Werders Talente Teil 8: Johannes Eggestein & Niklas Schmidt

06.05.15 | von | Kategorie: Spieler | 4 Kommentare

Heute startet um 18 Uhr die Europameisterschaft der U17-Junioren in Bulgarien, die deutsche Nationalmannschaft trifft dabei im ersten Gruppenspiel auf die Belgien. Mit dabei sein werden mit Johannes Eggestein und Niklas Schmidt auch zwei Werder-Talente, die in der U17 vom SV Werder in der Offensive glänzen.

 

JOHANNES EGGESTEIN

Eckdaten: Stürmer, geboren am 8. Mai 1998 in Hannover, 178cm groß
Werder: im Verein seit Sommer 2013, Vertrag bis Sommer 2016
Nationalelf: aktueller U17-Nationalspieler, bisher 26 U-Länderspiele (18 Tore)
Bilanz 2013/2014: 26 Spiele (20 Tore) in der U17*
Bilanz 2014/2015: 24 Spiele (21 Tore, 6 Vorlagen) in der U17, 2 Spiele (6 Tore, 1 Vorlage) in der U19
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Der Sommer 2013 brachte eine Familienzusammenführung im Wilhelm-Scharnow-Internat mit sich, als Johannes Eggestein von seinem Elternhaus in Garbsen nach Bremen zog. Sein neues Zuhause im Werder-Internat bedeutete Zimmerteilung mit Bruder Maximilian, der zwei Jahre zuvor nach Bremen gezogen war. Wie sein anderthalb Jahre älterer Bruder wechselte Johannes zum Start seiner B-Jugend-Zeit zum SV Werder, obwohl er ebenfalls schon vor dem Wechsel als C-Jugendlicher in der B-Jugend des TSV Havelse zum Einsatz kam. Auch wenn die Havelser U17 nur in der dritthöchsten Ligenstufe aktiv war, so waren Eggesteins 28 Treffer aus 19 Spielen schon beachtlich für einen, der damals zum älteren Jahrgang der C-Jugend gehörte.

Aber es war auch die Saison, in der Eggestein deutschlandweit für Aufmerksamkeit sorgte. Ab der U15-Altersstufe gibt es Nationalmannschaften; der gebürtige Hannoveraner war von Beginn an bei den Lehrgängen dabei, nachdem er in seinem ersten Jahr in der C-Jugend auf höchstmöglichem Liga-Niveau bereits mit 19 Treffern aus 20 Spielen seine Visitenkarte in der Regionalliga Staffel Nord abgab. Damit war er zudem zweitbester Torschütze der gesamten Liga.

Die Visitenkarte nahmen nicht nur die Klubs aus dem Norden händeringend an sich und warben noch vor Eggesteins DFB-Debüt bereits um den Torjäger – auch Bayer Leverkusen, Bayern München, der VfB Stuttgart, Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 meldeten Interesse an: vergeblich. Nachdem zuerst entschieden wurde, dass Eggestein im Sommer 2013 den TSV Havelse verlassen sollte, kristallisierten sich relativ schnell zwei Favoriten heraus, von denen am Ende einer den Zuschlag bekommen würde: Werder Bremen oder der VfL Wolfsburg. Obgleich Werder sich lange gedulden musste, im Mai 2013 hatte man das Rennen gemacht. „Bei Werder stimmt alles. Wir haben da sehr gute Erfahrungen gemacht“, bemerkte Vater Karl Eggestein damals in der BILD-Zeitung, und bei Werder wird man sich doppelt gefreut haben, zwei Jahre vorher Johannes’ Bruder Maximilian ebenfalls von einem Wechsel nach Bremen überzeugt zu haben.

Johannes Eggestein in seiner ersten Werder-Saison 2013/2014.

Johannes Eggestein in seiner ersten Werder-Saison 2013/2014.

Im Sommer 2013 startete „Jojo“, wie ihn die Teamkollegen rufen, dann bei Werders U17 noch mit einem weiteren Ausrufezeichen in der Vita: Mit vier Toren aus sieben U15-Länderspielen war er bester Torschütze seines Jahrgangs. Ein Torjägerstatus, den er auch in der U16 und aktuell in der U17 des DFB innehat. Und einer, der ihn mittlerweile fast verfolgt: In seiner ersten Spielzeit in Bremen gelangen ihm 20 Saisontore, ein Wert, der mit dem Gewinn der Torjägerkanone der Staffel Nord/Nordost einherging. In der aktuellen Spielzeit liegt seine Toranzahl bei 21, und er ist wiederum auf bestem Wege, erfolgreichster Torschütze der Liga zu werden.

Das alles unterstreicht auch, was dieses Talent primär ausmacht: Eggestein ist ein Stürmer, der vor dem Tor Extraklasse in seinem Jahrgang verkörpert und sich im Talentbereich deutlich von den Konkurrenten abhebt. Er ist laufstark, zeigt immer Einsatz und bringt die richtige Einstellung mit, um sein Talent auf den Platz zu bekommen. Der starke rechte Fuß hat zum Glück einen brauchbaren linken Gegenpart, sodass Eggestein in Dribblings geht, wenn er muss, und den Ball beidfüssig abschirmen kann.

Der kurze, schnelle Pass zum Mitspieler ist ebenfalls möglich – auch, wenn der noch zu selten kommt, was wohl der einzige Kritikpunkt am Spiel des Stürmers ist. Doch selbst dies hat sich mit der Zeit in Bremen schon verbessert: Eggestein war es lange gewohnt, vorne Alleinunterhalter zu sein und schnell abzuschließen. Spielstarke Mitspieler, wie im letzten Jahr vor allem Ole Käuper und in diesem Jahr Niklas Schmidt, die auch nach einem Abspiel noch in den Strafraum nachrücken und sich gut positionieren können, kannte Eggestein lange nicht in dieser Form.

Dass er sich in dem Bereich aber noch deutlich steigert, ist eher nicht zu erwarten, das bringt wohl sein Tunnelblick im Strafraum mit sich: Er wirkt sehr fokussiert auf das Tor und hat die Gabe, viele, viele Wege zu erdenken, den Ball ins Tor zu bekommen und dabei oft den richtigen zu wählen. Nicht selten wirkt er dabei routiniert, abgeklärt und lässt das Aussteigen von Gegenspielern und das Narren des Keepers fast schon einfach aussehen. Vielleicht zu einfach, denn wenn Eggestein einmal eine Chance liegen lässt, dann häufig, weil er zu viel will und nicht „einfach einmal“ abzieht. Sondern, sich auf seine Stärken besinnend, lieber den Gegenspieler mit einer Körpertäuschung stehen lässt, um dann zu versuchen, den Torhüter zu verladen. Die Technik dafür hat er, die Ballführung ebenfalls. Bewegungs- und Handlungsschnelligkeit gehen damit einher, was in der Mischung den Torjäger für den Gegner richtig gefährlich werden lässt.

Einen Sprung in der Entwicklung hat Eggestein, der in Kürze seinen 17. Geburtstag feiert, bei Werder bei den Laufwegen gemacht. Hier geht die Routine mehr und mehr in die Beine über, er kann Abspiele erahnen und lernt immer besser, seine Gegenspieler schnell einzuschätzen, um zu wissen, wo sich Räume für ihn bieten werden. Es kommt ihm dabei in der Bremer B-Jugend zugute, dass er mit Niklas Schmidt einen Mitspieler hat, der nur allzu gerne Pässe über die Abwehr zu Eggestein hebt oder ihm Bälle in den Lauf spielt. Auch die Außenspieler Jano Baxmann und Luca Horn wissen um ihren Torjäger und suchen ihn häufig. Der wiederum ist auch in der Lage, auf die Außen auszuweichen oder sich im Verlauf des Spiels weiter zurückfallen zu lassen, um Bälle aus dem Mittelfeld zu holen. Wenn Eggestein sich so zurückzieht, dann allerdings meist, weil es im Bremer Spiel nicht läuft und er mehr oder weniger gezwungen ist, den Weg nach hinten anzutreten, um den Ball häufiger aus der Nähe zu sehen. Eine „hängende Spitze“ wird ‚Jojo’ nicht werden, dafür fühlt er sich im Strafraum viel zu wohl.

Im körperlichen Bereich verfügt er über eine gute Grundschnelligkeit samt Antritt und macht überhaupt den Eindruck, dass bei ihm alles nach und nach kommt. Seine Physis verbessert sich langsam, aber stetig. Er ist weder sonderlich frühreif noch ein Spätentwickler. Keiner, der plötzlich einen großen Wachstumsschub oder übertriebene Robustheit entwickelt. Sein Schuss ist stramm, jedoch entfernt von einem Huf der Marke Hilßner. Tore aus der zweiten Reihe erzielt Eggestein selten bis nie.

Spannend wird sein, wie er in der A-Jugend und später vor allem gegen körperlich starke Spieler im Herrenbereich zurechtkommen wird. Man wird ihn nach und nach immer wieder neu fordern müssen – gerade, weil er gezeigt hat, dass er mit den Aufgaben wächst und sein Spiel an neue Anforderungen anpassen kann. Das Halten und Verteidigen von Bällen ist jedoch im Herrenbereich nochmals eine andere Geschichte, auch das Kopfballspiel ist im Bereich der Jugendmannschaften, unterhalb der U19, bei weitem nicht so ausgeprägt wie im Herrenbereich. In den Kopfballduellen wirkt Eggestein gut, aber er hat noch ab und zu Probleme, wenn es um direkte Luftduelle geht und er sich gegen physisch starke Verteidiger durchsetzen muss. Noch löst er sich mit seinem Gespür aus solchen Situationen und meidet auch einmal das Kopfballduell.

Meiden werden ihn auch hoffentlich lange, lange die Konkurrenten. Denn aktuell ist Werder eine passende Option für Eggesteins Weiterentwicklung. Die nächste Saison beginnt er in der A-Jugend, wo er Anfang Februar bei seinem ersten Spiel in der U19 gegen Absteiger Dynamo Dresden locker und leicht fünf Tore erzielte.

Bei Werder unterschrieb der bodenständige und unaufgeregt wirkende Johannes Eggestein vor seinem Wechsel für drei Spielzeiten, sein Vertrag läuft also nächsten Sommer aus. Werder plant, was nicht überrascht, ihn danach zum Profi zu machen und auch bei entsprechender Entwicklung direkt hochzuziehen. Die ersten Minuten bei der U23 in der kommenden Rückrunde sowie zumindest auch Trainingseinheiten bei der ersten Mannschaft sind alles andere als unrealistisch. Hoffentlich genauso wie die dann folgende Unterschrift unter einem Profivertrag bei Werder.

 

NIKLAS SCHMIDT

Eckdaten: offensiver Mittelfeldspieler, geboren am 1. März 1998 in Kassel, 180cm groß
Werder: im Verein seit Sommer 2012, Vertrag bis Sommer 2017
Nationalelf: aktueller U17-Nationalspieler, bisher 12 U-Länderspiele (7 Tore)
Bilanz 2013/2014: 22 Spiele (4 Tore) in der U17*
Bilanz 2014/2015: 22 Spiele (12 Tore, 25 Vorlagen) in der U17, 1 Spiel in der U19
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Niklas Schmidt spielt in seiner dritten Saison bei Werder seine dritte Rolle in der Offensive. Und auch wenn die Unterschiede nicht allzu groß sind, so hat der 17jährige seine Paradeposition für die Zukunft wohl mittlerweile gefunden. Im Sommer 2012 kam Schmidt von Rot-Weiß Erfurt nach Bremen und agierte in der Bremer U15 als Stürmer. Mit 27 Treffern in 22 Spielen überzeugte der in Kassel geborene Offensivspieler von Beginn an, auch wenn der gute Eindruck der Saison am letzten Spieltag ein wenig getrübt wurde: Werder wurde hinter dem HSV bei Punktgleichheit nur Vize-Meister, Schmidt traf im letzten Ligaspiel gegen Hannover zwar doppelt, sein Hamburger Konkurrent Melvin Krol jedoch dreifach – und holte sich somit mit einem Treffer mehr die Torjägerkanone.

In der Folgesaison war Schmidt als jüngerer Jahrgang in der Bremer U17 im Mittelfeld gesetzt. Auf dem Papier stand sein Name in der Schaltzentrale sogar noch hinter dem offensiven Mittelfeld, allerdings ließ er auch dort seinem Offensivdrang öfter freien Lauf und suchte häufiger den Weg hinter die Spitzen. Mit vier Saisontreffern war seine Torbilanz zwar deutlich geringer als in der Vorsaison, die Zahl der eingeleiteten und direkt vorbereiteten Treffer stieg aber erheblich.

Niklas Schmidt während seiner ersten Werder-Saison 2012/2013.

Niklas Schmidt während seiner ersten Werder-Saison 2012/2013.

Seit letztem Sommer spielt Schmidt im offensiven Mittelfeld und hat enormen Gefallen an der Position gefunden. Eine Prise zu viel sicherlich, denn ihm geht zu sehr der Gedanke an die Defensive ab, den er im Vorjahr noch allein aufgrund der Position deutlicher verinnerlicht, wenn auch nicht geliebt hatte. Überhaupt ist Schmidt noch in vielen Bereichen unausgeglichen und nicht ausbalanciert. Er hat Klasse am Ball, steigert sich aber noch zu häufig in die Rolle des Alleinunterhalters hinein. Positiv ist, dass er sehr ballorientiert agiert, dadurch diesen häufig fordert und versucht, sich in Position zu bringen. Auch vor der Abwehr im Aufbauspiel. Noch zu oft trennt er sich dann aber nicht zum passenden Zeitpunkt wieder vom Ball, sucht unnötig Zweikämpfe und sorgt für Ballverluste oder bringt mit einem Pass unter Druck die Mitspieler in Bedrängnis. So kommt es aufgrund dieser Spielweise nicht selten vor, dass er in einem Spiel eine geringere Anzahl von Ballkontakten als seine Mitspieler aufweist, dafür aber zeitlich gesehen länger am Ball war.

Mit der Zeit wird Schmidt aber sowieso vor das Problem gestellt werden, dass die Gegenspieler schneller, stärker und besser werden, der Ball und das Spiel schneller läuft. Lerneffekte werden bei ihm wohl mehr durch Praxis denn durch Theorie kommen, da er auch vom Spielertyp eher intuitiv denn strategisch im Spiel agiert.

Gemäß der These, dass etwas Fluch und Segen zugleich sein kann, blockiert ihn das etwas in der Entwicklung, macht jedoch auch seine größte Stärke aus. Schmidt kann im Training einen Spielzug x-fach immer mit dem gleichen Timing im Pass abschließen, im Spiel reagiert er jedoch gedankenschnell auf den Laufweg des Mitspielers, die Bewegungen der Gegenspieler und sucht sich den neuen, passenden Passweg.

In der Praxis hat Schmidt unter anderem gelernt, dass Teamkollege Eggestein besonders stark in Situationen ist, in denen er ihm den Ball über die Abwehrreihe in den Lauf lupft. Auch hier fehlt noch die Balance, da solche Pässe zu häufig versucht werden, wenn ein flacher, einfacher Pass die bessere Lösung darstellen würde. Überhaupt findet man dort einen Kritikpunkt in der Spielanlage von Schmidt: einfach spielen erscheint zu langweilig. Viele Bälle zum Mitspieler bekommen einen Drall verpasst oder werden mit dem Außenrist gespielt. Zu viel Verzierung, zu wenig Einfaches, Wesentliches.

Technisch und gerade im Bereich der Schusstechnik kann Schmidt viel, ja sogar sehr viel. Und vielleicht eben zu viel, weil er darauf zu häufig zurückgreift. Eine gewisse Übernutzung seines Könnens kommt aber mit seinem Spielstil, der wohl vielen Teams gut tut. Denn Schmidt traut sich sehr viel, er probiert eine Menge und würde am liebsten das ganze Spiel über den Ball an seinem Fuß haben. Bei der Findung der passenden Balance wird es eben auch wichtig sein, ihn nicht zu sehr einzuengen und ihm die Kreativität auszutreiben. Jedoch ist sein Spiel diese Saison immer mal wieder ein Ritt auf der Rasierklinge gewesen, neben Genie auch Wahnsinn, was dann aufgrund fehlender Defensivarbeit lauffaul und seinem zu starken Fokus auf das Besondere in jeder Aktion auch zu arrogant und eigensinnig wirkt.

Erwähnenswert ist, dass er im Trikot des DFB sich spürbarer dem Spiel unterordnet und weniger versucht, jeden Pass zu zelebrieren. Ohne, dass seine Tor- und Vorlagenstatistik, darunter leidet, die auch im Trikot der Nationalmannschaft enorm ist. Wenn auch nicht so auffallend stark wie im grün-weißen Werder-Dress, wo ihm in dieser Saison in 22 Ligaspielen 12 Tore und bereits 25 direkte Torvorlagen gelangen.

Ein herausragender Wert, der bei den Torvorlagen viele Standardsituationen beinhaltet – und dass mit dem linken wie mit dem rechten Fuß. Schmidt tritt die Ecken scharf, sie kommen wie auch die Freistöße meist erstklassig vor das Tor. Dank der starken Schusstechnik und einer guten Wucht im Fuß kann er nicht nur aus jeder Lage Freistöße gefährlich werden lassen, sondern auch aus der zweiten Reihe den Abschluss suchen und finden. Dabei kann er den Ball ebenso hart in den Winkel zimmern, wie er ihn platziert in die Ecke hämmert.

Das größere Talent als im Abschluss kommt aber kurz vorher zum Vorschein. Wenn er etwas Platz hat, wenn er ins Laufen kommt. Und wenn er dann die Optionen Schuss und Abspiel vor sich hat. Pässe können dann wunderbar in den Fuß des Mitspielers kommen und der Abschluss dann dynamisch und mit wenig Ansatz passieren. Hervorzuheben ist auch seine Beidfüßigkeit, da neben dem starken rechten Fuß auch der linke für Pässe, scharfe Flanken und Torabschlüsse herhält, ohne dass einem bewusst ist, welches der schwächere Fuß ist.

Mit Ball am Fuß und im Lauf ist Schmidt zudem aktuell schwer vom Ball zu trennen, wird sich aber in den Folgejahren den stärkeren Gegenspielern anpassen müssen, denn physisch wirkt er nicht auf allerbestem Niveau. Sein Körperbau täuscht mehr Robustheit vor als tatsächlich Athletik dahintersteckt. Hier bleibt zu hoffen, dass Werder und Schmidt an den richtigen Hebeln ansetzen.

Es ist ein weiterer Bereich in dem Schmidt den Eindruck erweckt, als sei er sich dem Hier und Jetzt sehr gut bewusst, aber denke noch zu wenig perspektivisch. An das, was bei ihm als Optimum in seiner Karriere möglich ist, was es dafür auch jetzt im Hinblick darauf braucht und warum auch ein U-Nationalspieler und Topspieler der B-Jugend nicht nur vom Talent leben kann. Zuletzt ging es bei starker Gegenwehr der Gegenspieler und wenn es nicht läuft zu sehr gegen die Gegenspieler und den Schiedsrichter, die zwölf gelben Karten und zwei Platzverweise seiner U17-Zeit sind nicht ohne Grund die meisten eines Werder-Spielers.

Schmidt wirkt hier und da noch auf der Suche nach dem, was er auf dem Spielfeld für sich mittlerweile gefunden hat: dem besten Platz. Vielleicht ist es gerade deswegen umso wichtiger, dass er letzten Sommer eine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann bei Werder begann, die ihm eine gewisse Bodenständigkeit gibt. Im Zuge dessen hat er seinen Vertrag bis zum Sommer 2017 verlängert und ist in der kommenden Saison fest in der U19 eingeplant.

 

 

* In der Saison 2013/2014 sind bei der U17-Statistik keine Vorlagenwerte aufgelistet, es gab leider keine detaillierten Spielberichte/Videos.

 

WorumBlog-Talentreihe 2014/2015:
Nachwuchs Round-up 2014
Teil 1: Marnon Busch & Cimo Röcker
Teil 2: Julian von Haacke & Martin Kobylanski
Teil 3: Luca Zander & Levent Aycicek
Teil 4: Melvyn Lorenzen & Davie Selke
Teil 5: Ole Käuper & Maximilian Eggestein
Teil 6: Lukas Fröde & Marcel Hilßner
Teil 7: Levin Öztunali

 

Die Fotos wurden von Worum-Usern zur Verfügung gestellt.