Die Gerüchteküche XV

04.01.11 | von | Kategorie: Gerüchte | 4 Kommentare

Aktuelles

Daniel Jensen, der wie berichtet im Januar kein Angebot bekommen wird, macht sich laut sporten.dk Gedanken um seine Zukunft. Er schaue sich langsam aber sicher um, möchte “im Ausland bleiben, am Liebsten in Deutschland”. Auch erwähnt er Probleme in den Knien, die ihn eventuell für den Rest der Karriere begleiten. Nicht einfach, so einen neuen Klub in der Bundesliga zu finden.

Per Mertesacker wird für einen Wintertransfer mit dem FC Liverpool sowie Arsenal London in Verbindung gebracht. Wirkliche Indizien gibt es aber nicht, seriöse britische Medien berichten weiterhin nicht darüber.  Zudem ist es fraglich, ob Werder Mertesacker im Winter angesichts der sportlichen Schieflage und der Situation um Naldo gehen lassen würde. Noch fraglicher, ob Merte Deutschland verlässt, noch bevor sein Kind zur Welt kommt, was im April erwartet wird.

Dominik Schmidt hat sich während Werders größter Verletzungsmisere einen Platz im Kader erkämpft. Schon Mitte Dezember kündigte Klaus Allofs an, den im Sommer auslaufenden Vertrag des 23jährigen verlängern zu wollen: “Wir möchten, dass Dominik bleibt”. Der Ansprechpartner sieht das genauso. “Dominik möchte in Bremen bleiben”, so Schmidts Berater Fleischmann gegenüber Worum.org, “ein Angebot liegt uns aber noch nicht vor”. Das dürfte sich aber in Kürze ändern. “Wir haben verabredet, uns Anfang des Jahres zusammenzusetzen und das Thema Verlängerung in Angriff zu nehmen”. Alles deutet auf das Angriffsziel Verlängerung hin, jedoch möchte man seine Karten beim Poker nicht komplett offen legen und so verweist Fleischmann auf “Begehrlichkeiten anderer Klubs”, die Schmidt durch sommer’sche Ablösefreiheit und seine Leistungen im Profiteam geweckt hat. Aber Ansprechpartner Nummer eins ist “natürlich Werder”.

Denni Avdic hat seinen “neuen” Vertrag schon in der Tasche. Der 22jährige Stürmer kommt für eine Ablöse, die schwedische Medien irgendwo zwischen 2,2 und 2,8 Millionen Euro einordnen und unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2014. Am morgigen Mittwoch dürfte er sein Debüt im Testspiel gegen Trabzonspor feiern. Übrigens live auf Sport1 zu bewundern.

Clemens Schoppenhauer und Bernd Düker sind mit ins Trainingslager nach Belek gereist. Sie sind neben dem schon Profi-erprobten Lennart Thy die einzigen beiden U19-Spieler, die mitfahren, den lange verletzten Trinks ausgenommen. Torwart Düker machte auch schon die Sommer-Vorbereitung bei den Profis mit, Schoppenhauer hingegen hat ihm voraus, bereits in der U23 zum Einsatz gekommen zu sein. Beinahe wäre das auch bei den Profis passiert, für das Champions League-Spiel gegen Tottenham wurde er bei der UEFA gemeldet, saß letztendlich aber dank Pasanens Genesung nicht auf der Bank.

Florian Trinks ist nach fast sieben Monaten Verletzungspause (Schambeinentzündung) endlich (wieder) bei den Profis. Der offensive Mittelfeldspieler trainierte nach Reha seit Dezember wieder mit der U23, für ihn wird die Rückrunde eher ein Reinarbeiten denn Anbieten sein.

 

In der Bremer Gerüchteküche herrscht derzeit wenig Betrieb (c)wikipedia/Michiel1972 (Lizenz: http://bit.ly/z1n9lh)

In der Bremer Gerüchteküche herrscht derzeit wenig Betrieb (c)wikipedia/Michiel1972 (Lizenz: http://bit.ly/z1n9lh)

Ze Eduardo wurde dank brasilianischer Medien mit Werder in Verbindung gebracht, Klaus Allofs dementierte den Kontakt aber umgehend. Das Gerücht halten die Brasilianer aber trotzdem (als Druckmittel für andere Verhandlungen) am Leben. Berater Fabiano Ramos erklärte auch Nachfrage, dass Werder weiterhin zu den Interessenten gehöre. Udine und Genoa hätten schon Angebote gemacht, “die aber abgelehnt wurden. Wir erwarten ein Angebot von Werder”. Die Wartezeit dürfte allerdings sehr lange sein. Stürmerposition durch Avdic besetzt, fraglich ob Ze Eduardo gut genug für Werder wäre, fraglich zudem, ob er den geforderten Preis von fünf Millionen Euro wert wäre. Den Italienern ist er das bisher noch nicht, obwohl er wohl am Ende dort landen wird, denn “er bekommt am 15. Januar seinen italienisch Pass”. Arrivederci.

Curtis Davies wird seit Wochen in englischen Medien als möglicher Wintertransfer genannt. Wie die Berichte zustande kamen erklärt dessen Berater Phil Sproson: “Bis heute hatte ich noch keinen direkten Kontakt mit Werder, lediglich ein deutscher Berater rief mich an und sagte, dass Werder meinen Klienten für die Wintertransferphase im Auge hat.” Seitdem passierte nichts mehr, ein Verbleib des Innenverteidigers, den Aston Villa verkaufen will, in England scheint wahrscheinlicher: “Es gibt zahlreiche Interessenten aus der Premier League”.

Mario Djurovski ist das, was laut Meinung vieler Fans Werder benötigt: ein Spielmacher. Für den Mazedonier hat Werder laut einer griechischen Internetseite 150.000 Euro Ablöse geboten. Der 25jährige Djurovski hat noch ein halbes Jahr Vertrag bei Vojvodina Novi Sad (Serbien), kein gutes Verhältnis zum Trainer und steht zudem in Verhandlungen mit dem griechischen Erstligisten Diethnis Ergotelis. Nur eine forcierte Ente für gepflegte Preistreiberei zwischen Serben und Griechen? Der Eindruck entsteht trotz von “Lebbe gehd weida”-Stepanovic erwähnten Leverkusen-Interesses aus dem Dezember 2009. Vom Spielertypen würde der Nationalspieler sicher passen, die Qualität hingegen hinterlässt ein großes Fragezeichen. Da es aber nicht schaden kann, Werders kolpotiertes Interesse zu nutzen, sagt Berater Bojan Ostojinc auf Nachfrage: “Wir sind in Kontakt mit Werder, sowie mit anderen Teams. Innerhalb der nächsten zehn Tage fällt eine Entscheidung”.

Wer alles nicht kam:

Axel Witsel, 21jähriger belgischer Nationalspieler, ließ sich am Rande einer Pressekonferenz Anfang Oktober entlocken, dass die Grün-Weißen im Sommer Interesse an ihm hatten: “Werder Bremen und der FC Everton wollten mich verpflichten. Beide Klubs hatten ein konkretes Angebot abgegeben”. Laut belgischen Medien lehnte Witsels Klub Standard Lüttich, im Sommer ein zweistelliges Millionen-Angebot für den Mittelfeldspieler ab. Dank Nationalmannschaftskollege Marouane Fellaini (wechselte 2008 für fast 20 Millionen Euro zum FC Everton) sind die Preise für belgische Talente versaut, Witsel daher eigentlich für Werder nicht bezahlbar. Und dank Wesley auch nicht wirklich nötig gewesen.

Arouca war ein weiterer Kandidat für den Posten, den im Sommer Wesley bekam. Das erzählte dessen Berater im September Lancenet. Der 24jährige Brasilianer ist kurioserweise Wesleys Partner im defensiven Mittelfeld beim FC Santos gewesen. Und eventuell derjenige, den sich Werder Anfang des Jahres eigentlich anschauen wollte, als ihnen Wesley auffiel. So berichtete Klaus Allofs zu Beginn der Gespräche um Wesley, dem Kicker, dass der schlaksige Neu-Bremer aufgefallen war, als man vor Ort einen anderen Spieler beobachtete. Der schnelle Wes überholte Arouca nicht nur auf dem Platz sondern auch allofs’schen Beliebtheitsranking.

Nene fehlt Werder Bremen. Obwohl er nie hier war. Der 29jährige Brasilianer ist offensivstark, kann vorbereiten und vor allem abschließen, zudem sind seine Standards mehr als brauchbar. Im Sommer verließ er den AS Monaco für eine relativ humane Ablösesumme von fünf Millionen Euro in Richtung Paris St. Germain. Und nannte vor Wochen Werder als einen der Nebenbuhler von PSG’. Die gewannen vor allem die Bieterschlacht, da sie Nene zwei Millionen netto pro Jahr bezahlen. Zu viel für Werder. Aber gut genug für 17 Nene-Treffer alleine in der ersten Saisonhälfte.

Bone Uaferro feiert heute seinen 19. Geburtstag. Sein zweiter Grund zum Feiern innerhalb eines Monates, gab er doch Anfang Dezember sein Zweitligadebüt im Spiel gegen den VfL Bochum. Der großgewachsene Defensivspieler kann als Innenverteidiger, defensiver Mittelfeldspieler und sogar als Außenverteidiger auflaufen. Defensivtalente sind in Deutschland begehrt, Werder Bremen wollte ihn im Sommer verpflichten, Uaferro unterschrieb jedoch für zwei Jahre (samt Ausbildungsplatz) bei Union Berlin. Aus dem Auge dürfte ihn jedoch nicht verloren haben, ist der Berliner doch anders als erwartet bei besagtem einzigen Einsatz in der zweiten Liga geblieben, auch nur aus Verletzungsgründen bei den Profis.

Sandro Wieser ist ein weiteres Talent, das im Sommer nicht in Bremen landete. Dem 17jährigen Liechtensteiner vom FC Basel hatte Werder sogar das Bestreiten der Profivorbereitung angeboten, Wieser möchte aber lieber nach Hoffenheim wechseln. Der A-Nationalspieler spielt derzeit in der dritten Schweizer Liga, der FC Basel möchte ihn aber unbedingt halten., lehnte dieser Tage ein Angebot von knapp über einer Million Euro aus Hoffenheim ab. Dass Werder nochmal aktiv wird scheint aber aufgrund der Festlegung des Spielers auf die eher unwahrscheinlich.

Nolan Roux war vom Scouting her ein guter Fang. Wenn er gekommen wäre. Der 22jährige spielte lange unterklassig, schoss dann Zweitligateam Stade Brest zum Aufstieg und seinen Namen ins Notizbuch von Werder. Was folgte war aber eine Verlängerung und sehr deutliche Aufstockung der Bezüge in Brest sowie ein Preisschild über zehn Millionen Euro zur Abschreckung möglicher Interessenten. Mittlerweile ist diese Summe aber alles andere als abwegig, Roux hat sich auf Anhieb in der Ligue 1 durchgesetzt, ist laut FranceFootball zweitbester Stürmer der Liga und mittlerweile sowas wie ein Volksheld in Brest. Ein Wechsel nach Bremen dadurch leider immer unrealistischer.

 

Zanka: im Sommer nochmal ein Kandidat? (c)wikipedia (Lizenz: http://bit.ly/wHmad6)

Zanka: im Sommer nochmal ein Kandidat? (c)wikipedia (Lizenz: http://bit.ly/wHmad6)

Mario Mandzukic machte bisher in der Bundesliga nur durch schlechte Leistungen und unsportliche Aktionen auf sich aufmerksam. Der Kroate, den Werder in den Vorjahren holen wollte, aber aufgrund hoher Ablöseforderungen nicht holen konnte, ist wohl in Wolfsburg besser aufgehoben. Und zeigt aktuell, warum man sich in Bremen für Arnautovic entschied.

Juan Barros und Aldo Corzo spielten im Sommer in Bremen vor und waren wohl neben einem Gefallen an Pizarro-Berater Carlos Delgado eher Auffüllspieler für die Vorbereitung, denn ernsthafte Verpflichtungskandidaten. Barros fand danach den Weg zum TSV 1860 München. Die halbjährige Leihe brachte ihm aber nur ein Spiel, in dem er sehr bescheiden agierte. Corzo schaffte den Sprung nach Europa hingegen erst gar nicht. Im Übrigen spielt der Vorgänger der beiden Peruaner nun nach erfolglosem Gastspiel beim FSV Frankfurt in Polen bei Gdynia: Junior Ross.

Kevin Pannewitz kam wie berichtet nicht nach Bremen, Interesse hatte Werder auch an Teamkollege Tobias Jänicke. Den Offensivspieler hätte man am Ehesten als Ersatz für den U23-Spieler Tobias Kempe einordnen können. Jänicke blieb in Rostock und mit Felix Kroos die Anzahl der Hansa-Abgänge gen Bremen bei eins.

Nacho Monreal (Vorsicht: Linksverteidiger!) warf zum Ende der Sommertransferzeit Fragen auf: ist das Interesse von Werder echt oder nur forciert? Könnte man den Spanier für die Bundesliga begeistern? Und kann man ihn überhaupt bezahlen? Angeblich bot Bremen knapp fünf Millionen Euro, Monreals Klub CA Osasuna blieb stur bei einer Forderung von zwölf Millionen. Der Spieler blieb in Spanien und seit dem Zeitpunkt der Werder-Meldung laufen Gespräche über eine Vertragsverlängerung des aktuell verletzten Monreals. Also doch forciert?

Moritz Leitner tauchte bei vielen Bundesligisten auf der Wunschliste auf, als der passstarke Mittelfeldspieler sich beim TSV 1860 in den Fordergrund spielte. Werder zog wie Leverkusen den Kürzeren gegenüber Borussia Dortmund, die Leitner verpflichteten und ihn aktuell an Augsburg ausgeliehen haben.

Ozan Ipek ließ türkische Medien vor wenigen Tagen wissen, dass Werder Bremen Interesse an ihm habe. Die Grün-Weißen beobachten ihn, hatten im Sommer angefragt. Auch der Präsident seines Klubs, Bursaspor, bestätigte dies und fügte hinzu, dass man den Spieler frühestens im Sommer verkaufen werde. In die Reihe der Plauderer gesellte sich dann auch noch Ipeks Berater, der zudem noch Galatasaray und Schalke als Interessenten hinzufügte. Im Sommer sei da vielleicht was möglich, auch wenn Bursa “zwischen fünf und sieben Millionen Euro” sehen möchte. Bei noch einem Jahr Restvertrag müsste der Preis aber noch etwas runter gehen für den türkischen Nationalspieler, der vor allem Kampf und Dynamik ins Spiel bringt.

Tomas Necid ist Talentsuchern seit Jahren ein Begriff. Bei der U17-EM 2007 wurde er Torschützenkönig. Zwei Jahre später bei der U19-EM ebenfalls. Es folgte ein Transfer zu ZSKA Moskau nach Russland, wo er zwar durchaus regelmäßig trifft, aber oft von der Bank kommt. Trotz seiner 21 Jahre war von Ungeduld zu hören und Werder galt im Sommer als Interessent. Für die Zeit nach Almeida. Der Preis für den bis Ende 2013 unter Vertrag stehenden Necid wurde aber immer höher (zehn Millionen) und die Spur verlor sich schon Ende September. Seitdem war nirgends mehr etwas über das Scouting Werders zu hören. Der vom Spielertyp eins zu eins passende Avdic war die wohl bessere Wahl, vor allem oder hauptsächlich finanziell.

Zanka wäre laut dänischen Medien im Sommer beinahe in Bremen gelandet. Der 20jährige Innenverteidiger hätte wohl Naldos Verletzungszeit überbrücken sollen, denn im Raum stand eine einjährige Leihe. Mit der war Zankas Verein FC Kopenhagen aber nicht einverstanden, da der Spieler nur bis Sommer 2012 Vertrag hat und bei einem Jahr Restlaufzeit im Sommer 2011 seinen Marktwert sicher nicht sonderlich hilft, sollte er in Bremen hinter Mertesacker und Prödl sowie einem eventuell frühzeitig wieder zurückkommenden Naldo auf der Bank versauern. Gefordert war stattdessen eine Ablöse von knapp fünf Millionen Euro. Zuviel für Werder und ganz oben auf der Liste der Innenverteidiger-Wünsche steht er angeblich auch nicht mehr. Das könnte sich bei langer Naldo-Abstinenz und Mertesacker-Abgang im Sommer eventuell ändern.

Weitere Gerüchte:

Beim im Sommer ablösefreien Torhüter vom 1.FC Kaiserslautern, Tobias Sippel, soll Werder Interesse gezeigt haben. Zuletzt meldeten aber lokale Zeitungen in der Pfalz, dass Sippel seinen Vertrag wohl verlängern wird. Eventuell passiert das Gleiche bei Srdan Lakic, an dem Werder laut Kicker Interesse für den Sommer hat. Oscar Wendt, im Sommer ablösefreier Linksverteidiger, möchte nach CL-Qualifikation für die K.O.-Runde am Liebsten eben auch bis zum Sommer in Kopenhagen bleiben. Der 27jährige Zweitligatorjäger Toche aus Spanien hat angeblich Interesse aus Bremen geweckt. Fraglich aber, ob das für den Sommer immernoch gilt, nachdem Avdic geholt wurde.

Mittelfeldspieler Aleks Ignjovski vom TSV 1860 soll möglichst eine höhere Ablöse bringen als die vereinbarte aber eher als Sicherheit anzusehende Summe mit dem AC Florenz. Schalke, Hoffenheim und Werder zählen zu den Interessenten, von allen Seiten ist aber derzeit vor allem aufgrund der schlechten Finanzsituation der 60er nichts zu hören. Bis zum 13. Januar muss der Klub der DFL ein verbindliches Sarnierungskonzept präsentieren. Gut möglich, dass wie bei Kevin Volland (ebenfalls Hoffenheim) die Klubs, die an 1860-Spielern interessiert sind, bis zum letztmöglichen Zeitpunkt mit den Münchnern pokern. Die Trümpfe haben diese sicher derzeit nicht in der Hand.

Wie lange braucht Chihi mit seiner Unterschrift noch? Und vor allem: wo unterschreibt er? (c)wikipedia/Pascua Theus aka Körnerbrötchen (Lizenz: http://bit.ly/y0wFqd)

Wie lange braucht Chihi mit seiner Unterschrift noch? Und vor allem: wo unterschreibt er? (c)wikipedia/Pascua Theus aka Körnerbrötchen (Lizenz: http://bit.ly/y0wFqd)

Ein solcher selber könnte Billel Omrani sein, an dessen Bruder Abdelkahim Werder im Sommer angeblich schon Interesse hatte. Der an der deutschen Grenze aufgewachsene 17jährige französische Stürmer von Olympique Marseille ist nach französischen Medienberichten nicht nur in Bremen ein Kandidat, jedoch hat Klaus Allofs dies zuletzt gegenüber dem Kicker bestritten. Möglich, dass dort im Sommer doch noch etwas passiert, realistischer ist aber, dass Marseille beim angesetzten Gesprächstermin in einer Woche den Vertrag mit Omrani verlängert bzw ihm einen Profikontrakt gibt. Trotz schlechter Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren und einer zweiten Mannschaft die am tiefsten aller Ligue1-Klubs spielt.

Erik Törnros wird laut Allofs ebenfalls im Winter nicht nach Bremen kommen. Der 17jährige Schwede war letztes Jahr zweimal zur Probe vor Ort, ist aber eventuell auch einfach nur für den Winter ausgeschlossen wurden und wird im Sommer wieder ein Kandidat. (Zum Glück) nie ein wirklicher Kandidat war Konstantinos Mitroglou von Olympiakos Piräus. Der junge Deutsch-Grieche ist auf dem Markt, ein Gespräch mit Werder bestätigte dessen Berater. Mehr aber auch nicht.

Was mit Adil Chihi passiert, ist weiter offen. Bremens Interesse schleppt die Bild seit Sommer durch, der Spieler wäre bei noch sechs Monaten Vertrag und Krach mit den Verantwortlichen aktuell sehr günstig zu haben. Nur, warum ist er dann noch nicht in Bremen? Bis zum 31. Januar wird sich das Thema so oder so aufklären. Bei Ex-Werderaner Karim Bellarabi dürfte das etwas länger dauern. Der Braunschweiger Shootingstar wird den Klub wohl am Saisonende verlassen, diverse Bundesligisten haben Interesse. Zuletzt wurden Wolfsburg und Schalke genannt, Außenseiterchancen hat angeblich auch Werder.

Nicht-wirklich Gerüchte:

Die Linksverteidigergerüchte um Behrang Safari (Winter) und Reto Ziegler (Sommer) dementierte Allofs. Fraglich, wer neben Wendt überhaupt für den Winter/Sommer in Frage kommt. Durch den Zuzug von Ex-Bremer Jelle van Damme hat Standard Lüttich mit Sebastian Pocognoli einen zu viel auf der Position. Der FC Lorient mit Jeremy Morel einen im Sommer ablösefreien Spieler. Doch dann? Ebbe. Trotz angeblich intensivem Scouting in den Beneluxländern (besonders in Belgien) gibt es nicht nur bei den Linksverteidigern sondern allgemein derzeit wenig Gerüchte um Neuzugänge in Bremen. Passend dazu kam Denni Avdic wie aus dem Nichts. Als die schwedische Presse berichtete, saß Avdic schon am Flughafen und wartete auf den Flieger nach Bremen.

Klaus Allofs hatte im Dezember angekündigt, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Den Austausch Almeida-Avdic meinte er damit nicht, sondern Zugänge. Einen Neuen, vielleicht zwei. Nicht allzuteuer, primär Spieler, deren Verträge bald enden und daher im Winter günstiger zu bekommen sind. Für das Mittelfeld wird man sich umschauen, primär aber defensiv. Bei Naldo-Ausfall bis Saisonende ist das auch nötig, ist doch trotz Dominik Schmidt die Personaldecke dort relativ dünn, da auch Sebastian Boenisch weiter ausfällt. Aufgrund Silvestre (den man deswegen auch nicht im Winter abgeben sollte), Schmidt und Pasanen hat man jedoch immerhin drei Spieler, die in der Innenverteidigung spielen können – daher: volle Konzentration auf einen Linksverteidiger!

Defensiv wie auch im Mittelfeld muss Werder spätestens im Sommer neue Spieler dazuholen. Doch auch hier: Ruhe vor dem Sturm. In Aachen soll zuletzt gescoutet wurden sein, der offensive Zoltan Stieber oder zentral Marco Höger könnten Kandidaten sein. Högers Berater Stefan Backs hat aber “weder von Werder Bremen noch von Alemannia Aachen” diesbezüglich etwas gehört.

Die Personalie Bruno Cesar wurde von ARD-Kommentator Stephan Schiffner Mitte Dezember in den Raum geworfen. Seitdem ist nichts mehr zu hören, sogar von den Brasilianern, die so etwas gerne für monatelange Spekulationen nutzen.

Einer, der perspektivisch passen würde ist der 20jährige Norweger Harmeet Singh. Zentral offensiv wie defensiv zuhause, laufstark, mit guter Übersicht, starkem Passspiel und einer Leichtfüßigkeit ausgestattet, die den derzeit verkrampften Bremern fehlt. Nachdem Teamkollege Abdellaoue im August nach Hannover wechselte schaut die Bundesliga stärker in Richtung Valerenga Oslo. Und auch auf Singh. “Es gibt großes Interesse an Harmeet aus Deutschland” ließ sich dessen Berater Jim Solbakken entlocken. Er war auch Mitte Dezember bereits in Deutschland unterwegs, allerdings hauptsächlich, um Klient Havard Nordveit in Gladbach unterzubringen. Verbrieft ist bisher nur das Interesse von Ajax Amsterdam und dem FC Kopenhagen, über die Namen der Bundesligaklubs kann nur spekuliert werden (“Direkt zu Klubnamen äußere ich mich nicht” so Solbakken). Spätestens im Sommer wäre in Bremen der Kaderplatz von Daniel Jensen frei, bis dahin könnte der Marktwert des angehenden Nationalspielers Singh aber schon in die Höhe geschnellt sein. Immerhin: Oslos Sportdirektor sieht ihn schon reif für einen Wechsel zu einem größeren Klub, sein Trainer hingegen möchte ihn mindestens bis zum Sommer noch behalten. “Das wäre das Beste für ihn”. Richtig, erst dann verlässt Jensen ja Werder. Somit ist auch wieder der Bogen zum Beginn des Artikels gespannt.