Werders Talente Teil 4: Melvyn Lorenzen & Davie Selke

06.05.14 | von | Kategorie: Spieler | 3 Kommentare

Mit Melvyn Lorenzen und Davie Selke kamen in der Hinrunde zwei 18jährige Offensivspieler zu ihrem Bundesliga-Debüt für Werder Bremen. Für Lorenzen war nach der ersten Saisonhälfte die Spielzeit aufgrund einer Knie-OP leider gelaufen, Davie Selke gesellte sich vor Kurzem zum Werder-Lazarett. Schuld ist eine Fußprellung, vermutlich aus dem U19-Länderspiel gegen Belgien Mitte April. In der 81. Minute war Selke allein auf dem Weg zum Tor, wurde von einem Belgier brachial genotbremst. Rot für den Belgier, Schmerzen für Selke.

Es war ein Spiel, was die DFB-Elf am Ende klar mit 5-2 gewann. Davie Selke spielte als Sturmspitze über die volle Spielzeit, kam jedoch trotz fünf Treffern seiner Mannschaft weder als Torschütze noch Vorlagengeber im Spielbericht vor. Und war trotzdem neben Leverkusens Öztunali der beste Mann auf dem Platz. Warum Selke auch bei Torlosigkeit alles andere als unwichtig ist gibt es hier genauso zu lesen wie die Möglichkeit, sich von Melvyn Lorenzen ein besseres Bild zu machen, nachdem fünf Bundesliga-Minuten nicht viel Aussagekraft hatten.

 

MELVYN LORENZEN

Eckdaten: Stürmer, geboren am 26. November 1994 in London (England), 188cm groß
Werder: im Verein seit Sommer 2013, Vertrag bis Sommer 2015
Nationalelf: kein aktueller U-Nationalspieler
Bilanz: diese Saison 13 Spiele (4 Tore, 4 Vorlagen) in der U23, 2 Spiele bei bei den Profis
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Melvyn Lorenzen war in dieser Saison wohl der Debütant, mit dem am wenigsten gerechnet wurde. Der Offensivspieler kam im Sommer nach seinem letzten Jahr in der A-Jugend zur U23 von Werder, war einer der ersten Spieler, die der neue Trainer Viktor Skripnik auf seiner Liste hatte. Lorenzen war durch seine Zeit bei Holstein Kiel über Jahre im Blickfeld der Bremer. Auch, als er in der B- sowie A-Jugend jeweils eine Saison nur in der zweithöchsten Spielklasse kickte. In dieser Liga hatte Werder die zweiten Teams, sodass Lorenzen jedes Jahr in den Genuss des Kräftemessens mit einer Werder-Mannschaft kam.

Und so war die Eigenwerbung irgendwann erfolgreich, Lorenzen zog letzten Sommer nach Bremen. Während er beim ersten Saisoneinsatz in der U23 noch von der Bank kam, zog er dann an den Konkurrenten vorbei und zeigte nicht nur richtig starke Leistungen, sondern traf bei seinen vier Startelfeinsätzen dreimal und legte zwei weitere Tore auf. Ein Zusammenspiel zwischen den auffälligen Leistungen und einem Personalengpass im Sturm bei den Profis brachte Lorenzen dann erstmals auf den Trainingsplatz mit Hunt, Junuzovic & Co.

Melvyn Lorenzen im Spiel gegen den SV Eichede, vor seinem erstem Treffer im Trikot des SV Werder Bremen.

Melvyn Lorenzen im Spiel gegen den SV Eichede, vor seinem erstem Treffer im Trikot des SV Werder Bremen.

Spätestens an diesem Tag, dem 3. September, wurde er dann auch endgültig Werderaner: Bereits bei der ersten Einheit musste Lorenzen abbrechen und humpelte vom Platz. Ein Muskelfaserriss sorgte dafür, dass der Offensivspieler knapp drei Wochen fehlte. Als er dann wieder ins Mannschaftstraining einstieg, tat er das gleich bei den Profis, und er wurde am 5. November in den Kader für das Bundesliga-Spiel beim VfB Stuttgart berufen. Ohne nach der Verletzung vorher Spielpraxis bei der U23 gesammelt zu haben. Die bekam er dann beim 1-1 in Stuttgart, als Lorenzen in der 88. Minute für Eljero Elia ins Spiel geschickt wurde und sein Bundesliga-Debüt feierte. Zwei Wochen später feierte er seinen zweiten Kurzeinsatz, gegen den SC Freiburg bekam Lorenzen ein paar Bundesliga-Luftzüge zu spüren, als er kurz vor Spielschluss eingewechselt wurde. Die Hinrunde wurde dann in der U23 zu Ende gespielt, an seine starken Leistungen zu Saisonbeginn konnte Lorenzen dabei nicht mehr anknüpfen.

Im Winter folgte das frühzeitige Saison-Aus, bedingt durch eine Operation am Knie, die der Verein nicht näher erläuterte. Auch die Ausfallzeit blieb unbestimmt. Lorenzen wirkte bei den Heimspielen der U23 als Zuschauer meist nicht sonderlich glücklich, auf Krücken gehend. Wie mittlerweile zu hören war, soll es sich bei dem operativen Eingriff um die Behandlung eines Knorpelschadens gehandelt haben. Mit der Rückkehr ins Mannschaftstraining wird im Sommer gerechnet, eventuell nicht direkt zum Trainingsstart der neuen Spielzeit.

Somit war Lorenzen ein wenig Gewinner und Verlierer der Saison zugleich. Und beides kam ohne große Ansage. Ja, bei Holstein Kiel hatte Lorenzen immer wieder auf sich aufmerksam gemacht, indem er seine Schnelligkeit ausspielte, den Ball halten konnte und seinen trockenen Abschluss anbrachte. Aber so schnell nach seinem Einstand bei Werder mit den ersten Bundesliga-Minuten? Damit war bei der Verpflichtung nicht zu rechnen.

Der Ausfall Lorenzens für die Rückrunde tat der U23 weh, auch wenn sie es gut kompensieren konnte und sich in den letzten Wochen, unter anderem durch eine altersbedingte Entwicklung, stark in Form zeigte. Mit dem 19-jährigen Lorenzen fehlt der vielleicht derzeit schnellste Bremer Herrenspieler. Er ist zudem groß, wirkt kräftig und ist – erst einmal im Lauf, besser Flug – nicht aufzuhalten. Das Bodenpersonal des Flughafens kann Flieger Lorenzen durch seine Schnelligkeit entweder abhängen oder sich durch seine Robustheit und über Jahre angelernte Geschicktheit im Zweikampf vom Leib halten. Die Airline-Mitarbeiter aus dem U23-Mittelfeld haben es schnell verstanden, Lorenzen clever, insbesondere mit schnellen Bällen in die Spitze, einzusetzen. Flankenläufe provozieren und stets den Ball in den Lauf spielen: Lorenzens Schwächen werden so optimal kompensiert und seine Stärken perfekt eingesetzt.

Dass Lorenzen aus seiner Schnelligkeit Effektivität herausholt und am Ende des Tages etwas Zählbares auf den Teller legt, wirkte einerseits erfrischend für die Zuschauer auf Platz 11 und sorgte andererseits dafür, dass Onel Hernandez schnell überflügelt wurde. Auch wenn dieser in dieser Hinrunde ähnlich wie Lorenzen Scorerpunkte sammelte, fehlte die Perspektive und die null Tore als Stammspieler der letzten Saison sprachen noch eine zu deutliche Sprache. Lorenzen agiert da zielstrebiger, ist ein Spieler, den man zwar einsetzen muss, der aber anschließend nicht nur seine Offensivkollegen einsetzen kann, sondern auch den Abschluss sucht und durchaus beherrscht. So bereicherte er das Spiel der U23 und spielte einen guten Part in der gesamten Zusammenstellung der Offensivabteilung.

Im Profitraining der Hinrunde sowie in den Spielen der U23 zeigte sich nach und nach eine Entwicklung bei den Fähigkeiten von Lorenzen, der sowohl Potenzial als auch die sichtbare Notwendigkeit dafür mitbringt. Natürlich ist der Sprung von Holstein Kiel zum SV Werder, allein was die spielerische und taktische Ausrichtung angeht, riesig. Das gesamte Offensivspiel ist variabler, die Spielphilosophie mehr auf die Beherrschung des Gegners ausgerichtet als bei den traditionell kampfstarken und defensivlastigen Störchen, wo Lorenzen nicht selten rein auf das Konterspiel konzentriert war.

Die technischen Fertigkeiten, die das Direktspiel gerade der U23 fordert, sind Lorenzen noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen. Vor allem beim schnellen Passspiel hat er Nachholbedarf, man konnte im Profitraining beim Kurzpassspiel klare Unterschiede zu den Bundesligaspielern bemerken. Ebenso deutlich vorhanden waren aber auch Engagement und Lernwillen, man konnte aufmerksames Zuhören beobachten und keinen gesenkten Kopf.

Wie es für Lorenzen weitergeht? Seine schiere Kraft und überragende Schnelligkeit geben ihm eine Perspektive. Technisch muss er sich verbessern, ob er die Handlungsschnelligkeit und das Spielverständnis für die Bundesliga besitzt, ist noch schwer zu beurteilen. In der U23 kann er nicht nur mithalten, kommt aber auch viel über ein Spiel, das er sich über Jahre angelernt hat: passend zu seinen Stärken. An den Schwächen wird jetzt und in der kommenden Saison zu arbeiten sein. Hoffentlich verliert er durch die lange Verletzungspause und die Operation am Knie weder kurzfristig noch langfristig an Schnelligkeit. Auch was seine Wendigkeit angeht hoffen wir auf keine Einschränkungen.

Sollte Lorenzen zum Saisonstart fit sein, wird er bei der U23 zu Einsätzen kommen. Offensiv kann er variabel eingesetzt werden, sowohl auf den Außen als auch als einzige Spitze, gerade wenn die offensiven Mittelfeldspieler ihn nicht nur füttern, sondern auch mit vorrücken. Am besten ist er vorerst wohl als zweiter Stürmer aufgehoben, der sowohl mit einem echten Mittelstürmer wie Davie Selke harmonieren kann als auch zu Spielern wie Martin Kobylanski passt, die rund um den Strafraum auf passende Situationen warten, um abziehen zu können und ebenfalls Gegenspieler auf sich ziehen. Der Vertrag von Lorenzen läuft noch bis zum Sommer 2015, im Winter wird man sich dann wohl zusammensetzen, um über die Perspektive zu sprechen. Ein Profivertrag ist bei entsprechender Entwicklung sicher eine Option, ebenso wäre im Zuge dessen eine Leihe in Liga zwei keine schlechte Idee.

 

DAVIE SELKE

Eckdaten: Stürmer, geboren am 20. Januar 1995 in Schorndorf, 192cm groß
Werder: im Verein seit Januar 2013, Vertrag bis Sommer 2015
Nationalelf: aktueller U19-Nationalspieler (8 Spiele, 7 Tore), insgesamt 21 U-Länderspiele (13 Tore)
Bilanz: diese Saison 23 Spiele (7 Tore, 1 Vorlage) in der U23, 3 Spiele bei bei den Profis
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Diesen Spieler muss man mögen. Nicht, weil er ein netter Kerl ist (das ist er auch) oder ein guter Fußballer, nein, Fan muss man sein von dieser Art Spieler, die sich dem Spiel auf eine sehr physische und aufwendige Art nähern. Davie Selke ist sehr groß und trotz einer breitschultrigen Statur noch eher schmal, langgezogen gebaut. Sein Revier ist ausschließlich die Sturmspitze, wo er mit seinen Anlagen gut zeigt, warum eine falsche Neun auch eine falsche Entscheidung sein kann und die richtige Neun keineswegs ausgestorben ist. Selke ist ein echter Mittelstürmer, der vom alten Knipser-Optimum den Instinkt und vom modernen Stürmer das Auge für die Räume hat.

Und auch wenn der 19-jährige Selke in punkto Robustheit noch Entwicklung nötig hat, ist das Auffällige an seinem Spiel zuallererst die physische Präsenz. Klingt komisch, ist aber so. Selke hetzt jedem Ball hinterher, er greift jeden ballführenden Verteidiger an und sucht jeden Zweikampf. Menschen, die Fußballer nach dem Dreck, den sie fressen, bewerten und für die ein Trainer ein harter Hund sein muss, finden es klasse. Für die anderen ist es leider zeitweise auch anstrengend. In die Spitze gespielte Bälle prallen von Selke ab wie Flipperkugeln, die Laufwege sind sehr intuitiv, jedoch gibt es kaum einen Stürmer, der so viele, bisweilen völlig sinnlose, Offensivfouls begeht. Das alles ist völlig egal, wenn er trifft. Wenn nicht, fragt man sich oft, ob man ihn nicht mit einem Marathon an Video-Studium dieser Offensivfouls foltern sollte, bis endlich nachhaltige Besserung eintritt.

Dass er durch bessere Zweikampfführung mehr Chancen erarbeiten könnte, ist unbestritten, jedoch ist auch jetzt schon die Zahl seiner Torchancen ebenso groß wie die Tormöglichkeiten seiner Teamkollegen, die er durch geschicktes Anbieten mit ermöglicht. Es bleibt stark zu hoffen, dass er nie aufhört, diese Meter zu gehen, auch wenn er wieder und wieder nicht den Ball bekommen sollte oder sich keine Abstauberchance auftut. Zu viele talentierte Stürmer sind schon über den Bundesligarasen gehuscht, die irgendwann aufhörten zu laufen, wenn nichts direkt für sie heraussprang. Selke scheint hier verstanden zu haben, wie Chancen bestmöglich auszuspielen sind, und ist so auch an Toren beteiligt, wenn er letztendlich nicht als Torschütze oder Vorlagengeber im Spielbericht auftaucht.

Davie Selke im Spiel gegen den SV Eichede. Auch er erzielte wie Lorenzen sein erstes Saisontor.

Davie Selke im Spiel gegen den SV Eichede. Auch er erzielte wie Lorenzen sein erstes Saisontor.

In der U23 und der U19-Nationalmannschaft hat er eine gute Torquote. Wenn er trifft, sind es häufig entscheidende Tore, die fallen, wenn der Gegner noch nicht oder nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Lässt es seine Konzentration zu, vermag er sogar als Vorbereiter mitzuspielen. Die Einschränkung ist leider ernst zu nehmen, denn der Aufwand seines Spiels fordert häufig körperlichen Tribut, im Herrenbereich deutlicher als in der U19. Den fleißig eroberten Bällen stehen leichtfertig verballerte Chancen und gerade zu Saisonbeginn teilweise haarsträubende Abspielfehler gegenüber, die oft darauf beruhen, dass durch die anstrengenden Wege am Ende die Konzentration fehlt.

Arbeiten muss er auch an seiner Ballführung, die enger werden muss. Nicht nur er hat lange Beine, auch die Gegenspieler, die ihm noch zu oft die Bälle wegspitzeln. In den U-Nationalmannschaften kann er die Verteidiger meist wegdrücken, im Herrenbereich braucht er eine verstärkte Physis für die Zweikampfführung. Überhaupt muss er aufpassen, sich nicht in direkten Duellen zu sehr aufzureiben. Es kommt schon einmal vor, dass er nach Offensivfouls oder verlorenen Zweikämpfen ohne Pfiff vom Schiedsrichter für den Rest des Spiels einiges an Energie ins Meckern steckt. Ohne aber, und das sei ausdrücklich erwähnt, die Schwelle zu überschreiten. Der Eindruck mag zwar manchmal aufkommen, jedoch lässt Selke sich nicht provozieren, hat sich im Gemenge mit dem Gegner stets im Griff und bekommt wenig gelbe und gar keine roten Karten.

Dringend anzuraten wäre ihm zudem, sein Kopfballspiel zu verbessern. Natürlich geht er todesverachtend in jede Flanke, er weiß nur nicht so richtig, was er da tut. Und bei seiner Körpergröße müssen in der Saison einige Kopfballtore drin sein. Auch wenn man ihm derzeit zugutehalten muss, dass weder die Bremer U23 und noch weniger die deutsche U19 übermäßig mit hohen Bällen in die Mitte agiert. Der Ball klebt häufig am Boden, was Selke zugutekommt.

Das Ziel des Ende Januar letzten Jahres aus Hoffenheim gekommenen Selke sollte es sein, seinem Spiel eine erwachsene, abgeklärte Note hinzuzufügen, ohne dabei sein engagiertes Auftreten zu vernachlässigen. Schafft er das, wird er noch öfter treffen, vor allem aber die Großchancen verwerten, die im Moment noch zu häufig von ihm ausgelassen werden. Der großgewachsene Stürmer zeigt neben bereits klaren Stärken an anderer Stelle lediglich Ansätze, die es zu auszubauen gilt. Dass er nach Mario Gomez mittlerweile einen anderen Mario, nämlich Mandzukic, als Vorbild erwähnt, zeigt: da schaut einer zum passenden Spielertypen.

Natürlich profitiert auch Selke von der Jugendambition der sportlichen Leitung, sein Einsatz stellt kein sonderliches Risiko dar. Wo Selke draufsteht, ist besagter Einsatz drin. Die Masse freut es, und auf der Habenseite stehen die Einsätze eines eigenen U-Nationalspielers. Es wird interessant sein, ob Werder wirklich etwas gelernt hat in Sachen Ausbildung, denn diesen Riesenhaufen Spieler, der sich da auf den Offensivpositionen tummelt, muss man kontrollieren und gezielt ausbilden – fertig, das sieht man vor allem an Selke, sind die meisten noch lange nicht. Aber auch ein unfertiger Selke zeigt: da wächst etwas heran. Seine Größe und seine Stärken sind sehr gute Voraussetzungen für Liga eins. Und die Einstellung stimmt. Sollte er nicht nach oben durchkommen, Spieler wie Verantwortliche müssten sich am Ende in den Allerwertesten beißen.

Beim Durchkommen bleibt aber vor allem Ruhe und Geduld gefragt. Selke hatte diese Saison in der Hinrunde bereits drei Bundesliga-Einsätze. Da konnte er sich empfehlen, aber auch nochmals darauf hinweisen, dass er Zeit braucht. Viel der nötigen Entwicklung wird über Erfahrung kommen und Zeit sowie Spielpraxis benötigen.

Zeit, die er vor allem im Laufe der kommenden Saison haben wird. Denn zu häufig wird bei jungen Talenten vergessen, dass sie meist noch zur Schule gehen. Und nicht selten geht mit der sportlichen Entwicklung über eine Saison einher, dass man gerade zum Schluss die Früchte sportlich nicht komplett ernten kann, da man sich dann im Prüfungsstress befindet. Auch bei Selke ist das der Fall, das Abitur soll diesen Monat bestanden werden. Danach ist aber auch keine Ruhe, im Gegenteil: Dann fährt er nämlich mit der U19-Nationalmannschaft zur EM-Qualifikation nach Spanien, die Anfang kommenden Monats über die Bühne geht. Das vorher geplante Trainingslager des DFB in Kühlungsborn wird er wohl wegen einer Fußprellung, möglichen U23-Einsätzen und dem Abitur komplett verpassen.

Sollte die U19 sich für die Europameisterschaft qualifizieren, würde Selke zudem in der Vorbereitung auf die kommende Saison einige Zeit fehlen. Am 12. Juni soll das DFB-Trainingslager starten, am 19. Juni das Turnier in Ungarn. Nach der möglichen EM-Teilnahme ginge es dann an die Werder-Zukunft. Die erste Saison ohne schulische Belastung, wegen der er in dieser Saison auch einmal beim DFB absagen musste. Und die Spielzeit, bei der er in der U23 als Stammstürmer eingeplant ist, um sich nach und nach gen Bundesliga zu bewegen. Inklusive Vertragsverlängerung, über die man sich dann sicher in der Hinrunde unterhalten und die ihm dann auch in Bälde den Profistatus einbringen wird.

 

 

 

 

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Nachwuchs Round-up 2014
Teil 1: Marnon Busch & Cimo Röcker
Teil 2: Julian von Haacke & Martin Kobylanski
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