Werders Talente Teil 3: Luca Zander & Levent Aycicek

29.04.14 | von | Kategorie: Spieler | 5 Kommentare

Levent Aycicek hat sein Debüt schon hinter sich. Am 8. Februar kam er gegen Borussia Dortmund als Einwechselspieler zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga. Vorher hatten langwierige Verletzungen die ersten Spielminuten für den dribbelstarken Offensivspieler in der Bundesliga verhindert. Luca Zanders Sehnenreizung, die er sich Ende Januar zuzog, hat wohl auch dafür gesorgt, dass er nicht schon früher zum Einsatz kam. So hat der Rechtsverteidiger seine ersten Gehversuche in der Bundesliga noch vor sich. Doch allzulange dürfte er nicht mehr warten müssen.

LUCA ZANDER

Eckdaten: rechter Verteidiger, geboren am 9. August 1995 in Weyhe, 183cm groß
Werder: im Verein seit Sommer 2006, Profivertrag bis Sommer 2017
Nationalelf: aktueller U19-Nationalspieler (bisher kein Einsatz), insgesamt 2 U-Länderspiele (kein Tor)
Bilanz: diese Saison 7 Spiele (1 Vorlage) in der U19, 9 Spiele (2 Vorlagen) in der U23
WorumWikiProfil

Mit Luca Zander haben zu Saisonbeginn die wenigsten gerechnet. Das ist allerdings merkwürdig, denn seine Entwicklung ist keinesfalls so überraschend, wie es der Außenstehende empfinden mag. Bereits im letzten Jahr spielte der bodenständige Zander eine starke und auffällige erste A-Jugendsaison auf einer Position, die bei Werder seit Jahren sträflich vernachlässigt wird und die er in früheren Jahren eher selten bekleidete. Zunächst meist in der Innenverteidigung, später zeitweise im defensiven Mittelfeld eingesetzt, hat Zander sich nun auf der rechten Außenverteidiger-Position festgespielt.

Schon in der vorherigen Spielzeit ließen seine bissige Zweikampfführung, sein gutes Zusammenspiel und seine starken Flankenläufe erkennen, dass er alles mitbringt, was ein moderner Außenverteidiger als Rüstzeug benötigt. Durch seine auffallende Dynamik wirkt er fast schon schneller, als er eigentlich ist. Erfrischend ist auch, dass Zanders taktisches Verständnis sowie sein fußballerisches und technisches Können deutlich über denen der typischen Fachidioten auf den Außenverteidigerpositionen stehen. Zu oft wird in jungen Jahren die Viererkette außen schlicht nach Schnelligkeit und Physis besetzt. Hier hingegen versteht jemand den Fußball, dessentwegen er aufs Feld geschickt wurde.

Zander ist ein schlaksiger Spieler, der nicht für technische Kapriolen steht. Das Besondere gibt es hier nicht zu sehen. Er sieht manchmal etwas unbeholfen, leicht schüchtern aus. Was noch verstärkt wird, wenn er, wie so häufig, die Trikotärmel lang über die Hände zieht und mit den Fingern festhält. Nur sollte sich niemand davon täuschen lassen, denn der Spieler ist stets hellwach. Sein Passspiel ist präzise und variabel. Er braucht nicht stets die Flanke, um Gefahr nach vorne zu entwickeln, kann stattdessen auch kombinieren, und die daraus resultierende Spielverlagerung in die Mitte kann sich ebenfalls sehen lassen. Er ist in der Lage, anschließend variable Entscheidungen zu treffen, was zeigt, dass hier jemand situationsbedingt agieren kann und will.

Interessant ist der Unterschied zu Marnon Busch, der auf der gleichen Position vollkommen andere Qualitäten in die Waagschale wirft, ohne dass man, abgesehen von Buschs fehlender Spielpraxis wegen der langen Verletzung, aufgrund der erheblichen Unterschiede in der Spielanlage den einen oder den anderen herausheben möchte. Ist Busch ein sehr körperbetonter Power-Fußballer, stellt Zander einen eher spielerischen Gegenpart dar. Der eine kann schon mal untertauchen, um dann im nächsten Moment mit seinem Tempo bei den Gegenspielern wie bei einer Schnellzug-Durchfahrt am Bahnsteig für wehendes Haar zu sorgen. Der andere hingegen ist Luca Zander, der stets konstant und zuverlässig seine Leistung abruft, wenige Ausreißer hat und zudem seit jungen Jahren bei den Trainern gern gesehen ist, weil er sich schlichtweg an taktische Anweisungen hält und das erledigt, was ihm aufgetragen wird. Er bleibt über die volle Spielzeit konzentriert.

Luca Zander begann die Saison als Kapitän der Bremer U19.

Luca Zander begann die Saison als Kapitän der Bremer U19.

Vielleicht war es auch das, was ihm im vergangenen November auf Anhieb einen festen Platz in der U23 bescherte. In die Saison war Zander als Kapitän der U19 gestartet, zeigte auf rechts in der Viererkette gute Leistungen. Als bei der Regionalliga-Mannschaft dann neben dem Verletzungspech bei den Außenverteidigern auch die Form bei den von der Innenverteidigung nach außen geschobenen Vertretern nicht passte, bekam Zander seine Chance gegen die U23 des Hamburger SV. Die nutzte er.

In der Regionalliga fällt er in keinem Bereich ab, muss aber für den nächsten Satz nach oben hier und da noch zulegen und sich so kontinuierlich weiterentwickeln wie in den letzten Jahren. Er hat die richtige Herangehensweise an Zweikämpfe, um sich in direkten Duellen nicht von kräftigeren Spielern einfach wegdrücken zu lassen, doch muss Drahtigkeit irgendwann mit genügend Kraft verbunden werden, damit sie effektiv bleibt. Simpel gesprochen ist Zander eben kein sehr frühreifer Physis-Bolzen, sondern mitten in der Entwicklung vom Jugendlichen zum Herren(-Spieler).

Stabilisieren muss er sich auch im spielerischen Bereich der Zweikämpfe, wo er sich im Herrenbereich ab und an noch zu schnell ausspielen lässt. Da das Spiel in der Bundesliga schneller und intensiver ist, wird Zander auch nicht von heute auf morgen startelf-ready werden, jedoch bringt er mit seinem Spielverständnis und seiner taktischen Auffassungsgabe das nötige Rüstzeug mit, um auf Lerneffekte im Profitraining zu hoffen. Gerade in dem Bereich ist auch jetzt schon jede Trainingseinheit mit den gestandenen Profis wichtig. Ebenso bei der Ballsicherheit, wo er dank seiner Beweglichkeit aber auch schon in den vergangen Spielzeiten den Sprung von Altersklasse zu Altersklasse schaffte und die damit verbundenen neuen Anforderungen erfüllte.

Mit der Zeit und der damit einhergehenden Erfahrung dürfte sich Zander in den kommenden Monaten weiterentwickeln. Wenn er bei den Einsätzen in der U23 eben einmal nicht so gut aussah, dann lag es meist daran, dass er nicht genau wusste, wohin mit seinem Stellungsspiel. Übernimmt der Nebenmann? Soll man jetzt rausrücken? Wer geht auf den ballführenden Spieler? In der U19 hat er, zumindest auf dem dortigen Niveau, gezeigt, dass die Abstimmung flüssig laufen kann. Er muss im Herrenbereich aber auch selbst etwas lauter auf dem Platz werden, mehr in die Abstimmung mit den Kollegen eingreifen. Hier kommt ihm zudem zugute, dass er jahrelang auf anderen Positionen gespielt und zwangsläufig im Hinterkopf abgespeichert hat, wie sich ein Spieler dort bewegt. Durch seine Zeit als Innenverteidiger verfügt der 18-Jährige zudem über ein starkes Kopfballspiel, nicht von ungefähr kommen elf Saisontreffer aus einer Spielzeit in der U16. Auch defensiv kann er sich bei hohen Bällen sehen lassen, da er einfach zum Ball geht und nicht wartet, bis der Berg zum Propheten kommt.

Eher auf Berghöhe denn Taltiefe ist auch Zanders Situation bei Werder. Das Wintertrainingslager sah ihn als einen der deutlichen Gewinner, die Früchte in Form eines Einsatzes konnte er zunächst nicht ernten, da er nach dem Trainingslager zwei Monate verletzungsbedingt dank einer Sehnenreizung fehlte. So hat er immerhin schon die Pflichtverletzung für ein Werder-Talent hinter sich. Die Pause ist mittlerweile vergessen, er trainiert wieder regelmäßig mit den Profis, hat drei Einsätze bei der U23 hinter sich und wusste zu gefallen. In den Bundesligaspielen gegen die TSG Hoffenheim sowie Bayern München stand er bereits im Kader, und es ist davon auszugehen, dass Zander in den letzten beiden Saisonpartien noch sein Bundesliga-Debüt feiert. Einerseits, weil er es sich verdient hat, aber andererseits auch, weil er als erste Entdeckung von Robin Dutt wahrgenommen wird, der sich nach allen Worten in Richtung Einbindung eigener Talente den Namen des 18-Jährigen auf die Fahne schreiben wird.

Zander hat Anfang April seinen Vertrag bei Werder verlängert, welcher im ersten Jahr noch für die U23 gilt und dann ab dem folgenden Sommer bis 2017 als Profivertrag fungiert. Dem Vernehmen nach wird der Vertrag nach einer festgelegten Anzahl von Bundesliga-Einsätzen aber auch ggf. vor dem nächsten Jahr bereits vorab automatisch in einen Profivertrag umgewandelt.

Dass er mittelfristig fest zur Planung von Robin Dutt gehört, hat nicht nur der neue Vertrag dokumentiert, sondern wurde vom Profitrainer auch mehrfach betont. Wie zu hören war, soll Zander die nächste Saison nutzen, um den Sprung von der U23 zu den Profis langsam, aber stetig zu schaffen. Ein wenig im Einklang mit der Entwicklung von Clemens Fritz, der in der kommenden Spielzeit seine Abschiedstournee angeht. Je nachdem, wie es zu Transferschluss auf der Rechtsverteidiger-Position aussieht, hat Zander auch Chancen, in der kommenden Spielzeit auf eine angemessene Anzahl an Einsätzen zu kommen, die ihn nach und nach im Kader etablieren. Eine entsprechende Entwicklung Zanders in den genannten Punkten vorausgesetzt.

Vor knapp anderthalb Jahren stand Zander übrigens schon einmal mit Nils Petersen, Felix Kroos, Assani Lukimya, Aaron Hunt & Co auf dem Platz: Beim Testspiel gegen den unterklassigen SV Rödinghausen. Der nächste Einsatz mit den Profis wird kommen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass dies noch vor den drei Testspielen nach Saisonende der Fall sein wird.

 

LEVENT AYCICEK

Eckdaten: offensives Mittelfeld, geboren am 14. Februar 1994 in Nienburg, 169cm groß
Werder: im Verein seit Sommer 2008, Profivertrag bis Sommer 2015
Nationalelf: aktueller U20-Nationalspieler (1 Spiel), insgesamt 31 U-Länderspiele (14 Tore)
Bilanz: diese Saison 20 Spiele (5 Tore, 8 Vorlagen) in der U23, 2 Spiele (1 Tor) bei den Profis
WorumWikiProfil

Die größte Hoffnung des Bremer Nachwuchs drohte, sich von den Folgen zweier Knieverletzungen nicht zu erholen. Nun ist er seit gut einem Jahr frei von größeren Verletzungen, doch die Gehversuche in den Bremer Mannschaften gestalteten sich zunächst holprig und bisweilen zäh. Erst in der Mitte der Saison der U23 begannen sich die Beine des dynamischen Zehners wieder daran zu erinnern, was in ihnen steckt. Nach wie vor kann Levent Aycicek seine Qualitäten hinter den Spitzen am besten zur Entfaltung bringen, wo er mit schnellen Dribblings, Pässen in die Spitze und gefährlichen Schüssen glänzt.

Noch merkt man, dass das Vertrauen in die alte Stärke nicht völlig wiederhergestellt ist, häufig nimmt er ein Foul dort an, wo er früher weitergelaufen wäre, seine Antritte sind noch nicht wieder so zuversichtlich wie zuvor, aber insbesondere im Zusammenspiel mit den Teamkollegen beginnt sich die Sicherheit und technische Brillanz einzustellen, durch die er das Werderspiel so schwer ausrechenbar macht. Fehlte ihm zu Saisonbeginn noch deutlich die Frische und wirkten Sprints eher behäbig denn agil, so hat Aycicek im Laufe der Rückrunde nach und nach seinen Esprit wiedergefunden, zeigt sich beweglich, spritzig und quirlig.

Am 11. August 2013 feierte Aycicek endlich sein Debüt im Herrenbereich. Mit der U23 gegen den SV Meppen.

Am 11. August 2013 feierte Aycicek endlich sein Debüt im Herrenbereich. Mit der U23 gegen den SV Meppen.

Letztlich ist er noch nicht wieder ganz da, wo er aufgehört hat. Gerade dies sollte ihn beruhigen. Gewiss hat er, der in seinen fünf Werderjahren nie um Platz und Anerkennung kämpfen musste, zähneknirschend zur Kenntnis genommen, dass Offensivspieler wie Kobylanski, Lorenzen und sogar Selke vor ihm in der Bundesliga debütierten. Es hat nur nicht viel zu sagen. Abgesehen davon, dass er ja nun auch dabei war und im Gegensatz zu den anderen sogar ein Tor geschossen hat, sollte er sich auf die vollständige Wiederherstellung seiner Spielfähigkeit konzentrieren, statt auf andere zu schielen. So fällt zum Beispiel auf, dass er die Füße derzeit von den Standards lassen sollte: Zu viele verpuffen nutzlos, und eine gefährliche Ecke wiegt vier schwache nicht auf.

Vor allem aber muss er den Mut wiederfinden, sich mit dem Ball am Fuß dort ins Getümmel zu werfen, wo es andere scheuen. Seine große Stärke war es immer, auch in vollbesetzten Spielzentralen die Übersicht zu behalten und gefährliche Situationen zu kreieren. Das Durchtanken durch die Massen wirkt nun zurückhaltender, wohl aus Angst vor neuerlichen Verletzungen. Die haben ihn schließlich fast zwei komplette Spielzeiten gekostet. Und das muss auch immer wieder erwähnt werden, da sie wichtige Spieljahre waren (Aycicek hat die A-Jugend dadurch quasi übersprungen), was auch erklärt, warum ein junger Spieler dann nicht Kamikaze spielt, sondern Zeit braucht, um neues Vertrauen in den eigenen Körper zu bekommen.

Dieses Vertrauen entwickelte Aycicek sichtbar in den letzten Monaten, was für wieder erstarktes Selbstvertrauen in die fußballerischen Fähigkeiten sorgte und seine Form deutlich ansteigen ließ. Einhergehend damit stand er in der Rückrunde sieben Mal im Kader, feierte Anfang Februar bei der Heimniederlage gegen Borussia Dortmund sein Bundesliga-Debüt als Einwechselspieler. Dass auch ein Debüt bei Aycicek nicht nur ein Debüt ist, war schon zu erahnen, als er im Oktober eigentlich in Stuttgart eingewechselt werden sollte. Damals aber stand er so lange am Spielfeldrand, bis der Schiedsrichter die Partie abpfiff. Gegen Dortmund schoss er dann beim wirklichen Debüt vier Monate später nach zehn Bundesligaminuten seinen ersten Treffer. Freude, Leid, Hoffnung… der gebürtige Nienburger kennt das alles nur zu gut.

Passend dazu war das Spiel in Wilhelmshaven vor knapp drei Wochen, als Aycicek die ersten beiden Tore der U23 auflegte und dann mit einer Fußprellung vom Platz musste. Wieder fit, wirkte er am vergangenen Spieltag gegen Hannover 96 so, als könne nur er alleine das Fehlen der Schaltzentrale um Bruns, von Haacke und Stevanovic kompensieren. Er wirkte so, als habe er eine Traineraufforderung à la „jetzt bist du mehr gefordert“ so aufgefasst, als müsse er nicht nur alleine die Kohlen aus dem Feuer holen, sondern auch ganz alleine im Kohlenkeller hocken und seine Teamkollegen aussperren. Es zeigte einfach den Aycicek dieser Saison: auf der Suche nach der richtigen Balance.

Doch verbuchen wir diese Spielzeit einfach als Übergangssaison. Als eine Zeit, die Aycicek brauchte, um sich wieder in Stellung zu bringen. Schauen wir in Richtung der neuen Saison, wo er fest eingeplant ist in den Planspielen des Profikaders. Wie sehr und wo genau bleibt aber abzuwarten, wenn man sich die letzten Aussagen von Trainer Robin Dutt genauer anhört. Dort klingt stark heraus, dass die taktische Aufstellung noch in den Sternen steht. Ebenso ist noch nicht geklärt, wie offensiv denn genau der offensive Neuzugang sein wird und wie sehr er vom Spielerischen und Positionellen Aycicek in die Quere kommen könnte.

Platz hat der mittlerweile 20-jährige Aycicek in allen Systemen. In der Raute als Zehner, alternativ kann er auch in die Rolle schlüpfen, die Robin Dutt zuletzt Eljero Elia in der Startelf zugedacht hatte. Auf den Halbpositionen wäre er nicht optimal platziert, da er trotz seines robusten Körpers und guter Zweikampfführung im Offensivbereich die taktische Defensivarbeit dort nicht zuverlässig verrichtet. Sollte Werder mit einer Doppelsechs und einer Dreierreihe davor agieren, so ist Aycicek für den mittleren Part prädestiniert, aber aufgrund seiner Schnelligkeit, Technik und des Spielwitzes für die Außen ebenso eine sehr gute Option.

Sollte Ludovic Obraniak sich in der Startelf etablieren, übernähme er sicherlich den ballverteilenden Part, während der deutlich schnellere und dynamische Aycicek vor ihm agieren könnte. Ob dies von Beginn an so laufen wird, bleibt abzuwarten, allerdings ist Aycicek aufgrund seiner Spielweise auch als Joker immer eine gute Alternative. Wie genau Robin Dutt und auch Thomas Eichin mit ihm in der kommenden Saison planen, ist schwer einzuschätzen. Die Zeit zum Durchstarten des kleinen Bremers scheint nah. Da Ayciceks Profivertrag im Sommer 2015 ausläuft, wäre es auch nun auch der richtige Zeitpunkt, nachhaltig auf ihn zu setzen.

 

 

WorumBlog-Talentreihe 2014:
Nachwuchs Round-up 2014
Teil 1: Marnon Busch & Cimo Röcker
Teil 2: Julian von Haacke & Martin Kobylanski

 

Die Fotos wurden von Worum-Usern zur Verfügung gestellt.