.</p>
<p>Luthe hat beim VfL noch Vertrag bis zum Sommer 2013, allerdings ist der Verein in keiner leichten finanziellen Situation, hat die Bundesliga-Lizenz für die kommende Saison nur mit finanziellen Bedingungen erhalten. Eine Ablöse dürfte daher nicht sonderlich hoch ausfallen.</p>
<p>Ob der 25jährige dann als Absicherung, Herausforderer oder als Mann für den offenen Konkurrenzkampf nach Bremen käme wissen nur die Verantwortlichen. Klaus Allofs äußerte sich diese Woche zwar gewohnt Mielitz-freundlich (&#8220;Er hat seine Sache immer gut gemacht&#8221;), verwies aber in seinem SportBild-Interview darauf, dass auch Wiese damals keine Nummer eins-Garantie hatte und sich seinen Platz durch Leistungen ergatterte: &#8220;Darum wird Sebastian Mielitz jetzt auch nicht sofort die zementierte Nummer eins sein&#8221;.</p>
<p>Auch auf den weiteren Torhüterpositionen im Verein wird sich Einiges tun. Schon im Winter versuchte man im Nachwuchsbereich auf der Position nachzurüsten. Damals geplant wird es in diesem Sommer Fluktuation geben. In allen Bereichen, wie Christian Vander bei den Profis oder Tom Neukam bei den A-Junioren, werden Goalies den Verein verlassen.</p>
<p>Die neue Nummer drei wird aller Vorraussicht nach Richard Strebinger, ein 19jähriger Österreicher, der derzeit noch in Diensten von Hertha BSC Berlin steht. Sein Vertrag läuft aus, Werder ist seit längerer Zeit dran und die Gespräche sollen weit fortgeschritten sein, trotz nicht geringer Konkurrenz heißt es: Strebinger möchte nach Bremen, Werder will Strebinger. Mit 1,94m Größe verfügt er nicht nur über Gardemaß, sondern verbindet auch eine konsequente, mutige Spielweise im Strafraum mit modernem Torwartspiel. Er kann diese Saison noch in der U19 eingesetzt werden, spielt aber seit letzter Saison häufig im Regionalliga-Team der Herthaner, kam bisher dort 22mal zum Einsatz. Die Nummer eins der österreichischen U19-Nationalmannschaft wird Berlin nach vier Jahren verlassen.</p>
<p>Er wird einen Profivertrag bei Werder bekommen, bei den Profis trainieren und in der U23 spielen. Da Bernd Düker noch zwei Jahre Vertrag bei der U23 hat deutet sich zumindest für die nächste Saison eine Situation an, wie sie Werder in der Zweiten zuletzt mit Felix Wiedwald und Sebastian Mielitz hatte, die nicht mal ein Lebensjahr trennte und sich gegenseitig in der Entwicklung und Leistung pushten.</p>
<p>Wenn Strebinger unterschreibt kann er den Möbelwagen gleich zusammen mit seinem Herthaner Torhüterkollegen buchen. Denn für die A-Junioren hat Werder die derzeitige Nummer zwei aus Herthas A-Jugend, Kevin Otremba, verpflichtet. Der 1994 geborene Berliner war in der Vorsaison die Nummer eins der B-Junioren, die nur ganz knapp hinter Werder Platz zwei in der Nordgruppe der Bundesliga belegte. Mit 1,96m reiht sich Otremba bei den Werder-Kandidaten Luthe und Strebinger ein, Größe kann man eben nicht lernen.</p>
<p>Ein weiterer Torhüterkandidat für den Nachwuchsbereich sei Eric Oelschlägel, so heißt es zumindest aus Dresden, wo der 16jährige für Dynamos B-Junioren als Stammkeeper aufläuft. Dass der dem 95er Jahrgang (und damit ab nächster Saison A-Jugend) entstammende Oelschlägel zur großgewachsenen Kategorie der Torhütergarde gehört sollte mittlerweile als Selbstverständlichkeit gelten.</p>
<div id="attachment_3680" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/NaldoApril.jpg"><img class="size-medium wp-image-3680" title="NaldoApril" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/NaldoApril-300x199.jpg" alt="Naldo: bleibt er? geht er? verlängert er?" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Naldo: bleibt er? geht er? verlängert er?</p></div>
<p><strong>Verteidigung:</strong> Sebastian Prödl sagte vor Kurzem öffentlich italienischen Klubs ab, deutete im Werder-Magazin dieser Tage dann noch an, dass er bleibt. Fix bzw. verkündet ist eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages aber weiterhin nicht. Ob es an seinen Verletzungspausen liegt oder schlicht daran, dass aufgrund der Personalien Sokratis und Naldo nicht klar ist, welche Rolle Prödl ab Sommer in Bremen spielen würde?</p>
<p>Allofs kann dies derzeit wohl auch nicht wirklich beantworten, was passieren wird, untermauerte aber nochmals, dass man bei Sokratis nur eine Richtung kenne: abgeben kommt nicht in Frage, &#8220;auch wenn wir wirtschaftlich denken müssen&#8221;. Anders als beim Griechen gibt es bei Prödl mittlerweile einen ersten Namen in der Gerüchteküche als möglichen neuen Arbeitgeber, den VfL Wolfsburg.</p>
<p>Die Meinung zu Naldo äußert er auch ziemlich klar: wenn er fit bleibt soll er für immer Bremer bleiben. Wichtigstes Kriterium aber: &#8220;Er muss fit sein&#8221;. Und wenn das so, wie derzeit, bleibt, dann gibt es beim Heimatflirter auch nur eine Marschrichtung: &#8220;Dann haben wir großes Interesse, dass er nicht nur die nächste Saison für Werder spielt und können uns auch eine Vertragsverlängerung vorstellen&#8221;.</p>
<p>Nicht nur vorgestellt sondern bereits besprochen und fixiert ist die Verlängerung bei Clemens Fritz. Der Kapitän bleibt bis 2014 und ein weiteres Jahr, wenn er in der Saison 13/14 eine gewisse Zahl von Einsätzen absolviert. Wie bei allen diesjährigen Werder-Vertragsangeboten in Verlängerungsverhandlungen, und so wie dies auch bei Naldo der Fall sein würde, ist der neue Vertrag erfolgsabhängiger, im Fixum erheblich gesenkt.</p>
<p>Interessant in der Fritz-Personalie ist auch bzw. vor allem, dass mit ihm in den Gesprächen sowohl über seine aktuelle Position in der Viererkette sowie über seine Hinrunden-Position im Mittelfeld gesprochen wurde, die Fritz auch gerne wieder bekleiden würde. Eine Option für rechts hinten ist dabei der griechische Nationalspieler Vasilis Torosidis. Der 26jährige ist derzeit Kapitän von Olympiakos Piräus, dem Klub, dessen Spiele laut Medien Werder seit Monaten regelmäßig beobachten lässt.</p>
<p>Torosidis soll sehr stark von Werder umschwärmt sein, hat zudem auch Interesse bekundet, seinem Landsmann Sokratis zu Werder zu folgen. Problematisch ist hierbei allerdings, dass Torosidis angeblich nur bei Qualifikation für den europäischen Wettbewerb nach Bremen will. Nicht nur aus &#8216;Status&#8217;-Gründen, sondern auch aus finanziellen Gründen, wo sich Werder sowieso mächtig strecken muss. Ob sich das Strecken nicht ausgezahlt hat bzw. durch die wohl fehlende Europa League von selbst erledigt ist nicht bekannt, die Verlängerung von Fritz muss die Personalie Torosidis zumindest nicht ausschließen. Wie Fritz kann auch der Grieche im Mittelfeld agieren.</p>
<p><strong>Mittelfeld:</strong> Das neue Objekt der Begierde beim Zweikampf zwischen dem HSV und Werder Bremen heißt nach u.a. Carlos Alberto, Marko Marin und Mehmet Ekici nun Hakan Calhanoglu. Der 18jährige Deutschtürke erarbeitete sich in der Rückrunde einen Stammplatz in der Elf des Karlsruher SC, ist ein technisch starker offensiver Mittelfeldspieler. Auch wenn Calhanoglu vor Kurzem erst einen bis 2016 laufenden Profivertrag beim KSC unterzeichnete ist ein Sommerwechsel nicht ausgeschlossen. Sein Verein steckt tief im Abstiegskampf, könnte zudem auch eine Ablöse gut gebrauchen. Sein Berater Bektas Demirtas bestätigte in der Bild: &#8220;Es gibt Kontakt zu Werder. Ich gehe davon aus, dass sie ihn wirklich wollen.&#8221;</p>
<p>Ob Werder einen weiteres Offensivtalent, Mauro Caballero, ebenfalls wirklich will, ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass sich Klaus Allofs vor knapp zwei Wochen nach dem 17jährigen Talent aus Paraguay bei seinem Verein, Club Libertad Asuncion, erkundigt hat. Und auch wenn, Valdez-like Jürgen L. Born da sicher helfen könnte, sind an Caballero auch Juventus Turin, Bayern München, Atletico Madrid, FC Chelsea, Benfica Lissabon und Inter Mailand interessiert. Nachdem der dribbelstarke Paraguayer vor wenigen Wochen in der Copa Libertadores auf sich aufmerksam machte ist neben dem Interesselevel der Konkurrenz auch sein Preis gestiegen. Werders Chancen sollen nicht sonderlich hoch sein, zumal Caballero auch keinen EU-Pass hat bzw. bekommen könnte, somit er auch nicht in der U23 kicken könnte.</p>
<p>Bei der Scouting-Spur nach Piräus führt der Weg auch (wieder) zu Giannis Fetfatzidis. Der 21jährige hat nach erstem Hype vor Jahren keine gute Entwicklung genommen, wurde zudem durch Verletzungen zurückgeworfen und war als Spielertyp kein Favorit des Trainers. Er ist in Bremen für den Fall eines Marin-Verkaufs ein Kandidat.</p>
<p>Ein weiterer Kandidat ist für diese Position Takashi Inui vom VfL Bochum, der 23jährige war dem 1.FC Nürnberg bisher zu teuer. Bochum soll gut drei Millionen Euro für Inui fordern, vertraut bei der Summe aber auch nicht unwesentlich dem Asiaten-Hype in der Bundesliga. Werder soll zu mehreren interessierten Bundesligisten zählen, könnte aber ebenso nur als Druckmittel für andere Interessenten genutzt werden. Nicht uninteressant: in Bochum agierte Inui zuletzt als Zehner in der Raute.</p>
<p>Der kleine, dribbelstarke Typ des offensiven Mittelfeldspielers bekommt bei Werder aber sowieso in Kürze zuwachs. In Form eines Comebacks. Bei Werders 18jährigem Talent Levent Aycicek steht die Rückkehr bevor, er könnte am nächsten Wochenende erstmals wieder im Kader stehen, vermutlich vorerst in der U19.</p>
<div id="attachment_3681" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/ClaudioApril.jpg"><img class="size-medium wp-image-3681" title="ClaudioApril" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/ClaudioApril-300x199.jpg" alt="Hält den Transferverkehr auf: Claudio Pizarro" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Hält den Transferverkehr auf: Claudio Pizarro</p></div>
<p><strong>Sturm:</strong> Aufgrund der fehlenden Entscheidung von Claudio Pizarro ist hier am meisten offen und am wenigsten bekannt. Erkundigt hat sich Werder bei Nils Petersen vom FC Bayern, Nick Proschwitz vom SC Paderborn sowie beim VfL Wolfsburg bezüglich Srdjan Lakic und Patrick Helmes. Bei den letzten Beiden deutet aber wenig daraufhin, dass sie demnächst für Werder auflaufen werden. Helmes hat, in allerbester Podolski-Manier, bisher bei Werder-Interesse immer abgewunken, zudem ist sein Preis und sein Status unter Magath in der Rückrunde wieder gestiegen. Lakic, an dem Werder bereits vor seinem VfL-Wechsel Interesse zeigte, enttäuschte bisher sowohl in Wolfsburg als auch in Hoffenheim, hat zudem einen großen Vertrag bei der Magath-Fluktuationsmaschine.</p>
<p>Bei Nils Petersen hat sich Werder bei dessen Berater nach seinem Wechselwillen erkundigt, denkt an eine Leihe mit entsprechender Option. Bisher jedoch verspürt Petersen noch wenig Wechsel-Interesse, möchte auch in der kommenden Saison in München kicken. Seine Meinung ändern könnten eventuell noch Personalentscheidungen im Profikader des FCB, so wurde von der Führungsetage unlängst &#8220;eine Bombe&#8221; für den Sturm angekündigt. Dazu wird Claudio Pizarro gehandelt, Ivica Olic hat trotz unterschriftsreifem Vertragsangebotes aus Wolfsburg immernoch Hoffnung, in München verlängern zu dürfen.</p>
<p>Am gestrigen Samstag soll Klaus Allofs formal beim FC Bayern wegen Petersen angefragt haben, bekam das Okay, Gespräche mit dem Spieler führen zu dürfen. Sky-Kommentator Kai Dittmann verkündete das Werder-Interesse bei der Übertragung des gestrigen Spiels, hatte die Information vorher von Verantwortlichen des FCB erhalten.</p>
<p>Konkurrenzprobleme hat Nick Proschwitz in Paderborn nicht, er ist mit 17 Treffern zudem zusammen mit Olivier Occean und Alex Meier derzeit bester Torschütze der zweiten Liga. Der 25jährige kickte allerdings jahrelang unterklassig, u.a. bei den zweiten Mannschaften vom Hamburger SV, Hannover 96 und vom VfL Wolfsburg, bevor er zwei Jahre in der Schweiz verbrachte. Neben Werder haben sich auch Nürnberg, Gladbach, Stuttgart, Kaiserslautern und Freiburg nach Proschwitz erkundigt.</p>
<p>Die SportBild brachte dieser Tage nochmals Werder mit Pierre-Michel Lasogga in Verbindung, bei dem eine Abmachung mit Michael Preetz besteht, wonach er bei einem Abstieg den Verein verlassen darf. Die Ablöse dürfte aber nicht gerade gering ausfallen, wenn auch nicht so hoch wie bei Bas Dost, bei dem Werder sich ebenfalls erkundigt habe. Der designierte niederländische Torschützenkönig hat eine Ablöseforderung von zehn Millionen Euro als Fixbetrag von seinem Klub, SC Heerenveen, auf seiner Stirn kleben. Selbst, wenn dort noch Einiges runtergehandelt würde, wäre das wohl zu viel für Werder. Und bei der Konkurrenz, z.B. dem VfL Wolfsburg, wurde Dosts Berater schon zu Gesprächen vorstellig.</p>
<p>Im Nachwuchsbereich baggert man weiterhin am Rostocker Nils Quaschner, der bei der heutigen U19-Niederlage seiner Hansa gegen Werder traf. Mit Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg streitet man sich um den U15-Spieler Johannes Eggestein vom TSV Havelse, bei dem aber mit einem Wechsel nach Bremen gerechnet wird. Hier spielt seit Sommer sein Bruder Maximilian Eggestein in der U17.</p>
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<p><em>Die Fotos wurden von Worum-User “Werdermulle71″ zur Verfügung gestellt, sind in der <a href="http://images.worum.org/">Galerie</a> zu finden.</em></p>
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		<title>Wird Huawei Werders neuer Trikotsponsor?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 18:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MaxUnknown</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Anfang März geht das Gerücht um, dass der chinesische Telekommunikationsriese Huawei ab der kommenden Saison den scheidenden Haupt- und Trikotsponsor Targobank bei Werder ablösen könnte. Laufende und sehr aussichtsreiche Gespräche zwischen Werder Bremen, dem Sportmarketing-Unternehmen Infront sowie Huawei-Vertretern wurden Worum.org nun bestätigt. Die Gespräche, die seit Ende des vergangenen Jahres laufen, sind weit fortgeschritten. Der Festbetrag pro Spielzeit soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang März geht das Gerücht um, dass der chinesische Telekommunikationsriese Huawei ab der kommenden Saison den scheidenden Haupt- und Trikotsponsor Targobank bei Werder ablösen könnte. Laufende und sehr aussichtsreiche Gespräche zwischen Werder Bremen, dem Sportmarketing-Unternehmen Infront sowie Huawei-Vertretern wurden <em>Worum.org</em> nun bestätigt.</p>
<p>Die Gespräche, die seit Ende des vergangenen Jahres laufen, sind weit fortgeschritten. Der Festbetrag pro Spielzeit soll dabei bei knapp zehn Millionen Euro liegen und wäre damit erstmals in der Geschichte von Werder Bremen im zweistelligen Millionenbereich. Targobank zahlt Berichten zufolge in dieser Saison einen Festbetrag zwischen 6,4 und acht Millionen Euro, der durch diverse Boni auf zehn Millionen steigen kann.</p>
<p>Die Privatkundenbank wird ab der kommenden Saison von der ersten auf die zweithöchste Stufe der Sponsoren, bei den sogenannten Topsponsoren (mit VW, InBev und EWE), wandern. Eine Stufe darunter, bei den Co-Sponsoren, befindet sich seit Sommer 2011 mit Sun Earth Solar Power bereits ein chinesische Firma, die im Januar dieses Jahres als möglicher Kandidat für das Trikotsponsoring genannt wurde. Handelt es sich bei der Co-Sponsor-Partnerschaft noch um eine Zusammenarbeit des Photovoltaik-Herstellers Sun Earth Solar Power mit dem in Brinkum/Stuhr ansässigen Vertreiber SiG Solar, so wäre der der Platz auf der Brust von Werders Spielern nicht nur hauptsächlich in der finanziellen Verantwortung von Sun Earth Solar Power, sondern auch mit einem vielfach größeren finanziellen Aufwand verbunden.</p>
<div id="attachment_3661" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/Targobank1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3661" title="Targobank" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/Targobank1-300x199.jpg" alt="Targobank" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Noch ziert Targobank Werders Brust, ab Sommer 2012 Huawei?</p></div>
<p>Hinzu kommt, dass ein Großteil der Unternehmen durch einen Einstieg ins Trikotsponsoring einen gewissen Effekt erzeugen will, der über das &#8216;normale Bekanntbleiben&#8217; hinausgeht. So verlängerte im Winter 2009/2010 die Targobank um zwei weitere Spielzeiten mit Werder Bremen, da sie nach Abkehr vom Citibank-Namen den neuen Firmennamen bekannt machen wollte.</p>
<p>Ein ähnlicher Fall wäre dies bei Huawei, die über eine Tochterfirma mittlerweile mehrere Büros in Deutschland betreiben und die Europazentrale im Jahre 2008 von London nach Düsseldorf verlegten. Seit einigen Monaten drängt der Telekommunikationskonzern mit aller Macht nach oben, bot u.a. über der Supermarktkette Lidl ein Smartphone an, will sich mit großem Aufwand einen Namen auf dem deutschen sowie europäischen Markt machen.</p>
<p>Ein Sportsponsoring bietet sich dabei nicht nur an, sondern wurde bereits umgesetzt. Am 11. April lief beim Stadtderby in der Primera Division Atletico Madrid mit Huawei-Logo auf der Brust gegen Real Madrid auf. Es war das erste Sportsponsoring in Europa in der Huawei-Geschichte. Und auch wenn dies laut Pressemitteilung vor allem den Grund des zehnjährigen Jubiläums der Firmengeschäfte in Spanien hatte so ist vor allem der zweite Teil der Begründung interessant, will man doch global auf sich aufmerksam machen.</p>
<p>Der Weg ins Sport-Sponsoring ist durch das vorerst einmalige Engagement beim Derby nicht nur geebnet, sondern geht auch noch in die passende Sportart gegangen: Fußball. Einen glatten Übergang bietet Atleticos Nummer 22, der mit dem rot-weißen Huawei-Logo auf der Brust vor  einer Woche auflief, der Brasilianer Diego. Sein Ex-Klub könnte der nächste Klub sein, der das Logo auf dem Trikot spazieren trägt. Die Vorzeichen verdichteten sich durch das Derby-Engagement.</p>
<p>Anfang Januar äußerte sich Werders Geschäftsführer Marketing und Management, Klaus Filbry, bereits mit Blick auf China: &#8220;Wir wären nicht abgeneigt, ein Unternehmen aus China zu bekommen. Es sind schon Gespräche geführt worden.&#8221; Dabei galt schon damals Huawei als aussichtsreichster Kandidat und auch aus finanzieller Sicht als beste Lösung. Mit 19,2 Milliarden Euro Umsatz im Jahre 2010 und stark ansteigender Tendenz setzt Huawei damit fast das Zehnfache von dem um, was die letzten vier Trikotsponsoren des SV Werder zusammen an Umsatz im selben Jahr aufzubieten hatten.</p>
<p>Werder, das zudem in dem kommenden Jahren den asiatischen Markt mehr erschließen will, könnte genauso wie Huawei einen guten Fang machen. Fraglich, weil fragwürdig, bliebe lediglich, dass der neue Sponsor schon öfter in der Kritik stand. Vor allem aufgrund von schlechten Arbeitsbedingungen in China sowie dem Vorwurf von Kontakten zum chinesischen Geheimdienst und möglichen Abhörungen bei internationalem Handel.</p>
<p>Allerdings muss man hier einschränkend darauf hinweisen, dass auch Konzerne mit sehr positivem Image wie bspw. der hippe iPhone-Riese Apple, eine ganze Reihe an solchen Kritikpunkten aufweisen, ebenso ehemalige Trikotbefüller von Werder wie KiK schon mehrfach starke Kritik aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen abbekamen. Zu bwin-Zeiten war der Name auf der Brust teils überklebt, teils in we.win umgeändert, mehr aus gerichtlichen als sportlichen Gründen in der Zeitung. Targobank hat nicht nur das &#8216;Glück&#8217;, in der heutigen Zeit eine Bank zu sein, womit automatisch kein allzustarker Ruf verbunden ist, sondern stand ebenfalls mehrfach in der Kritik, u.a. zog im letzten Jahr die Verbraucherzentrale NRW gegen die Targobank vor Gericht, bei der Lehman-Bankenpleite war die damals noch als Citibank aktive Targobank der in Deutschland primär aktive Zertifikatverkäufer.</p>
<p>Damit über die Kritikpunkte weniger zu lesen ist hat Huawei im Sommer letzten Jahres die Werbeagentur Ogilvy &amp; Mather mit ins Boot geholt, die ebenfalls in Deutschland Firmensitze (Berlin, Düsseldorf und Frankfurt) unterhält. Ob von dort aus zu Werder Bremen als Einstieg ins Sportsponsoring genannt wurde ist nicht bekannt, jedoch ist eine Partnerschaft mit Werder Bremen trotz sportlicher Problematik sicherlich nicht schlecht für das eigene Image. Allerdings könnte die sportliche Seite, insbesondere eine Nicht-Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb, finanziell oder vielleicht auch generell noch bei den Gesprächen telekommunikations-passend dazwischenfunken. Wird Huawei Werders neuer Trikotsponsor?</p>
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<p><em>Das Foto wurde von Worum-User &#8220;Werdermulle71&#8243; zur Verfügung gestellt, ist in der <a href="http://images.worum.org/">Galerie</a> zu finden.<br />
</em></p>
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		<title>Vom Hamburger Jung zur Bremer Legende: Mr. Europacup im Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 16:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3646" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/Neub3.jpg"><img class="size-medium wp-image-3646" title="Neub3" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/Neub3-300x224.jpg" alt="Frank Neubarth im August 2010 bei einem Spiel von Werders U15." width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Frank Neubarth im August 2010 bei einem Spiel von Werders U15</p></div>
<p>Die Bezeichnung “Mister Europacup” ist wohl jedem Werder-Fan, dessen Alter bereits zweistellig ist, ein Begriff. Viele werden ihn auch noch spielen sehen haben, den mittlerweile 49-jährigen Frank Neubarth, der bis zum Sommer 1996 seine Schuhe für die Profis des SV Werder schnürte. Und auch da wird der Großteil die Europacupspiele eher in Erinnerung haben, obwohl für Neubarth eigentlich der Name “Mister DFB-Pokal” besser passen würde, hat er doch mit 25 Treffern aus 39 Spielen die mit Abstand meisten Tore für Werder in diesem Wettbewerb erzielt. Bei zwei Finalsiegen in diesem Wettbewerb war Neubarth mittendrin statt nur dabei.</p>
<p>14 Jahre spielte der gebürtige Hamburger bei Werder, hatte damit nur einen Profiverein während seiner gesamten Karriere. Es wäre wohl tiefer in den Köpfen der Werderfans verankert, wenn Neubarth nicht in einer Zeit bei Werder gespielt hätte, in der es beinahe als chic galt, lange und nur für Werder zu kicken, so wie bspw. auch Dieter Eilts oder Marco Bode. Hinter Letzterem ist er auch in der Tabelle der Rekordtorjäger bei Werder zu finden. Mit 97 Treffern für grün-weiß teilt er sich zusammen mit Rudi Völler Platz zwei hinter Bode, der auf 101 Tore in seiner Werder-Karriere kam.</p>
<p>Anders als Bode wählte Neubarth nach seiner Karriere den sofortigen Einstieg ins Trainergeschäft. Zuerst bei den B-Junioren des SVW, später für zweieinhalb Jahre bei der Amateurmannschaft. Im Sommer 2002 folgte der als etwas überraschend bezeichnete Aufstieg zum Cheftrainer von Schalke 04, wo Neubarth allerdings Ende März 2003 entlassen wurde. Es folgten über zwei Jahre bei Holstein Kiel, danach ein Zwischenstopp bei Carl-Zeiss Jena, bevor ein richtiger Stopp kam. Erst 2010 half Mister Europacup noch einmal kurzzeitig beim unterklassigen SC Borgfeld als Trainer aus. Seine Trainerzeit ist vorbei, er widmet sich seit Jahren anderen Projekten, wie zum Beispiel seit Dezember 2011 dem VfB Oldenburg. Mit dem Niedersachsenligisten hofft er, den Sprung nach oben zu schaffen.</p>
<p>Trotz dieser Aufgabe begegnet man den ehemaligen Stürmer und Otto-Libero oft in Bremen. Er schaut sich Spiele im Nachwuchsbereich bis hoch zur U23 an. Hier treffen wir ihn auch, und Mario Basler wäre positiv angetan, hatte er doch bei einem Benefizspiel vor Jahren Andi Herzog erklärt, dass dieser nach seinem Karriere-Ende mit einer “Mozartkugel” vor dem Bauch herumliefe. Frank Neubarth hingegen wirkt noch ziemlich fit, ist mit seinen 1,93m von jeher eine imposante Erscheinung. Seine Frisur wortwörtlich haargenau wie vor knapp 13 Jahren, als er erstmals die Bremer Amateure trainierte. Kurz macht sich der Eindruck breit, die Zeit sei stehengeblieben. Es wird Zeit, das Gespräch zu beginnen..</p>
<p><strong>Worum.org: Moin Frank, vor knapp einem Jahr hast Du Deinen Rückzug vom Profisport bekannt gegeben. Im November hast Du dann ein Angebot vom VfB Oldenburg angenommen. Was sind Deine genauen Aufgaben dort?</strong><br />
Frank Neubarth: Der VfB Oldenburg ist ja derzeit in der fünften Liga aktiv und damit nicht im Profibereich. Ich bin dort auch nicht richtig angestellt. Ich habe keinen Vertrag, sondern versuche, dem Verein meine Erfahrung zur Verfügung zu stellen, damit der Aufstieg jetzt im Sommer realisiert werden kann, denn die Chance aufzusteigen ist ja durch die Regionalliga-Reform ziemlich groß. Es war mir ein persönliches Anliegen, da ich auch einen sehr guten Kontakt zum Vorsitzenden habe und gerne helfen wollte, was mir auch sehr großen Spaß bereitet. Wir werden jetzt gemeinsam versuchen, den Aufstieg zu realisieren, denn leichter wird es sicher nicht mehr.</p>
<p><strong>Was ist Euer Ziel für die nächsten Jahre, wenn das jetzt klappt mit der Regionalliga?</strong><br />
Das ist noch ein bisschen zu früh, darüber zu sprechen. Erstmal müssen wir den Aufstieg schaffen, und dann kann es natürlich nur heißen, dass man sich in der Liga etabliert. Alles Weitere brauchen wir jetzt noch nicht zu diskutieren.</p>
<p><strong>Aber wenn man nächstes Jahr in der Regionalliga spielt, ist es doch nur noch eine Liga, bis Du wieder im Profi-Fußball bist &#8230;</strong><br />
Ob ich dann noch weitermache, steht ja auch in den Sternen, da ist ja noch nichts Weiteres abgesprochen. Das wird man sehen, das ist derzeit noch zuviel Spekulation, um da konkret was zu zu sagen.</p>
<p><strong>Ist denn eine Rückkehr auf die Trainerbank doch noch einmal möglich?</strong><br />
Nein, definitiv nicht.</p>
<p><strong>Ein ehemaliger Trainer von Dir ist jetzt noch einmal zurückgekehrt. Bist Du überrascht, dass Otto es nochmal wissen will?</strong><br />
Überrascht schon. Das hatte ich so, ehrlich gesagt, nicht erwartet &#8230;</p>
<p><strong>Hat er sich damit einen Gefallen getan?</strong><br />
Die Sprüche von ihm von damals kennen wir ja alle noch, und ich weiß nicht, ob er sich damit einen Gefallen getan hat. Heute ist das natürlich eine ganz ganz andere Generation mit ganz anderen, unterschiedlichen Spielern. Heute sitzen da die Südamerikaner, die haben mit Heinrich Heine oder Goethe nichts mehr am Hut. Die Fragen sich dann doch, was will der denn da &#8230; <em> (lacht)</em></p>
<p><strong>Besteht noch Kontakt zwischen euch beiden?</strong><br />
Derzeit nicht. Ab und zu hat man sich noch beim Essen mit den Ehemaligen getroffen, aber das letzte Mal ist jetzt auch schon einige Zeit her.</p>
<div id="attachment_3641" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/Neub1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3641" title="Neub1" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/Neub1-300x225.jpg" alt="Werders Platz 11. Hier trifft man Frank Neubarth häufig an." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Werders Platz 11. Hier trifft man Frank Neubarth häufig an.</p></div>
<p><strong>Wie groß war der Anteil von Otto an eurem damaligen Erfolg, kann man das überhaupt irgendwie beziffern?</strong><br />
Prozentual kann ich das jetzt nicht einschätzen, aber der war natürlich riesig, denn er hat ja die Mannschaft zusammengestellt, die Spieler sich so zusammengeholt, wie er es wollte und für richtig hielt. Und er hat die Spieler auch als Menschen einfach unheimlich gut angesprochen. Das war mit das Entscheidende, was er unheimlich gut drauf hatte und vielleicht auch noch hat. Aber das ist, wie gesagt, einfach eine andere Generation. Wir sind ihm damals wirklich blind gefolgt, aber das ist ja jetzt auch 20 Jahre her. Es ist absolut sein Verdienst, dass Werder heute da steht, wo es steht.</p>
<p><strong>Wie fühlte es sich für Dich damals als etablierter Stürmer an, als Du von der Verpflichtung des &#8220;Fossils&#8221; Burgsmüller erfuhrst?</strong><br />
Mir wurde da ja keiner vorgesetzt. Dass neue Spieler dazukommen, ist ja immer so, aber ich habe trotzdem meine Spiele und auch meine Tore gemacht. Das war überhaupt kein Problem, ganz im Gegenteil. So ein Spieler wie Manni Burgsmüller half der Mannschaft ja enorm. Dass Otto auf ältere Spieler stand, ist ja bekannt, und er hat damit ja auch Erfolg gehabt. Als ich hier anfing, war Klaus Fichtel da, dagegen war Manni ja ein Jungspund. Das war ein Riesenkicker, und da haben wir alle von profitiert.</p>
<p><strong>Wie kam es dann dazu, dass Du nach Deiner aktiven Karriere Trainer der Amateure wurdest?</strong><br />
Ich hatte ja schon zur aktiven Zeit in den Trainer- und Nachwuchsbereich reingeschnuppert. Ich habe die U17 drei Jahre trainiert und habe dabei gemerkt, dass mir das Spaß macht. Da war es dann der nächste Schritt, als Thomas Schaaf hochging in die Bundesliga, dass ich die Amateure übernehme.</p>
<p><strong>Gab es Vorgaben oder Richtlinien vom Verein zum Training oder zur Spielformation?</strong><br />
Es gab kleinere Vorgaben zum Spielsystem. Dass wir da nicht mehr mit Libero spielen wollten, war klar. Nach vorne hin hatte man dann aber freie Hand. Es ging natürlich hauptsächlich darum, die Spieler so zu entwickeln, dass sie den Durchbruch nach oben schaffen, das war damals wie heute der Sinn und Zweck der zweiten Mannschaft.</p>
<p><strong>Über Deinen Abschied und Wechsel zu Schalke wurde wenig bekannt, wie kam es damals zur Trennung?</strong><br />
Das Thema wollen wir nicht weiter aufwärmen jetzt. Es ist früher genug dazu gesagt worden, es passte halt nicht mehr, ich habe bei Werder aufgehört, und es kam dann ziemlich zeitnah das Angebot von Schalke.</p>
<p><strong>Wieso fiel die Wahl von Schalke und Assauer gerade auf Dich?</strong><br />
Das weiß ich nicht, das müsste man ihn fragen. Er wollte mich als Spieler schon haben, als ich noch bei Concordia gekickt habe, von daher geh&#8217; ich mal davon aus, dass er meine Spielweise gut fand. <em>(lacht)</em> Wir kannten uns ja auch persönlich, so hing das wohl alles zusammen.</p>
<p><strong>Wie geht man so eine Aufgabe an, erleichtert wegen des Aufstiegs oder gab es auch nachdenkliche Minuten?</strong><br />
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich beim Skilaufen war und dann den Anruf von Assauer bekam. Da musste ich in der Tat erstmal meine Skier abschnallen, damit ich das sacken lassen konnte. Klar überlegt man: Kannst du das wuppen? Aber was hat man auf der anderen Seite schon zu verlieren? Auf Schalke sind ja schon ganz andere gescheitert. <em>(lacht)</em></p>
<p>Ich bin da natürlich nicht so rangegangen, dass mir klar war, dass ich scheitere, aber in der Regel ist es als Trainer ja so, dass du entlassen wirst. Bei neun von zehn Fällen ist das eben so. Das war aber nicht das, worüber ich mir Gedanken gemacht habe, ich hab da schon geguckt, wie kannst du dich da am besten behaupten und letztendlich war das für mich einfach eine Riesengeschichte, so eine Chance bekommt man wohl nur einmal.</p>
<p><strong>Warst Du etwas „erschlagen“ aufgrund der enormen medialen Aufmerksamkeit?</strong><br />
Nein, das hatte ich schon so erwartet. Das hat mich nicht überrascht oder mir Probleme bereitet.</p>
<p><strong>Hast Du rückblickend dort überhaupt eine Chance gehabt?</strong><br />
<em>(längere Denkpause)</em> &#8230; wenn wir noch ein paar mehr Spiele gewonnen hätten, dann wäre es wohl anders gelaufen, weil man sich weniger angreifbar macht. Wir hatten ja aber auch nicht gegen den Abstieg gespielt, sondern waren Sechster in der Tabelle. Es war es einfach so, dass wir eine sehr alte Mannschaft mit Spielern waren, die ihren Zenit schon weit überschritten hatten. Auch körperlich gingen da einige schon fast wortwörtlich am Stock. Wenn ich an Sven Kmetsch denke, der konnte die Woche ja nur zweimal mittrainieren, und den Rest der Woche war er beim Arzt, das war irre. Der hat ja immernoch seine Leistung gebracht, aber da war klar, dass am Saisonende Feierabend ist. Ich hatte ziemlich schnell zu meinem Cotrainer gesagt, dass wir die Saison irgendwie überstehen müssen, um dann eine ganz neue Mannschaft aufbauen zu können. Die Chance haben wir aber nicht mehr bekommen, leider, weil sich auch einige ältere Spieler bei Assauer beklagt haben, dass sie nicht mehr spielen. Wenn sich Marc Wilmots und Andreas Möller beschweren und Assauer dem Gehör schenkt, dann hast du als junger Trainer verloren.</p>
<p><strong>War Assauer loyal Dir gegenüber oder ist da ganz tief im Inneren ein kleiner Groll?</strong><br />
Ich bin ja jetzt in einer ähnlichen Funktion wie Assauer zu der damaligen Zeit tätig. Natürlich ein paar Ligen tiefer. Ich weiß aber, dass ich so wie er nie handeln würde. Dass ich Spielern Gehör schenke, wenn der Trainer nicht dabei ist. Natürlich hör ich mir das an, was die Spieler sagen, aber dass sie sich über den Trainer beschweren, ohne dass der dabei ist, würde ich nie zulassen. Da holt man den Trainer dazu, um das unter sechs Augen zu besprechen. Assauer hat das halt anders gehandhabt, das war wohl sein Arbeitsstil. Fertig, aus.</p>
<p><strong>Wie verläuft so eine Trennung? Wird man da ins Büro bestellt und man weiß schon, was kommt?</strong><br />
Das war eigentlich eine ganz lustige Geschichte.<em> (lacht)</em> Ich bin morgens zum Training gekommen, das war ganz normal um zehn Uhr angesetzt, und ich hatte mich um acht Uhr mit meinem Cotrainer getroffen. Wir haben das Training besprochen und sind den Ablauf durchgegangen. Dann klingelte um kurz nach neun das Telefon und Assauer sagte, wir beide sollen mal ins Büro rüberkommen. Ich hab das auch so zu meinem Co gesagt: „Du Norbert, wir sollen mal eben rüberkommen &#8230; “ Ganz ehrlich, ich war tatsächlich so naiv und hab mir nichts dabei gedacht. <em>(lacht)</em> Er meinte noch: „Du, die schmeißen uns raus!“ Aber ich dachte, Mensch, wir sind doch auf dem sechsten Platz, wieso sollten die uns rausschmeißen? Nach fünf Minuten dämmerte es mir dann aber: was soll ich denn sonst eine halbe Stunde vorm Training im Büro?<em> (lacht)</em></p>
<p>Es kam wirklich sehr überraschend, von daher war es auch relativ schmerzfrei. Ich habe mich dann noch von der Mannschaft verabschiedet, habe noch zwei Bier mit dem Doc getrunken und bin dann relativ fix nach Hause gefahren.</p>
<p><strong>Danach kamen Kiel und Jena. Sieht man das selber als Abstieg? Wie geht man damit um?</strong><br />
Im Prinzip ist das doch überall das Gleiche. In der zweiten oder dritten Liga hat man eben nur weniger Medienauflauf und weniger Zuschauer. Ansonsten versucht man ja aber überall, mit der Mannschaft möglichst gut zusammenzuarbeiten, und in Kiel hat das auch Riesenspaß gemacht. Selbst in Jena, muss ich sagen. Die sechs Spiele am Ende der Saison, wo wir eigentlich aussichtslos abgestiegen waren, und dann haben wir noch drei mal gewonnen und drei mal unentschieden gespielt. In Freiburg gewonnen, was einfach total geil war, und dann das letzte Spiel in Augsburg, da war die Hölle los. Das war sensationell, 2:1 gewonnen, und wir sind dringeblieben. Das sind Erinnerungen, die ich auf keinen Fall missen möchte. Die Dinge, die danach kamen, waren dann weniger schön, und man fragt sich im Nachhinein, ob man wirklich so naiv war. Der Präsident erzählte was von irgendwelchen Russen, die da Millionen reinhauen wollen, und du glaubst es als Trainer. Du willst es natürlich auch glauben, aber das war ja zum Scheitern verurteilt. Und als Trainer bade ich das halt aus.</p>
<p><strong>Eigentlich bist Du ein „Hamburger Jung“. Wieso fiel die Wahl auf Werder?</strong><br />
Ich war ja damals in der dritten Liga Spieler des Jahres. Heutzutage, als Drittligaspieler des Jahres, und dann auch noch mit 19 Jahren, bekommt man ja von überall Millionenofferten und braucht nie wieder einen Ball geradeaus spielen. <em>(lacht)</em> Ich habe aber damals dann Probetrainings gemacht. Beim HSV, in Stuttgart, in Kaiserslautern, in Hannover und eben auch bei Werder. Es haben aber alle immer ein bißchen rumgeeiert und Werder kam direkt mit einem konkreten Angebot. Da war die Wahl dann ganz einfach.</p>
<p><strong>Zwei mal Meister, zwei mal Pokalsieger, dazu Europapokalsieger. Liest sich nett, aber gibt es ein besonderes Spiel, das Dir immer in Erinnerung bleiben wird?</strong><br />
Klar, da gibt es so einige. Ein Spiel ist natürlich hier zu Hause das 6:2 gegen Spartak Moskau. Überhaupt sind viele Spiele im Europapokal hängen geblieben. Auch das Spiel gegen Mailand ist mir leider auch noch im Gedächtnis, wo ich über den Ball kloppte&#8230;</p>
<p><strong>&#8230;wo Du Libero spielen musstest&#8230;</strong><br />
Ja, genau. Ich konnte Fehler immer ziemlich gut verdrängen, aber bei dem Spiel war es leider nicht so.</p>
<p><strong>Es gab oft Gerüchte, Du würdest zu Bayern wechseln &#8211; wie viel war da wirklich dran?</strong><br />
Es gab in der Tat Kontakt zu den Bayern. Ich hatte mich mit Uli Hoeneß hier im Hotel getroffen, und er hat mir ein sehr gutes Angebot gemacht. Natürlich überlegt man sich dann, ob man zu den Bayern geht, aber irgendwie habe ich damals schon geahnt, dass ich da nicht wirklich hinpassen würde und habe mich für Bremen entschieden.</p>
<p><strong>319 Ligaspiele, 97 Tore. Fast alle drei Spiele ein Tor. Letztendlich aber nur eine Berufung zur Nationalmannschaft. Wieso?</strong><br />
Die Bayern hatten damals ja noch ihren „Block“ in der Nationalmannschaft. Beckenbauer war zu meiner Zeit Trainer und Dieter Hoeneß halt vor meiner Nase. Ich muss aber auch sagen, dass ich ziemlich oft verletzt war und immer, wenn dann mal eine Einladung kam, war ich dann auch wieder verletzt. Daran lag das wohl auch so ein bisschen.</p>
<p><strong>Nach Marco Bode bist Du der erfolgreichste Werder-Torschütze. Noch. Wie groß ist die Angst, von Claudio Pizarro verdrängt zu werden?</strong><br />
Das ist Jacke wie Hose&#8230;</p>
<p><strong>Achtet man da gar nicht drauf?</strong><br />
Nein, was solls. Ob ich da nun Zweiter, Dritter oder Vierter bin&#8230; Da kann ich mir auch nichts von kaufen.</p>
<p><strong>Ist der Typ „groß und kopfballstark“, wie Du es ja auch warst, im modernen Fußball nicht mehr gefragt?</strong><br />
Wenn ich mit den Trainern aus der ersten oder zweiten Liga spreche, dann werde ich öfter gefragt, ob ich denn nicht noch spielen könnte, da man genau so einen Spieler wie mich sucht.<em> (lacht)</em> Ich will mich hier nicht groß rauskehren, aber das kommt schon oft.</p>
<p><strong>Du kannst Dich ja wie Ailton als neuer Spieler anbieten&#8230;</strong><br />
Nein, mein Comeback werde ich ganz sicher nicht geben. <em>(lacht)</em></p>
<p>Gute Fußballer werden immer gebraucht, auch jemand mit einem Riecher im Zentrum, der es auch mit dem Kopf kann. Wenn ich Bayern sehe mit nur einer Spitze, das finde ich häufig nicht so glücklich für den Stürmer, der da im Zentrum alleine auf sich gestellt ist. Gomez ist ja aber auch nicht klein und nicht gerade kopfballschwach, also auch die Typen werden schon gesucht. In erster Linie sucht aber jeder Verein Stürmer, die Tore schießen. <em>(lacht)</em></p>
<div id="attachment_3642" class="wp-caption alignleft" style="width: 293px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/Neub2.jpg"><img class="size-medium wp-image-3642" title="Neub2" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/04/Neub2-283x300.jpg" alt="Werders Marnon Busch, hier im U17-Halbfinale der letzten Saison." width="283" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Werders Marnon Busch, hier im U17-Halbfinale der letzten Saison.</p></div>
<p><strong>Du bist der Berater von Marnon Busch, Rechtsverteidiger von Werders U19. Wie kam da der Kontakt zustande?</strong><br />
Ich habe seine Eltern über die Fußballschule am Millerntor kennengelernt, und so kam da der Kontakt zustande und man hat miteinander gesprochen.</p>
<p><strong>Wie siehst Du seine Profiambitionen?</strong><br />
Er ist ja erstmal noch in der U19 und hat sehr gute Anlagen. Alles Weitere wird man sehen. Er hat eine gute Entwicklung gemacht und hat sicherlich eine Chance – wie viele andere auch. Aber das ist noch ein weiter Weg.</p>
<p><strong>Wo muss er sich noch verbessern?</strong><br />
Das sag ich ihm dann persönlich. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>Willst Du noch mehr Jugendspieler unter Vertrag nehmen?</strong><br />
Ich betreue ja ein paar Spieler, und in erster Linie geht es darum, dass ich denen die Erfahrung mitgebe, die ich habe. Ansonsten habe ich aber auch mit Oldenburg genügend zu tun und will das erstmal nicht weiter ausbauen.</p>
<p><strong>Du guckst Dir viele Spiele an, auch wegen Deiner Tätigkeit für die Oldenburger. Gibt es da auch mal den ein oder anderen Tipp für die Bremer?</strong><br />
Ich glaube nicht, dass Werder einen Tipp von mir braucht. Die haben ja eine Scouting-Abteilung, die groß genug ist, um mehr zu sehen als ich es tue.</p>
<p><strong>Lennart Thy hatte in der Hinrunde gegen Leverkusen eine große Chance, die er vergab und kam danach nicht mehr richtig auf die Beine und bei den Profis zum Zug. Wie stark knabbert sowas an einem?</strong><br />
Das hängt immer vom einzelnen Charakter ab. Als Stürmer wird man immer mal Hunderprozentige versieben, aber das muss man möglichst schnell wieder wegpacken und möglichst schnell wieder ein Tor machen, und das fehlt ihm so ein bißchen, die Chance hat er dann halt nicht gehabt. Dann bleibt sowas halt auch mal länger hängen.</p>
<p><strong>Machen sich gerade die jungen Spieler da vielleicht auch zuviel Druck?</strong><br />
Das ist ja auch bei jedem individuell verschieden. Natürlich ist immer Druck da, auch von außen wird der erzeugt. Früher hat man den Druck ja auch gehabt, wenn du den Ball nicht reinschießt, kommt halt der nächste und man ist auch raus.</p>
<p><strong>Hattest Du in deiner aktiven Zeit ähnliche Phasen wie Lennart Thy jetzt?</strong><br />
Das hat jeder Stürmer. Mir ist niemand bekannt, der so eine Phase nicht hatte. Da muss man durch und eben schnell wieder ein Tor machen, dann läuft das alles wieder.</p>
<p><strong>Mit Florian Hartherz, Tom Trybull und Niclas Füllkrug haben in der Rückrunde drei U23-Spieler ihr Debüt bei den Profis feiern können. Davor war jahrelang gar nichts, Trybull und Hartherz sind sogar nur „zugekauft“. Wie würdest Du Werders Jugendarbeit der letzten Jahre beurteilen?</strong><br />
Die Jugendarbeit ist sehr professionell und gut. Da sind ja auch immer Kicker dabei gewesen die jetzt teilweise ihr Ziel woanders erreicht haben. Martin Harnik, Dennis Diekmeier, es gibt ja schon ein paar Beispiele, die den Sprung geschafft haben, wenn auch woanders.</p>
<p><strong>Hat man aber, auch aufgrund der jahrelangen Champions League-Millionen den Spagat zwischen U23 und Profis etwas vernachlässigt?</strong><br />
Sicher, wenn man ganz oben dabei ist, dann muss man Spieler holen, die sofort Champions League-tauglich sind. Das sind natürlich Spieler, die aus der U23 kommen, in der Regel nicht.</p>
<p><strong>Du bist aber auch noch in einem anderen Bereich als Berater tätig. Du hilfst Jugendlichen, sich im körperlichen Bereich zu verbessern. Wie kann man sich das genau vorstellen?</strong><br />
Das ist ein Schulprojekt, wo wir mit einem Laufparcours in Schulen gehen und eben auch Kinder zur Bewegung motivieren, gerade auch welche, die nicht so sportlich sind und den Zugang zum Sport nicht gefunden haben. Manche hatten da auch negative Erlebnisse mit dem Sport, und die sprechen wir damit sehr gut an. Das macht eine Menge Spaß, wenn man die Jungs und Mädels da sieht, wie die mit einer riesigen Begeisterung dabei sind. Ist eine tolle Geschichte.</p>
<p><strong>Werders Saisonziel ist Europa League, reichen die Leistungen dafür aus?</strong><br />
Der siebte Platz ist ja jetzt ausreichend, und deswegen sollte das zu schaffen sein.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview und viel Glück für den Aufstiegskampf!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Fotos wurden von Worum-Usern zur Verfügung gestellt, besonderer Dank gilt &#8216;kantersieg&#8217;.</em></p>
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		<title>Werders Talente Teil 7: Almpanis, Bockhorn, Ferfelis, Hüsing, Lingerski, Nagel &amp; Zander</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 22:14:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den ersten sechs Teilen um Werders aktuelle Talente haben wir uns den Spielern gewidmet, die unserer Ansicht nach am Ehesten bei den Profis erwartet werden können. Doch Vorrauszusehen ist die Entwicklung bei den beschriebenen Talenten, teils erst 16, sehr schwer. Niclas Füllkrug feierte seine Profidebüt dieses Jahr noch vor seinem 19. Geburtstag, Dominik Schmidt betrat erst mit 23 erstmals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den ersten sechs Teilen um Werders aktuelle Talente haben wir uns den Spielern gewidmet, die unserer Ansicht nach am Ehesten bei den Profis erwartet werden können. Doch Vorrauszusehen ist die Entwicklung bei den beschriebenen Talenten, teils erst 16, sehr schwer. Niclas Füllkrug feierte seine Profidebüt dieses Jahr noch vor seinem 19. Geburtstag, Dominik Schmidt betrat erst mit 23 erstmals den Platz während eines Bundesligaspiels. Im letzten Teil unserer Serie geht es daher um die, die noch etwas hinten dran stehen, wohl den Weg über die U23 nehmen müssten und sich enstprechend noch zu entwickeln haben.</p>
<h2><strong>LEON LINGERSKI</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Linker Verteidiger/Innenverteidiger, geboren am 3. Mai 1995 in Bremerhaven, 185cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2007<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U17-Nationalspieler (5 Spiele / kein Tor), insgesamt 8 U-Länderspiele (1 Tor)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 15  Spiele / 2 Tore / 2 Vorlagen in der U17</p>
<p>Lingerski ist ein sehr großgewachsener Defensivspieler. Er ist bei nahezu jedem DFB-Lehrgang und seit letztem Sommer regelmäßig im Kader des 95er Jahrgangs dabei. Auf Strecke schnell, verliert er mit dem Ball am Fuß leider viel an Dynamik. Er ist als Linksfuß natürlich ein gesuchter Exot, zumal er als Linksverteidiger agiert, im Verein zuletzt aber auch häufig in der Innenverteidigung auflief. Seine Technik ist solide, er ist körperlich sehr weit. Wohin seine Entwicklung den B-Jugendlichen führen wird, ist nur schwer zu prognostizieren. Leons Spiel wirkt ein wenig träge, sein Offensivspiel sehr eindimensional. Defensiv ist er hingegen schwer auszuspielen, wobei er in dieser Spielzeit sein Stellungsspiel verbessert hat.</p>
<p>Nutzt er die ihm angebotenen Hilfestellungen zur Verbesserung von Beweglichkeit und Spielverständnis, kann er, der bereits im Fokus von Schaaf steht, auch seinen Weg beim SV Werder machen. Hier scheint der Weg in und über die U23 für die mittelfristige Zukunft vorgezeichnet, wobei der 16-jährige Bremerhavener vor allem von der internationalen Erfahrung mit den U-Teams des DFB profitieren könnte. Allerdings muss man ebenfalls anmerken, dass dort wie in jedem Jahrgang die Konkurrenz auf der Linksverteidiger-Position gering ist und Lingerski dadurch in der Rückrunde der letzten Saison sogar aus Werders zweiter B-Jugendmannschaft zum Nationalspieler wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>LUCA ZANDER</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Innenverteidiger/defensives Mittelfeld, geboren am 9. August 1995 in Weyhe, 177cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2006<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U17-Nationalspieler (1 Spiel / kein Tor), insgesamt 2 U-Länderspiele (kein Tor)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 13  Spiele / 1 Tor / 1 Vorlage in der U17</p>
<p>Ähnlich wie Teamkollege Lingerski ist auch Luca Zander mit häufigen Gastauftritten beim DFB in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Sein Status in der Nationalmannschaft seines Jahrgangs ist allerdings geringer, bei Länderspielen kommt er meist nicht zum Zuge.</p>
<p>Der 16-jährige Defensivspieler ist noch ziemlich schmal, agiert quirlig. Für einen Defensivspieler hat er, wie der in der U23 kickende Alex Hahn, eine beachtliche Torgefahr bei Standards. Mit elf Saisontreffern war er in der vergangenen Spielzeit als Abwehrspieler zweitbester Torschütze seines Teams.</p>
<p>Hat er noch als Innenverteidiger begonnen, wird der nicht besonders hochgewachsene Zander zur Zeit vor allem im defensiven Mittelfeld eingesetzt, wo er seine Stärken mehr im defensiven Verhalten als im Spielaufbau hat. Kämpferisch stark und unermüdlich ist Zander eine Stütze seiner Mannschaft. Sein Spiel ist bisweilen überhastet, aber auch für ihn gilt, dass die nächsten Monate in der U17 sowie die ersten Schritte in der U19 entscheiden werden, welche Entwicklung er nimmt. Größere Ruhe am Ball und eine bessere Spielübersicht würden ihm helfen, die nächsten Schritte in Richtung Herrenbereich zu meistern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>CHRISTOS ALMPANIS</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Stürmer, geboren am 5. November 1994 in Kalabaka/Griechenland, 183cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2010<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U18-Nationalspieler Griechenlands (2 Spiele / kein Tor), insgesamt 2 U-Länderspiele (kein Tor)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 14  Spiele / 4 Tore / 5 Vorlagen in der U19</p>
<div id="attachment_3627" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Almpanis.jpg"><img class="size-medium wp-image-3627" title="Almpanis" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Almpanis-200x300.jpg" alt="Christos Almpanis, kam 2010 von AO Dimitra Apollon " width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Christos Almpanis, kam 2010 von AO Dimitra Apollon</p></div>
<p>Der griechische Stürmer mit dem Atze Schröder-Minipli hatte nach Problemen mit der Spielberechtigung in der Hinrunde der vergangenen Saison über ein halbes Jahr nur trainiert, bevor er in der Rückrunde dann endlich das Okay bekam und in der U17 debütierte. Beim 17-jährigen stehen eine enge Ballführung, ein extrem guter Antritt sowie Trickreichtum einem eigenwilligen Spielstil gegenüber, der das Zusammenspiel mit Almpanis zu einem Glücksspiel macht.</p>
<p>Ist er angeblich des Deutschen ausreichend mächtig, wirkt dies auf dem Feld nicht so, da die Abstimmung selten funktioniert. Häufig wirkt es, als spiele er ein eigenes Spiel, da seine Abspiele, wenn sie kommen, nicht oder nicht mehr zu erwarten sind. Er lässt Bälle abklatschen, mit denen niemand rechnet, und erfüllt taktische Aufgaben nicht, oder nicht erkennbar.</p>
<p>Im November kam der körperlich robuste Grieche zwölf Minuten beim Testspiel der Profis in Braunschweig zum Einsatz, was überraschend kam und eventuell einfach dem Umstand geschuldet war, dass Testspieler Galitsios in Abwesenheit von Sokratis einen Begleiter bzw. Übersetzer benötigte. Positiver Nebeneffekt: Da man offenbar dadurch in Griechenland nachhaltig auf ihn aufmerksam geworden war, wurde Almpanis zwei Wochen später erstmals zu einem Lehrgang der griechischen U18-Nationalmannschaft berufen, dieses Jahr dann für Länderspiele nominiert. Vor wenigen Tagen feierte er sein Debüt, spielte in beiden Länderspielen gegen Frankreich von Beginn an. Und noch mehr Grund zur Freude: Bruder Stavros ist mittlerweile ebenfalls nach Bremen gezogen, spielt ab sofort für Werders zweite A-Jugend in der Regionalliga.</p>
<p>Zurück zu Christos: entweder er lernt es ganz schnell, sein durchaus technisch gutes und interessantes Spiel mit dem seiner Mannschaftskameraden zu harmonisieren, oder er wird den Ruf des Unbelehrbaren mit sich herumtragen, was ihm die Wege zumindest in den Bundesligafußball verbauen wird. Zu sehr werden sein erwähnter Antritt und der starke Zug zum Tor von einer häufig sichtbaren Kopflosigkeit in den Aktionen in Tateinheit mit mangelnder Bindung zum Spiel behindert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>HERBERT BOCKHORN</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Rechter Verteidiger, geboren am 31. Januar 1995 in Kiel, 174cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2006<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U17-Nationalspieler (noch ohne Einsatz)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 16 Spiele / 2 Tore / 1 Vorlage in der U17</p>
<p>Bockhorn ist ein kleingewachsener Rechtsverteidiger, der durchaus ansehnliche technische Momente zu produzieren vermag. In diesen sowie im spielerischen Bereich ist er gut geschult, dazu ausreichend schnell für die Außenposition. Fair und geschickt im Zweikampf, spielt er den ihm übertragenen Part ordentlich und vor allem zuverlässig. Klingt gut, ist es auch.</p>
<p>Der mit elf Jahren aus Kiel nach Bremen gekommene Bockhorn hat allerdings noch nicht erkennen lassen, wo seine besonderen Fähigkeiten liegen. Er kann alles gut, aber nichts wirklich herausragend, was am Ende des Tages für die ganz große Attacke zu wenig sein wird. Aber, und da liegt seine große Chance, er ist erkennbar in jeder Hinsicht entwicklungsfähig. Dies zumindest lässt für ihn bei fleißiger Arbeit alle Optionen offen.</p>
<p>Der im Januar 17 Jahre alte gewordene Bockhorn wurde im letzten Jahr erstmals und in gewisser Regelmäßigkeit zu Lehrgängen und in der Hinrunde dieser Spielzeit auch für ein Länderspiel der U17 nominiert, kam bisher jedoch noch zu keinem Einsatz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>DIMITRIOS FERFELIS</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Stürmer, geboren am 5. April 1993 in Delmenhorst, 191cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2007, Vertrag bis Sommer 2012<br />
<strong>Nationalelf:</strong> kein aktueller Nationalspieler<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 9 Spiele / 7 Tore / 0 Vorlagen in der U19</p>
<p>Der Delmenhorster Ferfelis bildet an manchen Tagen mit Almpanis den Gyrossturm der Bremer U19, auch er besitzt die griechische Staatsbürgerschaft. Der schlaksige Mittelstürmer ist ein technisch starker, beidfüßiger Spieler, der auch im Kopfballspiel zu überzeugen weiß. Vor dem Tor kaltschnäuzig, hat sich Ferfelis mit einer beachtlichen Quote an Toren den Platz als erster Stammstürmer bei den A-Junioren erarbeitet. Der hochaufgeschossene Spieler wirkt etwas langsam, was allerdings seiner großen Übersetzung geschuldet ist. Sein Spiel erscheint sehr eigenwillig, er scheut manchmal den dynamischen Weg zum Tor. Die Dribblings, häufig mit einem Übersteiger eingeleitet, verpuffen häufig bei dem Versuch ein Kabinettstückchen einzubauen, wo der direkte Weg der bessere wäre.</p>
<p>Teilweise vermittelt er den Eindruck, als wolle er andere Spieler kopieren, wovon er die Füße lassen und sich auf seine eigenen Fähigkeiten fokussieren sollte. Solche Eskapaden wirken, als geschehen sie nicht mit der Billigung der Coaches, so dass er manchmal den Anschein einer gewissen Starrköpfigkeit vermittelt. Ferfelis muss an seiner Effektivität und der Durchsetzungsfähigkeit arbeiten, technisch und körperlich ist er sehr gut. Helfen wird ihm sicher, wenn er es lernt, auf die Ratschläge seiner Trainer zu hören und sein beachtliches Spielvermögen in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Auch aufgrund der knappen bis unbefriedigenden Stürmersituation wird er in die U23 aufrücken, wohin ihn der weitere Weg führt, beobachten wir gespannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>OLIVER HÜSING</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Innenverteidiger, geboren am 17. Februar 1993 in Bühren, 193cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2004<br />
<strong>Nationalelf:</strong> kein aktueller Nationalspieler<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 7 Spiele / 1 Tor / 0 Vorlagen in der U19</p>
<p>Oliver Hüsing spielt bereits seit der U13 beim SV Werder. Der diesjährige Kapitän der U19 ist ein echter Bär. Ein extrem freundlicher und klug wirkender Mensch außerhalb des Platzes, auf dem Spielfeld ein Innenverteidiger, der &#8211; in seinem Fall sehr positiv gemeint &#8211; alten Schule. Stark im Stellungsspiel, mit sicherer Technik und der für einen Innenverteidiger äußerst hilfreichen Ruhe, ist er eine respekteinflößende Säule im Defensivverbund. Trotz seiner Größe mutet er beileibe nicht so lahm und unbeweglich an wie vergleichbare Spieler. Im Defensivzweikampf am Boden und in der Luft gefühlt unschlagbar, ist Hüsing nie auf unfaire Mittel angewiesen. Seine Spieleröffnung basiert auf dem löblichen Versuch, keine Fehler zu machen, was ihm gut gelingt. Allerdings wirkt dies ein wenig hemmend, wenn es gilt, das Spiel schnell zu machen. Hier greift er bisweilen zu langen Schlägen, die im Spielrepertoire des Leitungszentrums eigentlich nicht mehr auftauchen und leider häufig genug lediglich der Luftverschaffung dienen.</p>
<p>In der Offensive ist Hüsing in dieser Spielzeit noch ohne Fortune, allerdings durchaus begabt, denn im letzten Jahr war er nach den Standards gefährlich und traf auch sechs Mal in die Maschen, wobei natürlich sein gutes Stellungsspiel, die Antizipation und seine körperliche Robustheit hilfreich sind. Oliver Hüsing, zu Saisonbeginn noch verletzt, saß bereits auf der Bank bei der U23, wohin sein Weg nach Saisonabschluss sicher führen wird. Für die höheren Aufgaben fehlt ihm ein wenig der Pep, vielleicht auch einmal ein kleines bisschen Bösartigkeit. Von seiner Wesensart könnte er allerdings geeignet sein, mittelfristig die spielführende Konstante in der U23 zu werden &#8211; ein Posten, der seit Schierenbecks Abgang nicht besetzt wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>FLORIAN NAGEL<br />
</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> offensives Mittelfeld, geboren am 13. März 1992 in Stade, 180cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2008, Vertrag bis Sommer 2013<br />
<strong>Nationalelf:</strong> kein aktueller Nationalspieler<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 19 Spiele / 2 Tore / 2 Vorlagen in der U23</p>
<p>Florian Nagel war mit 14 nach Bremen gekommen, um ein Jahr später schon wieder Goodbye zu sagen. Aufgrund einer Fußverletzung trat er den Weg zurück in die Heimat zum SV Drochtersen/Assel an, um nach der Wiederherstellung alter Leistungsfähigkeit nach einer Spielzeit erneut zum SV Werder zu stoßen. Es folgten zwei erfolgreiche U19-Jahre, wo er vornehmlich auf der Zehn agierte, aufgrund kleinerer Verletzungen aber auch nochmals knapp ein Drittel der Partien verpasste. In der letzten U19-Saison kamen einige durchaus bemerkenswerte Einsätze im Mittelfeld der U23 hinzu. In der Winterpause der Spielzeit schloss er erfolgreich seine bei Werder absolvierte Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann ab.</p>
<div id="attachment_3626" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Nagel.jpg"><img class="size-medium wp-image-3626" title="Nagel" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Nagel-259x300.jpg" alt="Florian Nagel, kam 2008 vom SV Drochtersen/Assel" width="259" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Florian Nagel, kam 2008 vom SV Drochtersen/Assel</p></div>
<p>Der 19-Jährige ist ein Mittelfeldspieler, wie man es sich wünscht. Er ist positionstreu, taktisch klug, d.h., wenn er es dürfte, verstünde er es auch, das Spieltempo zu variieren. Nagel schlägt gute Pässe und Standards. Aufgrund seiner Schusstechnik ist er auch in der Lage, aus der zweiten Reihe gefährlich zu sein, nicht umsonst traf er in seiner letzten B-Jugend-Spielzeit zwölfmal. Körperlich ist er ein durchaus beachtlicher Herrenspieler, der keine Auseinandersetzung zu scheuen braucht und den physischen Sprung vom Nachwuchs- zum Profibereich längst geschafft hat.</p>
<p>Eine Portion Gemeinheit täte Nagel gut. Er ist ein guter, aber etwas brav wirkender Mittelfeldspieler, der sehr mannschaftsdienlich und klug agiert. Grund zur Sorge gibt seine Entwicklung in dieser Saison. Sah man gerade als A-Jugendspieler von ihm Unerwartetes, teilweise Brillantes (wie tödliche Pässe) als Höhepunkte in seinen stets soliden Auftritten, droht er, wie so viele andere, mehr und mehr zu einem weiteren Sicherheitspasspieler zu werden, wie sie über Jahre das Gesicht der U23 prägten und sowohl für den sportlichen Misserfolg der Mannschaft als auch für die Stagnation der Talente auf dem Weg nach oben stehen. Auch ihm fehlen inzwischen die Geniestreiche, die die wirklich Guten von den gut Ausgebildeten trennen und die es für den Zuschauer interessant machen, einem solch begabten Spieler beim Spielen zuzusehen.</p>
<p>Ein Problem scheint auch für ihn das Überangebot an ähnlichen Spielern in der U23 zu sein, im Talentbereich ist Werder im offensiven Mittelfeld quantitativ sehr gut besetzt. Acht geben muss er allerdings, sich in dieser Konkurrenz nicht unnötig klein zu machen, denn noch mehr angepasste solide Mitläufer werden auf Dauer stagnieren. Dies wäre in seinem Fall und bei seinen Anlagen bedauerlich. Hatte er in seinen ersten Einsätzen in Werders Drittligateam noch für Fantasie gesorgt, dass er es vielleicht mit etwas mehr Anlaufzeit in den Profikader schaffen könnte, so gehen die Prognosen nun eher in Richtung eines Tobias Kempe, der nach zwei U23-Jahren in die zweite Liga nach Aue wechselte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>WorumWiki-Profile von Leon Lingerski (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Leon_Lingerski">klick</a>), Luca Zander (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Luca_Zander">klick</a>), Christos Almpanis (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Christos_Almpanis">klick</a>), Herbert Bockhorn (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Herbert_Bockhorn">klick</a>), Dimitrios Ferfelis (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Dimitrios_Ferfelis">klick</a>), Oliver Hüsing (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Oliver_H%C3%BCsing">klick</a>) &amp; Florian Nagel (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Florian_Nagel">klick</a>)</em></p>
<p><em>Fotos von Worum-Usern zur Verfügung gestellt:<br />
</em></p>
<p><em>Teil 1: <a href="../?p=3440">Niclas Füllkrug &amp; Alexander Hahn</a></em><br />
<em>Teil 2: <a href="../?p=3477">Cimo Röcker &amp; Marnon Busch</a></em><br />
<em>Teil 3: <a href="../?p=3494">Levent Aycicek &amp; Julian von Haacke</a></em><br />
<em>Teil 4: <a href="../?p=3506">Marcel Hilßner &amp; Lukas Fröde</a></em><br />
<em>Teil 5: <a href="../?p=3580">Aleks Stevanovic &amp; Özkan Yildirim</a></em><br />
<em>Teil 6: <a href="http://blog.worum.org/?p=3585">Clemens Schoppenhauer &amp; Bernd Düker</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Werders Talente Teil 6: Clemens Schoppenhauer &amp; Bernd Düker</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 20:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Worum-Team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Clemens Schoppenhauer und Bernd Düker kämpfen derzeit mit Werders U23 um den Klassenerhalt in der dritten Liga. Wir werfen einen Blick auf die beiden Bremer aus dem Jahrgang 1992, die regelmäßig im Profitraining auftauchen und mittlerweile schon in mehrere Profitrainingslager mitreisten. Verteidiger Schoppenhauer bestritt im Sommer gar zehn Testspiele für die Profis, hat aber mittlerweile nicht gerade wenig Konkurrenz vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Clemens Schoppenhauer und Bernd Düker kämpfen derzeit mit Werders U23 um den Klassenerhalt in der dritten Liga. Wir werfen einen Blick auf die beiden Bremer aus dem Jahrgang 1992, die regelmäßig im Profitraining auftauchen und mittlerweile schon in mehrere Profitrainingslager mitreisten. Verteidiger Schoppenhauer bestritt im Sommer gar zehn Testspiele für die Profis, hat aber mittlerweile nicht gerade wenig Konkurrenz vor ihm. Für Bernd Düker sieht es da etwas besser aus, zumal auf der Torwartposition anders als in der Defensive auch kein weiteres Talent mit genug Perspektive im Bremer Nachwuchs in Sicht ist.</p>
<h2><strong>CLEMENS SCHOPPENHAUER</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Innenverteidiger, geboren am 23. Februar 1992 in Bremerhaven, 185cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2005, Vertrag bis Sommer 2012<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U20-Nationalspieler (1 Spiel / kein Tor), insgesamt 1 U-Länderspiel (kein Tor)<br />
<strong>Bilanz:</strong> 19 Spiele / 0 Tore / 0 Vorlagen in der U23</p>
<p>Der gebürtige Bremerhavener Clemens Schoppenhauer fiel den Scouts von Werder schon früh auf. Mit elf Jahren konnte er erstmals auf sich aufmerksam machen, Werder hätte ihn gerne zu diesem Zeitpunkt schon in den Jugendteams gehabt, allerdings war es seiner Familie noch zu früh für die Fahrgemeinschaft und das Internat, so dass noch einige Zeit verging, bis der dann 13-Jährige von von Bremerhaven nach Bremen in Stadionnähe zog.</p>
<div id="attachment_3614" class="wp-caption alignright" style="width: 231px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Schoppe.jpg"><img class="size-medium wp-image-3614" title="Schoppe" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Schoppe-221x300.jpg" alt="Clemens Schoppenhauer, kam 2005 von SG Stotel-Nesse" width="221" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Clemens Schoppenhauer, kam 2005 von SG Stotel-Nesse</p></div>
<p>Durch seinen Fleiß und fast schon übertriebenen Ehrgeiz, den er auch in jedem Training an den Tag legt, wurde er schnell zum Stammspieler in der Innenverteidigung. Ein Status, den der langgezogene 19-Jährige seit Anbeginn innehat. Ganz nach seinem Vorbild Per Mertesacker lebt er bei seinem Spiel in erster Linie von seiner hervorragenden Antizipation und dem sehr guten Stellungsspiel, wodurch er in der letzten U19-Saison als älterer Jahrgang in punkto Gegenspieler nicht selten unterfordert war und sich in der U23 festspielte, bei der er sich sowieso seit Saisonbeginn immer wieder in den Kader spielte.</p>
<p>Ganz anders als sein Vorbild ist er auch im Spielaufbau sehr gut und versteht es, die Bälle zu verteilen. Das führte dahin, dass er in der A-Jugend in engen Spielen regelmäßig in den letzten Minuten hinter die Spitzen geschickt wurde, um dort als Ballverteiler zu agieren und natürlich ebenso mit seiner Kopfballstärke zu glänzen. Aufgegangen ist der Plan dabei unter anderem in einem Spiel gegen Hertha BSC Berlin, als man aus einem Rückstand in den letzten zehn Minuten noch einen Sieg biegen konnte. Dass er dabei aber nicht als Torschütze auftauchte, zieht sich durch Schoppenhauers letzte Jahre. In viereinhalb Spielzeiten seit seinem ersten B-Juniorenjahr gelangen ihm lediglich vier Treffer, was für einen langgewachsenen Abwehrspieler, gerade im Vergleich zu seinen Werder-Kollegen, relativ wenig ist. Und das trotz Kopfballstärke, die ihm bei U19-Spielen, in denen er im defensiven Mittelfeld agierte, eine enorme Lufthoheit einhergehend mit enormer Präsenz auf dem Platz verschaffte.</p>
<p>Den Stärken gegenüber stehen seine nicht gerade sonderlich hohe Grundschnelligkeit und immer wiederkehrende kleine Unkonzentriertheiten, die zu Fehlern führen. Man hat manchmal den Eindruck, dass er in Bedrängnis mit dem Kopf schon einen Schritt weiter ist, aber die Beine das Ganze so noch gar nicht verarbeitet haben. Zu langsam in der Bein/Auge-Koordination? In Zweikämpfen wirkt er drahtig, verbissen bei der Sache. Jedoch fehlt ihm noch etwas Masse, um sich besser behaupten zu können.</p>
<p>Im Sommer war Schoppenhauer mit den Profis im Trainingslager, war aufgrund der enormen Innenverteidiger-Probleme bei Werder plötzlich im Rampenlicht. Auch wenn er wegen Verletzungssorgen schon in der Vorsaison mit nach Tottenham zum Champions League-Spiel reiste, die Situation sah nun anders aus: er hätte zum Saisonauftakt der Bundesliga gefordert sein können. Dass Thomas Schaaf kommentierte, &#8220;man müsse dann aber die Erwartungen runterschauben&#8221;, war nicht etwa ein Kleinreden seines Spielers, sondern eine gesunde Einschätzung. Der Bremerhavener war einfach noch nicht so weit in einer Entwicklung, zeigte sich in den Testspielen gegen brauchbare Gegner mit Lichtblicken, aber auch teilweise großen Problemen.</p>
<p>Zugute halten muss man ihm aber, dass er in seinem schwächsten Auftritt überhaupt keine Spielzeit bekommen sollte und am gleichen Tag hartes Konditionstraining absolvierte. Aufgrund einer Verletzung im Kader und mangelnder Alternativen musste er ran. Und das schlechte Spiel könnte damals Spuren hinterlassen haben. Wenn man weiß, wie sehr sich dieser Verteidiger schon über ein Unentschieden aufregen kann, dann kann man erahnen, wie sehr ihn das Spiel gewurmt haben muss. Die folgenden Monate verliefen ebenfalls nicht nach Wunsch, er musste ab und an gar unpassend als rechter Verteidiger agieren. Aber auch insgesamt ist seine Entwicklung nicht nur ins Stocken geraten, es ist auch wenig Fortschritt gegenüber dem Sommer-Status zu erkennen.</p>
<p>Defensivspieler wie auch die Nationalspieler Hummels, Höwedes &amp; Badstuber benötigen aber so oder so mehr Entwicklungszeit und Spielpraxis, bevor sie durchstarten können. Wo diese Zeit ab Sommer verbracht wird, scheint fraglich. Im letzten Sommer konnte man sich nicht über einen neuen Vertrag einigen, trotz Wertschätzung bei Thomas Schaaf wollte man Schoppenhauer bei Werder (noch) keinen Profivertrag geben. Nach unseren Informationen läuft der Amateurvertrag diesen Sommer aus, eine Verlängerung mit der Aussicht, die nächste Saison in der Regionalliga zu verbringen, wird von ihm, wie von vielen, nicht automatisch abgenickt. Mit im Sommer gerade 20 Jahren, 1,5 Spielzeiten im Herrenbereich und ausstehender Entwicklung in einigen Bereichen ist eine weitere Saison bei der Werder U23 keineswegs ausgeschlossen. Da sich bei den Profis aber eine qualitativ und quantitativ gute Innenverteidiger-Situation andeutet, sich damit die Perspektivfrage stellt, könnte auch ein Abgang, direkt oder als Leihe, möglich sein. Ein Weggang aus Bremen würde dem ausgewiesenen Werderfan, der noch heute bei Möglichkeit in der Ostkurve steht, sicher schwerfallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>BERND DÜKER</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Torhüter, geboren am 1. April 1992 in Gronau, 191cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2010, Vertrag bis Sommer 2014<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U20-Nationalspieler (1 Spiel), insgesamt 1 U-Länderspiel<br />
<strong>Bilanz:</strong> 6 Spiele in der U23, 1 Spiel in der U21</p>
<p>Bernd Düker ist schon seit seiner Ankunft in Bremen im Sommer 2010 fester Bestandteil in den Profitrainingslagern des SV Werder. Vom VfL aus Osnabrück für die U19 geholt, sollte er sich nach dem Abgang von Ron Wochnik einem Zweikampf im Tor gegen Tom Neukam stellen. Schon nach den ersten Trainingseinheiten und Testspielen wurde allerdings klar, dass der vergleichsweise ruhige Düker gegen den manchmal hibbelig wirkenden Neukam die Nase vorn hat. Als sachlich und ruhig wurde Düker bei seinem Wechsel beschrieben, passend dazu begann er beim Sponsor Targobank eine Ausbildung zum Bankkaufmann.</p>
<p>Im Sommer ging es altersbedingt in den Profifußball, wo er in der U23 als Stammtorhüter vorgesehen war. Christian Vanders Abgang war angedacht, es wurden ihm auch durch öffentliche Aussagen der Verantwortlichen keine Steine in den Weg gelegt. Da sich nichts Passendes fand, blieb Vander, und Düker sorgte selbst dafür, dass er schon nach dem ersten Spieltag zwischen die Pfosten der U23-Mannschaft zurückkehrte. Verletzungsbedingt musste Düker nach seinem Debüt gegen den SV Wehen Wiesbaden seinen Platz räumen, konnte es sich in der Reha gemütlicher machen als gehofft, da sich die Verletzung als hartnäckig erwies.</p>
<div id="attachment_3615" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Dueker.jpg"><img class="size-medium wp-image-3615 " title="Dueker" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Dueker-225x300.jpg" alt="Bernd Düker, kam 2010 vom VfL Osnabrück ©Flickr 2e14" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bernd Düker, kam 2010 vom VfL Osnabrück ©Flickr 2e14</p></div>
<p>Ebenso hartnäckig blieb Werder das Verletzungspech treu, so dass aufgrund der Verletzungen der Verteidiger Sandro Stallbaum und Leon Balogun die gesamte Werder-Defensive nur noch aus 18- und 19-Jährigen bestand. So blieb der erfahrene Christian Vander nach Dükers Genesung im Werder-Gehäuse, wo er zunächst aufgrund seiner Erfahrung, mittlerweile aber auch wegen der schon vorhandenen Qualität gegenüber Dükers Potenzial im Abstiegskampf viel Spielzeit erhält. Aktuell steht Düker wieder zwischen den Pfosten, da Vander den verletzten Mielitz bei den Profis ersetzte und danach aufgrund einer Krankheit ausfiel. Spätestens wenn der Kampf um den Klassenerhalt abgehakt ist, könnte man für die Zukunftsplanung aber nur noch Düker als Stammkeeper zwischen den Pfosten sehen.</p>
<p>Trotz seines Platzes hinter Vander rutschte er nicht aus dem Fokus des DFB, wo er seit seinem Wechsel zu Lehrgängen der U19- sowie (in dieser Saison) U20-Nationalmannschaft eingeladen wurde. Am 12. November des letzten Jahres kam er sogar zu seinem Länderspieldebüt, als er zur Halbzeit eingewechselt wurde, leider aber den 0-1 Siegtreffer der Polen kassierte. Zugute kam ihm allerdings in dem 92er Jahrgang auch, dass Leno und ter Stegen aufgrund ihrer Bundesliga-Stammplätze bereits höher als U20 spielen und die Konkurrenz dahinter mit Freiburgs Scholow schon sehr überschaubar ist.</p>
<p>Wie inzwischen eigentlich alle jungen Torhüter gehört Bernd Düker, der seit er fünf ist immer zwischen den Pfosten stand, der modernen, als &#8216;mitspielend&#8217; bezeichneten Generation an. Mit guten technischen Fähigkeiten ausgestattet, bietet er sich auch während des Spiels an, um als Anspielstation zu dienen und den Spielfluss auf die andere Seite zu verlagern. Auch bei langen Bällen hinter die Abwehr ist er stets als letzter Mann mit guter Übersicht zur Stelle. Dabei selten unüberlegt oder ungestüm, sondern fast immer mit dem richtigen Gespür für die Situation, gut im Timing, ob er den Ball erreicht oder nicht. In der letztjährigen A-Jugendsaison schien er teilweise auch gar unüberwindbar, wenn es ins Eins-gegen-Eins ging oder er bei Chancen im Strafraum konsequent auf der Linie blieb, sich nicht locken ließ. Anders verhielt es sich hingegen, wenn er bei Standardsituationen seinen geliebten Fünfmeterraum mal verließ. Allerdings ist es nicht untypisch, dass man sich gerade in dem Alter bei solchen Situationen noch verschätzt, denn gerade dort kommt Erfahrung besonders zu tragen. Werders Nummer zwei, Sebastian Mielitz, ist ein gutes Beispiel, da er sich gegenüber seiner Jugendzeit enorm in diesem Bereich verbessern konnte.</p>
<p>Ziemlich weit ist Düker bereits im körperlichen Bereich: 90 Kilo sind eine Hausnummer, wo er sowieso schon mit 1,91m Körpergröße über Gardemaß verfügt. Sein Auftritt zwischen den Pfosten wirkt in vielen Aktionen wie selbstverständlich, er lässt mit einer gewissen Eleganz Flugeinlagen wie ein Leichtes aussehen. Sein von Beobachtern dem Pferdesport zugeschriebener unnachahmlicher Voltigierschritt verlangt nach guten Richternoten. Nach seinem ersten Länderspiel war zu hören, dass seine Aktionen mehr Dynamik vertragen könnten, wo er aber dank regelmäßigem Mitwirken beim Profitraining von den Kollegen Wiese und Mielitz einiges abgucken kann.</p>
<p>Was er nicht kopieren, sondern nur selbst erledigen kann, ist aber das Erfahrungsammeln auf dem Platz während Pflichtspielen. Vanders Vertrag läuft aus, der derzeit verletzte Jerome Reisacher ist als Vertretung eingeplant, und aus dem Nachwuchs kommt niemand mit entsprechender Perspektive nach. Gerade bei einem Abstieg in die Regionalliga ist schwer davon auszugehen, dass Bernd Düker nächstes Jahr die Nummer eins der U23 sein wird, nicht ohne Grund bekam er bei seinem Wechsel einen Vertrag bis 2014. Es wird ein entscheidendes Jahr für den am lustigsten Apriltag seinen 20. Geburtstag feiernden Düker. Er wird zeigen müssen, dass er nach Felix Wiedwald und Sebastian Mielitz der nächste junge Werdertorhüter mit Bundesliga-Perspektive ist und den Verantwortlichen damit klar machen, dass er nach seiner Banklehre einen Profivertrag bei Werder verdient hat. Ihm ist es zu wünschen, dass er sich in seinen besten Jahren um unser Gegentorkonto kümmert und nicht etwa nur noch um die Konten der ehemaligen Mitspieler.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>WorumWiki-Profile von Clemens Schoppenhauer (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Clemens_Schoppenhauer">klick</a>) und Bernd Düker (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Bernd_D%C3%BCker">klick</a>). Fotos von Worum-Usern (<a href="http://images.worum.org/index.php/Testspiel-gegen-Meppen">Album</a> &amp; <a href="http://www.flickr.com/photos/2e14/">flickr</a>) zur Verfügung gestellt:<br />
</em></p>
<p><em>Teil 1: <a href="../?p=3440">Niclas Füllkrug &amp; Alexander Hahn</a></em><br />
<em>Teil 2: <a href="../?p=3477">Cimo Röcker &amp; Marnon Busch</a></em><br />
<em>Teil 3: <a href="../?p=3494">Levent Aycicek &amp; Julian von Haacke</a></em><br />
<em>Teil 4: <a href="../?p=3506">Marcel Hilßner &amp; Lukas Fröde</a></em><br />
<em>Teil 5: <a href="http://blog.worum.org/?p=3580">Aleks Stevanovic &amp; Özkan Yildirim</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Werders Talente Teil 5: Aleks Stevanovic &amp; Özkan Yildirim</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 14:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Worum-Team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Teil 5 unser Serie über Werders Talente geht es zu zwei Spielern, die besser nur eines verbinden sollte: den Teamkameraden mit gleichen Nachnamen. Während Özkan Yildirims U19-Kollege Orhan Yildirim nicht mit ihm verwandt ist hat Aleksandar Stevanovic in Predrag seinen älteren Bruder bei Werder, der ihm den Wechsel nach Bremen erleichterte. Trotz ähnlicher Frisur unterscheidet beide beim Auftreten aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Teil 5 unser Serie über Werders Talente geht es zu zwei Spielern, die besser nur eines verbinden sollte: den Teamkameraden mit gleichen Nachnamen. Während Özkan Yildirims U19-Kollege Orhan Yildirim nicht mit ihm verwandt ist hat Aleksandar Stevanovic in Predrag seinen älteren Bruder bei Werder, der ihm den Wechsel nach Bremen erleichterte. Trotz ähnlicher Frisur unterscheidet beide beim Auftreten aber nicht nur die Körpergröße: Predrag wirkt liebt, Aleks wirkt böse. Das ist er eigentlich aber nicht, aufgrund seiner Kreuzbandverletzung bietet sich aber derzeit auch wenig Grund für beste Laune. Und damit hat er dann die passende Parallele zu Özkan Yildirim: der verletzte sich beim ersten Profitraining im Sommer und dürfte aufgrund der folgenden hartnäckigen und langwierigen Verletzungsprobleme auch nicht freudestrahlend durch Bremen laufen.</p>
<h2><strong>ALEKSANDAR STEVANOVIC<br />
</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> defensives Mittelfeld, geboren am 16. Februar 1992 in Essen, 175cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2011, Profivertrag bis Sommer 2014<br />
<strong>Nationalelf:</strong> kein aktueller Nationalspieler<br />
<strong>Bilanz:</strong> 15 Spiele / 0 Tore / 0 Vorlagen in der U23, 1 Spiel / 0 Tore / 0 Vorlagen bei den Profis</p>
<p>Von 100 auf 0 in nur einem Monat. So ging es Aleksandar Stevanovic nach seinem Bundesligadebüt am 19. November in Gladbach. Am 1. Dezember wurde vermeldet, dass der Deutsch-Serbe sich das Kreuzband angerissen hatte. Der kicker meldete drei Wochen später: Die Ausfallzeit erhöht sich, weil nicht, wie zuerst angenommen, nur ein Anriss, sondern ein Riss des Kreuzbandes vorliege.</p>
<p>Es war das vorläufige Ende eines Weges, der in der Sommervorbereitung anfing. Dort war Stevanovic, der am 16. Februar seinen 20. Geburtstag feiert, eine der Überraschungen und aufgrund seiner bissigen Spielweise schnell auf der Favoritenliste vieler Fans gelandet. Seine Auftritte in den Trainingseinheiten und Testspielen hatten etwas aus der Insektenwelt: Für den Gegenspieler wie eine nervige Wespe, die man nicht los wird, trat Stevanovic mit Hummeln im Hintern auf.</p>
<div id="attachment_3600" class="wp-caption alignright" style="width: 357px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/StevanovicA.jpg"><img class="size-full wp-image-3600" title="StevanovicA" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/StevanovicA.jpg" alt="Aleksandar Stevanovic, kam 2011 vom  FC Schalke 04" width="347" height="476" /></a><p class="wp-caption-text">Aleksandar Stevanovic, kam 2011 vom FC Schalke 04</p></div>
<p>Ihn zeichnet ein unbändiger Wille in den Zweikämpfen aus, er ist drahtig, seine Bewegungen aufgrund enormer Körperspannung von hoher Wendigkeit geprägt. Ballgewinne erreicht er durch solche Situationen häufig, seine Beine, wenn auch bei 1,75m Körpergröße nicht sonderlich lang, sind immer wieder versucht, dem Gegenspieler den Ball wegzuspitzeln.</p>
<p>Sein größtes Problem kommt bei den Zweikämpfen allerdings schnell zum Vorschein: die mangelnde (Muskel-)Masse. Deutlich sichtbar ist, dass Stevanovic hier noch nicht im Herrenbereich angekommen ist, weswegen er auch in seiner letzten A-Junioren-Saison nicht vorzeitig im Profibereich debütierte. Noch ist es viel zu einfach, den Mittelfeldspieler in Zweikämpfen schlichtweg wegzuschieben, den Körper in den Mann zu stellen. Erschwerend kommt hinzu, dass Stevanovic’ Technik in den defensiven Zweikämpfen so angelegt ist, als habe er die entsprechende körperliche Robustheit dafür. Solange er diese aber nicht innehat, wäre es eine gute Möglichkeit, sich in dem Bereich weiterzuentwickeln und an der Feinheit zu feilen, mit ein, zwei gezielten Versuchen den Ball zu erobern, anstatt mit zehn etwas unkontrollierten Stocherversuchen.</p>
<p>Seine mehrmonatige Verletzungspause könnte in punkto mangelnder Masse ebenfalls für Abhilfe sorgen, kam doch beispielsweise Florian Trinks nach seiner Verletzung mit deutlich verbesserter Physis aus der Reha. Zu Saisonbeginn wurde bei Stevanovic ein Gewicht von 65kg angegeben, vergleichbare Spielertypen mit der passenden Größe haben bis zu zehn Kilo mehr auf den Rippen. Zu hoffen bleibt, dass bei einer Verbesserung der Physis keine Dynamik und Spritzigkeit verloren geht.</p>
<p>An seiner Laufstärke dürfte Stevanovic so oder so nichts einbüßen, er ist sehr viel unterwegs, geht viele Wege. Sein Stellungsspiel ist von Konzentration geprägt, beinahe hektisch wirkend blickt er sich immer wieder um, versucht sein Hirn ständig bezüglich der Positionen seiner Gegenspieler und der Raumaufteilung auf dem Laufenden zu halten. Hierbei fällt auf, dass er stark im Verschieben ist, die Übersicht in der Defensive immer behält. Geht ein Verteidiger mit nach vorne, deckt Stevanovic dessen Position ab, er rückt in die Viererkette, wenn jemand herausweicht. Geht ein Mitspieler auf einen Gegenspieler, so hat er ein gutes Gefühl für den Raum und mögliche Anspielkandidaten. In der Entscheidungsfindung wird ihm Erfahrung zugute kommen, da er sich noch zu oft locken lässt und dann wider besseren Wissens eine Anspielstation freilegt.</p>
<p>In der Offensive wird der Ball gut von ihm abgeschirmt, seine Ballsicherheit ist durchaus ansehnlich, aber im Eins-gegen-Eins auch noch von seiner Physis negativ beeinflusst. Mit Ball am Fuß und Raum bewegt er sich mit gutem Spielverständnis, seine Pässe sind sauber und präzise. Seine Präsenz aus dem Nachwuchsbereich konnte er bisher nicht in den Profibereich retten, hier ist noch Luft nach oben. In der U23 konnte er es zu Saisonbeginn andeuten, allerdings wird er so dominant wie in der Jugend in der ersten Bundesliga nicht auftreten können, zu schnell ist das Tempo, zu wenig Räume bieten sich.</p>
<p>Aleks Stevanovic spielt seine Pässe wie erwähnt präzise, allerdings selten inspiriert. Hier wird nach dem Prinzip agiert, dass er den Ball erobert und dann an einen offensiven Kollegen weitergibt, der dann etwas Kreatives damit anfangen soll. Stevanovic initiiert zu wenig, kreiert selten. Da er technisch beschlagen ist, wäre es interessant zu sehen, ob er seine Teamkollegen im Aufbau direkter einsetzen kann, anstatt sich auf den ersten, leichten Pass im Spielaufbau zu beschränken. In dieser zentralen Position fordert Stevanovic nicht selten die Bälle, er belebt das Passspiel und hält das Tempo dadurch hoch. Seine Bewegung nach Abspielen ist oft vorbildlich, er versucht, sich sofort wieder als Anspielstation anzubieten. Ein Mann für One Touch-Spielaufbau, der durch seine Interpretation des Aufbaus und das In-Bewegung-Halten seiner Mitspieler zwangsläufig für Räume sorgt.</p>
<p>Wenn sich der gebürtige Essener in die Offensive einschaltet, dann meist auf direktem Wege mit dem Ball am Fuß. Der Großteil seiner Tore in der Jugend fiel so, sie bescherten ihm eine Quote von einem Treffer in fast jedem zweiten Spiel. Bei Hallenturnieren, wo der Weg nach vorne kürzer war, konnte er sich in aller Regelmäßigkeit als bester Torschütze seines Teams feiern lassen.</p>
<p>Was die Zukunft für Aleksandar Stevanovic bringt, scheint zumindest positionstechnisch offen. Aufgrund von personellen Problemen rückte er in seinen letzten U23-Einsätzen auf die Position des rechten Verteidigers. Defensiv ist er sicher, doch ist fraglich, wie viel er dort für die Offensive erledigen kann. Den Antritt bringt er dank geringer Übersetzung mit, auch seine Grundschnelligkeit ist auf gutem Niveau. Dennoch: Flankenläufe waren eine Seltenheit, überhaupt spielten Flanken in seinem Fußballerleben bisher nur eine sehr kleine Rolle. Vor seinen Auftritten auf der rechten Seite wirkte Stevanovic zentral etwas überspielt, wollte zu viel, agierte überhastet in seinen Aktionen und verursachte dadurch Probleme. Er hatte auch am vierten Spieltag in der Saison einen Auftritt, bei dem er früh im Spiel durch einen Fehler ein Gegentor verursachte und dann völlig den Faden verlor. Nichts gelang ihm mehr, man durfte froh sein, dass er bei der Auswechslung zehn Minuten vor Halbzeitpfiff den Weg zur richtigen Spielerbank fand.</p>
<p>Der Weg nach der Verletzungspause führt hingegen hoffentlich schnell zur richtigen Spielerbank: der der Profis. Zu sehr verkörpert Aleks Stevanovic einen interessanten Spielertyp in der Zentrale, der durch sein Selbstverständnis des Fußballspiels mittelfristig auch eine Führungsrolle einnehmen könnte. Man kann allerdings nicht deutlich genug werden, wie wichtig für die Spielweise eines Gennaro Gattuso eben dessen enorm robuster Körper vonnöten ist. Werder Bremen hat sich hier, im Einklang mit der neuen Philosophie, wie bei Aleks’ Bruder Predrag dazu entschieden, auf das spielerische Potenzial zu setzen und das Risiko zu gehen, dass die physische Entwicklung Zeit braucht oder im schlimmsten Falle gar nicht auf entsprechendes Niveau kommt. Beim FC Schalke überwog die Skepsis, vor der letzten Entscheidung zum Wechsel nach Bremen probierte der damalige Neu-Coach Ralf Rangnick Stevanovic im Profitraining aus.</p>
<p>Am Ende aber ging Aleksandar &#8211; wie sein älterer Bruder nicht mal ein halbes Jahr vorher &#8211; zum SV Werder, der, anders als oft verkündet, den 19jährigen aus seinem Schalke-Vertrag herauskaufen musste. Die nächste Einschätzung, ob sich die Investition gelohnt hat, wird leider frühestens in der Vorbereitung auf die kommende Saison möglich sein. Doch bei Sommertrainingslagern hat der aus Gelsenkirchen Befreite schon einmal für Aufmerksamkeit gesorgt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>ÖZKAN YILDIRIM</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> offensives Mittelfeld, geboren am 10. April 1993 in Sulingen, 172cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2003, Profivertrag bis Sommer 2013<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U19-Nationalspieler (noch ohne Einsatz), insgesamt 23 U-Länderspiele (4 Tore)<br />
<strong>Bilanz:</strong> noch ohne Einsatz</p>
<p>Eigentlich müsste der Name Özkan Yildirim bei Diskussionen über Talente des SV Werder immer und immer wieder fallen. Dass er das nicht tut, liegt an hartnäckigen Verletzungsproblemen. Zunächst heilte ein Wadenbeinbruch sehr langsam, danach folgte eine Knie-OP wegen eines Außenmeniskusanrisses sowie Folgeprobleme, die bis zum heutigen Tag einen vernünftigen Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining, geschweige denn den ersten Einsatz in einem Spiel dieser Saison verhindern. Die folgende Betrachtung geht allerdings davon aus, dass er, komplett wiederhergestellt, an seine ursprünglichen Leistungen anknüpft. Seine Entwicklung muss wegen dieser Fehlzeit anhand der beiden letzten Spielzeiten betrachtet werden.</p>
<div id="attachment_3601" class="wp-caption alignleft" style="width: 252px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Yildirm.jpg"><img class="size-full wp-image-3601" title="Yildirm" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/02/Yildirm.jpg" alt="Özkan Yildirim, kam 2003 vom TuS Sulingen" width="242" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Özkan Yildirim, kam 2003 vom TuS Sulingen</p></div>
<p>Özkan ist bereits seit der frühesten Jugend bei Werder und seitdem als Stürmer und auf den offensiven Mittelfeldpositionen ein herausragend gefährlicher Spieler. Klein von Wuchs, aber mit großer Dynamik, liebt Yildirim das Spiel mit dem Ball. Seine Ballführung ist fantastisch, er verliert auch mit der Kugel am Fuß kaum Tempo. Die Dribblings sind fintenreich, die geschlagenen Haken hasenhaft, seine kurzen Abspiele, gerne lässig aussehend mit dem Außenrist, ebenso überraschend wie präzise. Er spielt ausnehmend trickreich, wobei er nie versucht, den Gegner vorzuführen, sein Spiel ist von Natur so. Wendig im Strafraum und mit einem guten Gespür für Gefahrensituationen ist er auf allen Offensivpositionen stets torgefährlich. Durch seine Schussstärke und überragende Technik kann Yildirim Abwehrreihen in den Wahnsinn treiben. Sein Spiel ist elegant und mittlerweile auch so mannschaftsdienlich, dass er das Spektrum jeder Mannschaft erweitert.</p>
<p>Allerdings hat er einen Gutteil seiner Eigenschaften erst in der letzten Saison in der U19 zur vollen Blüte gebracht. Noch in seinem zweiten B-Jugendjahr hat er seine Talente nicht in den Dienst der Mannschaft gestellt und fiel sogar aus dem Kader der Nationalmannschaft. Erst gegen Ende jener Saison schien er begriffen zu haben, dass er ohne die Zusammenarbeit mit den Mannschaftskameraden scheitern würde. In der U17-Spielzeit erweckte er, wie dies leicht bei dribbelstarken Spielern der Fall zu sein scheint, den Eindruck, ein Egomane zu sein, dessen einziges Ziel es war, sich selbst ins rechte Licht zu rücken.</p>
<p>Überwiegend im rechten oder zentralen Mittelfeld eingesetzt, war seine Rückwärtsbewegung nicht existent und auffällig häufig übersah er die besser postierten Spieler. Zu vermuten ist, dass er sich &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; auf einen mannschaftsinternen Zweikampf mit Aycicek eingelassen hatte, bei dem beide zu Lasten der Mannschaft agierten. Offensichtlich hat er diese Mängel erkannt und abgestellt, denn in der letzten Saison hat der 18jährige noch einmal einen Riesensprung gemacht, der mit einem ersten Einsatz in der U23 belohnt wurde. Insbesondere die Einbindung seiner Mitspieler hat seinem Spiel gut getan, denn er ist immer in der Lage, aus einem Getümmel, das er durch seine Dribblings angezettelt hat, den Ball auf engstem Raum in Lücken zu stecken, in denen seine Mitspieler lauern. Auch dosiert er den Anteil von rationalem Spiel und Trickfeuerwerk, so dass er nicht auszurechnen ist.</p>
<p>Natürlich drängt sich gleichwohl der Vergleich mit Aycicek auf, der von Statur und der grundsätzlichen Spielanlage ähnlich wirkt. Allerdings ist Ayciceks Spiel eher auf den eigenen Abschluss gerichtet, insbesondere aus der Distanz, während Yildirim eher aus dem Strafraum den Abschluss sucht und die Abspielvariante bevorzugt. Auch ihre Dribblings sind nur ähnlich, auch ähnlich gefährlich, aber nicht identisch. Alpinistisch verglichen ist Aycicek Super-G und Yildirim Slalomspezialist. Yildirim ist in der Einteilung seiner Aktionen reifer, er ist über das gesamte Spiel präsenter als Aycicek, der von Zeit zu Zeit ganz abtaucht. Ob diese beiden herausragenden Offensivkräfte tatsächlich harmonieren können, wird die Zukunft zeigen. Yildirims offensichtliche Lernfähigkeit spricht dafür.</p>
<p>Perspektivisch besetzt Yildirim eine Spielposition, die ihm den Sprung in die Profimannschaft ermöglichen sollte. Er bietet sich zunächst als Einwechselspieler an, da er immer in der Lage ist, Gegenspieler zu binden und einen gehörigen Wirbel zu entfachen. Bestenfalls Marko Marin kann dies an guten Tagen, Yildirim hat wegen seiner größeren Kompaktheit und der Effektivität aber das Potenzial, dies konstanter als Marin ins Spiel einzubringen &#8211; wenn er sein Spiel im Herrenbereich genauso aufziehen und entfalten kann.</p>
<p>Die Stärken des Sulingers liegen eindeutig im Offensivspiel, ob er die Teilnahme an der Defensive auch so verinnerlicht hat wie sein stark verbessertes Mannschaftsspiel, wird er nach seiner Genesung zeigen und beweisen müssen. Der erwähnte Anflug des Egoismus sowie das mangelnde Annehmen der Defensivarbeit mögen auf das jugendliche Alter zurückzuführen sein, hat doch Yildirim ansonsten wegen seiner bodenständigen Art und guten Einstellung nicht nur bei Werder, sondern auch beim DFB einen sehr guten Ruf. Seit Sommer 2008 läuft er für die deutschen U-Mannschaften auf, war nicht nur Stamm- sondern auch Führungsspieler. Im November 2010 trug er erstmals die Kapitänsbinde bei einem Länderspiel, sollte im letzten Sommer vorzeitig für die EM-Qualifikation in die deutsche U19-Nationalmannschaft aufrücken. Damals wie heute hinderte eine Verletzung Özkan am Spielen.</p>
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<p><em>WorumWiki-Profile von Aleks Stevanovic (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Aleksandar_Stevanovic">klick</a>) und Özkan Yildirim (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/%C3%96zkan_Yildirim">klick</a>). Fotos von Worum-Usern zur Verfügung gestellt.</em></p>
<p><em>Teil 1: <a href="../?p=3440">Niclas Füllkrug &amp; Alexander Hahn</a></em><br />
<em>Teil 2: <a href="../?p=3477">Cimo Röcker &amp; Marnon Busch</a></em><br />
<em>Teil 3: <a href="http://blog.worum.org/?p=3494">Levent Aycicek &amp; Julian von Haacke</a></em><br />
<em>Teil 4: <a href="http://blog.worum.org/?p=3506">Marcel Hilßner &amp; Lukas Fröde</a></em></p>
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		<title>Werders Talente Teil 4: Marcel Hilßner &amp; Lukas Fröde</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:50:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Worum-Team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im heutigen Teil der Serie um die Talente des SV Werder geht es um zwei noch sehr junge Spieler, die beide erst vor Kurzem ihren 17. Geburtstag gefeiert haben. Dabei handelt es sich um den Kapitän und seinen Stellvertreter bei der Bremer B-Jugend: Lukas Fröde und Marcel Hilßner. Im Gleichschritt geht es nicht nur regelmäßig zur U17-Nationalmannschaft, sondern wohl auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im heutigen Teil der Serie um die Talente des SV Werder geht es um zwei noch sehr junge Spieler, die beide erst vor Kurzem ihren 17. Geburtstag gefeiert haben. Dabei handelt es sich um den Kapitän und seinen Stellvertreter bei der Bremer B-Jugend: Lukas Fröde und Marcel Hilßner. Im Gleichschritt geht es nicht nur regelmäßig zur U17-Nationalmannschaft, sondern wohl auch in der Rückrunde zu Einsatzminuten in der U19.</p>
<h2><strong>MARCEL HILßNER</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> offensives  Mittelfeld, geboren am 30. Januar 1995 in Leipzig, 178cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2009, Vertrag bis Sommer 2014<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U17-Nationalspieler (7 Spiele / 1 Tor), insgesamt 15 U-Länderspiele (7 Tore)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 16 Spiele / 16 Tore / 5 Vorlagen* in der U17, 1 Spiel / 0 Tore / 0 Vorlagen in der U19</p>
<p>Marcel Hilßner wurde aus Sachsen zur U15 ins Bremer Wilhelm-Scharnow-Internat geholt. Er ist körperlich für einen U17-Spieler extrem weit, er ist robust, schnell und hat den besten linken Huf im Leistungszentrum. Sein Spiel lebt in der U17 vor allem von der Dynamik, mit der er den Weg nach vorne sucht und seinen starken Distanzabschlüssen. In seinem Debüt für die U19 gegen Hannover 96 zeigte er sehr gute spielerische Ansätze, insbesondere gelangen ihm aus der spielbedingten Kontersituation einige beachtliche Pässe in die Spitze. Selbstverständlich sind seine Distanzfreistöße eine Waffe.</p>
<div id="attachment_3511" class="wp-caption alignright" style="width: 245px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/Hilßner.jpg"><img class="size-full wp-image-3511" title="Hilßner" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/Hilßner.jpg" alt="Marcel Hilßner, kam 2009 vom FC Sachsen Leipzig" width="235" height="336" /></a><p class="wp-caption-text">Marcel Hilßner, kam 2009 vom FC Sachsen Leipzig</p></div>
<p>Er hat eine Mannschaft um sich, die extrem auf ihn angewiesen ist, ihn allerdings spielerisch nicht wirklich fordert. Der Erfolg der U17 liegt sehr auf seinen Schultern. Vergleicht man die Mannschaft mit der letztjährigen, sehr spielstarken U 17, fällt auf, dass dieses Jahr das Mittelfeld schnell überspielt wird und die Mannschaft gern aus der Kontersituation kommt. Marcels Dynamik und sein Zug zum Tor kommen daher bestens zur Geltung.</p>
<p>Wie bei allen spielbestimmenden offensiven Mittelfeldspielern gerade in dieser Alterstufe hält ihm der Rest der Truppe ihm den Rücken frei, so dass er sich auf sein Offensivspiel konzentrieren kann. Hier wird interessant sein, wie er im nächsten Jahr auf Anforderungen an seine Mitarbeit reagiert. Er hat auf der linken Seite einschließlich als linker Verteidiger schon alles gespielt, was für sein Geschick spricht, sich auch dann durchzusetzen, wenn es ihm nicht so einfach gemacht wird.</p>
<p>Sein rechter Fuß verhindert lediglich das Umfallen, und sein Kopfballspiel übernimmt Teamkollege Lukas Fröde. Und das Schießen von Elfmetern sollte er lieber sein lassen, die Quote ist schlecht.</p>
<p>Der gerade 17 Jahre alt Gewordene ist im Prinzip in der B-Jugend unterfordert. Andererseits hält er die Chance aufrecht, dass sich die Mannschaft doch für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Sein Ausfall wegen des Platzverweises in Osnabrück (nach einem gewonnenen Spiel!) spricht für sein Temperament, aber gegen seine Beherrschung. Möglicherweise werden die drei Spiele, in denen er fehlt, die Weichen für den weiteren Saisonverlauf stellen. Vergrößert sich der Abstand zu den Führenden signifikant, wird allerdings zu erwarten sein, dass er die U19 unterstützt, was tatsächlich eine Hilfe in der auch aufgrund von Verletzungen spielerisch schwachen Truppe sein könnte.</p>
<p>Hilßner hat in den letzten zwei Jahren einen gewaltigen Sprung gemacht, in der U15 galt er als teilweise etwas mutlos und phlegmatisch, in der U17 hat er sich im ersten Jahr spielerisch weitergebildet und trägt im zweiten Jahr, wie sich allein aus der Statistik ersehen lässt, die Mannschaft. Sicherlich ist er technisch nicht mit von Haacke oder Aycicek zu vergleichen, aber er wird sicher im nächsten Jahr eine wichtige Rolle in der U19 spielen, soweit ihn die Nationalmannschaftsspiele nicht zurückwerfen. Bedenken muss man sicherlich auch die Tatsache, dass sein Entwicklungspotential im schwieriger zu erlernenden technischen und taktischen Vermögen liegt, da er körperlich bereits sehr erwachsen daherkommt.</p>
<p>Marcel Hilßner ist dennoch ein sicherer Kandidat für den Profibereich, der aufgrund seines Körpers, seiner schon jetzt profihaften Schusskraft und seiner Dynamik nur allzuschön ins Raster der Profiverantwortlichen passt. Ob dies &#8211; und das gilt für alle hier beschriebenen Spieler &#8211; beim SV Werder oder anderswo sein wird, wird man sehen. Nicht jeder muss zudem mit 19 in der ersten Liga spielen. Letztlich kann man für ihn Chancen im Profibereich der ersten Liga prognostizieren. Das muss auch der Maßstab sein. Richtigerweise hört man erste Wehen eines Profivertrages.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>LUKAS FRÖDE</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> Innenverteidiger / defensives Mittelfeld, geboren am 21. Januar 1995 in Fulda, 187cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2009, Vertrag bis Sommer 2013<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U17-Nationalspieler (6 Spiele / kein Tor), insgesamt 12 U-Länderspiele (1 Tor)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 12 Spiele / 4 Tore / 0 Vorlagen in der U17</p>
<p>Lukas Fröde kam im Sommer 2009 aus Jena an die Weser. Erschien er zunächst aufgrund seiner für die U15 bereits beachtlichen Größe wie ein typischer Bremer Körpereinkauf, zeigte er sich in den U17-Jahren als positionstreuer und durchaus spielintelligenter Fußballer. Regelmäßig bei den DFB-Auswahlteams eingeladen, profitiert er einerseits von den erlernten Fähigkeiten, sich auf mehreren Positionen sicher zu bewegen, hat andererseits auf allen von ihm vorrangig besetzten Positionen in der Nationalmannschaft starke Konkurrenz. Spielte er im ersten U17-Jahr meist auf der Halbposition im rechten Mittelfeld, wobei er den offensiv-agierenden Sechser absicherte, wurde er im zweiten Jahr zunächst auf der Sechs, gegen Hinrundenende als Innenverteidiger eingesetzt.</p>
<p>Fröde ist allein wegen seiner Größe ein beeindruckend physischer Spieler, der gerade in der U17 vom dadurch vorhandenen Größenvorteil profitiert. Ihm wäre jedoch Unrecht getan, ihn auf diese Rolle zu reduzieren. Zum einen ist er durchaus in der Lage, sich in vielen Situationen schnell zurechtzufinden, was für seine Spielintelligenz spricht, zum anderen ist er ein sehr ehrgeiziger Typ, der in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen. Technisch sicher, körperlich nicht nur groß, sondern durchaus robust, die Voraussetzungen für einen erwachsenen Fußballer sind also da. Erfreulich verbessert hat sich Fröde in der Beweglichkeit. Wirkte er zuvor etwas steif, manchmal auch träge, hat er an Wendigkeit und Dynamik sehr zugelegt. Konkurrenzlos gut ist sein Zweikampfverhalten, bei dem er Mut, Kraft und Aggressivität zu einer Ein-Mann-Mauer vereint. Allerdings profitiert er momentan auch in diesem Punkt von seiner für einen B-Jugendlichen extrem guten Konstitution.</p>
<div id="attachment_3512" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/Froede.jpg"><img class="size-full wp-image-3512" title="Froede" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/Froede.jpg" alt="Lukas Fröde, kam 2009 vom FC Carl-Zeiss Jena" width="190" height="279" /></a><p class="wp-caption-text">Lukas Fröde, kam 2009 vom FC Carl-Zeiss Jena</p></div>
<p>Frödes Defizite sind gleichwohl im technisch-spielerischen Bereich zu suchen, denn er braucht zu lange, um sich vom Ball zu trennen und lässt die Handlungsschnelligkeit gerade im Umschalten und dem schnellen situativen Handeln vermissen. Auch ihn umgibt, wie viele andere Leistungszentrumskicker auch, der zarte Hauch der Selbstüberschätzung, was im Spiel zeitweilig dazu führt, dass Fröde sich an Spielstilen versucht, die nicht seine sind, oder den Gegner nicht wirklich ernst nimmt.</p>
<p>Eine weitere bemerkenswerte und durchaus prägende Eigenschaft ist sein Kopfballspiel. Auf den ersten Blick ist er in der Luft unverwundbar. Genauer betrachtet ist es jedoch mangelhaft. In der Defensive hat unser junger Riese gewaltigen Gefallen daran, seine Stirn in jeden entgegenkommenden Ball zu rammen und diesen möglichst weit in die Richtung zurückzudreschen, aus der er kam. Sein Offensivkopfball ist ähnlich unkoordiniert. Auch hier wirft er sich todesverachtend in alle Bälle, aber das Ganze sieht eher nach roher Kraftentfaltung als nach gezielten Torabschlüssen aus. Es würde helfen, wenn er sich die Ruhe nehmen nähme, seinen Kopfbällen ein Ziel zu geben, dann könnte das Spiel in der zweiten Etage tatsächlich zu seiner Domäne werden und nicht, wie jetzt, ein beeindruckender, aber unkontrollierter Luftzirkus.</p>
<p>Innenverteidiger, defensives Mittelfeld, auf beiden Positionen ist Fröde in seiner Altersstufe herausragend. Die Halbposition mag zwar dann verlockend sein, wenn Schaaf aus Angst vor den ständigen Defensiveinbrüchen auf einen Sicherheitsspieler vertrauen möchte, perspektivisch ist er wohl spielerisch nicht gewandt genug, um dieser Position auf höchstem Niveau gerecht zu werden. Er ist aber als B-Jugendspieler noch sehr jung, und wohin seine Entwicklung führen wird, ist schwer zu prophezeien. Reizvoll wäre sein Einsatz in einem modernen System mit zwei Sechsern im Zusammenspiel mit einem offensiveren, spielstarken Partner. Dank seiner für seine Größe beachtlichen Wendigkeit ist er für das Werdersystem ein heißer Kandidat für die defensive Mittelfeldposition. Als Innenverteidiger würde er in seiner Altersklasse ebenfalls auf höchstem Niveau mithalten, sich möglicherweise jedoch unterfordert fühlen, bevor es in den Herrenbereich geht.</p>
<p>Lukas hat zwar in der Nationalmannschaft das erwähnte Problem, gerade im defensiven Mittelfeld und der Innenverteidigung auf extrem starke Konkurrenz zu treffen, sollte sich davon jedoch nicht nachhaltig beeindrucken lassen. Der DFB produziert fußballerischen Einheitsbrei, zwar auf hohem Niveau, aber immer etwas fad. Die beiden dort spielenden Sechser sind in der Spielanlage sehr ähnlich, da passt er nicht recht. Fröde wird beim SV Werder mit Sicherheit bereits in der Rückrunde in der U19 erste Spielminuten bekommen und im nächsten Jahr als weitere Stütze diese Mannschaft in jeder Hinsicht verstärken. Als Spieler ein Typ wie für das Werderscouting erfunden, deutet alles darauf hin, dass ihm auf dem Weg in die Profimannschaft nur er selbst im selbigen stehen kann. Zu Wolter und Votava passt er einfach zu gut, und auch Schaaf ist den langen Kerls bekanntlich nicht abgeneigt. Es steht zu erwarten, dass der Verein sich auch bei Fröde schnell mühen wird, ihn mit einem Profivertrag zu versehen. Und das macht sicher Sinn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>WorumWiki-Profile von Marcel Hilßner (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Marcel_Hil%C3%9Fner">klick</a>) und Lukas Fröde (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Lukas_Fr%C3%B6de">klick</a>). Fotos von einem Worum-User zur Verfügung gestellt.</em></p>
<p><em>Teil 1: <a href="../?p=3440">Niclas Füllkrug &amp; Alexander Hahn</a></em><br />
<em>Teil 2: <a href="../?p=3477">Cimo Röcker &amp; Marnon Busch</a></em><br />
<em>Teil 3: <a href="http://blog.worum.org/?p=3494">Levent Aycicek &amp; Julian von Haacke</a></em><br />
<em>Teil 5: <a href="http://blog.worum.org/?p=3580">Aleks Stevanovic &amp; Özkan Yildirim</a></em></p>
<p><em>*Leider fehlen uns bei 15 U17-Toren die Vorlagengeber, so dass dieser Wert nicht komplett ist.</em></p>
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		<title>Werders Talente Teil 3: Levent Aycicek &amp; Julian von Haacke</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:46:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Worum-Team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zuerst hatten wir mit Niclas Füllkrug und Alexander Hahn zwei Spieler des 93er Jahrgangs, die den Großteil ihrer Saison bei der U23 kickten. In Teil zwei ging es um zwei U19-Spieler mit den Außenverteidigern Cimo Röcker und Marnon Busch. In der dritten Ausgabe über Werders Talente widmen wir uns wieder zwei A-Juniorenspielern des 94er Jahrgangs, die beide zudem das spielerische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst hatten wir mit Niclas Füllkrug und Alexander Hahn zwei Spieler des 93er Jahrgangs, die den Großteil ihrer Saison bei der U23 kickten. In Teil zwei ging es um zwei U19-Spieler mit den Außenverteidigern Cimo Röcker und Marnon Busch. In der dritten Ausgabe über Werders Talente widmen wir uns wieder zwei A-Juniorenspielern des 94er Jahrgangs, die beide zudem das spielerische Element vereint. Dem leider verletzten Levent Aycicek, der in den Wochen vor seinem Kreuzbandriss drei Testspiele bei den Profis absolvierte, sogar einmal netzen konnte. Sein Artikelpartner ist Julian von Haacke, der flexible Mittelfeldspieler, der in Abwesenheit von Aycicek und Orhan Yildirim die spielerischen Aufgaben der U19 erledigen muss.</p>
<h2><strong>LEVENT AYCICEK</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> offensives Mittelfeld, geboren am 14. Februar 1994 in Nienburg, 165cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2008, Profivertrag bis Sommer 2015<br />
<strong>Nationalelf:</strong> aktueller U18-Nationalspieler (noch ohne Einsatz), insgesamt 30 U-Länderspiele (14 Tore)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 5 Spiele / 0 Tore / 2 Vorlagen in der U19</p>
<div id="attachment_3499" class="wp-caption alignright" style="width: 256px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/Aycicek.jpg"><img class="size-medium wp-image-3499" title="Aycicek" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/Aycicek-246x300.jpg" alt="Levent Aycicek, kam 2008 von Hannover 96" width="246" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Levent Aycicek, kam 2008 von Hannover 96</p></div>
<p>Wie wird Aycicek mit seiner Kreuzbandverletzung umgehen? Eine positive Antwort auf diese Frage ist Voraussetzung für seinen weiteren Werdegang. Wir können weder sein Verhalten in der Reha noch seine Fortschritte beurteilen, drücken ihm aber natürlich die Daumen, dass er an seine bisher gezeigten, nicht selten überragenden Leistungen anknüpfen kann. Gehen wir einfach zugunsten von seiner Karriere davon aus, dass er vollständig wiederhergestellt und ihm eine ausreichende Betreuung an die Seite gestellt wird, die ihm hilft, das Vertrauen in seinen Körper wiederzugewinnen. Zudem haben einige Spieler, die aus der Reha kamen, gerade in körperlicher Hinsicht erhebliche Fortschritte gemacht, zuletzt Florian Trinks, der dann sofort den Weg in den Profikader fand. Hoffen wir, dass Aycicek aus dem Ärger über die Verletzung trotzdem etwas Positives mitnimmt. Levent wirkt pfiffig und ausreichend ausgeglichen, um den Heilungsweg ruhig und konzentriert zu gehen.</p>
<p>Der 17-jährige hat in seinen Jahren seit der U15 eine herausragende Qualität gezeigt, die diesem Jahrgang immer wieder stark geholfen hat: er entscheidet Spiele. Fußballerisch eher Diego als Micoud, körperlich eher Marin als Diego, sind sein Zug zum Tor, seine überragende Ballführung, seine exzellente Schusstechnik (trotz für seine Größe beachtlich großer Füße) und sein eiskalter Abschluss die tragenden Eigenschaften seines Spiels. Auch hat er an der Präzision seines schwächeren linken Fußes gearbeitet, das Tor im Finale um die B-Juniorenmeisterschaft bewies es.</p>
<p>Levent spielt meist auf der Zehn, kann aber auch als hängende Spitze oder als offensiver Halbpositionsspieler eingesetzt werden. Wird er über die Dauer eines Spiels zu stark eingeengt, ist er in der Lage, sich durch kluges Rochieren Raum zu verschaffen, denn seine beste Wirkung erzielt er stets dann, wenn er mit seinen Tempoläufen auf den gegnerischen Sechzehner zustürmt. Seine Dribblings in den gegnerischen Strafaum sind unwiderstehlich und alles, was um die zwanzig Meter vor dem Tor zum Abschluss taugt, ist brandgefährlich. Im Defensivzweikampf Mann gegen Mann setzt sich Levent gut durch, trotz der geringen Größe ist er stabil, robust und standfest. Neben seiner eigenen Gefährlichkeit kann er durchaus die berühmten tödlichen Pässe in die Spitze spielen.</p>
<p>Diese kommen aber teilweise zu spät und an manchen Tagen zu selten. Aus seiner Spielnatur heraus ist Ayciceks Spiel stets ein wenig selbstverliebt. Gewohnt, immer einen Weg zum eigenen Abschluss zu finden, fehlt ihm zeitweise die Übersicht. Unproblematisch an guten Tagen, doof an denen, wo der Gegner ihn stellt und die Läufe verpuffen. Sicher ein auch seiner Jugend geschuldetes Phänomen, aber von Zeit zu Zeit wird das von ihm getragene Spiel sehr mittellastig und ausrechenbar. Noch hat er im Spiel zu lange Pausen, in denen er untertaucht, leider auch in Spielen, die eng und unbequem sind. Man kann ihn aus dem Spiel nehmen. Mit ein Grund, warum sich der Jahrgang seit jeher gegen klug mauernde Mannschaften so schwer tut.</p>
<p>Passend zu der fehlenden Konstanz über ein Spiel ist auch die zu stabilisierende Defensivarbeit. Den Zehner, der hinter den Stürmern lauert und von allen Abwehraufgaben befreit ist, gibt es kaum noch. Levent ist zwar sehr gut in der Balleroberung, seine Defensivarbeit ist an manchen Tagen jedoch sehr sprunghaft. Hatte er in der U15 noch Freistoßtore am Fließband geschossen, stagniert er nun im Standardbereich, zu viele direkte Freistöße in die Mauer, zu viele Hereingaben, die nicht hinter den ersten Defensivspieler kamen. Üben, mit der Schusstechnik kann da mehr drin sein. Nicht üben, sondern Füße weg von den Elfmetern. Seine Quote ist zu schwach, als dass dieses Risiko vertretbar ist, zumal er stets die Elfer flach schiebt.</p>
<p>Levent wird, seine Genesung wieder vorausgesetzt, in der nächsten Saison zum Profikader gehören, sein Profivertrag läuft bis Sommer 2015. Ob er zunächst zur Wieder-Eingewöhnung noch U23 oder U19 spielen wird, sei dahingestellt. Intern steht bereits fest, dass er diese Saison nicht mehr spielen wird (etwas anderes mag gelten, wenn die U19 wider Erwarten noch um die deutsche Meisterschaft spielt und die Saison sich so verlängert).</p>
<p>Schaaf schätzt ihn, auch wegen der guten Trainingsleistungen bei den Profis. Seine Chancen auf einen Pflichtspieleinsatz bereits in dieser Saison hätten in Anbetracht des dürftigen Spiels der Kreativzentrale sehr gut gestanden. Aycicek ist effektiver als Trinks und Marin. Er ist zielstrebiger und torgefährlicher als die beiden. Im Gegensatz zu Marin ist er in der Lage, Pässe in die Spitze zu spielen und gegenüber Trinks ist er der dynamischere Spieler. Einen Ekici in dessen derzeitiger Form braucht er nicht zu fürchten, denn auch hier ist Levent in der Lage, schneller und engagierter zu spielen.</p>
<p>Aycicek hat den Körperbau, ist zudem wendig und flink genug, um frühzeitig im Profibereich als Alternative von der Bank zu kommen. Im Gegensatz zu Defensivspielern kann die Unerfahrenheit auch ein Plus sein. Marko Marin kam unter ähnlichen Voraussetzungen und in ähnlichem Alter zu seinem Debüt. Und bei Aycicek wäre dies in dieser Saison auch der Fall gewesen, wenn die Verletzung es nicht verhindert hätte. Trotzdem: Das „ob“ ist bei ihm keine Frage, lediglich das „wann“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>JULIAN VON HAACKE</strong></h2>
<p><strong>Eckdaten:</strong> zentrales Mittelfeld, geboren am 14. Februar 1994 in Bremen, 181cm groß<br />
<strong>Werder:</strong> im Verein seit Sommer 2006, Vertrag bis Sommer 2013<br />
<strong>Nationalelf:</strong> kein aktueller Nationalspieler, insgesamt 3 U-Länderspiele (kein Tor)<br />
<strong>Bilanz:</strong> diese Saison 12 Spiele / 5 Tore / 4 Vorlagen in der U19</p>
<p>Von Haacke ist ein waschechter Bremer, mit Weserwasser getauft, der nie weiter als einen Kilometer vom Weserstadion entfernt gewohnt hat. Der 17-jährige fühlt sich als &#8220;absoluter Bremer&#8221;, wie er im letzten August <a href="http://blog.worum.org/?p=3190">im Worum-Interview</a> verriet. Natürlich hoffen alle Beteiligten, mal wieder ein echtes Kind der Heimatstadt des Klubs im Bremer Weserstadion bejubeln zu dürfen. Wir sind gespannt.</p>
<p>In der U17 schien von Haacke im letzten Jahr als Sechser auf der Position, in der er seine strategischen Qualitäten am besten einbringen konnte, angekommen zu sein. Insbesondere sein sicheres Zusammenspiel mit Aycicek schuf im Mittelfeld der B-Junioren viele interessante und spielentscheidende Situationen. In der U19 wird auf einen Zerstörer vor der Abwehr vertraut, also rückte von Haacke zunächst auf die Halbposition und nach dem Ausfall von Aycicek auf die Zehn, um über den Umweg auf der Sechs zuletzt wieder über die Halbposition zu kommen, wobei er mit seinem jeweiligen Pendant regelmäßig während des Spiels rochiert. Ein Beweis für seine Variabilität, zumal er &#8211; mit Ausnahme eines katastrophalen Auftritts gegen Cottbus &#8211; stets ordentlich, teilweise herausragend spielte. Es verbleibt jedoch der Eindruck, dass seine ideale Position noch nicht gefunden ist. Torgefährlich aus dem Spiel und bei Freistößen, mit guten Standards als Vorbereiter, feiner Technik sowie klugen Pässen und Flanken in der Offensive, Biss, einem guten Stellungsspiel und einem gewissen Maß an Aggressivität in der Defensive, ist von Haacke wie geschaffen für einen Box-to-Box Spieler, der im Mittelfeld theoretisch alles kann, für den es im Werdersystem jedoch eine richtige Rolle nicht gibt.</p>
<div id="attachment_3500" class="wp-caption alignleft" style="width: 192px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/vonHaacke2.jpg"><img class="size-full wp-image-3500" title="vonHaacke2" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/vonHaacke2.jpg" alt="Julian von Haacke, kam 2006 von FC Union 60 Bremen" width="182" height="438" /></a><p class="wp-caption-text">Julian von Haacke, kam 2006 von FC Union 60 Bremen</p></div>
<p>Julian von Haacke ist laufstark und, wenn man genau achtgibt, mittlerweile jederzeit in der Lage, seinen linken Fuß ohne einen gedanklichen Zeitverlust einzusetzen, sowohl zum Flanken als auch bei Fernschüssen. Sein Spiel ist häufig pfiffig, manchmal etwas leichtfertig, aber immer attraktiv. Er ist durchtrieben, im positiven Sinne schlitzohrig, für den Gegner allerdings erfreulich oft nervtötend und provokativ. Sowohl das defensive als auch das offensive Umschalten kann er noch weiter beschleunigen.</p>
<p>Toller Spieler eigentlich, aber wo fehlt es? Von Haacke ist eher schmal gebaut, bisweilen wirkt er, als fehle es ihm ein wenig an Durchsetzungsvermögen. Hinzu kommt, dass er eine gewisse Grundarroganz ausstrahlt, die an mittleren und &#8211; zum Glück seltenen &#8211; schlechten Tagen darin gipfelt, dass er die gerade von Trainern erwartete ordentliche und permanente Körperspannung brutal verweigert. Das Prinzip des Nachsetzens ist in seiner Spielweise nicht gerade tief verankert, was dazu führte, dass sein Spiel etwas lustlos schien. Merkwürdig ist dabei, dass er ehrgeizig und verbissen ist wie kaum ein anderer Spieler. Für die am Rande stehenden Zuschauer und Trainer wirkt diese Mischung bisweilen etwas aufreizend. Entsprechend unsicher sind insbesondere die Bewertungen aus dem unmittelbaren Umfeld des U23-Trainerstabes, die von Haackes Spiel und Haltung derzeit als zu lässig kritisieren. Offensichtlich arbeiten alle Beteiligten daran, denn in den letzten Rückrundenspielen ging er auch die Wege, für die er sich zu Beginn der Saison bisweilen noch für zu fein hielt, oder die er als überflüssig erachtete.</p>
<p>Die Bereiche, in denen sich von Haacke steigern muss, sind diejenigen, die für einen Jugendlichen besonders schwer zu erreichen sind, da sie sich im Kopf abspielen. Er sollte lernen, sein Spiel auch gegen Widerstände durchzubringen und auch dann mutig weiter im Spiel zu arbeiten, wenn die Zeichen gegen die Truppe stehen. Auch wird im Herrenbereich die Gegenwehr und Härte gegen einen Spieler wie ihn extremer, konsequenter und vor allem regelmäßiger.</p>
<p>Es wäre ärgerlich, wenn ein Spieler wie er von anderen überholt würde, deren rein fußballerisches Potential weit geringer, deren zur Schau getragenes Engagement jedoch größer ist. Aber Julian erscheint klug und noch jung genug, um diesen Weg zu finden. Bei seinen strategischen Anlagen muss man von ihm mittelfristig erwarten, dass er in engen Spielen mutiger den Ball und die Verantwortung für das Spiel fordert. Zudem dürften ihm zwei Kilo mehr an Muskelmasse im Oberkörperbereich nicht schaden, dies wird jedoch die allgemeine körperliche Entwicklung mit sich bringen.</p>
<p>Interessant wird zu beobachten sein, wohin ihn sein Weg im nächsten Jahr führen wird. Mit den dazustoßenden Spielern aus der U17 hätte Werder eine konkurrenzfähige U19, die versuchen kann, den Makel des verlorenen U17-Endspiels des letzten Jahres zu tilgen. Verlassen wieder die besten Spieler des älteren Jahrgangs die U19 in die U23 wird die Motivation, ein weiteres Jahr in der A-Jugend zu spielen, nicht nur bei ihm nicht wachsen. Ob er allerdings begeistert sein wird, in der Regionalliga zu spielen, ist, wie bei vielen anderen auch, sicher fraglich.</p>
<p>Von den fußballerischen Anlagen ist von Haacke der kompletteste Spieler des 94er Jahrgangs. In der Spielanlage eher moderner Achter, ist er positionell bestens gerüstet. Begreift sein Kopf, was die Beine leisten können, wird er mit Sicherheit in den Profibereich gelangen. Er und auch der Verein, bei dem er in Zukunft spielen wird, werden Geduld brauchen, um seine strategischen Fähigkeiten bei den Senioren zur Wirkung zu bringen. Ob dies der SV Werder sein wird, darf bezweifelt werden. Zu viele erwachsener wirkende Spieler drängen nach vorn, zu untypisch ist die Spielweise von Haackes für den Verein. Besonders das Werder, das in der Vergangenheit noch sehr stark auf Physis, wenig auf Spielerisches setzte, dürfte mit einem solchen Spieler seine Probleme gehabt haben. Wie man ihn innerhalb der heutigen Ausrichtung sieht, wird auch davon abhängen, inwieweit man selber den neuen Gedanken schon trägt und nicht nur propagiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>WorumWiki-Profile von Levent Aycicek (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Levent_Aycicek">klick</a>) und Julian von Haacke (<a href="http://wiki.worum.org/index.php/Julian_von_Haacke">klick</a>). Fotos von einem Worum-User zur Verfügung gestellt.</em></p>
<p><em>Teil 1: <a href="http://blog.worum.org/?p=3440">Niclas Füllkrug &amp; Alexander Hahn</a></em><br />
<em>Teil 2: <a href="../?p=3477">Cimo Röcker &amp; Marnon Busch</a></em><br />
<em>Teil 4: <a href="http://blog.worum.org/?p=3506">Marcel Hilßner &amp; Lukas Fröde</a></em><br />
<em>Teil 5: <a href="http://blog.worum.org/?p=3580">Aleks Stevanovic &amp; Özkan Yildirim</a></em></p>
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		<title>Gastbeitrag: Zlatko Junuzovic im Profil</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 18:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastbeitrag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Die medizinischen Checks absolviert, die Verträge unterzeichnet, die Tinte trocken. Es ist fix: Zlatko Junuzovic wechselt von Österreichs höchster Spielklasse in die deutsche Bundesliga, von Austria Wien zu Werder Bremen. In einem Gastbeitrag für worum.org nimmt der langjährige Austria-Fan und Werder-Sympathisant Pascal Günsberg von 1911aktuell.at den neuen Spielmacher der Grün-Weißen unter die Lupe. DATEN &#38; FAKTEN Name: Zlatko Junuzovic Spitznamen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die medizinischen Checks absolviert, die Verträge unterzeichnet, die Tinte trocken. <a href="http://www.werder.de/de/profis/news/37506.php">Es ist fix</a>: Zlatko Junuzovic wechselt von Österreichs höchster Spielklasse in die deutsche Bundesliga, von Austria Wien zu Werder Bremen. In einem Gastbeitrag für worum.org nimmt der langjährige Austria-Fan und Werder-Sympathisant Pascal Günsberg von <a href="http://www.1911aktuell.at/">1911aktuell.at</a> den neuen Spielmacher der Grün-Weißen unter die Lupe.</p>
<div id="attachment_3522" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/junuzovic.jpg"><img class="size-medium wp-image-3522 " title="junuzovic" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/junuzovic-300x236.jpg" alt="Standardschütze Zlatko Junuzovic (c)austriafans.at/1911aktuell.at" width="300" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Standardschütze Zlatko Junuzovic (c)austriafans.at/1911aktuell.at</p></div>
<h3>DATEN &amp; FAKTEN</h3>
<p>Name: <a href="http://wiki.worum.org/index.php/Zlatko_Junuzovic">Zlatko Junuzovic</a><br />
Spitznamen: Juno, Sladdi<br />
Geburtsdatum: 26.09.1987 (24 Jahre)<br />
Nationalität: Österreich<br />
Position: Offensivallrounder<br />
Größe: 173cm<br />
Gewicht: 65kg<br />
Bisherige Vereine: GAK, SK Austria Kärnten, FK Austria Wien<br />
Spiele in öst. Bundesliga: 204<br />
Tore in öst. Bundesliga: 33<br />
Länderspiele: 16 (ein Tor)</p>
<h3>LEBENSLAUF</h3>
<p>Aufgrund des Bürgerkriegs in seiner Heimat Zvornik (Jugoslawien, heute Bosnien/Herzegowina) wanderten Vahid und Marica Junuzovic 1992 gemeinsam mit ihren beiden Kindern Elsa (zwölf Jahre) und Zlatko (fünf Jahre) nach Österreich aus. In Kühnsdorf in Kärnten fand die Familie ihre neue Heimat.</p>
<p>Nach sechs Jahren folgte der nächste Umzug, nämlich in die Steiermark. Grund dafür waren diesmal Gott sei Dank nicht Bürgerkriege, sondern das fußballerische Talent des jüngsten Familienmitglieds Zlatko. Im Alter von nur elf Jahren zog es den Dribblanski in die für ihre gute Arbeit bekannte Akademie des GAK nach Graz.</p>
<p>Im Nachhinein gesehen war es für „Juno“ definitiv der richtige Schritt. Er entwickelte sich prächtig und schaffte 2004 den Sprung zu den Amateuren des GAK. Durch konstant gute Leistungen und einige Treffer wurde er selbstverständlich auch für die Kampfmannschaft bald ein Thema. Am 14. Mai 2005 wurde der Rechtsfuß ausgerechnet im Derby zwischen dem GAK und Sturm Graz eingewechselt und feierte mit nur 17 Jahren sein Debüt in der österreichischen Bundesliga. Ebenso alt war er auch bei seinem ersten Einsatz in der Europa League, als er gegen Racing Straßburg eingewechselt wurde.</p>
<p>Junuzovic blieb jedoch keine Eintagsfliege, ganz im Gegenteil. Durch starke Leistungen bei seinen Einsätzen und im Training etablierte sich Junuzovic in der Kampfmannschaft des damals amtierenden Meisters und avancierte vom Joker zum Stammspieler. Die Belohnung folgte rasch: Am 1. März 2006 feierte der damals 18-Jährige gegen Kanada sein Debüt im österreichischen Nationalteam.</p>
<p>Bedingt durch den Konkurs des GAK wechselte „Sladdi“ im Sommer 2007 zu Austria Kärnten. Ausschlaggebend waren dabei vor allem zwei Gründe: Einerseits ist Kärnten seine Heimat und auf der anderen Seite war dort zu diesem Zeitpunkt ausgerechnet Walter Schachner, welcher ihn bereits in Graz stark förderte, Trainer.</p>
<p>Nach zwei Jahren in Kärnten wechselte Junuzovic von der Kärntner Austria zu jener aus Wien. Auch völlig neutral, ohne meine persönliche Sympathie für die Austria, lässt sich sagen: Dies war die absolut richtige Entscheidung! Sofort wurde der Mittelfeldspieler zum Stammspieler und Publikumsliebling. Nach einer recht guten Premierensaison in Österreichs Hauptstadt (40 Pflichtspiele, 7 Tore, 2 Vorlagen), blühte er zur Saison 10/11 so richtig auf: 49 Pflichtspiele für die Austria und das Nationalteam, dabei 12 Tore und 15 Vorlagen! In allen möglichen Wahlen wurde Zlatko Junuzovic von den Trainern, Managern, Präsidenten, Spielern und Fans zum absoluten Spieler des Jahres 2010 bzw. der Saison 10/11 gewählt.</p>
<p>Auch in der aktuell laufenden Saison überzeugte der 24-Jährige in allen Belangen. In unglaublichen 34 (!) Spielen in nur einem Halbjahr (in Deutschland ist dies eine ganze Meisterschaft) erzielte er 7 Tore und bereitete 18 weitere vor.</p>
<p>Nun folgt der nächste Schritt auf seiner Karriereleiter: Der Transfer in das Ausland zu Werder Bremen…</p>
<h3>ALLGEMEIN</h3>
<p>Junuzovic ist im Grunde das perfekte Beispiel für die Wörter „universell einsetzbar“ und „Offensivallrounder“. Es gibt in der Offensive kaum eine Position, auf welcher er nicht schon einmal gespielt hat. Im Bremer Rauten-Mittelfeld sehe ich ihn auf den beiden Außenbahnen (sowohl links als auch rechts), aber vor allem im offensiven Mittelfeld hinter den beiden Spitzen zuhause. Er spielte früher in Kärnten oft auch als hängende Spitze, dass dem aber auch in Bremen so sein wird, glaube ich nicht.</p>
<p>Seine Lieblingsposition ist, wie er immer wieder betont, das zentrale/offensive Mittelfeld, und das ist meiner Meinung nach auch jene Position, auf welcher seine Stärken am besten zur Geltung kommen. Beim GAK und Austria Kärnten spielte er meist auch auf dieser Position, mal hinter einer, mal hinter zwei Spitzen, selten im rechten Mittelfeld. Auch in seinen ersten zwei Jahren bei der Wiener Austria war dem so, doch im vergangenen Sommer änderten die Veilchen ihr Spielsystem von 4-4-2 auf 4-2-3-1, und seine neue Position war im linken Mittelfeld, in welchem er den gesamten Herbst spielte.</p>
<p>Vom Spielertyp ist „Juno“ einer, der den eher „spektakuläreren“ Fußball liebt. Er nimmt gerne einmal Risiko, wenn dafür eine schön anzusehende Aktion herauskommen könnte. Es ist definitiv in seinem Sinne, schönen Fußball zu spielen, er spielt sehr oft Doppelpässe und spielt oft auch mit der Hacke. Manchmal übertreibt er es damit vielleicht ein wenig, und man hat das Gefühl, er möchte den Ball in das Tor „hineintragen“. Für mich haut er viel zu selten einmal aus der Distanz drauf. In manchen Spielen, vor allem gegen tiefstehende Gegner, gegen welche sich die Austria sehr schwer tut, wäre das effizienter als so manche Kombination über zahlreiche Stationen, die dann aber im Abwehr-Bollwerk ihr Ende findet.</p>
<div id="attachment_3524" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/junuzovic3.jpg"><img class="size-medium wp-image-3524" title="junuzovic3" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/junuzovic3-300x298.jpg" alt="Nicht nur beim Jubeln engagiert: Zlatko Junuzovic mit Teamkollege (c)austriafans.at/1911aktuell.at" width="300" height="298" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht nur beim Jubeln engagiert: Zlatko Junuzovic mit Teamkollege (c)austriafans.at/1911aktuell.at</p></div>
<h3>CHARAKTER</h3>
<p>Charakterlich hat Werder einen Spieler bekommen wie man ihn sich nur wünschen kann. Durch einige Gespräche mit ihm kann ich durchaus behaupten, Sladdi recht gut zu kennen. Er ist ein ausgesprochen sympathischer Junge, der sich auch für Fan-Wünsche jederzeit nicht zu schade ist und auch kein Problem mit dem 234. Autogramm oder Foto am Tag hat.</p>
<p>Der Fußball nimmt in seinem Leben eine sehr wichtige Rolle ein, ihm ist seine sportliche Perspektive deutlich wichtiger als beispielsweise das Geld. Er verdiente damals in Kärnten mehr als in Wien, wechselte aber dennoch, weil es für ihn sportlich gesehen eine bessere Plattform war. Zudem lehnte er im vergangenen Sommer ein Angebot von Red Bull Salzburg, wo er ca. doppelt so viel verdient hätte, ab. Auch jetzt hatte er, was man so hört, besser dotierte Angebote als jenes von Werder.</p>
<p>Egal bei welcher Station, Juno war stets Publikumsliebling. Er ist ein Typ, den man als Fan seiner Mannschaft einfach gerne haben muss. Bei uns in Wien war sein Trikot zudem auch das meistverkaufte.</p>
<p>Warum dem so ist, ist eine gute Frage. Einerseits natürlich wohl aufgrund seiner sportlichen Leistungen, andererseits aber mit Sicherheit auch wegen seines Charakters. Eben weil er sich nie für diverse Fan-Wünsche zu schade ist. Zudem ignoriert er auch im Stadion die Fans nicht, ganz im Gegenteil. Immer wieder, in ziemlich jedem Spiel, versucht Junuzovic die eigenen Anhänger durch Handbewegungen etc. anzuheizen, um eine bessere Stimmung zu erzeugen. Recht ausgelassen (und kreativ) fallen auch meist seine Torjubel aus, in welchen er stets die Nähe zu den Fans sucht.</p>
<p>Nach einem Freistoßtor in der 91. Minute zum 1:0 in der vorletzten Bundesliga-Runde 09/10, welches dafür sorgte, dass die Austria weiter realistische Chancen auf den Titel hatte, sprintete er über das gesamte Spielfeld vom gegnerischen Tor, in welches er traf, bis zum Auswärtssektor, wo er ausgelassen mit den Austrianern jubelte.</p>
<p>Ein weiterer Grund für seine große Beliebtheit ist wohl auch sein voller Einsatz über 90 Minuten in jedem Spiel. Teamintern war er stets sehr beliebt und gehörte auch zu den Führungsspielern.</p>
<h3>STÄRKEN</h3>
<p>Sladdi lebt von seiner Dynamik. Er ist schnell, läuft unglaublich viel und ist wendig. Ich gehe davon aus, dass er auch in Deutschland in vielen, vielen Partien zu den am meisten laufenden Spielern gehören wird. Was das Lauf- und Arbeitspensum angeht, unterscheidet sich die österreichische nicht viel von der deutschen Bundesliga, das hat auch der Transfer von Julian Baumgartlinger (Austria Wien zu Mainz 05) gezeigt.</p>
<p>Das ist definitiv jenes Attribut, welches bei ihm speziell heraussticht: Sehr lauffreudig, stets mit vollem Einsatz dabei.</p>
<p>Aber auch mit dem Ball kann er einiges. Sein von ihm so geliebtes Kurzpassspiel ist meiner Meinung nach sehr gut, zudem hat er einen guten Schuss, der ihm schon einige Distanzschuss-Tore ermöglichte, wobei die Frage ist, wie oft er in Deutschland den nötigen Platz und die nötige Zeit dazu bekommt. Grundsätzlich hat er aber einen sehr starken rechten Fuß.</p>
<p>Auch technisch hat er einiges zu bieten, er gehört(e) in Österreich sicher zu den technisch besten Spielern, ist nie um einen Trick oder ein „Ferserl“ (österreichischer Begriff für Hacke) verlegen, was er vor allem dem intensivem Einzeltraining während seiner Jugendzeit mit seinem Vater zu verdanken hat. In einem Interview sagte er einmal, dass er in jeder Minute zumindest einen Ballkontakt braucht und sucht.</p>
<p>Durchaus wahre Worte, wie ich finde. Sladdi ist ein Spieler, der ständig den Ball sucht und fordert. Seine ideale Position ist wohl, wie bereits weiter oben geschrieben, das offensive Mittelfeld hinter den Spitzen. Da kann er das Spiel lenken, die Bälle verteilen, entscheidende Assists geben und sein Laufpensum erfüllen, sprich exakt seine Stärken ausspielen. Ich sehe Werders neue Nummer 23 zwar als torgefährlich, primär aber in der Rolle des Vorlagengebers. Wichtig wäre auch, dass er auf dieser Position möglichst viele Freiheiten bekommt und nicht positionstreu spielen muss. Sein ständiges Rotieren war auch schon bei der Austria eine große Stärke, die ihn vor allem unberechenbar machte. Selbstverständlich muss dazu auch das Spielermaterial auf den anderen Positionen (in dem Fall auf den Mittelfeld-Außenbahnen bzw. auch im Angriff) stimmen.</p>
<p>Ich kann mir vorstellen, dass Arnautovic und Junuzovic sehr gut miteinander harmonieren würden. Im Nationalteam durften sie das zwar noch nicht allzu oft zeigen, bei den wenigen gemeinsamen Einsätzen waren aber viele zuversichtlich stimmende Ansätze dabei. Ich glaube, von den Spielertypen her ergibt das eine tolle Kombination, die Werder viel Freude bereiten könnte.</p>
<h3>SCHWÄCHEN</h3>
<p>Sein eher „zarter“ Körperbau hat zwar einige Vorteile, z.B., wie bei den Stärken erwähnt, die Schnellig- und Spritzigkeit, aber natürlich bringt er auch Nachteile mit sich. Ich bin noch sehr skeptisch, ob Sladdi für die deutsche Bundesliga körperstark genug ist. In diesem Bereich muss er auf alle Fälle noch einiges zulegen.</p>
<p>Auch bei seinen Standardsituationen sehe ich noch viel Potential nach oben. Keine Frage, einige Male brachte er ausgezeichnete Corner zur Mitte, aber oft bzw. meistens waren sie eben ein gefundenes Fressen für den Gegner. Seine direkten Freistöße landeten meist in der Mauer oder klar drüber, in seinen zweieinhalb Saisons in Wien erzielte er nur einen einzigen Freistoßtreffer.</p>
<p>Wie schon weiter oben geschrieben, übertreibt er es zudem manchmal mit dem Kombinationsspiel und versucht den Ball in das Tor hineinzutragen. Er hat einen super Schuss, diesen muss er aber noch viel öfter einsetzen.</p>
<div id="attachment_3520" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/junuzovic4.jpg"><img class="size-medium wp-image-3520" title="junuzovic4" src="http://blog.worum.org/wp-content/uploads/2012/01/junuzovic4-300x234.jpg" alt="Traumtor-Schnappschuss (c)austriafans.at/1911aktuell.at" width="300" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Traumtor-Schnappschuss (c)austriafans.at/1911aktuell.at</p></div>
<h3>PROGNOSE</h3>
<p>Das ist der für mich schwierigste Teil meiner Spielerinfo, weil es einfach sehr schwer ist, eine Prognose abzugeben, wie sich Sladdi in Bremen anstellt. National (österreichische Bundesliga) wie auch international (Europa League, Nationalteam) zeigte er schon Top-Leistungen mit welchen er sich in Deutschland keineswegs verstecken müsste, und es steckt noch viel, viel mehr Potential in ihm.</p>
<p>Ich bin fest der Überzeugung, dass er dieses Potential bald ausspielen kann, doch dazu muss man ihm wirklich das Vertrauen schenken und ihn nicht nach einer schwachen Leistung sofort aus der Startelf werfen und öffentlich an den Pranger stellen. Sladdi ist ein Spieler, der dieses Vertrauen braucht.</p>
<p>Sehr, sehr gespannt bin ich, wie er mit der hohen Erwartungshaltung (Stichwort „Ösi-Özil“ z.B.) umgehen kann. Ich denke, anfangs wird er dieser noch nicht gerecht, weil es doch eine große Umstellung ist und er sich erstmal in sein neues Team und seine neue Heimat einleben muss. Dass er die Vorbereitung nicht bei Werder mitmachte, ist sicherlich nicht förderlich.</p>
<p>Wie gesagt: Das Potential, ein neuer Spielmacher zu werden, wie es mit Andi Herzog in Bremen bereits einmal ein Österreicher war, ist ohne Frage da. Ich hoffe, man verheizt dieses nicht und fördert ihn wirklich so wie angekündigt.</p>
<p style="text-align: left;"><strong> <em>Toi, toi, toi aus Wien, Sladdi!</em></strong></p>
<p style="text-align: left;"><em>*Alle Fotos wurden von 1911aktuell.at/austriafans (<a href="http://www.1911aktuell.at/">klick</a>) zur Verfügung gestellt.</em></p>
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