Werders Nachwuchs-Saison 2013

09.08.13 | von | Kategorie: Allgemeines | Keine Kommentare

Der Ligastart ist nah. Ab morgen starten die U-Teams des SV Werder nach und nach in die neue Saison. Zur Einstimmung sollten zuerst noch abschließend ein paar Worte zur Rückrunde der letzten Saison verloren werden, danach blicken wir hoffnungsvoll in die neue Spielzeit. In Erinnerung gerufen sei vorab noch das “Nachwuchs round-up” aus dem Januar, was die Hinrunde der Saison 2012/2013 beleuchtete. Nicht nur daran erinnert, sondern empfohlen wird die Blogserie zu den Nachwuchstalenten, alle Teile sind im letzten Artikel unten verlinkt.

U23 (Regionalliga Nord)

Immerhin ist Werder nicht der HSV. Deren zweite Mannschaft stand zwischenzeitlich auf dem letzten Tabellenplatz und kämpfte lange gegen den Abstieg aus der Regionalliga Nord. Die grünweißen Bremer erreichten immerhin Platz fünf. Eigentlich nicht schlecht? Leider doch. Nach einem sehr guten Start folgte bereits in der Hinrunde der Einbruch, die Rückrunde verlief nicht besser. Fünf Siege, vier Unentschieden und vier Niederlagen, es reichte gerade so immerhin für eine positive Bilanz. Dass man am Ende aber 19 Punkte hinter dem Tabellenersten lag, zeigt dann schon deutlich, dass es nicht sonderlich gut lief. War man als Mitfavorit in die Saison gegangen, langte es in vielen Bereichen nicht. Das spielerische Potenzial wurde selten ausgeschöpft: Warum ständig auf lange Bälle zurückgegriffen wurde, wird auch in hundert Jahren nicht beantwortet sein. Man möchte am liebsten den Mantel des Schweigens über die Saison legen und sich nur noch mit der Zukunft befassen. So soll es denn auch sein.

Platz 5: 30 Spiele (14 Siege, 6 Unentschieden, 10 Niederlagen), 65:44 Tore, 48 Punkte

Neue Saison, neues Glück. Mit Cheftrainer Skripnik sowie Frings und Vander sind drei Neue im Trainerteam, die U23 ist nun dem Profibereich zugeordnet und nicht mehr dem Leistungszentrum. Was man sich erhofft, ist ein größerer Fokus darauf, Spieler (besser) für die Profis auszubilden. Skripnik hat in der Vergangenheit im Jugendbereich mit kompakten, kleinen Kadern gearbeitet und wird dies offenbar auch bei der U23 so handhaben. Alle Positionen sind doppelt besetzt, so aufgebläht wie im letzten Jahr ist der Kader aber nicht mehr. Zudem erwartet er weniger Profispieler. Im Tor ist Richard Strebinger gesetzt, davor auf den Außenpositionen der Viererkette Marnon Busch rechts und theoretisch Cimo Röcker links. Der aber hat sich am Syndesmoseband verletzt, fällt anderthalb Monate aus und hatte zudem mit Neuzugang Janek Sternberg auf links starke Konkurrenz dazubekommen. Da dieser nun vorerst links gebunden ist, stellt sich die Frage noch nicht, ob der 20-Jährige nach Röckers Genesung innen aufgeboten werden wird, wo er ebenfalls spielen kann. Dort werden wohl Clemens Schoppenhauer und Oliver Hüsing auflaufen, Letzterer sieht nicht nur wegen der kurzgeschorenen Haare böser aus, auch die Physis hat nichts mehr von einem A-Jugendlichen. Der aus Frankfurt gekommene Julian Dudda fiel letzte Saison lange aus und ist auch in Bremen noch nicht in Fahrt gekommen.

Im Mittelfeld ist der aus St. Pauli gekommene Florian Bruns gesetzt – und zudem neuer Kapitän. Der 33-Jährige spielt vor der Abwehr, hatte dort in der Vorbereitung meist Julian von Haacke neben oder etwas vor sich. Wie Skripnik das Mittelfeld letztendlich zum Ligastart aussehen lässt, ist noch offen. Marcel Hilßner dürfte seinen Platz finden, Levent Aycicek wird vermutlich vermehrt in der U23 Spielpraxis sammeln. Und eigentlich versuchte das Trainerteam, die Außenspieler wie Onel Hernandez in der Vorbereitung ins System und mehr ins Mittelfeld einzubauen. Mit geringem Erfolg. Offensiv bieten sich Martin Kobylanski und Melvyn Lorenzen an, beide konnten sich jedoch bisher keinen klaren Platz im Team erspielen. Max Wegner fehlte zuletzt mit einer Verletzung, Davie Selke dürfte vorerst als Joker starten, da er körperlich noch einen ganzen Satz zum Herrenbereich vorzunehmen hat. Inwieweit mit Johannes Wurtz zumindest zu Saisonbeginn zu rechnen ist? Er würde der Mannschaft sicherlich gut tun, die Werder-untypisch defensiv mehr Sicherheit haben sollte als offensiv. Die Spieler sind erfahrener, etablierter als die jungen Offensivkräfte.

Daher ist es schwer einzuschätzen, wie weit es nach oben gehen kann. Skripnik gab aus, dass man sich besser platzieren wolle als letzte Saison – und vor allem die Talente entwickeln. Der letztjährige Topfavorit Holstein Kiel ist raus aus der Liga, man könnte theoretisch den Aufstieg anpeilen, denn auch die restlichen Mannschaften in der Liga sind keine Überflieger. Aufgrund der Veränderungen in Bremen bleibt aber abzuwarten, wieviel Stärke die neue U23 zu bieten hat. Die Vorbereitung begann sehr gut, zuletzt lief es aber nicht mehr rund. Im letzten Test am Montag gegen Aumund-Vegesack, die am Wochenende noch DFB-Pokal spielten, kam es nur einem mageren 1-1, bei dem sich die Mannschaft durchweg schlecht präsentierte und wenig Anlass zur Hoffnung auf einen Sieg zum Saisonauftakt gegen Meppen gab.

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U21 (Bremenliga)

Am Ende wurde es zwar nochmal knapp, aber die U21 gewann dieses Jahr zum dritten Mal innerhalb von vier Spielzeiten den Titel der Bremenliga. Am letzten Spieltag konnte man sich sogar eine Niederlage beim Blumenthaler SV erlauben, in der Abschlusstabelle platzierte man sich trotzdem vor den engsten Verfolgern, dem Bremer SV sowie DFB-Pokalteilnehmer SG Aumund-Vegesack.

Einen großen Anteil am Titel hatten die Kaderspieler der U23, die in der Regionalliga selten oder gar nicht zum Zuge kamen. Da die U23 im Vergleich zu den beiden Vorjahren keine Verletzungsprobleme hatte und öfter Profis zu Einsätzen kamen. waren Spieler wie Lukas Reineke oder das Torhüterduo Bernd Düker und Jerome Reisacher beinahe die ganze Spielzeit beim Bremenligisten aktiv. Insgesamt kamen 12 Spieler von der Regionalligamannschaft zu Einsätzen, von denen Yannik Jaeschke mit 15 Toren zweitbester Torschütze hinter Simon-Joel Cakir (25 Tore) wurde, der in der Rückrunde 17-mal traf.

Platz 1: 28 Spiele (22 Siege, 1 Unentschieden, 5 Niederlagen), 103:34 Tore, 67 Punkte

Zur neuen Saison haben fast alle Spieler, die aus der U23 in der Bremenliga zum Einsatz kamen, den Verein verlassen. Am ehesten dürfte der vierte Torhüter der U23, Florian Urbainski, zu Einsätzen in der U21 kommen. Auch, weil bisher mit Jeroen Gies nur ein Torwart im Kader von Trainer Andreas Ernst steht. Verstärkt hat man sich u.a. mit Ben Westendorf, der in der Saison 2011/2012 schon für Werders Dritte spielte. Da auf der Abgangsseite aber auch Spieler wie Torjäger Christoph Pospich und Mittelfeldspieler Frederic Sarpong (stand als Einziger in allen Spielen in der Startelf) stehen, dürfte es in der kommenden Saison schwer werden, den Titel zu verteidigen. Als Favoriten für die Meisterschaft gelten für die kommende Saison die SG Aumund-Vegesack sowie der nochmals verstärkte Bremer SV.

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U19 (A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost)

War man nach der gelungenen Hinrunde noch positiv gestimmt, war die Rückrunde ein ernüchterndes, simples Grauen. Fünf Punkte und ein Spiel Vorsprung hatte die Truppe auf den dritten Platz, die Gegner waren auf dem Spielplan perfekt aufgereiht, die Qualfikation für die Meisterschaftsendrunde hatte man selbst in der Hand. Und hat sie dann auch höchstselbst an Hansa Rostock weitergereicht. Die Mannschaft um Roland Kroos, Vater von Werderprofi Felix, spielte eine gute, vor allem als Mannschaft gefestigte Rückrunde, verkürzte stetig den Rückstand auf Werder. Die Bremer halfen tatkräftig mit, spielten die wohl schlechteste Rückrunde seit Jahren. Nachdem in der Hinrunde noch neunmal gewonnen und nur ein Spiel verloren wurde, besagte die Bilanz der Rückrunde: vier Siege, vier Unentschieden und fünf Niederlagen. Verloren wurde, neben einem deutlichen 0-5 beim überragenden und später den Titel holenden VfL Wolfsburg, gegen Mittelklasseteams wie Holstein Kiel oder Carl-Zeiss Jena. Ebenso gehört Rot-Weiß Erfurt in diese Kategorie, und hier verlor Werders A-Jugend mit 3-5 nicht nur das Spiel, sondern auch erstmals den zweiten Platz in der Tabelle.

Der Knackpunkt aber war wohl das Auswärtsspiel bei Hannover 96. Sehr knapp wurde der Rückrundenauftakt gegen St. Pauli durch Neuzugang Davie Selke in der Nachspielzeit mit 1-0 gewonnen, danach folgte in Bremen die deutliche Klatsche gegen die Wolfsburger. Werder hatte nach guter Hinrunde noch nicht wirklich zu sich gefunden, machte dann allerdings beim folgenden Spiel in Hannover den Eindruck, als habe man einen hohen Kantersieg schon eingeplant und freue sich vor allem auf die Rückfahrt in die Hansestadt. Es gab eine verdiente 2-5 Niederlage, die einen der Hauptgründe für den Absturz in der Rückrunde deutlich zeigte: die Arroganz innerhalb der Mannschaft. Die Nasen waren gegen die Teams, die nicht Wolfsburg hießen, zu hoch. Als sie dann hinuntergingen, war es zu spät. Hinzu kamen ein paar Verletzungssorgen sowie die Tatsache, dass die Startelf ohne die beiden Defensivspieler Busch und Röcker, die nur selten (oder aus sportlicher Sicht der U19: nicht oft genug) von der U23 herunterkamen, deutlich schlechter agierte. Garniert wurden die Probleme mit taktischen Entscheidungen des Trainers, die nicht immer nachvollziehbar waren und nicht selten auch während des Spiels korrigiert wurden.

Am Ende der Saison half der wiedergenesene Levent Aycicek noch für fünf Spiele aus, doch trotz eines Tors und drei Vorlagen brachte er nicht den erhofften Schwung. Dazu war der Offensivwirbler nach vielen Monaten ohne Spielpraxis schlicht nicht in der Lage. Auch Stürmer Davie Selke, der einen durchaus guten Eindruck hinterließ, konnte mit acht Treffern (aus zwölf Partien) nicht entscheidend zum Erfolg beitragen. Trotz wichtiger Tore. Was wiederum ausdrückt, dass es ohne ihn wohl noch böser geendet hätte. Denn Otis Breustedt, der in der Hinrunde acht Treffer erzielte, fiel fast die gesamte Rückrunde verletzt aus.

Platz 3: 26 Spiele (13 Siege, 7 Unentschieden, 6 Niederlagen), 62:42 Tore, 46 Punkte

Luca Zander, der neue U19-Kapitän

Luca Zander, der neue U19-Kapitän

Neue Saison, neues Glück? Die Nord/Nordost-Staffel hat auch in dieser Saison wieder zwei Qualifikationsplätze für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft, Platz zwei würde also genügen. Sonderlich realistisch ist er aber leider nicht. Zumindest die Ausgangsposition ist auf dem Papier so wenig erfolgsversprechend wie lange nicht mehr. Leistungsträger aus dem 94er Jahrgang, wie Kevin Otremba, Julian von Haacke und Tobias Schwede, sind altersbedingt in die U23 aufgerückt. Die besten 95er sind ebenso vorab aufgerückt und werden nicht sonderlich häufig zum Aushelfen bei der U19 erwartet, denn Lukas Fröde, Marcel Hilßner und Davie Selke sind im relativ kompakten Kader der U23 von Viktor Skripnik nicht entbehrlich. Sie müssten es aber häufiger sein, denn der neuen U19 würden sie deutlich mehr Qualität verleihen. Im Tor ist die letztjährige Nummer Zwei, Eric Oelschlägel, gesetzt. Ebenso Luca Zander, der neue Kapitän, und Leon Lingerski in der Abwehr, wobei Letzterer sich, frisch nach einer Verletzung genesen, wieder verletzt hat und vorerst ausfällt. Dazu gesellen sich allein in der Defensive die länger ausfallenden Timo Dressler, Kevin Schnirpa und Jesper Verlaat. Im Mittelfeld, das in der letzten Saison sehr gut harmonierte und eingespielt war, muss sich aufgrund der aufgerückten Spieler eine komplett neue Formation bilden und finden, in der vermutlich Kerem Koray Sahin und Maximilian Eggestein das Spiel machen werden. Letzterer agierte in der Vorbereitung zurückgezogener als noch in der U17. Die aufgerückten Spieler aus der B-Jugend werden früh gefragt sein, insgesamt 15 Spieler des 25 Spieler großen Kaders sind aus dem jüngeren Jahrgang, so viele wie noch nie.

Da wird es vonnöten sein, dass die Mannschaft schnell zueinander findet und der ein oder andere sich überraschend schnell und gut entwickelt. In der Vorbereitung deuteten Spieler wie Michael Lercher, Pedro Güthermann oder auch Nick Gutmann an, dass sie der Mannschaft mehr helfen können, als sie dies im B-Jugendbereich taten. Auch Herbert Bockhorn, der in der letzten Saison verletzungsbedingt lange ausfiel und dann nur als Joker zum Einsatz kam, ist mehr gefordert und zeigte auch Ansätze, markierte beim DFB-Pokalsieg gegen Rot-Weiß Erfurt den Siegtreffer.

Als einzige echte Verstärkung von außerhalb wurde der Österreicher Florian Grillitsch verpflichtet. Der 18-jährige Offensivspieler kommt mit der Empfehlung des Meistertitels und der Torjägerkanone aus der U18-Liga seines Landes, die Bremer U19 wird seine Tore dringend brauchen. Leider fehlte er aufgrund eines Lehrgangs der österreichischen U19-Nationalmannschaft eine gewisse Zeit in der Vorbereitung, es bleibt daher zu hoffen, dass die Automatismen sich zum Saisonauftakt mit den neuen Mitspielern in grün-weiß schnell ergeben. Mit Evren Serbes und Maik Lukowicz fehlen zum Auftakt der Liga zudem zwei Offensivkräfte.

Es ist etwas schwer, mit dem Bild aus dem U17-Halbfinale gegen Stuttgart im Kopf, eine größere Erwartung als einen guten Mittelfeldplatz bei dieser U19, die aus einem Großteil der aufgerückten U17-Spieler besteht, zu haben. Andererseits hat Hansa Rostock zuletzt mit dem Einzug ins Meisterschaftsfinale vorgemacht, dass man auch ohne Supertalente, mit geschlossenem Auftreten als Mannschaft und mit solider Leistung gegen Mannschaften mit mehr Potenzial, sehr gut aussehen kann.

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U18 (A-Junioren Regionalliga Nord)

Es war die Abschiedssaison der zweiten A-Jugend aus dem Nachwuchsleistungszentrum sowie aus der Regionalliga Nord. Im Mai verkündete Werder, dass die U18 nicht mehr in der Regionalliga gemeldet wird, begründet wurde dies mit einer Bündelung der Kräfte, um “den Fokus noch mehr auf die U19 zu richten” und in der Alterklasse der A-Junioren keine zwei Teams mehr zu haben. Die meisten Bundesliga-Klubs haben nur eine A-Jugend im Leistungszentrum, Werder zählte bis zum Sommer noch zu den Exoten. Zudem spielte Werders U18 in der für sie höchstmöglichen Liga, der Regionalliga, die zweite Spielklasse nach der Bundesliga, in der die U19 kickt.

Während die Mannschaft durchaus gute Resultate lieferte und sich in den letzten fünf Spielzeiten immer zwischen Platz drei und sechs einfand, ist das individuelle Resultat leider enttäuschend geblieben. Kein Kaderspieler schaffte den Sprung in eine höhere Liga als die Regionalliga im Herrenbereich. Der ein oder andere Spieler, wie Yannik Jaeschke oder aktuell Philipp Eggersglüß, schaffte den Sprung, sich über die U18 zu einem festen Bestandteil der U19 zu entwickeln. Aber Aussicht auf mehr? Kein Spieler kommt für den Bundesligakader in Frage, für die U23 wurden maximal Ergänzungen ab Kaderplatz #20 ausgebildet. Die Möglichkeit für Spieler aus der U19, die dort wenig zum Einsatz kamen oder nach Verletzungen Spielpraxis brauchten, war zwar durchaus gut, wurde jedoch in der Vergangenheit selten genutzt. Die Kader der Jugendteams sind nicht sonderlich groß, so dass die Spieler im eigenen Kader genug Aussicht auf Einsatzminuten hatten. Die Ausbildung für Kaderspieler der U19, indem man (vor allem in der letzten Saison) Spieler des jüngeren Jahrgangs von anderen Vereinen holte um sie dann im Folgejahr zur “Ersten” zu bringen, war eine passende Strategie für eine zweite Mannschaft und wird in gewisser Weise bei der U16 so gehandhabt, jedoch ist das Ergebnis nicht den Aufwand wert (im Winter stieg Eggersglüß auf, im Sommer Jannik Wetzel) und kann ebenso durch externe Neuzugänge erzeugt werden.

Es wird auch finanzielle Gründe haben, warum die U18 nun aus dem Nachwuchsleistungszentrum verabschiedet wird, es gibt jedoch auch andere gute Gründe. Der Nutzen für das Leistungszentrum und vor allem für den Herrenbereich war einfach viel zu gering, Preis/Leistung stimmte nicht. Der Schritt des Vereins war daher nur konsequent. Chefcoach Sasa Pinter wurde zur U19 hochgezogen, ist dort zusätzlicher Co-Trainer. Ob Pinter noch ein Jahr Vertrag hatte und daher innerhalb des NLZ verschoben wurde, oder ob es tatsächlich aus der Überzeugung heraus geschah, das individuelle Training für die U19 zu verstärken, wird sich wohl erst nach der Saison zeigen.

Und die Mannschaft? Die präsentierte sich in der Rückrunde mit ausgeglichener Bilanz, fünf Siege und fünf Niederlagen. Mehr war sicherlich machbar, aber im Hintergrund liefen bereits Gespräche: Spieler, die noch ein Jahr Vertrag hatten, wurden ab Mitte März informiert, dass sie sich besser einen neuen Verein suchen sollten. Gerüchte um die Abmeldung der U18 machten die Runde. Der ein oder andere Spieler konnte die letzten Spiele trotzdem nutzen, sich für andere Vereine zu empfehlen. Mit acht Treffern in den letzten Spielen schraubte der beste Torschütze der Mannschaft, Rafael Brand, sein Torekonto auf 14 Buden.

Platz 6: 26 Spiele (12 Siege, 4 Unentschieden, 10 Niederlagen), 47:39 Tore, 40 Punkte

Kurios: Werder meldete die U18 komplett ab, so dass man die “neue” 2. A-Jugend (die letztjährige 3. A-Jugend aus dem Breitensport) nicht in der nach der Regionalliga nächsthöchsten Spielklasse, der Verbandsliga Bremen, melden konnte. Vorerst. Denn durch den Rückzug blieb der JFV Bremerhaven in der Regionalliga, TS Woltmershausen und Insolvenzklub FC Oberneuland meldeten nicht mehr und so landete die – sportlich vorher nicht qualifizierte – dritte A-Jugend von Werder für die neue Saison doch noch in der Verbandsliga.

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U17 (B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost)

Zu der Saison wurde in den letzten beiden Artikeln schon viel gesagt, nach dem Debakel im Halbfinale sollte man vielleicht auch nicht mehr allzu viele Worte über sie verlieren. Mit dem zweiten Platz erreichte man die Endrunde um die deutsche Meisterschaft, traf dabei auf den VfB Stuttgart. Eine Mannschaft, die im Bereich Potenzial bei den Einzelspielern über den Bremern anzusiedeln war – insbesondere aber bei der Physis. Über weite Strecken der beiden Halbfinalspiele sah es aus, als spiele eine A-Jugend gegen eine B-Jugend. Mindestens. Zudem wirkten die Schwaben abgeklärter, cleverer. Die Bremer (wieder) zu naiv und behielten leider die größte Schwäche der Saison bei: die Chancenverwertung. In beiden Spielen hatte Werder die Chance auf einen Lucky Punch, vergab aber Chance nach Chance. Und dann setzte es eine Tracht Prügel von den Stuttgartern, im Hinspiel ein 1-7, im Rückspiel ein 0-4.

Ein kleiner, aber doch deutlicher Fleck in der Saisonbilanz. Am Ende fiel neben den allgemeinen Schwächen der Mannschaft auf: Beim Timesharing der drei Torwartleute fehlte eine richtig starke Nummer eins. Die Verteidigung war auf ähnlichem Niveau: nicht schlecht, aber auch nicht richtig stark. Und wie schon bei der U17, die 2011 deutscher Vizemeister wurde, fehlte ein starker Stürmer. Die beiden besten Torschützen waren mit Maximilian Eggestein (15 Treffer) und Ole Käuper (14) Mittelfeldspieler.

Platz 2: 26 Spiele (17 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen), 59:30 Tore, 55 Punkte

Neuer Anlauf, neues Glück. Und ähnliche Ausgangslage. Auch in der neuen Spielzeit reicht in der Nord/Nordost-Staffel Platz 2 für die Halbfinal-Qualifikation um die deutsche Meisterschaft. Dass die Bremer Mannschaft wieder zu den Favoriten um diese beiden Plätze gehört, ist zu erwarten und diese Stellung haben die ersten Tests von Werder und den Konkurrenten bestätigt. Im Kader stehen vier Spieler aus dem jüngeren Jahrgang, die sich aber allesamt zu Leistungsträgern entwickeln könnten. Und sollen. Allen voran sicherlich Mittelstürmer Johannes Eggestein, der als einzige Spitze vorne gesetzt ist. Der Stammspieler aus der deutschen U15-Nationalmannschaft, in der er letzte Saison mit vier Toren bester Torschütze war, folgte seinem Bruder Maximilian aus Havelse nach Bremen. In der letzten Saison spielte er als C-Jugendlicher bereits B-Jugend und traf 28-mal in 19 Spielen für den TSV Havelse – wenn auch nur in der dritthöchsten Spielklasse. Deniz Kolodziej dürfte als Edeljoker zum Zuge kommen.

Im offensiven Mittelfeld ist und bleibt Ole Käuper Dreh- und Angelpunkt, der als älterer Jahrgang in dieser Saison zwar auch mehr Verantwortung tragen soll und wird, aber nun mit Eggestein einen echten Knipser vor sich hat, wovon hoffentlich beide profitieren werden. Links und rechts wird Käuper von Leander Wasmus und Abdullah Dogan flankiert, die beide knapp die Nase vor ihren Konkurrenten, insbesondere John Winkler, haben. Einen weiteren Offensiven wird man hinter der Dreierkette finden, wo der torgefährliche Niklas Schmidt wohl einen Platz finden wird. Und dank Käuper auch immer wieder den Weg nach vorne nehmen wird – im Spiel oder in der Aufstellung, wo er auch Dogan oder Wasmus ersetzen könnte. Die defensivere Option für Schmidt wäre Cedrik Hertes, der dann neben Jannes Vollert auflaufen würde. Der von Holstein Kiel gekommene Mittelfeldspieler des jüngeren Jahrgangs hat einen sehr guten Eindruck in der Vorbereitung hinterlassen.

Die Viererkette hat auf der rechten Seite mit Muhamet Cakolli nur einen Spieler aus der letzten Saison aufzubieten. Links hat Allrounder Björn Hakansson, der bei Werder zuletzt als Innenverteidiger und davor als Stürmer auflief, offenbar seine Paradeposition gefunden. Große Hoffnungen ruhen auf dem neuen Fels in der Brandung, Innenverteidiger Maurice Hehne, der von Carl-Zeiss Jena nach Bremen wechselte und zusammen mit Ole Käuper das Kapitänsduo bildet. Der großgewachsene Hehne absolvierte vor zwei Jahren drei U15-Länderspiele und traf in den letzten beiden Spielzeiten bemerkenswerte 19-mal. Die gesamte U17-Abwehrgarde der Bremer traf letzte Saison zusammen nur zweimal ins gegnerische Tor. Hehnes Nebenmann soll Leonard Nauermann sein, der letzte Saison je neunmal für die U16 und die U17 auflief. Er soll und muss sich steigern. Aufgefüllt wird der Defensivverbund von Spielern, die aus der U16 aufgerückt sind. Immerhin mit der Empfehlung, dort die stärkste Defensive der Liga gebildet zu haben. Im Tor kämpfen zwei der letztjährigen drei Jobsharer um den Job zwischen den Pfosten – ein Wettkampf, bei dem vermutlich Fabian Klinkmann vor Tom Pachulski die Nase vorn haben wird. Einziger Wermutstropfen bisher: In der Vorbereitung brach sich Cakolli bei einem Luftzweikampf die Nase, fällt vorerst aus.

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U16 (B-Junioren Regionalliga Nord)

Spannend war es. Aber leider nicht erfolgreich. Im Mai kam es am letzten Spieltag der Saison zu einem besonderen Match: Werder trat als Tabellenführer beim Zweiten, Eintracht Braunschweig, an. Mit einem Punkt Vorsprung ging es in die Partie, die starken Braunschweiger allerdings gewannen verdient mit 4-1 und holten sich doch noch den Titel. Erfreulich für eine Bremer Mannschaft war in der abgelaufenen Saison, dass die Truppe zusammen mit den Braunschweigern die beste Defensive der Liga stellte. Nur 27 Gegentreffer aus 26 Spielen. Passenderweise sind acht der neun zur neuen Saison hochgezogenen Spieler Defensivspieler. Lediglich Toptorschütze Deniz Kolodziej (14 Tore) hat als Offensivspieler den Aufstieg (zur U17) geschafft.

Platz 2: 26 Spiele (17 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen), 54:27 Tore, 55 Punkte

Zur neuen Spielzeit hat die Jahrgangsmannschaft (alle Spieler aus dem Jahrgang 1998) ein komplett neues Gesicht, kein Spieler ist geblieben. Auch nicht Kapitän Steve Köster, bei dem es Überlegungen gab, ihn als älteren Jahrgang im Kader zu belassen, nachdem er letzte Saison wegen einer schweren Verletzung die meiste Zeit ausfiel. Er ging jedoch, es kamen neben den aufrückenden Spielern aus der U15 drei externe Neuzugänge. Linksverteidiger Edward Kelsch aus Verden und Maximilian Hirsch von der TuS Komet Arsten waren die ersten beiden. Weil Hirsch sich aber in der Vorbereitung verletzte und länger ausfällt, folgte dieser Tage mit Rodi Celik von Schwalbe Tündern noch ein weiterer Spieler. In den letzten Spielzeiten war die Bremer U16 immer im Meisterschaftskampf, konnte 2011 und 2012 den Titel holen. Im Rennen um den Titel wird sich auch die aktuelle U16 befinden. Man ist eingespielt und hat aus der letztjährigen U15 lediglich zwei Leistungsträger direkt an die U17 abgegeben.

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U15 (C-Junioren Regionalliga Nord)

Die Mannschaft des Vorjahres blieb in der Rückrunde ungeschlagen – es wäre schön, wenn die aktuelle Truppe dies nachmachen könnte. Mit diesem Satz endete der Artikel aus dem Januar diesen Jahres. Schön wurde es am Ende, denn aus den zehn Spielen in diesem Jahr holte die Bremer U15 neun Siege und ein Unentschieden, blieb bei 41:13 Toren ungeschlagen. Die neun Punkte Rückstand auf den Tabellenführer, dem Hamburger SV, holte man komplett auf und war am Ende der Saison punktgleich. Und wurde trotzdem leider nur Zweiter. Der HSV zog lange einsam seine Runden an der Spitze, am vorletzten Spieltag verlor die Mannschaft plötzlich gegen Holstein Kiel und wurde von Hannover 96 überholt. Und die Hannoveraner mussten am letzten Spieltag nach Bremen, während der HSV im Heimspiel gegen Bremerhaven nicht nur klarer Favorit war, sondern auch deutlich mit 8:0 gewann. Werder gewann zwar mit 2-1 gegen 96, stürzte den Tabellenführer wieder vom Thron, machte aber gleichzeitig die Hamburger zum Meister. Denn das Torverhältnis entschied bei den punktgleichen Teams das Rennen: +55 bei den Bremern, +82 bei den Hamburgern.

Ebenfalls eng wurde es bei den Torjägern: Vor dem letzten Spieltag hatten der Hamburger Melvin Krol und der Bremer Niklas Schmidt jeweils 25 Tore auf ihrem Trefferkonto. Schmidt erzielte gegen 96 beide Tore und kam am Ende auf 27 Treffer, doch Krol traf gegen Bremerhaven gleich dreimal und hatte mit 28 Treffern – wie schon der HSV im Meisterschaftsrennen – knapp die Nase vorn. Das schmälert jedoch nicht die Leistung von Schmidt, der stellvertretend für die starke Rückrunde der Bremer steht: In allen Spielen hat er mindestens einmal getroffen, in den zehn Partien traf er zwangzigmal.

Dreimal traf er beim einzigen Unentschieden der Rückrunde, dem 4:4 gegen den HSV. Leider nur zweimal ins richtige Netz, der dritte Treffer war ein Eigentor. Zusammen mit Mattis Daube, der als zweitbester Torschütze 12-mal traf, geht es für Schmidt in die U17. Das restliche Team, bis auf drei Ausnahmen, die den Verein verlassen haben, rückte geschlossen in die U16 auf.

Platz 2: 22 Spiele (17 Siege, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen), 85:30 Tore, 53 Punkte

Zur neuen Saison rückten insgesamt 15 Spieler aus der U14, der zweiten C-Jugend der Bremer, in die U15 auf. Vier externe Neuzugänge – das sind die wenigsten seit vielen Jahren. Hintergrund ist der gute Jahrgang, der souverän den Verbandsligatitel gewann. Ungeschlagen und mit einem nett anzuschauenden Torverhältnis von 154:15 wurde man Meister. Auch wenn in den letzten fünf von sechs Spielzeiten Werder jeweils den Titel holte, gilt der 1999er Jahrgang als sehr stark und bringt gleich doppelte Hoffnung für eine gute C-Jugend-Spielzeit. Die Mannschaft ist eingespielt, kennt sich lange, die meisten spielen nicht erst seit letztem Sommer für Werder. Positiver Effekt: Anders als in den Vorjahren muss Trainer Thorsten Bolder daran arbeiten, die Mannschaft zusammenzubauen. Da die U15 die erste, jüngste Mannschaft des Nachwuchsleistungszentrums ist, ab deren Jahrgang es auch externe Neuzugänge aus ganz Deutschland gibt, war hier mehr Arbeit vonnöten, die Mannschaft zusammenzuschweißen. Viele neue Talente von außerhalb, dazu erstmalig in einer Leistungsklasse, die sich auf die Region Niedersachsen bezieht, nicht nur auf Bremen, wodurch deutlich stärkere Gegner warten.

Es könnte daher passieren, dass Werders C-Jugend mal nicht traditionell langsam startet und sich dann ab dem Winter in Topform zeigt. Falls dies schon frühzeitig in der Hinrunde der Fall sein sollte, ist man sicherlich mehr als nur ein Meisterschaftsanwärter. Die Mannschaft um den aufrückenden 99er Jahrgang wurde zudem punktuell und passend verstärkt. Für das Tor holte man mit Jonas Hupe zwar einen spät (im Dezember) geborenen Spieler, aber dafür auch einen, der mit 13 Jahren schon über eine Körpergröße von 1,92m verfügt. Aus Meppen kommt mit Tobias Tegeder ein pfeilschneller Offensivspieler, der die Mannschaft ebenso passend ergänzt wie Stürmer Ali Matar aus Osterholz-Scharmbeck. Dazu kommt eine Ausnahme in der Bremer U15: Mit Jean Manuel Mbom holte Werder erstmals einen Spieler des jüngeren Jahrgangs (2000) in die Mannschaft. Und das nicht ohne Grund, denn der aus Göttingen kommende Mbom machte mehrfach bei Turnieren nachhaltig auf sich aufmerksam, organisiert aus der Zentrale heraus das Spiel – und passt damit ebenfalls vom Spielertyp perfekt zurm Kern der U14-aufrückenden Spieler.

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Wilhelm-Scharnow-Internat

Seit 1978 betreibt Werder bereits sein Internat, seit 1997 ist es in der Ostkurve der Weserstadion beheimatet. Talente werden hier ab der C-Jugend, der ersten überregionalen Alters- und Leistungsklasse, untergebracht. Im letzten Sommer zogen mit Niclas Füllkrug, Alexander Hahn, Tiziano Lo Iacono, Tom Neukam, Felix Robrecht, Cimo Röcker, Orhan Yildirim, Leon Lingerski, Gunnar Niemann gleich neun Spieler aus, die für sie vergangene Saison eingezogenen Talente sind mit einem Sternchen gekennzeichnet:

1994er Jahrgang: Jakob Zwerschke, Marnon Busch & Levent Aycicek

1995er Jahrgang: Eric Oelschlägel*, Lukas Fröde & Marcel Hilßner

1996er Jahrgang: Maximilian Eggestein, Christopher Cook, Jesper Verlaat*, Timo von Holt* & Michael Lercher*

1997er Jahrgang: Leonard Nauermann*, Leander Wasmus, John Winkler & Tom Pachulski*

1998er Jahrgang: Mattis Daube*, Anton Stach* und Niklas Schmidt*

Für die in Kürze startende Saison zogen Zwerschke und Cook aus dem Internat, beide haben den Verein verlassen. Ebenso packen Aycicek und Busch ihre Sachen, die Jahrgangsgrenze für die Internatsbewohner ist der ältere A-Jugendjahrgang, für die Saison 2013/2014 ist dies 1995. Auch die zur U23 aufgerückten Marcel Hilßner und Lukas Fröde sind ausgezogen, sie “wechselten” vom Internat ins Werderhaus an der Hastedter Heerstraße, wo die Spieler nach dem Internat in Apartments wohnen können. Frisch eingezogen ins Internat sind folgende Talente:

1996er Jahrgang: Evren Serbes

1997er Jahrgang: Maurice Hehne

1998er Jahrgang: Johannes Eggestein & Jannes Vollert

1999er Jahrgang: Tobias Tegeder & Jonas Hupe

2000er Jahrgang: Jean Manuel Mbom

U-Nationalspieler

Besonders positiv ist die Bilanz aus der abgelaufenen Saison nicht. In drei alles andere als unwichtigen U-Mannschaften hatte Werder keinen einzigen Einsatz einer seiner Spieler zu verbuchen. Natürlich lag es auch an Verletzungen, dass einige Talente zu keinen oder nur zu wenigen Einsätzen kamen, aber Spieler wie beispielsweise Cimo Röcker (immerhin 32 U-Länderspiele seit 2009) waren auch bei vorhandener Fitness außen vor.

In der U20, der “zweiten U21″ war Werder stark vertreten, hätte bei passender Gesundheit von Füllkrug und Yildirim sogar noch mehr Einsätze vorzuweisen. Im 95er Jahrgang war Werder mit den Stammspielern Hilßner und Selke durchaus gut unterwegs, Stürmer Selke war zusammen mit Hoffenheims Neuzugang Kevin Akpoguma sogar bester Torschütze der Saison. Dass es in der U17, dem älteren Jahrgang der B-Jugend, an Bremern mangelte, unterstreicht nochmal das Erlebnis im Halbfinale gegen den VfB Stuttgart. Beim jüngeren Jahrgang wurde Werder in der U16-Nationalmannschaft von Ole Käuper vertreten, der fest zum Kader gehörte und auch die drittmeisten Treffer erzielte.

Bilanz der Saison 2012/2013:

U21: –

U20: Johannes Wurtz 5 Spiele, Tom Trybull 4 Spiele, Florian Hartherz 4 Spiele, Niclas Füllkrug 2 Spiele, Özkan Yildirim 1 Spiel

U19: –

U18: Marcel Hilßner 6 Spiele (2 Tore), Davie Selke 5 Spiele (4 Tore), Lukas Fröde 2 Spiele

U17: Christopher Cook 3 Spiele, Burak Yigit 2 Spiele

U16: Ole Käuper 9 Spiele (3 Tore)

U15: –

 

Werders Bilanz in der Jugendarbeit lässt sich nicht nur, aber auch, anhand der Einsätze in den U-Teams des DFB von der U15 bis zur U21 für eine Saison bewerten. Das Resultat? Kurz vor den Abstiegsrängen landet Werder auf Rang 15 mit einem Anteil von 3 % aller Spielminuten durch eingesetzte Spieler. Übrigens einen Platz vor dem FC Bayern. Die Top Ten:

1. VfB Stuttgart 9,96% (7394 Spielminuten)

2. Bayer Leverkusen 6,84%

3. FC Schalke 04 6,81%

4. 1. FC Nürnberg 6,75%

5. Hamburger SV 6,31%

6. Mönchengladbach 5,87%

7. 1.FC Köln 4,86%

8. TSG Hoffenheim 4,71%

9. Borussia Dortmund 4,45%

10. Hertha BSC Berlin 4,31%

 

Die Aufteilungen in den jeweiligen U-Teams:

U15 1. VfL Bochum 12,20% / Werder nicht dabei

U16 1. Bayer Leverkusen 14,14% / 11. Werder 3,37%

U17 1. FC Schalke 04 19,03% / 15. Werder 1,43%

U18 1. VfB Stuttgart 13,91% / 3. Werder 8,83%

U19 1. VfB Stuttgart 18,53% / Werder nicht dabei

U20 1. Werder 15,10%

U21 1. TSG Hoffenheim 14,71% / Werder nicht dabei

 

Für ausländische U-Teams waren im Einsatz: Richard Strebinger 5 Spiele für Österreich U21, Mateo Pavlovic 1 Spiel für Kroatien U21, Karlis Plendiskis 3 Spiele für Lettland U19, Martin Kobylanski 13 Spiele (7 Tore) für Polen U19 & Michael Lercher 13 Spiele für Österreich U17.

 

Einladungen für die neue Saison zu Länderspielen oder Lehrgängen sind bereits erfolgt bei der deutschen U21 (mit Özkan Yildirim im Kader), U20 (mit Levent Aycicek auf Abruf), U19 (mit Davie Selkie / dazu Marcel Hilßner auf Abruf) sowie der U17 (mit Ole Käuper). Dazu weilte Neuzugang Florian Grillitsch bereits bei der U19 Österreichs.

*Selke absolvierte vor seinem Wechsel aus Hoffenheim nach Bremen bereits zwei 2 U18-Länderspiele.

Personelle Veränderungen

Zwei wichtige Werder-Figuren für die kommende Saison: Viktor Skripnik und Torsten Frings, beim Laktattest der U23.

Zwei wichtige Werder-Figuren für die kommende Saison: Viktor Skripnik und Torsten Frings, beim Laktattest der U23.

Bereits im vergangenen Winter verkündete Werder, dass die U23 zur Saison 2013/2014 einen neuen Trainer bekommt. Viktor Skripnik löst Thomas Wolter ab, der die Mannschaft noch bis zum Saisonende betreute und danach einen neu geschaffenen Posten als sportlicher Leiter des Leistungszentrum antrat. Der Trainerwechsel wurde als überfällig betrachtet, zu wenig Ertrag war in der jüngsten Zeit bei der zweiten Werdermannschaft zu verbuchen. Die sportlichen Resultate waren nicht gut, die Weiterentwicklung der Talente verbesserungswürdig. Das Spiel der U23 blieb oftmals unter dem spielerischen Potenzial, die Auftritte der Spieler mit Profiverträgen viel zu oft blutleer.

Bei Letzterem wollte man durch den neuen Posten von Wolter ansetzen, der, wie er auf der Pressekonferenz zu dem Thema sagte, die Jugendmannschaften überblicken und als Art Bindeglied fungieren werde. Nicht mehr die Trainer sollen erahnen oder vom Spieler hören, wie gut sie dann in der anderen Mannschaft trainieren, sondern Wolter hier den Supervisor spielen. Da Wolter noch bis 2015 bei Werder unter Vertrag steht, kann man auch darüber spekulieren, ob hier einfach ein Posten gesucht bzw. erstellt wurde. Auch ein wenig befeuert dadurch, dass Chefcoach Robin Dutt verriet, dass er sich vor dem Testspieleinsatz von Marcel Hilßner in Essen direkt mit Viktor Skripnik, dem neuen U23-Coach, besprach.

Dazu kommt ein weiteres “Bindeglied” zwischen Profis und U23, denn durch Torsten Frings hat die U23 neben Frank Bender (der auch unter Wolter Assistent war) einen weiteren Co-Trainer. Im Rahmen seiner zweijährigen Trainee-Ausbildung bei Werder hat Frings diesen festen Posten, soll aber auch von Dutt lernen und sich zwangsläufig öfter mit ihm austauschen – nicht nur über den Job an sich. Bei der U23 ist Frings gut aufgenommen worden, hinterlässt dabei den guten Eindruck, dass er nicht nach der Karriere zur reinen Beschäftigung in Bremen ist, sondern ein guter Trainer werden will. Der zudem auch, nach seinem Abstecher nach Toronto, ruhiger auftritt.

Ebenfalls neu ist der Torwarttrainer bei der U23, Christian Vander. Nach dem Karriereende ist der 32-Jährige hauptsächlich für die Torhüter der zweiten Mannschaft verantwortlich, soll aber, wie der letztjährige Torwartcoach Michael Jürgen, auch bei anderen U-Teams die Torwarte ausbilden und trainieren. Angedacht war auch, dass Vander, ähnlich wie Wolter, eine Verbindung von den Profis zu den U-Teams herstellt, ob dies passiert und wie das in der Praxis aussehen wird, muss die Saison zeigen.

Ebenfalls muss die Praxis zeigen, wie sich der zweite Co-Trainer bei der U19 auswirkt. Die beiden “höchsten” U-Teams haben somit erstmals beide zwei Assistenten – die Profis weiterhin nur einen. Auch hier kommt ein weiteres “Abwarten”, ob sich Robin Dutt wie schon in Freiburg einen zweiten Co-Trainer dazuholt, der zudem bei einem U-Team arbeitet.

Ausgelöst durch die Beförderung von Viktor Skripnik hat auch die U17 einen neuen Cheftrainer bekommen. Der 40-jährige Marco Grote ist seit 2008 bei Werder und trainierte zuerst die U18, dann bis zum Sommer die U16. Nun übernimmt er mit der U17 erstmals eine “erste” Mannschaft einer Jugendklasse. Den freigewordenen Posten in der U16 bekommt Florian Kohfeldt, der als Aktiver auf der Torwartposition zu Hause war und nun erstmals als Cheftrainer eine Mannschaft betreuen wird. Bei Werder war der 30-Jährige seit sieben Jahren als Co-Trainer tätig: bei der U14, der U16 und die letzten drei Spielzeiten unter Skripnik bei der U17.

Anfang Mai trennte sich Werder dazu von Uwe Harttgen, dem Leiter des Leitungszentrum. “Unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung im Nachwuchsbereich” wurde als Grund angegeben, verbunden mit dem Wechsel des Verantwortungsbereiches der U23 vom Leistungszentrum zum Profibereich. Sicherlich richtig, aber eben auch eine Konsequenz aus der simplen Feststellung, dass man mit der Nachwuchsarbeit nicht wirklich zufrieden war in den letzten Jahren. Der Hauptverantwortliche dafür war nun einmal Harttgen. Seinen Posten hat nun Björn Schierenbeck übernommen, der 39jährige Ex-Profi war vorher fünf Jahre eine Stufe darunter, als Nachwuchskoordinator tätig.

Neben den personellen Veränderungen gibt es auch hauchzarte Anzeichen, dass die angedachte Vereinheitlichung der Spielphilosophie umgesetzt wird. Ein Stürmer, zwei zentrale Mittelfeldspieler, ein Spieler, der immer in die Spitze stößt und dazu das Spiel über die Außen. Wie konsequent das umgsetzt wird und wie sehr es dann an die Profis angeglichen ist, können nur mehrere Monate an Spielen zeigen.

Ansetzungen zum Ligenstart

U23: Sonntag, 11. August, 15.00 Uhr beim SV Meppen

U21: Samstag, 10. August, 15.00 Uhr gegen SV Türkspor, auf Platz 12

U19: Sonntag, 11. August, 11.00 Uhr bei Carl-Zeiss Jena

U17: Sonntag, 11. August, 11.00 Uhr bei Carl-Zeiss Jena

U16: Samstag, 10. August, 13.00 Uhr gegen SC Concordia Hamburg, auf Platz 12

U15: Sonntag, 18. August, 13.00 Uhr beim Blumenthaler SV

 

Spieltagsthread für die U23 im Forum

 

 Die Fotos wurden von Worum-Userin “Tasja” zur Verfügung gestellt.