Worum2.0: Admin-Worte zum Worum-Umzug

15.07.12 | von | Kategorie: Worum | 3 Kommentare
Server neu, Forumsoftware neu, Design neu, Freude neu.

Server neu, Forumsoftware neu, Design neu, Freude neu.

Danke für das viele Lob, damit war nach den Strapazen der letzten Woche nicht wirklich zu rechnen. Im Forum hat sich schließlich viel verändert und frei nach dem Motto “Never change a running system” hatten wir mit deutlich mehr kritischen Stimmen gerechnet. Aber vielleicht kommen die noch, wir können es leider nicht allen recht machen und hoffen deshalb, einen dem Worum würdigen Kompromiss gefunden zu haben. Aber wir freuen uns auch über jede negative Meinung, helfen sie uns doch vielleicht, das Worum immer noch ein kleines Stück besser zu machen.

Das ursprüngliche Problem an der ganzen Sache und der eigentliche Hauptgrund für den Umzug war aber, dass der alte Server eben nicht mehr wirklich als “Running System” zu bezeichnen war. Es stotterte vielmehr. Über vier Jahre war hier die gleiche Software im Einsatz, die uns allerdings zusehends immer weiter in eine Sackgasse manövrierte. Daran war nicht unbedingt die Software per se Schuld, sondern das komplette Worum-Gebilde, welches über die Zeit so unglaublich aus den relativ zierlichen Startschuhen herausgewachsen war, so dass es am Ende immer mehr Probleme gab.

Viele hatten sicherlich mitbekommen, dass früher der Server nachts regelmäßig für ein bis zwei Stunden ausfiel. Dies rührte daher, dass das mehr oder minder organisch gewachsene Worums-Geflecht mit dem zeitgleich laufenden täglichen Backup einfach zuviel für den alten ‘Hamster’ war. Noch dazu wuchs die latente Gefahr immer mehr, dass uns das alte Forum irgendwann komplett um die Ohren fliegen wird. Deswegen haben wir kurzfristig Nägel mit Köpfen gemacht und sind den Umzug angegangen.

Das Worum wäre allerdings auch nicht das Worum, wenn uns nicht ein paar unvorhersehbare Schicksalsschläge einen Strich durch den ursprünglichen Ablauf gemacht hätten. Wir Admins haben die Idee schon vor einigen Monaten mit dem Worum-Vorstand besprochen und die Möglichkeiten ausgelotet. Dann folgte eine lange Phase von Softwaretests, Ausprobieren von allen möglichen Foren diverser Anbieter, Lesen vieler, vieler Dokumentationen, konkrete Planung und dann noch mehr Tests.

Wir bekamen schließlich von unserem Hoster auf Anfrage ein gutes und vor allem preislich akzeptables Angebot für einen neuen, leistungsstärkeren Server. Das alleine wäre schon ein Grund gewesen, den Umzug durchzuführen. Noch viel wichtiger für das Admin-Team war allerdings, dass wir von einer fertigen Webhosting-Umgebung auf komplette Selbstverwaltung und auch Selbstverantwortung umsteigen konnten. Dies eröffnete uns unglaublich viele neue Möglichkeiten, unterstrich aber auch gleichzeitig die Notwendigkeit von entsprechendem Know-How. Sicherheit und Performance waren deshalb die beiden ausschlaggebenden Kriterien und auch die späteren Richtlinien, an die wir uns stets und zuallererst orientiert haben.

Gerade die Performance ist ein entscheidender Faktor. Das Worum mit seinen knapp 5.000 Mitgliedern, über 2,5 Millionen Posts und Hunderttausenden von Unique Visitors jeden Monat stellt schon etwas gehobene Ansprüche an die Technik. Vor allem brauchen wir entsprechende Reserven, falls in der Transferphase oder während eines Bundesligaspiels zusätzlich ein paar hundert Gäste quasi sekündlich die F5-Taste betätigen. Demzufolge haben wir uns nach ausgiebigen Tests für eine auf den ersten Blick und von den Namen her etwas exotische Lösung entschieden, die zwar einige Klimmzüge mit sich bringen würde, allerdings bei der Performance gegenüber den Standardlösungen dermaßen die Nase vorn hat, wie die Nr. 1 im Norden gegenüber der zumindest von der Einwohnerzahl her zweitgrößten Stadt Deutschlands.

Diese Entscheidung und diverse kurzfristige Versuche, immer noch die neuesten Softwareversionen einzubauen (die mitunter deutliche Performanceschübe versprachen) kostete uns aber im Endeffekt deutlich mehr Zeit, als vorher avisiert. Selbstverständlich hatten wir den Umzug zu diesem Zeitpunkt bereits diverse Male durchexerziert, immer wieder Testläufe gestartet und Einstellungen ausprobiert. Trotzdem warf uns Herr Schicksal aber erneut einen Knüppel zwischen die Beine und einer von den zwei technisch bewanderten Admins und somit Hauptvorantreiber fiel aus privaten und völlig nachvollziehbaren Gründen wochenlang aus.

Hier saßen wir nun und beratschlagten uns, versuchten abzuwägen, ob wir trotz zusätzlich entstehender Kosten den Umzug um einen Monat verschieben würden. Jedoch konnte das Team auch nicht absehen, ob es in vier Wochen besser aussehen würde und so entschieden wir uns auf den letzten Drücker, dass wir die Sache durchziehen. Da spielte auch eine Rolle, dass Werder gerade erst in die Vorbereitung startete und nicht wie in vier Wochen mittendrin stecken würde, noch dazu während der vermutlich absolut hochheißen Transferphase im August. Deswegen kam die Information an Euch User leider, leider erst äußerst kurzfristig – ja eindeutig zu kurzfristig. Jedoch gingen wir dieses Risiko bewusst ein, ein anderer Zeitpunkt hätte vielleicht mehr Vorlauf gebracht, wir wussten aber nicht, ob wir noch einmal ein so vielversprechendes Zeitfenster bekommen würden (aus technischen sowie beruflichen Gründen innerhalb des Teams). Trotzdem können wir uns im Nachhinein nur noch einmal für die kurze Vorlaufzeit ausdrücklich entschuldigen.

Der Umzug kam, die Pläne waren geschmiedet. Die Tests, soweit man sie im Vorfeld durchführen konnte, liefen zufriedenstellend. Dann ging es los: altes Worum abstellen, Datenbank ins neue Forum importieren, wieder online gehen. In der Theorie klingt das einfach, in der Praxis war es das leider nicht. Die vielen Gründe dafür möchte ich jetzt hier nicht einzeln darlegen, das würde euch vermutlich wegen viel technischem Blabla langweilen (wenn nicht, fragt gerne nach), allerdings trafen wir bzw. in diesem Falle ich kurzfristig noch einige wichtige Umentscheidungen, die zwar im besten Fall jeweils wenige Stunden kosten, wir diese aber am Ende doppelt und dreifach bei der Performance und der Stabilität ausgezahlt bekommen würden. Und da Performance, Stabilität aber auch Sorgfalt und Struktur an vorderster Front standen, um nicht wieder in naher Zukunft an die gleichen Grenzen zu stoßen wie vorher, nahmen wir die Verzögerungen bewusst in Kauf, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Oft waren wir dann nah dran, dann machte uns aber wieder das bereits erwähnte Schicksal erneut einen Strich durch die Rechnung, sei es, dass bei der Importierung trotz laut Dokumentation richtiger Einstellungen am Ende ein falsches Ergebnis herauskam oder diverse Bugs geboren wurden, die durch das Zusammenspiel der von uns eingesetzten neusten Softwareversionen auftraten. Und ein so augenscheinlich kleiner Fehler warf uns dann schnell eben einen halben Tag oder auch mehr zurück. Kein Wunder, wenn nur der reine Import der Datenbank ohne anschließend nötige und ebenfalls ungemein zeitaufwendige Wartung mehrere Stunden verschlingt.

Ich habe jetzt tatsächlich 24/7 an diesem Projekt gearbeitet und es hat mir unheimlich Spaß gemacht. Auch wenn zwischendurch immer wieder mal die Nerven blank lagen und demzufolge Reibereien entstanden, hat das gesamte Team einfach unglaubliche Arbeit geleistet. Viele haben in der Tat ihre komplette Freizeit oder sogar ihren Urlaub geopfert, um dies alles möglich zu machen. Und auch wenn ich immer wieder als der Mann im Hintergrund genannt wurde, wäre das ohne jeden einzelnen nicht möglich geworden.

Nicht ohne KLM, der sich trotz widerer Umstände kurzfristig ein, achwas, mehrere Beine ausriss und bei der Servereinrichtung und vor allem beim Blog aushalf und mich so teilweise unheimlich entlastete.

Nicht ohne space, der trotz immensem Zeitdruck bei seiner Diplomarbeit (watch out!), sich drei Tage am Stück freischaufelte, um komplett und völlig spontan das großartige Design aus dem Nichts zu stampfen, das ihr hier gerade betrachtet. Da wurden selbst böse Blicke der unglaublich toleranten Freundin nachts um halb fünf in Kauf genommen, weil die eine Grafik noch zwei Pixel weiter nach rechts musste.

Nicht ohne Max, der mir immer wieder Prognosen aus dem Kreuz leierte, die am Ende komplett über den Haufen geworfen werden mussten, obwohl wir das Ziel schon vor Augen hatten. Die Boten von schlechten Nachrichten sind ja generell nicht wirklich beliebt und leben meist gefährlich, er meisterte diesen Drahtseilakt allerdings stets mit Bravour und war sich auch während unzähliger Telefonate nicht zu schade, eben noch schnell einen weiteren Test durchzuführen.

Nicht ohne Bierstandszene, der sich trotz Familie mit uns immer die Nacht um die Ohren schlug und quasi stets erreichbar war, wenn wieder Sachen getestet oder Fehler gefunden werden mussten. Noch dazu stand er wie der stoische Fels in der Brandung, an dem blank liegende Nerven immer wieder abprallten.

Nicht ohne Bones, der eine komplette Woche Urlaub opferte unter teils argwöhnischen aber verständnisvollen Blicken seiner Frau und immer mit Rat und vor allem Tat zur Seite stand. Selbst sein kleiner Sohn kam in der Zeit so kurz, dass Vater Bones sich jetzt eine Woche komplett seiner Familie verschreiben musste. Die habt ihr euch jetzt auch verdient.

Nicht ohne Steffen, der ebenso jede freie Minute opferte, um unsere verzweifelten Versuche, die richtigen Einstellungen zu finden zu validieren.

Nicht ohne kalli, der trotz selbstauferlegtem Worumsverbot während der Arbeitszeit immer wieder zwischendurch einsprang und aushalf wenn Not am Mann war.

Nicht ohne unser_Harry, der wie alle anderen immer wieder einsprang, wenn es zu Engpässen kam und sich bei der Fehlersuche unheimlich nützlich machte.

Nicht ohne Georges St. Pierre, der trotz anfänglichem Verlaufens, doch noch den Weg in die Runde schaffte und ebenfalls mit Fleiß und Hilfe glänzte.

Nicht ohne d u d u, die uns als gute Seele immer wieder Mut zusprach und auch ordentlich mithalf.

Nicht ohne -=RK=-, der die User von Norderney bei Laune und uns so den Rücken freihielt. Danke für die ganzen Eindrücke und Informationen, die uns in dunkler Stunde wieder motivierten, leider musste mein geplanter Besuch ins Wasser fallen.

Nicht ohne Silberlücke, der aufgrund des jetzt schon unfassbar legendären Videos uns unzählige Aufheiterungen bescherte.

Und schließlich: Nicht ohne Euch, wie ihr die Verzögerungen trotz immer akuter werdender Entzugserscheinungen unglaublich souverän weggesteckt und uns mit eurem Verständnis und den unzähligen Komplimenten immer weiter motiviert habt. Ganz großes Danke dafür.

Insgesamt lässt sich wohl sagen, dass der Umzug erst einmal als gelungen bezeichnet werden kann. Oder sagen wir, die erste Etappe des Umzugs. Der Server hat dem unglaublichen Ansturm am ersten Abend trotz zeitweiser Probleme anscheinend Stand gehalten, das macht uns zuversichtlich, auch weil wir noch ein oder zwei Pfeile im Köcher haben. Aber der Umzug geht weiter: In den nächsten Wochen werden nach und nach die weiteren Unterseiten online kommen, in welcher Form und in welchem Tempo ist momentan allerdings noch nicht abzusehen. Viele Einstellungen sind noch nicht optimal und werden sich erst im laufenden Betrieb einpendeln müssen und auch da brauchen wir eure Mithilfe. Und wir haben auch noch einige Ideen, die wir gerne umsetzen würden. Unser Pulver ist nämlich nur kurzfristig verschossen gewesen.

Bleibt mir abschließend nur noch zu sagen: Ah jetzt ja, eine Insel!
/maZe

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Aus dem Worum2.0-Websitethread im Forum