Die Monopoly-Edition von Werder Bremen

16.12.14 | von | Kategorie: Allgemeines | 2 Kommentare
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“Das berühmte Spiel um den großen Deal”, wie beim Fußball.

Monopoly wurde in der heutigen Form in den 1930er Jahren zum ersten Mal aufgelegt und erfreut sich seitdem einer großen Beliebtheit. In dem Spiel, welches den meisten Lesern bekannt sein dürfte, geht es darum, klug zu kaufen und zu wirtschaften, um die Mitspieler mit möglichst viel Schadenfreude in den Bankrott zu treiben. Das in dutzenden Sprachen und Ländern erhältliche Spiel hat auch diverse thematisch gebundene Ableger gefunden. Von allgemeinen Varianten wie Star Wars, Marvel und den Simpsons bis hin zu regionalen Editionen zu Städten (inklusive Bremen) gibt es für jeden Fan etwas zu haben. Nur Werderaner gingen bislang leer aus.

Doch urplötzlich klingelte es an der Tür und ein ganz in den uns so vertrauten Farben gekleidetes, mit emotionsgeladenen Bildern auf der Verpackung versehenes Monopoly im Stile Werder Bremens lag zur Rezension vor, mit dem Ziel, Herzen zu gewinnen. Doch ist es tatsächlich eine Besonderheit, oder haben wir es hier nur mit einer weiteren Ausgabe des Klassikers zu tun? Die Antwort darauf lest ihr im folgenden Review.

Schon vor dem Öffnen der Verpackung weiß das Spiel zu überzeugen. Liebevoll aufgemacht, in angenehmen Farben und mit bekannten Bildern bedruckt erstrahlt der Karton. Im Inneren finden sich – oh, Überraschung! – ein Spielbrett, diverse Karten, das berühmte Monopolygeld, Würfel, Spielfiguren und eine Anleitung. Doch was ist das, statt Hotels und Häusern gibt es Stadien und… Treppen? Ach, das sind Tribünen! Und statt des Autos und Zylinders liegen dort unter anderem ein Pokal und eine Pfeife als Spielfiguren bereit. Auch die Gemeinschafts- und Ereigniskarten wirken ein wenig anders, da soll man also mit dem Autokorso zum Rathausplatz, die Mannschaft feiern und zum Double 2003/2004 vorrücken. Die Karten sind interessanterweise auch noch mit einer Eckfahne für das Feld Heimspiel und einem Bus für das Feld Auswärtsspiel versehen. Da hat sich also jemand Gedanken gemacht. Die Straßen tragen ebenfalls uns bekannte Namen, sind beispielsweise nach Ehrenspielführern oder Orten wie dem Wuseum benannt. Wasserwerk und E-Werk sind Weserstadion und Platz 11, statt langweiligen Bahnhöfen werden nicht nur dem Fan durchaus bekannte Orte genannt – aber wir wollen nicht alles verraten. Selbst die Anleitung ist individuell zugeschnitten, hier finden sich genau die Begriffe wieder, welche einem auf dem Spielfeld begegnen, es wird nicht nur allgemein formuliert und informiert.

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Auch in der Anleitung: alles ist auf Fußball und Werder getrimmt.

Qualitativ dürften die Materialien etliche Jahrzehnte mitmachen, es lässt sich kein Unterschied zur gewohnten Hochwertigkeit des Spiels ausmachen. Das Spielbrett ist sauber verarbeitet, die Figuren liegen gut in der Hand und stehen fest auf dem Feld. Da wackelt nichts, da ist nichts unsauber gegossen, und es stehen keine spitzen Stellen ab. Das hält auch den lieben Kleinen stand. Die Karten sind ebenfalls allesamt aus robustem Karton gefertigt.

Doch genug des Lobes, es gibt natürlich auch Kritik, diese jedoch auf hohem Niveau: Die Spielsteine wirken nicht unbedingt auf Werder Bremen zugeschnitten, da wurde sich anscheinend thematisch im allgemeinen Fußballregal bedient. Allerdings muss fairerweise eingestanden werden, dass es sich hierbei auch um Aspekte handelt, die schwierig zu gestalten sind. Einen Flutlichtmast hätte es aber durchaus geben dürfen. Außerdem ist das Geld die von Monopoly gewohnte Standardware. Ein kleines Logo hätte da gut getan. Dafür ist der Nachkauf natürlich einfacher. Auf Nachfrage beim Verein stellte sich heraus, dass die Gestaltung dieser Aspekte in Händen des Herstellers lag und leider kein Einfluss darauf genommen werden konnte, dem beeindruckend gestalteten Spiel hier noch den wirklich allerletzten Feinschliff zur grün-weißen Individualisierung zu geben. Das ist schade, allerdings auch Meckern auf allerhöchstem Niveau.

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Wie sagte einst Ex-Werderaner Mesut Özil: “Ey, Pokal!”

Ist das Spiel also etwas Besonderes? Mit grün-weißem Herzen betrachtet: Absolut! Das Spiel sollte man nicht nur als Monopolyfan haben, alleine die Lektüre der Karten und die Betrachtung des Spielbretts sind den Kauf wert. Letzteres könnte auch als Poster in jedem Hobbyraum bestehen. Für Nicht-Werderaner sieht der Fall natürlich etwas anders aus, jedoch ist zu erwähnen, dass die Aufmachung doch dezent genug ist, sodass auch normales Monopoly gespielt werden kann. Die Mechanik ist identisch, ob nun Schlossallee oder…

… ah, wir wollten ja nicht zuviel verraten. Jedenfalls stellt diese Edition das perfekte Weihnachtsgeschenk und eine wunderbare Beschäftigung während der kalten und spielfreien Tage dar.

Jetzt seid ihr dran, denn pünktlich zu Weihnachten gibt es unser Rezensions-exemplar zu gewinnen! Besonderer Dank geht dabei an Werder Bremen, dass uns dieses zur Verfügung gestellt hat, um euch Weihnachten zu versüßen.

Zum Gewinnspiel im Forum geht es mit diesem Link – das Spiel im Werder-Fanshop bestellen könnt ihr hier.