Nachwuchs round-up 2014

20.03.14 | von | Kategorie: Allgemeines | 13 Kommentare

Die Rückrunde ist mittlerweile bei allen Teams des Nachwuchsleistungszentrum wieder voll im Gang. Wir werfen einen Blick auf die Hinrunde und den Rückrundenstart der wichtigsten Teams, insbesondere auf die Regionalliga-Mannschaft.

U23

Für die Verhältnisse unseres geliebten SV Werder Bremen war das ein Erdrutsch. Neuer Trainer, neuer Co-Trainer, neuer Torwarttrainer, neue Zuordnung innerhalb des Vereins und zwölf neue Spieler. Damit nicht genug. Im Laufe der Saison wurde ein weiterer Co-Trainer ersetzt, und ein Überraschungsgast aus der U19 biss sich fest. Reihenweise kleinere wie größere Verletzungen und Abstellungen von und zu den Profis verhindern, dass die Mannschaft zweimal mit der gleichen Aufstellung aufläuft. Am Ende des abgelaufenen Jahres lag die drittjüngste (lässt man den dauerverletzten 24-jährigen Max Wegner in der Wertung) Mannschaft der Liga, trotz grotesker Niederlagen in Hannover und Wolfsburg, punktgleich mit zwei anderen Teams zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Wolfsburg in Schlagdistanz. Das ist Unterhaltung, das ist Werder Bremen.

Vielleicht meint Werder es ernst mit der Umstrukturierung und der Förderung der eigenen Jugendspieler. Jedenfalls wurde vor der Saison erst mal eine Menge getan. Die Eingliederung der II. Mannschaft in die Verantwortung der Profiverwaltung soll eine engere Verzahnung garantieren und die Verantwortlichen im Profibereich stets auf dem Laufenden über die Entwicklung der Spieler in der U23 halten. Außerdem sollen kurze Wege die schnelle Einbindung einzelner Spieler, sei es als Belohnung für gute Leistungen, sei es als Ergänzung für Kaderlücken bei den Profis, sicherstellen. Einiges klappt, einiges scheint gewollt und noch nicht ganz gekonnt. Aber auch die Mannschaftsleitungen müssen sich an das neue Konzept gewöhnen, der neue Profitrainer hatte genug damit zu tun, seinen Kader zu formen, bevor er sich der Sichtung des Nachwuchs widmen und erkennen kann, welche tatsächlichen Alternativen in den unteren Mannschaften lauern.

So haben wohl nie so viele Spieler Zugang zu den Trainingseinheiten der Profis gehabt, konnten sich noch nie so viele Spieler Kaderplätze bei den Profis erspielen, und selten haben so viele Jungspieler zum Teil völlig überraschende Profidebüts feiern können. So weit, so gut. Allerdings wirken einige der Nominierungen und Herausnahmen der Spieler zu sehr dem Bedarf bei den Profis geschuldet, zu wenig als Belohnung für Leistung und Entwicklung, und führen persönlich wie auch mannschaftlich zu Ungereimtheiten, die untereinander Unfrieden hervorrufen und bisweilen dem Spielergebnis abträglich sind. Natürlich hat die Profimannschaft absoluten Vorrang, aber all die Einsätze und das Fernbleiben von Spielern von der U23 sollten deren Mannschaftsgefüge nicht allzu sehr zerfasern, denn auch das Funktionieren als Mannschaft ist wesentliches Ziel des Spiels und darf bei aller Freude über individuelle Qualität nicht außer Acht bleiben. Insbesondere dann, wenn sich in diesem Jahr noch herausstellt, dass tatsächlich eine Chance besteht, die Liga zu gewinnen.

Einer der großen Gewinner der Saison: Martin Kobylanski

Einer der großen Gewinner der Saison: Martin Kobylanski

Auch hier wird der neue Trainer gemeinsam mit seinem nunmehr runderneuerten Team die Mannschaft aufmerksam begleiten. Viktor Skripnik zeigt in der ersten Halbserie als Trainer im höheren Herrenbereich all die Nuancen, die ihn bei der Arbeit mit der U17 so beliebt und auch erfolgreich gemacht haben. Er hat ein strukturiertes Spielsystem, bietet abwechslungsreiches Training, besitzt ein großes Herz für seine Spieler, ist berechenbar und macht klare und verständliche Ansagen an die Spieler, ohne dabei je den Respekt zu verlieren. Skripnik kümmert sich um Fußball, der Rest muss laufen, das Administrative ist nicht sein Revier. Aber wozu hat man ein Team? Das auch noch funktioniert. Frings und Vander sind zwar erfahrene Profis, aber in der Mannschaftsbetreuung eben Anfänger. Da hilft sicher auch einmal der Enthusiasmus über den einen oder anderen Erfahrungsmangel hinweg. Für die militärische Ansprache war bis zur Winterpause Frank Bender zuständig, der jetzt durch Skripniks alten Weggefährten aus der U17, Florian Kohfeldt, bis Saisonende ersetzt wurde. Dieser Wechsel wird sicher Sympathiepunkte bringen, möglicherweise aber war die etwas ruppigere Herangehensweise von Bender ein gutes Gegengewicht innerhalb des Trainerteams. Es wird zu beobachten sein, wie sich die Arbeit jetzt gestaltet.

Maulten die Anhänger in den vergangenen Spielzeiten über eintönigen Hauruck-Fußball und fehlenden Spielwitz, verkauft die diesjährige Mannschaft ein ganz anderes Produkt. Aus dem festen 4-4-2-Rautensystem vermag die Mannschaft ebenso sicher durch die Mitte wie über die Außen jederzeit vor das gegnerische Tor zu spielen und Gefahr zu erzeugen. Zwar kann man die generelle Schwäche der Liga ins Feld führen, die es immer recht leicht aussehen lässt, wie sich die U23 durchspielt, aber es ist eben doch jedes Mal eine Aufgabe, die jeweiligen Abwehrbollwerke zu knacken. Dies gelingt zumeist generell und im Besonderen aus dem Spiel heraus. Beeindruckend auch, wie sehr die Mannschaft in der Lage ist zu gehorchen und Spielstil und Tempo zu wechseln. In einigen Spielen war deutlich zu sehen, dass die erste angeordnete Option der lange Ball war, entweder als Umschaltwaffe oder zur Eroberung des zweiten Balles, um dann nach einiger Spielzeit zu schnellem Kurzpassfußball zu wechseln. Insbesondere in den drei letzten Spielen des abgelaufenen Jahres kamen Norderstedt, Rehden und Meppen mit diesen Varianten nicht zurecht.

Sehr zufriedenstellend auch die gute Fitness, die Mannschaft bleibt bis in die Schlussminuten wachsam und flink auf den Beinen und insbesondere beim Kontern mit einer Führung im Rücken torgefährlich. Die spielerische Umstellung sowie Entwicklung ist ebenso groß wie erfreulich, so dass es meist ein echtes Vergnügen ist, der U23 zuzuschauen. In den vergangenen Jahren hörte man unisono von der Konkurrenz, dass der (Bremer) Bundesliga-Nachwuchs spielerisch sehr stark sei, aber seit dem vergangenen Sommer will man dies auch endlich wieder auf den Platz bringen und versimpelt die U23-Kicker nicht mehr zu Läufern und Arbeitern. Nun, wäre alles so leicht und perfekt, wäre die Mannschaft ungeschlagen Herbst-, besser Wintermeister geworden und könnte den Meisterschampus zumindest schon bestellen. Nicht umsonst ist dem nicht so.

Zunächst darf eines nicht außer Acht gelassen werden: Die Mannschaft ist extrem jung. Es liegt einfach in der Natur der Sache, dass die einzelnen Spieler nicht Woche für Woche die Konstanz an den Tag legen, die vergleichbare Spieler im dritten oder vierten Herrenjahr zeigen. Unglücklich ist dann eine Niederlage wie gegen Hannover, in der alle glücklichen Momente auf Seiten der Hannoveranern, alle unglücklichen bei den Bremern zusammentreffen. Ebenso wie bei der vernichtenden Niederlage gegen die allerdings an diesem Tag schlicht haushoch überlegenen und in Galaform aufspielenden Wolfsburger fand die Truppe in beiden Partien keine Möglichkeit, den Abwärtsstrudel aufzuhalten und soff jämmerlich ab. Sicher muss es das Ziel sein, dass solche, insbesondere gegen andere U-Mannschaften, hochnotpeinlichen Ergebnisse nicht mehr vorkommen. Aber Respekt, die Reaktion auf diese kurz aufeinanderfolgenden Auswärtsniederlagen ließ sich durchaus sehen, und es spricht für die Moral und den Zusammenhalt, dass die Mannschaft sich danach so dicht an die Spitze zurückkämpfte und weder einbrach noch an den beiden Demütigungen nachhaltig zu knabbern hatte.

Längst nicht ledig ist man allerdings den Defensivsorgen. Woran es fehlt, ist eine abgestimmte und funktionierende Abwehrkette. Bisweilen bemerkt man hier den häufigen, verletzungsbedingten Verlust der Spieler Busch, Obst, Hüsing und Röcker, die unabhängig von der Frage nach einem Stammplatz einfach dadurch, dass sie eine Alternative geboten hätten, zu Entlastung bei dem einen oder anderen Spieler hätten sorgen können. Insgesamt sind die meist nicht häufigen gegnerischen Angriffe zu gefährlich, zu oft stimmen die Mechanismen und das Verschieben in der Kette nicht.

Ein weiteres Manko der Mannschaft ist die Chancenverwertung. Die Stürmer erhalten in nahezu jedem Spiel vier bis fünf Großchancen, allein Kobylanski meist mehr. Gerade der Jungprofi lässt noch viele Chancen liegen, was bei seiner Bilanz von elf Toren in zehn Spielen etwas heißen mag. Unter anderem aber auch, dass er und die Mannschaft sich eine enorme Zahl an Chancen erarbeiten. Bei Davie Selke sieht die Torquote zwar nicht so gut aus, aber auch die von ihm vergebenen Chancen sind nicht gerade wenig. Das Verwerten ist gewiss eine Frage der Unerfahrenheit, aber auch des Fehlens der Alternative im Zentrum. Die Hoffnung ruht auf Max Wegner, der, da er jetzt gerade wieder zurückkommt, seine Knipserqualitäten voll einbringen kann und auch in der Kürze der restlichen Saison ein zweistelliges Torergebnis anpeilen dürfte.

Keine Entschuldigung, aber eben doch wichtig für die Bewertung ist, dass sich wichtige Spieler lange aufgrund unterschiedlicher Verletzungen abmeldeten, sodass nicht immer die geplanten 1a-Lösungen auf dem Platz stehen konnten. Neben den Vorgenannten fielen auch Melvyn Lorenzen und insbesondere Lukas Fröde lange aus.

Personell gab es Überraschendes, Erhofftes und Verbesserungsfähiges zu bestaunen. Wirklich überrascht hat die schnelle Entwicklung vom erwähnten Lorenzen, der sich mit seinem gewaltigen Antritt und seinem starken körperlichen Spiel sehr schnell in die Mannschaft arbeitete. Ebenso verblüffend ist die Entwicklung Kobylanskis zu einem Strafraumtorjäger, der sich weit ins Blickfeld der Profimannschaft gespielt hat. Gegen Ende der Saison spielte sich mit Luca Zander ein U19-Akteur als Außenverteidiger in den Fokus, den auch niemand auf der Rechnung haben musste. Seine Leistung ist tatsächlich herauszuheben, wobei es ihn in keiner Weise grämen sollte, wenn im Falle der Rückkehr der vielen verletzten Defensivkräfte Einsätze in der U19 anstehen. Zumindest unerwartet ist die Entwicklung im Tor der Mannschaft. Richard Strebinger fehlte lange verletzt, Raphael Wolf kam zu sieben Einsätzen vor seinem Bundesliga-Debüt. Also hütete Kevin Otremba das Tor, konnte aber keineswegs überzeugen. Im Gegenteil: Seine Auftritte stellten einen deutlichen Schritt zurück dar, sehr viele leichte Bälle fanden den Weg ins Tor oder wurden nur unzureichend pariert. So fand der 30-jährige Tobias Duffner ins Tor, bevor Strebinger wieder fit wurde. Und “Duffi” hielt nicht nur gut, sondern sorgte auch für gute Unterhaltung, als er beim Spiel gegen Meppen offenbar einen eigenen Fan-Cub vor Ort hatte, der ihn bei jeder Ballberührung als Fußballgott zu preisen wusste.

Jahrelang flehten die Verantwortlichen der U23 um die Verpflichtung eines spieltragenden erfahrenen Altprofis, an dem sich die meist sehr jungen Spielern in harten Zeiten aufrichten können. Nun ist Florian Bruns (34) zum Bremer Nachwuchs gestoßen und erfüllt die Hoffnungen, die in ihn gesetzt wurden, voll und ganz. Voll von der Mannschaft akzeptiert, ist er jederzeit bereit, für die Truppe vorneweg durchs Feuer zu gehen. Besonders angenehm sind seine aufbrausenden Ansprachen an Schieds- und Linienrichter, wenn er Unrecht wittert, ebenso wie sein kühner Hang dazu, im rechten Moment durch ein rustikales Einsteigen die Mannschaft wachzurütteln und den Gegner zu erschrecken. Ein echter Babo und als Typ ein Glücksgriff. Dazu noch mit sieben Treffern und fünf Vorlagen. Was will man mehr? Vergessen ist da der gescheiterte Versuch, als man bei Christoph Dabrowski anfragte, der mittlerweile die U17 von Hannover 96 trainiert. Umso besser, dass man Bruns überzeugen konnte und Bruns eben selbst auch überzeugt.

Ein weiterer Spieler, der die Hoffnungen, die in ihn gesetzt waren, eher übererfüllt hat, ist sicher der sehr gut zu Bruns passende Mittelfeldkollege Julian von Haacke. Wenn nicht verletzt oder bei den Profis immer in der Startelf, hat er es geschafft, sein starkes Kombinationsspiel und sein herausragendes Spielverständnis in den Herrenbereich mitzunehmen. Erneut in Härte und Dynamik verbessert, hat er sich auch in der Körpersprache noch weiter gestrafft, die letzten Reste der ihm nachgesagten Schluffigkeit abgestreift und an physischer Präsenz gewonnen. Die häufige Beteiligung an den Profieinheiten merkt man seinem Spiel insbesondere beim Versuch des schnellen Umschaltens deutlich an. Ähnliches gilt für Davie Selke, der aufgrund seiner körperbetonten Spielweise eher für den Herrenbereich geschaffen scheint, der sich aber immerhin durch seinen Eifer und seinen Kampfgeist Einsätze in der Bundesliga erkämpft hat. Als unermüdlicher Arbeiter im Sturm besetzt er diesen Spielertyp für einen A-Jugendlichen sehr gut.

Aber es besteht auch Potenzial zur Weiterentwicklung. Als potentieller 1a-Innenverteidiger mit Tendenz zu den Profis war der bundesligaerfahrene Julian Dudda aus Frankfurt zur U23 geholt worden. Er hat bisher diesen Ansprüchen nicht gerecht werden können. Mit Defiziten in Fitness und Spielpraxis in die Saison gestartet, schaffte es Dudda bislang noch nicht, den Anschluss herzustellen. Das ist bedauerlich: Er zeigt eigentlich gute Ansätze, und gerade seine Position ist ein stetiges Notstandsgebiet, auf dem jede Alternative helfen kann. Hoffentlich wird er sich im Laufe der Rückrunde dem erwünschten Niveau annähern können und zu einer echten Verstärkung werden. Beinahe märchenhaft ist hingegen die Beförderung von Torben Rehfeldt in den regelmäßigen Dunstkreis des Profikaders. Als bestenfalls solider Innenverteidiger gestartet, konnte er sich auch durch das Verletzungspech anderer, aber auch aufgrund konstanter eigener Leistungen mehrfach in den Spieltagskader kämpfen.

Noch nicht recht im Seniorenfußball angekommen sind zwei in der U19 noch erfolgreiche Mittelfeldspieler. Tobias Schwede trennt sich häufig zu spät vom Ball und ist in den Zweikämpfen zu ungeschickt. Er hat es bislang nicht geschafft, seine unbestreitbar herausragenden technischen Fähigkeiten in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Eher mental bedingt wirken die Anpassungsprobleme von Marcel Hilßner. Körperlich mit Sicherheit ein Herrenspieler, gelingt es ihm dennoch nicht, den dynamischen und zielstrebigen Aspekt seines Spiels in der Herrenmannschaft durchzusetzen. Mittlerweile beschleicht den Betrachter das Gefühl, er setze sich nun zu sehr unter Druck, um sich zu beweisen, wobei auch einfache Dinge misslingen. Vielleicht täte ihm bei einem vollen U23-Kader eine gut dosierte Frischzellenkur in der U19 gut, allein, um sich die Sicherheit zurückzuholen, zumal er beim Pokalspiel in Leverkusen der Spieler des Tages war.

Interessant wird es zu sehen sein, wie sich die vielen verletzten und jetzt nach und nach zurückkehrenden Spieler in den Kader zurückarbeiten. Nicht nur was Fitness und Form angeht, sondern ebenso die Entwicklung. Bei Rechtsverteidiger Marnon Busch, in dessen Abwesenheit Luca Zander die Aufmerksamkeit der Profis auf sich zog, genauso wie bei Lukas Fröde, der sich ähnlich wie von Haacke früh in der Saison stark präsentierte, dann aber lange ausfiel und dessen Spielweise der Mannschaft gerade bei den vier Niederlagen in der Zeit fehlte. Ebenso war dies bei Oliver Hüsing, der bei der Degradierung von Profi Pavlovic in den Profikader rückte, um dann umgehend schwer verletzt auszufallen. Was passiert mit ihm, schafft er jetzt wieder den Sprung zum Bundesliga-Team?

Besonders spannend ist es zu beobachten, wie die Spieler die Einsätze und Trainingszeiten in der Profimannschaft verarbeiten und ob das Mannschaftsgefüge dadurch gestört wird. Klar, alle glauben, sie können, und alle wollen nach oben, aber nicht jede Profieinheit ist eine Einsatz- oder Kadergarantie und nicht jeder verletzungsbedingte Personalnotstand sichert den U23-Spielern den Platz bei den Profis. Egal ob Frust über die Nichtbeachtung vom Profiteam, Ärger über die Nichtnominierung in den Kader der Profis oder Gram über fehlende Einsatzzeiten besteht, für alle gilt es in der U23 trotzdem Leistung abzuliefern. Ein gutes Beispiel ist Levent Aycicek, der sicher darauf spekuliert hat, schon früh in der Saison bei den Profis mitzulaufen und trotz verständlichen Brummelns die Spielzeiten in der U23 nutzt, um sich Spielpraxis zu holen und dort mit großem Eifer zu Werke geht. Und so kommt er Schritt für Schritt näher an seine Normalform heran. Natürlich gilt dies auch für Kobylanski und Selke, die trotz ihrer Profieinsätze kein Nachlassen in der U23 erkennen lassen.

Für eine Mannschaft, deren Umfeld völlig neu organisiert wurde, die einen runderneuerten, sehr jungen Kader aufweist und die diese personellen Schwankungen weggesteckt hat, ist das Gesamtergebnis mehr als erfreulich. Bleibt zu wünschen, dass die erkennbare spielerische Idee bei allen verinnerlicht ist und darauf weiter aufgebaut wird. Werden dann die Rückschläge erneut so weggesteckt wie in der Hinrunde und aus ihnen die richtigen Schlüsse gezogen, steht einem ebenso unterhaltsamen wie erfolgreichen Saisonendspurt nichts entgegen.

 

U19

Mit lediglich zwei Niederlagen aus 18 Ligaspielen lief die Spielzeit für die A-Jugend bisher besser als erwartet. Und die Chancen stehen gut, dass es so weiterläuft. Aktuell befindet man sich auf Platz drei, hat bei zwei Punkten Rückstand auf Hertha BSC, aber auch ein Spiel weniger. Sollte Werder am Ende der Spielrunde auf Platz zwei stehen, hätte man sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert, was zu Saisonbeginn unwahrscheinlich erschien. Was also waren die Gründe für die guten Ergebnisse? Mannschaftlich hatte man sich schnell gefunden, im Mittelfeld funktionierte die “Doppel-Egge” mit Philipp Eggersglüß und Maximilian Eggestein in Defensive wie Offensive, Neuzugang Florian Grillitsch schlug gut ein und war gerade in den ersten fünf Partien dank neun Treffern Erfolgsgarant. Umso schmerzlicher waren seine verletzungsbedingen Ausfälle. Fehlen wird er in der Rückrunde wohl auch häufig, da er trotz österreichischem Abi-Stress mehr bei der U23 auftauchen wird, die nach dem Abgang von Onel Hernandez und dem Festspielen von Martin Kobylanski im Profikader Platz hat und der guten Entwicklung des 18-Jährigen gerecht wird.

Die Doppel-Egge: Maximilian Eggestein (links) und Philipp Eggersglüß

Die Doppel-Egge: Maximilian Eggestein (links) und Philipp Eggersglüß

Da allerdings Otis Breustedt (zu Rot-Weiß Erfurt) und Evren Serbes (zu Hannover 96) Werders U19 im Januar verlassen haben, wird die Offensivabteilung dann nicht nur kleiner, sondern es wird dort richtig eng. Denn auch im offensiven Mittelfeld war man bereits dünn bis gar nicht besetzt, sodass vor Kurzem in Lübeck aufgrund von Sperren mit Pedro Güthermann nur noch ein Offensivspieler in der Startelf stand und mit Kerem Koray Sahin einer auf der Ersatzbank saß. Mit Fehlzeiten konnte die Mannschaft bis dahin gut umgehen, andere Spieler sprangen in die Bresche. Doch es wird personell schwierig in den kommenden Wochen, und in Lübeck gelang beim Tabellenvorletzten nur ein 2:2-Unentschieden. Hilfe aus der U23 ist bis auf wenige Ausnahmen, wie bisher zwei Einsätzen von Marcel Hilßner, allein aus Gründen der Kaderquantität ebenso wenig zu erwarten wie aus gleichem Gründen von der U17. Und die offizielle zweite A-Jugend, die U18, wurde im Sommer abgemeldet, es gibt also keinen Unterbau mit brauchbaren “Füllmaterial” mehr.

Das alles lässt eigentlich wenig Hoffnung für die kommenden Wochen aufkeimen. Trotzdem läufts. Was für die Mannschaft spricht, die von Trainer Mirko Votava gut eingestellt wird. Zwar wurden auch einmal Punkte liegen gelassen, aber die starken Auftritte überwiegen, insbesondere der 2-1 Erfolg beim VfL Wolfsburg ist hervorzuheben. So ist die U19 weiter mitten drin im Rennen um die Qualifizierung für die Endrunde der deutschen A-Junioren-Meisterschaft und bietet neben Leistung auch ein paar überraschend schnelle Entwicklungen. Sowohl bei Spielern wie Karim Raho oder Maik Lukowicz, die eher zur zweiten Garde gehören und um eine U23-Zukunft spielen, wie auch bei den Talenten mit größerer Zukunft. Maximilian Eggestein, der Jüngste im Kader, sticht da besonders hervor. Nicht nur, weil er zuletzt mit Kapitänsbinde am Arm auflaufen durfte. Von Votava zurückgezogen, ist der einstige Offensivspieler vor der Abwehr der Strippenzieher und überzeugt nicht nur mit seinem Spiel, sondern auch mit Lernwillen. Man sieht, dass an den Schwächen gearbeitet wird, und wenn der im Vergleich zu manchen A-Jugendpanzern spindeldürr wirkende Eggestein dann in den Gegner springt und Kilos an Masse wegdrückt, den Ball erobert und sich nicht wegdrängen lässt, entsteht die Hoffnung, dass, ähnlich wie vor ihm von Haacke, auch hier ein fußballerisch starker Mittelfeldspieler den Sprung zu den Herren schaffen könnte.

Eine positive Überraschung ist auch der robuste Offensivspieler Pedro Güthermann, der meist viel Einsatz zeigt, aber an guten Tagen wie beim Nordderby gegen den Hamburger SV dann auch mal den Spielspaß herausholt und seine Gegner narrt. Bemerkenswert schön, aber auch deswegen als Ganzes eine Erwähnung wert, da Güthermann nur zwei Tage älter als Eggestein ist.

Wie weit es für die Jungspunde und die A-Jugend noch gehen kann, ist nicht abzusehen. Eventuell bekommen sie durch Genesung einiger U23-Spieler im Saisonverlauf noch die ein oder andere Unterstützung von oben, während man darauf hoffen muss, dass sich im eigenen Stammkader niemand verletzt. Denn ansonsten wird es, gerade offensiv, eng. In der Defensive wurde das Hochziehen von Luca Zander zur U23 bisher kompensiert, auch der verletzungsbedingte Ausfall von Leon Lingerski konnte einigermaßen aufgefangen werden.

Zu weit dürfte es für die Bremer allerdings dann auch nicht gehen, zu stark ist die Konkurrenz sowohl innerhalb der Nord-Staffel als auch bundesweit. Auch, wenn die Liga sich nicht so stark wie in den Vorjahren präsentiert und gerade körperlich reife Spieler noch öfter früh hochgezogen wurden und nicht mehr den U19-Alltag bestreiten. Und auch trotz enormer Schwächung des Tabellenführers und Titelverteidigers Wolfsburg, der mit Federico Palacios Martinez (Leipzig) und Julian Brandt (Leverkusen) im Winter die beiden alles überragenden Spieler verlor.

 

U17

Die Tabelle der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost dokumentiert mit dem aktuellen Spitzenreiter, dass ein Verein ernst macht und es dadurch für andere Klubs schwerer wird. Gemeint ist der Blechdosenklub aus Leipzig, der in den vergangenen Jahren langsam sowie stetig und seit Antritt von Ralf Rangnick im Nachwuchsbereich aggressiv und schnell vorgeht. Das betrifft auch Werder, denn die Leipziger haben viele Talente von den Nachbarklubs geholt. Talente, die sonst u.a. nach Bremen wechselten. In den letzten Jahren kamen bspw. Florian Trinks von Carl-Zeiss Jena oder Marcel Hilßner von Sachsen Leipzig an die Weser.

Durch die vielen Zuzüge schon in jungen Jahren hat RB Leipzig mittlerweile eine starke Jugend, die mehr und mehr die Ligen hochklettert und, dort angekommen, den Topteams nach und nach Paroli bietet. Oder, wie diese Saison, sich auf den vordersten Platz hockt. Gerade die Leipziger waren es auch, die der Bremer U17 zweimal eine Niederlage beibrachten, mit 1-3 und im Heimspiel sogar mit 1-5 gingen die Grünweißen als Verlierer vom Platz. Die Kräfteverhältnisse spiegeln also auch die Tabelle wider, wo Werder derzeit auf Platz zwei rangiert. Im Punkteabstand von lediglich fünf Zählern gehören auch noch Hertha BSC und der VfL Wolfsburg zu einer Vierergruppe, die die Liga bestimmt und die beiden Plätze für die Endrunden-Spiele um die deutsche Meisterschaft unter sich ausmacht. Der HSV ist zwar mit sechs Punkten Abstand auf Platz vier nicht allzuweit weg, jedoch fehlt es den Hamburgern an Substanz und Talent, um wirklich einen der vier Topklubs (bzw. für die Endrunden-Quali gleich drei von ihnen) zu kassieren.

Arm in Arm: das Erreichen der Endrunde um die deutsche Meisterschaft ist nur mit Teamgeist machbar

Arm in Arm: das Erreichen der Endrunde um die deutsche Meisterschaft ist nur mit Teamgeist machbar

Auch nicht Werder, wo die Hamburger am vorletzten Spieltag zum Nordderby antreten müssen. Es ist davon auszugehen, dass sich selbst bei einem Sieg dann noch nicht entschieden hat, ob die Bremer U17 einen der beiden Endrunden-Plätze ergattert hat. Leider drängt sich der Eindruck auf, dass auch ein Sieg den Grünweißen dann, in vielen Wochen, nicht reichen würde. Denn zu instabil agiert die Mannschaft, wenig vielversprechend präsentiert man sich. Und das, obwohl eigentlich fast alles, was man sich zu Saisonbeginn ausgerechnet hatte, aufging. Die externen Neuzugänge Maurice Hehne, Jannes Vollert und Johannes Eggestein sind allesamt voll eingeschlagen und sowohl Verstärkungen wie auch Leistungsträger. Alle vier Spieler des jüngeren Jahrgangs (Vollert, Eggestein, Schmidt & Daube) haben sich in der Mannschaft etabliert. Ebenso ging der Plan auf, insbesondere Niklas Schmidt weiter nach hinten zu ziehen. Der jetzige Mittelfeldspieler war in der U15 noch Stürmer und mit 27 Toren ein sehr treffsicherer. In seiner neuen Rolle schaffte er es aber mittlerweile sogar in die Nationalmannschaft.

Überhaupt ist das Mittelfeld das Prunkstück, neben Vollert und Schmidt sorgen Ole Käuper, Abdullah Dogan und Leander Wasmus für Offensivwirbel, das Trio hat bisher zusammen 27 Treffer auf dem Konto. Dazu kommen noch 14 Tore vom Ein-Mann-Sturm Eggestein, der derzeit noch mehr auf sich gestellt ist, da Edeljoker und einzige Sturmalternative Deniz Kolodziej mit einer Schambeinentzündung ausfällt.

Doch wo hapert es denn dann, wenn das Mittelfeld an die U17 von 2011 erinnert? Da wäre zum einen die Defensive. Neuzugang Maurice Hehne war ein wichtiger Zuzug für die Innenverteidigung und bringt auch nötige Präsenz in die Viererkette, doch dann hört es auch schon auf. Auch er sieht nicht immer allzugut aus, wenn die Defensive ein ums andere Mal wankt, schwankt, schwimmt, taucht oder geistesabwesend dem Gegner zuschaut. Dafür sind auch die vorher gelobten Mittelfeldspieler verantwortlich, denn der Übergang von der Defensive zu Offensive mag größtenteils funktionieren, doch das Umschaltspiel von der Offensive zur Defensive ist nicht selten mangelhaft. Mit 26 Gegentreffern hat man daher auch die meisten unter den Top 6 der Liga.

Zur Defensive gehört auch die Garde der Torhüter, die wie im Vorjahr Jobsharing betreibt, was gewisse Reize hat – andererseits hat sich aber bis heute noch keiner der Keeper gegenüber den anderen wirklich behauptet und aufgezeigt, dass er Talent für eine größere Zukunft hat.

Ein weiterer Punkt, der in dieser Saison nicht ganz passt, ist das Miteinander. In den Vorjahren von solchen Schwierigkeiten glücklicherweise oft verschont geblieben, hat die Mannschaft nun mehr damit zu kämpfen, dass man in einer Altersklasse kickt, wo, wie Ex-Trainer Skripnik einmal sagte, “Jungs zu Männern werden”. Die Pubertät sorgt für Angst und Schrecken, man nimmt plötzlich wahr, wie man beachtet und gesehen wird, und vom “Ich möchte später mal werden”-Gerede muss man sich verabschieden, denn dieses “Später”, das man als kleiner Junge immer nannte, ist plötzlich nicht mehr weit weg. Spätestens in der U19 werden die Weichen für die Karriere gestellt, da ist es verständlich, wenn man sich vor der Weiche die Züge an- und auf dem Fußballplatz mal zu sehr auf sich und zu wenig auf die Mitspieler schaut. Das Teamgefühl wirkt in dieser Spielzeit nicht so ausgeprägt wie in den Vorjahren, in denen Skripnik viel Wert auf eine Einheit legte, aber offensichtlich auch Glück mit der Mannschaftszusammenstellung hatte.

Da gerade die persönliche Entwicklung eben eine solche, eine Entwicklung, ist, besteht sowohl Hoffnung, dass die Truppe zum Saisonende noch einmal zulegt, als auch Ungewissheit, wie die jeweils individuelle Situation der Spieler sich in der Zeit bis zum letzten Spiel der Saison entwickelt. Eine Stärke hat die Mannschaft, ähnlich wie die U19 und die U23 in dieser Saison schon gezeigt: Sie lässt sich durch Negativerlebnisse nicht aus der Bahn werfen und hat auch passende Antworten parat. Nachdem man bereits am zweiten Spieltag die erste Niederlage einstecken musste und beim 0-3 zuhause gegen Energie Cottbus gar nicht gut aussah, weil man vorne einfach nicht zwingend und effektiv agierte und defensiv dann bei den Kontern stümperhaft reagierte, gab es in Wolfsburg bei den Volkswagenbubis ein überzeugendes 4-0.

Sie können es also, sie haben ein starkes Mittelfeld, einen knipsenden Stürmer, und die Tabellenspitze wurde auch schon an einigen Spieltagen eingenommen. Und trotzdem hat man immer wieder den Eindruck, dass es in jedem Spiel, in jeder Spielsituation in beide Richtungen gehen kann. Obwohl die Mannschaft derzeit den zweiten Tabellenrang bekleidet, ist weniger Jubel als bei der U19, die einen Tabellenplatz tiefer steht. “Mit dem Ergebnis darf man sicher zufrieden sein, mit der Leistung der Mannschaft bin ich es dagegen nicht ganz”, sagte Trainer Marco Grote vor zwei Wochen nach dem 2-2 gegen den VfL Wolfsburg – und umschreibt damit irgendwie auch die bisherige Saison.

Dem Coach seien Handwerker-Fähigkeiten gewünscht, damit er die Mannschaft noch enger zusammenschweißen und den Defensivverbund abdichten kann. Dann bleibt man auf Platz zwei oder greift sich sogar noch den Staffel-Titel. Und dann ergibt sich auch die Chance, die Schmach des letzten Jahres wettzumachen, als man in der Endrunde um die Meisterschaft vom VfB Stuttgart im Halbfinale zweimal vorgeführt wurde.

 

Restliche U-Teams

In der letzten Saison noch regelmäßig mit fast einer kompletten Mannschaft aus dem großen U23-Kader ausgestattet, hat die Bremer U21 in dieser Spielzeit deutlich weniger Unterstützung von “oben”. Bisher kamen Verteidiger Julian Dudda (9 Einsätze) und Offensivspieler Orhan Yildirim (8) in knapp der Hälfte der Saisonpartien zum Einsatz, ansonsten kann nur noch Torhüter Tobias Duffner ein 90-minütiges Hallo bei der Dritten vorweisen. Die 12 Saisontore von Yildirim, die Bestmarke innerhalb der Mannschaft, unterstreichen, wieviel die Verstärkungen aus der U23 ausmachen. Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass der letztjährige Meister der Bremen-Liga auf Platz 5 und mit 18 Punkten Rückstand auf den Bremer SV dieses Mal schon frühzeitig raus dem Meisterrennen war. Aber damit war gerechnet worden, ebenso war einkalkuliert, dass die Mannschaft deutlich weniger Unterstützung aus der U23 bekommt. U23-Coach Skripnik bevorzugt einen kompakten, nicht allzu groß gehaltenen Kader, und hat weniger “Füllspieler” in seiner Mannschaft. In die andere Richtung, von der U21 zur U23, gab es bisher auch noch keine Nominierungen, und es werden wohl auch keine folgen. Das Verletzungspech hat nicht so stark wie in den Vorjahren zugeschlagen, und selbst in solchen Situationen bediente sich Skripnik direkt bei der U19 oder ließ Plätze auf der Bank unbesetzt. Was auch konsequent ist, denn die U21-Kaderspieler sind allesamt ohne Profiperspektive und meist Spieler, die nebenbei studieren.

Bei der U16 war ein Titel-Dreikampf mit dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV prophezeit worden. So kam es auch, was wenig überraschend ist, da in der Nord-Gruppe der Regionalliga nur die besagten drei Erstligisten mit U16-Teams (aka 2. B-Jugend) vertreten sind. Der vierte Nordklub, Hannover 96, stieg im letzten Sommer ab. Und die Konkurrenten der Bremer U17 in der Junioren-Bundesliga, wie Hertha BSC, haben ihre zweiten B-Jugendmannschaften in anderen Staffeln der Regionalliga.

Schade allerdings ist, dass in der Dreikampf-Konstellation die Bremer derzeit nur die Nummer drei sind und wohl auch bleiben werden. Relativ unspektakulär und solide verlief die Saison bisher, bis auf zwei Ausrutscher in Oldenburg und Nettelnburg blieb man ungeschlagen. Wenn, ja wenn da nicht die beiden Konkurrenten wären, die in der Tabelle vor den Bremern stehen. Bisher wurden alle drei Spiele (0-1 und 0-3 gegen Wolfsburg, 2-3 gegen Hamburg) verloren, zwei Spieltage vor Schluss steht das letzte direkte Duell beim HSV auf dem Spielplan. Dann könnte man theoretisch den Titelkampf zum Ende noch einmal spannend machen, es ist jedoch nicht zu erwarten, dass die beiden Klubs vor dem SV Werder bis dahin ihren Punktevorsprung noch verspielen.

Im Dreikampf um den Titel der C-Jugend sieht es hingegen deutlich besser aus. Die Bremer U15 führt derzeit, wie an fast allen Spieltagen dieser Saison, die Tabelle an. Mit 33 Punkten ist man punktgleich mit dem VfL Wolfsburg, besitzt jedoch das bessere Torverhältnis, da man die meisten Tore der Liga (47) erzielt und die wenigsten kassiert (5) hat. Die entscheidende Phase des Titelrennens beginnt in knapp drei Wochen, wenn Werder hintereinander gegen den Vierten Havelse, den Dritten Hamburg und dann den Zweiten Wolfsburg spielt. In der Hinrunde ließ man genau in dieser Phase die einzigen Punkte der Saison liegen, als 0-3 in Havelse und danach 0-2 in Wolfsburg verloren wurde. Es gilt also, etwas wiedergutzumachen.

Nicht nur für die Hinrunde, sondern auch für die Vorsaison, in der der damalige Jahrgang am Ende nur wegen des schlechteren Torverhältnisses Vizemeister wurde. In den insgesamt neun Jahren seit Regionalliga-Gründung der C-Jugend gewann Werder die Liga sieben Mal. Ein achter Titel im zehnten Jahr wäre wünschenswert. Gerade, weil Trainer Thorsten Bolder, der die U15 seit 1999 betreut, sich im Sommer vom Trainerposten verabschiedet. Und da eine typische Bolder-Rückrunde die C-Jugend in fast allen Jahren ungeschlagen in der Rückrunde sah, besteht berechtigte Hoffnung. Die diesjährige Truppe musste sich im Gegensatz zu den Vorjahren kaum finden, bestand sie doch zum Großteil aus dem starken Jahrgang, der in der U14 Meister wurde. Die Mannschaft agiert mit einer festen Stammelf, die externen Neuen schlugen ein, in allen Positionsbereichen gibt es sowohl Leistungsträger wie auch Talente für die Zukunft. Von den Teams des Nachwuchsleistungszentrums stehen die Chancen bei der U15 am Höchsten, dass der Titel nach Bremen wandert.

 

Personelle Veränderungen

Viktor Skripnik ist ein Mann, der viel gesehen hat und viele Erfolge feiern durfte. Männer diesen Schlages bringt so leicht nichts aus der Ruhe, zumal dann, wenn sie von der Wesensart fernab aller dauerbrodelnden Vulkane und armwedelnden Wildgestikulierer am Spielfeldrand agieren. Umso beeindruckender sind die Zurufe des neuen U23-Trainers, wenn er seine Mannschaft denn einmal zur Ordnung ruft. Im Spiel angeraunzt, lohnt es sich für den Spieler schon einmal, seine Position zu überdenken, denn auch wenn Skripnik ein großes Herz für seine Spieler hat, stellt er strenge und bedingungslos einzuhaltende Anforderungen an seine Mannschaft, wozu zuallererst die Erfüllung taktischer sowie positioneller Vorgaben gehört, auch wenn diese dem einen oder anderen persönlich nicht passen oder vielleicht nicht auf den ersten Blick verständlich erscheinen. Bei Talenten denkt er nicht kurzfristig, setzt nicht immer starr nach Stärken ein, sondern will entwickeln.

Das Gesagte lässt erkennen, was für ein Trainer Skripnik ist. Er verfolgt einen Plan, den die Mannschaft umzusetzen hat. Er ist geneigt, den Plan zu erläutern und zu vermitteln, ebenso wie die individuelle Aufgabe. Auch Fehler werden durchaus verziehen, nicht aber Nachlässigkeit oder wiederholter Unfug. Als Spieler bekommt man eine verlässliche Vorgabe eines Trainers, der und dem man problemlos folgen kann.

Jahrgangsbedingt erhält ein Jugendtrainer Jahr für Jahr neue Mannschaften, die nach Fähigkeiten und Charakter der Spieler zwar gleich heißen (U19, U17 etc.), jedoch völlig unterschiedlich agieren können. Allen Mannschaften, die Skripnik betreut hat, war die Werderphilosophie zu eigen, dass die eigene Mannschaft das Spiel bestimmt. Vorzugsweise mit schnellem Umschaltspiel, wenn nötig und möglich auch im ruhigen Spielaufbau mit vielen Ballkontakten. Wie weit dies dem Geschick des Coaches oder aber den Fähigkeiten der Jahrgänge zuzurechnen ist, mag dahingestellt bleiben, es kristallisiert sich das Bild heraus, dass die Grundidee auf der Spielbeherrschung basiert, die Frage des „wie“ jedoch an den Möglichkeiten und Notwendigkeiten orientiert ist.

In dieser Saison trifft Skripnik eine Menge Spieler aus der Vizemeistermannschaft der U17 des Jahres 2011 wieder. Das vereinfacht natürlich den Einstieg und führt zu einer spürbaren Verbesserung der Abläufe innerhalb der Mannschaft. Kernspieler wie von Haacke, Aycicek, Fröde, Hilßner und Schwede stellen ein verlässliches Gerüst guter Spieler dar, die sich kennen und unabhängig von ihren Spielanteilen stets wissen, wie sie miteinander agieren und wo der jeweils Andere gerade hinlaufen will. Würden Röcker und Busch langfristig gesunden, zählten sie natürlich ebenso zu diesen tragenden Säulen. Insofern verwundert der recht problemlose Einbau der anderen und der harmonische Auftritt der Mannschaft nicht.

Etwas überraschend hat Skripnik sich früh und nahezu ausnahmslos auf das gute alte Rautensystem festgelegt und lässt dies auch weiterhin spielen, mit Ausnahme des misslungenen Feldversuches in Hannover. Dies ist umso merkwürdiger, als die Profis, soweit erkennbar, eine andere Grundordnung präferieren. Interessant wird es sein, zu beobachten, ob die Rückkehr einiger Langzeitverletzter wie schon in einigen Testspielen dazu führt, dass die Mannschaft nach und nach mit zwei defensiveren Mittelfeldspielern und nur einem echten Stürmer, dann ähnlich wie zumeist die Profis, agieren wird. Die Spielertypen ermöglichen diese Variabilität, und der Trainer wirkt nicht dogmatisch in seiner Entscheidung, welchen Ansatz er wählt, solange am Ende ein Sieg steht.

Der Coach findet offensichtlich die richtige Ansprache an die Spieler. Insbesondere haben auch diejenigen keine Probleme, die zwischen Profis und U23 pendeln. Aycicek, Kobylanski, Selke, Rehfeldt und von Haacke lassen keinerlei Motivationslöcher erkennen, vielmehr haben alle die U23-Einsätze genutzt, um ihre Lerneinheiten im Spielbetrieb umzusetzen. Selbst ein degradierter Spieler wie Alex Stevanovic fügt sich ein. Auch wenn er mit seiner Situation nicht glücklich sein kann, ist er in der Mannschaft ein verlässlicher Aktivposten. Nun spielt sicher keiner von ihnen für den Trainer, aber die Tatsache, dass alle bedingungslos für die Mannschaft einstehen, zeigt, dass die ihnen zugedachte Rolle durch den Trainer akzeptabel präsentiert und der Mannschaftsgedanke verständlich vermittelt wurde. Oder durch das gesamte Trainerteam.

Denn es ist zudem nicht allein Viktor Skripnik, vielmehr wurde für Werderverhältnisse eine Palastrevolution bei der U23 ausgerufen, die mit dem Ende der Co-Trainer-Ära Frank Benders im Winter ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte.

Bleibt im Hintergrund: Torsten Frings

Bleibt im Hintergrund: Torsten Frings

Großen Raum nimmt natürlich der Einbau der Werderlichtgestalt Torsten Frings ins Trainergefüge ein. Ein, wie sich im Nachhinein herausstellte, hervorragender Schachzug. Auch getragen durch seine hochemotionale Verabschiedung hat Frings einen herausragenden Status beim SVW erlangt. Die Befürchtungen, dass Kompetenzstreitigkeiten und Eifersüchteleien das Trainerteam spalten, sind nicht wahr geworden, ebenso wenig geht der Bremer Exkapitän lustlos an die Ausbildungsstation heran. Betrachtet man Frings in seiner Außendarstellung, vermeidet er sehr angenehm jeden Anschein, Skripnik das Rampenlicht streitig machen zu wollen und vermittelt überzeugend, wie viel Spaß ihm die Arbeit mit den Spielern und als Trainerazubi macht. Umgekehrt wirkt Skripnik ganz dankbar, wenn er nicht im vollen Fokus des Interesses steht, in dem sich Frings von jeher wohler fühlt. Weiter klingen in den öffentlichen Aussagen der Spieler viel Respekt, aber auch Zutrauen zu Frings mit, der anscheinend als Mittler zwischen Trainer und Mannschaft einen guten Zugang zu ihnen gefunden hat. Bis hierher alles richtig gemacht, die weitere Entwicklung der beiden, vielleicht auch als Team, bei Werder Bremen wird interessant zu beobachten sein. Festzuhalten bleibt, dass die Zeit in Kanada zwischen seinen Werder-Stationen Frings offensichtlich sehr gut getan hat und er der U23 gut tut und zeigt, dass das Trainer-Trainee-Modell bei ihm keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Ex-Profis ist.

Verabschiedet hat sich die U23, wie schon erwähnt, im Winter von Frank Bender. Begleitete er Skripnik und Frings noch in der Hinrunde, um Sorge zu tragen, dass niemand vergisst, dass es sich um die Betreuung einer Herrenmannschaft handelte, war der Schnitt gleichwohl gewollt und vorprogrammiert. Selbst wenn Bender in seiner nach außen hin etwas ruppigeren Art auf den ersten Blick nicht so zugänglich wirkt wie Frings, Vander oder Skripnik, sollte sein Einfluss nicht unterschätzt werden. Die etwas autoritärere Herangehensweise setzte durchaus interessante Reizpunkte, und er vermittelte der Mannschaft die Wichtigkeit der Einhaltung von Sekundärtugenden. Auch für die Spieler ist es nur hilfreich, sich unterschiedlichen Führungscharakteren gegenüber zu sehen, letztlich muss man sein Auskommen mit jedem Trainer finden, um am Ende auf die eigene Leistung fokussiert Fußball spielen zu können. Ob der Mannschaft ein solcher Kontrastcharakter fehlen wird, wird sich erst im Laufe der Rückrunde zeigen. Bender übernahm zur Rückrunde als Cheftrainer die U16. Erfahrungen als Cheftrainer einer Jugendmannschaft hatte er vor seiner Werder-Zeit bereits in Wilhelmshaven und Oldenburg gesammelt, bevor er dann 13 Jahre und eine halbe Spielzeit Co-Trainer der U23 wurde.

Auch die Torhüter mussten sich mit einem neuen Ausbilder anfreunden. Christian Vander unterwirft die Torleute seit dieser Saison einem unbarmherzigen Trainingsprogramm, welches er mit der frisch erworbenen Trowarttrainerlizenz an den Tormann bringt. Auch er gerade der Praxis entwachsen, findet einen leichten Zugang zu den Spielern und verfügt als langjähriger Profi über gute Drähte in den Verein. Hier ist die Organisation ebenfalls gestrafft worden, denn Vander ist hauptsächlich für die U23 tätig, während sein Vorgänger Michael Jürgen das Torwarttraining des Leistungszentrum insgesamt betreut.

An die Seite von Viktor Skripnik kehrte im Januar mit Florian Kohfeldt ein Weggefährte aus U17-Zeiten zurück. Er wird ab Sommer die Fußballehrerlizenz erwerben, holt sich vor dem Lehrgangsstart wichtige Felderfahrungen im Seniorenbereich. Fachlich und menschlich ist er bestens mit Skripnik verwoben, es steht kaum zu erwarten, dass im Team dadurch ein Bruch erfolgt. Das Gastspiel des 31-jährigens Kohfeldts wird ein solches bleiben, denn zum Sommer wird er Torsten Bolder als Cheftrainer der U15 ablösen. Bolder wiederum wird als Jugendkoordinator (bis zur U14) in den Verwaltungsdienst wechseln.

Ein interessanter Wechsel, bedenkt man, dass Bolder seit bald 24 Jahren im Verein ist und mit dem Ablauf dieser Saison die U15 seit 15 Jahren in 16 Spielzeiten trainiert hat, wobei er diese Mannschaft bis dato sensationelle 13 Mal zur norddeutschen Meisterschaft führte. Seine Mannschaften haben stets einen sehr körperbetonten Fußball gespielt, hier wurden Grundlagen für das jahrelange sehr athletikorientierte Scouting gelegt. Daneben lernten die Spieler neben den taktischen Grundlagen, die hier erstmals in den Vordergrund rücken (ab der U15 gibt es überregionale Ligen), eine erfreuliche Siegesgier und Bissigkeit, von der sie auch in höheren Mannschaften zehren können. Die U15 war vielleicht nicht immer die spielstärkste Mannschaft des Nachwuchsleistungszentrums, sie war jedoch immer eine der zielstrebigsten. Wer mag, angucken lohnt sich immer, besonders wenn es gegen die Großen geht, und das Trademark des Überfallpressings der Stürmer bei gegnerischen Anstößen ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein vergnügliches und für die Gegner angsteinflößendes Spektakel bei jeder Wiederaufnahme des Spiels. Möglich, dass es ihm über ist, mit rotem Kopf am Rand zu stehen und sich die Wochenenden in Norddeutschland um die Ohren zu schlagen oder dauernd den HSV zu demütigen, hier geht jedenfalls eine Ära zu Ende. Wenn auch etwas überraschend, da im Sommer 2012 Bolders Vertrag als Trainer noch bis 2015 verlängert worden war.

Andererseits ist die Verantwortung für die Betreuung der ganz jungen Spieler und deren Sichtung erheblich wichtiger geworden, seit die Vereine frühere altersbedingte Rücksichtnahmen aufgegeben haben und der SVW der Geldkofferpolitik der Konzernvereine wenig entgegenzusetzen hat. Hauptamtliche Betreuung durch einen absoluten Experten in diesem Bereich ist lebensnotwendig. Dabei sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, dass Torsten Bolder auch aktuell “nebenbei” für diesen Bereich zuständig ist, sodass hier keine großen Überbrückungsprobleme erwartet werden.

Damit ist im Sommer dann endgültig ein Umbruch in der Personaletage des Leistungszentrums erfolgt. Sowohl im Bürobereich, wo Schierenbeck, Wolter und Bolder dann das Zepter schwingen, als auch bei den Trainern, wo bis auf die U19 der Cheftrainerposten umgebaut, bei der U23 gar das gesamte Trainerteam erneuert wurde. Insgesamt strafft sich das Leistungszentrum und wird hoffentlich dem Wunsch gerecht, mehr Spieler für die Profimannschaft oder die Bundesliga auszubilden.

 

Nachwuchsnationalmannschaft

Wie auch in der letzten Saison ist die Präsenz von Werder-Talenten in DFB-Mannschaften nicht häufig, zu wenige Spieler sind fester Bestandteil einer DFB-Jahrgangself. Davie Selke ist dabei nicht als Erster zu nennen, weil er in sieben Einsätzen genauso viele Treffer erzielte, sondern weil er in allen Spielen in der Startelf stand. Im Ein-Stürmer-System der U19 hat er sich in der Spitze etabliert, bildet eine passende Ergänzung zum überragenden Mittelfeld und profitiert von Ausnahmetalenten wie Serge Gnabry (Arsenal) oder Julian Brandt (Leverkusen) hinter ihm. Effektiv war Selke vor allem im Oktober beim Länderspiel gegen Lettland, als er beim 5-0 Erfolg vier Treffer beisteuerte. Teamkollege Marcel Hilßner kam in der deutschen U19 bei der erwähnten starken Konkurrenz immerhin zu drei Einwechslungen.

In den höheren Nationalteams sieht es eher mau aus. Ein völlig neben sich stehender Özkan Yildirim verformloste sich aus der U21, Levent Aycicek kam nur zu einem Jokereinsatz in der U20. Etwas aufpoliert wird die Bilanz von einem Werderaner, der derzeit verliehen ist: Niclas Füllkrug kam in sechs Einsätzen bei der deutschen U20 immerhin zu drei Treffern, zwei davon diesen Monat beim 3-2 Erfolg gegen die Schweiz.

In der U17 war Ole Käuper lange fester Bestandteil, droht jetzt aber herauszufallen. Bei der Länderspielreise Ende Februar schon lediglich nachnominiert, ist er für die wichtige EM-Qualifikation-Eliterunde wieder nur auf Abruf. U17-Coach Christian Wück, der Käuper meist zentral vor der Abwehr einsetzt, hat sich dort für einen anderen Spielertypen entschieden, ließ den Bremer vorerst zu Hause – um dann wie im Vormonat noch nachzunominieren, weil Arsenals großes Talent Gedion Zelalem wieder einmal absagte.

Käupers B-Jugendkollegen des jüngeren Jahrgangs sind hingegen auf dem Weg, sich in der U16 festzuspielen. Nach Johannes Eggestein hat auch Jannes Vollert den Sprung geschafft, gehört nach seinem erfolgreichen Debüt-Einsätzen ebenso zum Kader für die kommenden Länderspiele gegen Tschechien wie auch Niklas Schmidt, der somit erstmals für den DFB auflaufen könnte. Beide spielen im starken Mittelfeld der Bremer B-Jugend, agierten zuvor offensiver und sind Spielertypen, die Nationaltrainer Stefan Böger in seiner Mannschaft gut gebrauchen kann.

Stammstürmer der DFB U16: Johannes Eggestein

Stammstürmer der DFB U16: Johannes Eggestein

Die bisherige Saisonbilanz der Länderspieleinsätze:

Mannschaft Spieler Spiele Tore
Deutschland U21 Özkan Yildirim 3 0
Deutschland U20 Niclas Füllkrug (verliehen) 6 3
Deutschland U20 Levent Aycicek 1 0
Polen U20 Martin Kobylanski 3 0
Deutschland U19 Davie Selke 7 7
Deutschland U19 Marcel Hilßner 3 0
Österreich U19 Florian Grillitsch 6 1
Deutschland U17 Ole Käuper 7 3
Österreich U17 Michael Lercher 7 0
Türkei U17 Abdullah Dogan 4 0
Serbien U17 Marko Dedovic 1 0
Deutschland U16 Johannes Eggestein 6 4
Deutschland U16 Jannes Vollert 3 0

 

Aktuelle Tabellen-Bilanz

 

U23 (Regionalliga Nord)

P. Verein         Sp.  G  U  V   Tore  +/-  Pt

1. Wolfsburg      25  16  4  5  65:22  +43  52

2. Goslar         25  15  4  6  52:28  +24  49

3. WERDER BREMEN  24  15  3  6  48:37  +11  48

4. Meppen         25  12  8  5  42:29  +13  44

5. Oldenburg      24  11  9  4  49:31  +18  42

Beste Torschützen: Martin Kobylanski (11 Tore), Florian Bruns (7), Davie Selke (5)

Nächstes Spiel: 26. Spieltag gegen TSV Havelse am Sonntag, 23. März um 14 Uhr

 

U21 (Bremen-Liga)

P. Verein         Sp.  G  U  V   Tore  +/-  Pt

1. Bremer SV      23  20  1  2  90:14  +76  61

2. Aumund-Veg.    22  16  3  3  65:16  +49  51

3. Brinkumer SV   23  15  6  2  68:23  +45  51

4. Sparta Bhv.    21  15  2  4  58:16  +42  47

5. WERDER BREMEN  23  13  4  6  66:31  +35  43

Beste Torschützen: Orhan Yildirim (12), Thiago Sprenger (11), Simon Cakir (11), Hee-Sung Lee (8), Mirkan Pakkan (6)

Nächstes Spiel: 24. Spieltag bei SV Grohn am Sonntag, 23. März um 15 Uhr

 

U19 (A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost)

P. Verein         Sp.  G  U  V   Tore  +/-  Pt

1. Wolfsburg      19  15  2  2  71:21  +50  47

2. Hertha BSC     19  12  6  1  47:17  +30  42

3. WERDER BREMEN  18  12  4  2  50:23  +27  40

4. Hannover 96    19  10  4  5  39:26  +13  34

5. Holstein Kiel  19   9  5  5  32:27   +6  32

Beste Torschützen: Florian Grillitsch (10), Maik Lukowicz (10), Maximilian Eggestein (7), Philipp Eggersglüß (5)

Nächstes Spiel: 20. Spieltag gegen Dynamo Dresden am Samstag, 22. März um 11 Uhr

 

U17 (B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost)

P. Verein         Sp.  G  U  V   Tore  +/-  Pt

1. RB Leipzig     19  14  2  3  50:16  +34  44

2. WERDER BREMEN  19  13  2  4  51:26  +25  41

3. Hertha BSC     19  12  3  4  46:17  +29  39

4. Wolfsburg      19  12  3  4  34:23  +11  39

5. Hamburger SV   19  10  3  6  32:26   +6  33

Beste Torschützen: Johannes Eggestein (14), Ole Käuper (13), Leander Wasmus (7), Abdullah Dogan (7)

Nächstes Spiel: Bremer Landespokal-Viertelfinale gegen den FC Oberneuland am Samstag, 29. März um 11 Uhr / 21. Spieltag bei Eintracht Braunschweig am Sonntag, 6. April um 13 Uhr

 

U16 (B-Junioren Regionalliga Nord)

P. Verein         Sp.  G  U  V   Tore  +/-  Pt

1. Wolfsburg      20  14  3  3  48:18  +30  45

2. Hamburger SV   18  14  1  3  61:30  +31  43

3. WERDER BREMEN  19  11  3  5  43:26  +17  36

4. Weyhe          19  10  2  7  44:28  +16  32

5. Concordia      19  10  1  8  33:28   +5  31

Beste Torschützen: Edison Mazreku (7), Anton Stach (7), Rodi Celik (7), Toni Fahrner (5), Can Ercan (5)

Nächstes Spiel: 21. Spieltag beim FC St. Pauli am Samstag, 22. März um 13 Uhr

 

U15 (C-Junioren Regionalliga Nord)

P. Verein         Sp.  G  U  V   Tore  +/-  Pt

1. WERDER BREMEN  13  11  0  2  47: 5  +42  33

2. Wolfsburg      13  11  0  2  37: 6  +31  33

3. Hamburger SV   14   8  3  3  31:18  +13  27

4. Havelse        13   7  2  4  25:16   +9  23

5. Hannover 96    13   6  3  4  18:12   +6  21

Beste Torschützen: Thilo Töpken (10), Jan-Pelle Hoppe (10), Jean-Manuel Mbom (8), Jano Baxmann (6), Jonas Böhning (5)

Nächstes Spiel: 14. Spieltag gegen den VfL Osnabrück am Samstag, 22 März um 13 Uhr

 

Winterwechsel

U23

Abgang:

Stürmer Onel Hernandez (VfL Wolfsburg II/Regionalliga Nord) ablösefrei

U21

Abgänge:

Mittelfeldspieler Jonas Siegert (VfL Oldenburg/Oberliga Niedersachsen),

Mittelfeldspieler Ben Westendorf (VSK Osterholz-Scharmbeck/Verbandsliga Bremen),

Mittelfeldspieler Yonghwang Kim (unbekannt),

Stürmer Anil Morkan (unbekannt)

U19

Abgänge:

Stürmer Evren Serbes (Hannover 96 U19/A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost),

Stürmer Otis Breustedt (Rot-Weiß Erfurt U19/A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost)

U17

Abgang:

Stürmer John Winkler (RB Leipzig U17/B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost)

 

Links

Diskussionsforum zum Nachwuchs im Worum

WorumWiki mit Infos zu allen U-Teams des Leistungszentrums

 

 

Alle Fotos wurden von Worum-User Tasja zur Verfügung gestellt.