Vienna calling

20.10.09 | von | Kategorie: Fans | 6 Kommentare

Vienna calling… Part one- master of disaster

In der UEFA- Cup Saison 89/90 zogen wir durch zwei nicht überragende Siege gegen Lilleström (Norwegen- für Auswärtstouren nur zu empfehlen) in die zweite Runde ein. Die Auslosung bescherte uns Austria Memphis Wien. Zu der Zeit hatte der österreichische Fußball noch eine höhere Wertschätzung als heute, Rapid und Austria Wien waren durchaus Nummern in Europa und (Casino) Austria Salzburg galt als aufstrebend.

Im Vorfeld herrschte große Euphorie – der Vorverkauf in Bremen lief glänzend und das Rückspiel sollte im Prater-Stadion (Heute Ernst-Happel-Stadion) mit einem Fassungsvermögen von damals fast 60.000, stattfinden. Alles freute sich auf ein spannendes Duell auf Augenhöhe, es gab keinen Favoriten. Wir Fans planten unsere Tour, PACO- Reisen (wer sonst) bot Busse an, auch Fan-Clubs planten Busse und reservierten Karten. Man rechnete mit der damals wirklich ungewöhnlichen Zahl von über 1000 Bremern in Wien.

Alles nahm seinen gewohnten Gang. Beim Heimspiel kamen 20000 Zuschauer – nicht überragend, aber doch mehr, als es damals üblich war. Was keiner erwartet hatte – wir gewannen 5:0…

Freude pur, sollte man meinen. War es auch – allen war klar, die nächste Runde war erreicht. Aber für die Leute, die nach Wien wollten, gab es plötzlich massive Probleme. Das Spiel fand nicht mehr im Prater-Stadion statt, sondern im Stadion von Austria. Das Interesse am Rückspiel pendelte sich gegen Null ein – PACO stornierte alle Angebote mangels Nachfrage.

Wir, die unbedingt nach Wien wollten, standen plötzlich ohne Mitfahrgelegenheit da.

Vienna calling?.. Part two- to do or not to do

Wie gesagt, keine Sau wollte noch nach Wien. Sogar vom harten Kern war kaum noch jemand bereit zu fahren. Viele sagten sich, die Nummer ist durch, wir haben dieses Jahr noch ein UEFA-Cup Auswärtsspiel. Lieber Geld und Urlaub aufsparen, wer weiß, was kommt.
Mir persönlich war die nächste Runde egal- irgendwie würde ich schon dabei sein.

Um jemanden zu finden, der mitfahren wollte nach Wien, gabs nur 2 Möglichkeiten. Entweder im Stadion oder per Telefon. Einen Mitstreiter fand ich im Stadion und dann glühten die Drähte.

Für die Jüngeren- das Zwischennetz bestand damals zwar schon mittels Akustikkoppler, aber von den Nerds hatte kaum jemand Interesse an Fußball (und an Werder schon überhaupt nicht).

Ich fand dann per Telefon jemanden, der unbedingt nach München wollte, aber dem beide Touren zu viel waren (das Spiel in Wien war am Dienstag, in München am Samstag). Uns kam die Idee, beide Spiele in die Tour aufzunehmen. Aber das war uns beiden zu flach – 4 Tage Urlaub für zwei Spiele war zu wenig. Entweder weniger Urlaub oder mehr Spiele!
Wir recherchierten, was gar nicht so einfach war. Mal eben bei Google ‘wer spielt gegen wen?’ eingeben funktionierte nicht, weil es Google gar nicht gab. Hauptquelle war damals Harald Fricke vom Weser- Kurier, der sich bestimmt heute noch genervt fühlt von den Anrufen. Der Kicker war die erste Alternative zu Harald, so dass wir zu folgendem Plan kamen:
1. AUSTRIA MEMPHIS WIEN – WERDER am Dienstag
2. RAPID WIEN – BRÜGGE am Mittwoch
3. ? am Donnerstag
4. Rosenheim- DEG am Freitag (Eishockey)
5. BAYERN – WERDER am Samstag
6. UNTERHACHING- FC MEINEID am Sonntag

Uns fehlte lediglich noch ein fahrbarer Untersatz (Wohnmobil) sowie ein bis zwei Mitreisende, um das Ganze auch finanziell machbar zu gestalten.

vienna calling Part 3- here we go

Vier Leute fanden sich schließlich, die den Trip mitmachten. Ein Wohnmobil war auch schnell organisiert- ohne Kilometerbegrenzung und Vollkaskoversichert mit DM 500.–Selbstbeteiligung. Es gibt Fehler, die machst du im Leben nur einmal.

Nachdem die Vorräte verstaut und alle Mitfahrer eingesammelt waren, konnte es am Montagabend endlich losgehen. Ich hatte noch die Telefonnummer eines Rapid- Fans bekommen, der für uns den Touristenführer machen wollte. Von den Älteren kann sich vielleicht noch jemand an das Banner Deutscher Meister 1941 Rapid Wien erinnern – das war seins und er hatte ne Menge Ärger deswegen.

Drei von uns hatten einen Führerschein und wechselten sich beim Fahren ab. Das Los hatte bestimmt, dass ich als Dritter dran war, also war erstmal ablegen angesagt, um fit zu sein.
Irgendwann wurde ich wach, weil der Wagen stand. Meine Mitfahrer diskutierten lebhaft über eine Karte gebeugt, wo wir denn wären. Es stellte sich dann heraus – kurz vor Koblenz. Unser Fahrer hatte sich aufs Geradeausfahren beschränkt und alle Hinweise auf Frankfurt ignoriert. Nachdem wir das geklärt hatten, lagen wir ca. 1,5 Stunden hinter dem Zeitplan, hatten 100 km Umweg (gut, dass wir ne Kilometer-Flat hatten) und ca. 15 DM weniger in der Reisekasse durch den Mehrverbrauch.

Da man Nachts aber zügig fahren kann, konnten wir uns am Vormittag noch einen kurzen Abstecher zur Walhalla gönnen und waren rechtzeitig gegen Mittag in Wien.

vienna calling- part 4 we take a mistake

Unser erster Weg führte uns zum Wiener Hauptbahnhof. Wir mussten Geld wechseln und unseren Mann in Wien kontaktieren. Das Erstere klappte problemlos bis auf den völlig lächerlichen Wechselkurs. Am Münztelefon (Ja, so etwas gabs mal) fingen die Probleme an. Erst wollte das Ding die frisch erstandenen Schekel nicht annehmen, dann war der RAPIDler nicht zu erreichen. Ob die Telefonnummer nicht stimmte oder er nichts mit uns zu tun haben wollte, konnten wir nie aufklären. Jedenfalls kam der Kontakt nicht zustande und wir mussten umdisponieren.
Wir fuhren zum Prater, um uns dieses Highlight Wiens reinzuziehen. Zu der Zeit war das Ganze ziemlich heruntergekommen, mag vielleicht auch an der tristen Jahreszeit gelegen haben, aber alles sah ziemlich renovierungsbedürftig aus. Einzig das Stadion war geil. Wir phantasierten, wie es wäre, jetzt mit 2000 Leuten hier zu feiern und dann zum Spiel zu gehen.
Irgendwann brachen wir auf und fuhren zum Stadion. Den Stadtplan hatten wir von der Tourist- Information am Hauptbahnhof im Maßstab 1:1.000.000 und wir kamen auch direkt am Stadion an. Dort war in Rot-Weiss-Rot und Schwarz-Rot-Gold geflaggt, wir wähnten uns richtig und kehrten in einer Kneipe ein, die direkt gegenüber des Eingangs lag.
Die Leute in der Kneipe waren richtig gut drauf und wir hatten eine Menge Spaß.
Irgendwann klärte uns jemand auf – wir standen vorm RAPID Stadion und was wir als Deutschland- Fahne gesehen hatten, war die belgische in schwarz- gelb-rot. Das Spiel war allerdings erst 24 Stunden später…

vienna calling – part five we found the ground

Da standen wir nun also vorm Hanappi-Stadion, es war noch ne Stunde bis zum Anpfiff und wir waren das Gespött aller anwesenden Österreicher. Fahren durfte natürlich zu diesem Zeitpunkt keiner mehr von uns. Blieb nur eine Möglichkeit – Taxi, und das pronto!
Der Wirt rief uns dann eins, wobei er fünf Minuten für diesen einfachen Vorgang brauchte, da er zwischendurch immer wieder vor Lachen fast zusammenbrach. Dauerte dann noch mal ‘ne Viertelstunde, die uns wie eine Ewigkeit vorkam, bis die Karre endlich da war.
Um ein weiteres Loch in unserer Reisekasse zu vermeiden, beschlossen wir ganz demokratisch mit 3/4 Mehrheit, dass der einzige Nichtführerscheinbesitzer für die Kosten aufkommt. Als guter Demokrat fügte er sich zähneknirschend in sein Schicksal; wies aber darauf hin, dass uns seine Flüche bis ins nächste Jahrtausend verfolgen würden.
Das Taxi war ein guter alter StrichAcht, 200D und der Fahrer kannte wirklich jede rote Ampel in Wien. Trotzdem kamen wir grad noch rechtzeitig am Horr-Stadion an. Der Fahrer weigerte sich, einen Deal zu machen, um uns an gleicher Stelle nach dem Spiel wieder einzusammeln, da er bald Feierabend hatte. So blieb der Rückweg zum Wohnmobil zunächst ungeklärt.
Wir nahmen unsere Plätze auf der Haupttribüne ein… Haupttribüne? Das ganze Stadion hatte einen unwirklichen Charakter. Sämtliche längst vergessene Attribute einer Kampfbahn waren hier vereint. Ich habe nie wieder so ein Sammelsurium verschiedener Gestaltungsmöglichkeiten eines Fußballplatzes gesehen wie an diesem Abend.

vienna calling – part six don`t worry, be happy

Von uns aus gesehen links hinter dem Tor gab es einen Graswall, der sich bis kurz vor die Mittelinie herumzog. Dann folgte eine kurze überdachte Holztribüne, die augenscheinlich noch aus der k.u.k. – Monarchie stammte und ca. 200 Zuschauern Platz bot. Daran anschliessend kam ein Stehrang ohne Dach, was bei 5 oder 6 Stufen wohl auch zu teuer gewesen wäre. Dann folgte hinter dem rechten Tor das Einzige, was eines Erstligastadions würdig war – die überdachten Stehränge der Austria- Fans. Unsere Haupttribüne bestand aus 10 Reihen ich würde es mal festgeschraubte Drahtgittergartenstühle nennen.
Wir waren uns ziemlich einig, dass dieser Ort eines UEFA- Cup Spiels absolut unwürdig war- da hatten zur damaligen Zeit selbst die osteuropäischen Stadien mehr zu bieten.

Dementsprechend waren auch nur 2000 Zuschauer anwesend, davon sehr hoch geschätzt 50 aus Bremen. Heute würden wahrscheinlich allein aus München mehr Werder- Fans anreisen. Austria ging ziemlich schnell in Führung, so dass bei den Austria- Fans kurzfristig etwas Hoffnung und so etwas wie Atmosphäre aufkam. Jedoch hatte Werder das Spiel relativ schnell im Griff und tat nur das Allernotwendigste, um den Vorsprung zu verwalten. Zur Pause stand es immer noch 1:0 für Wien, die Stimmung im Stadion war mit der auf dem Wiener Zentralfriedhof durchaus zu vergleichen. (Wenn ichs mir recht überlege- mit einem guten Pfarrer und einer launigen Trauerrede wäre da bestimmt mehr los gewesen).
Wir testeten in der Halbzeit gerade die gastronomischen Angebote durch, als mich ein dezent in Lonsdale und Chevignon gekleideter, äußerst höflicher junger Mann ansprach. Er sei auf der Suche nach unseren Hools, um ein Date für die dritte Halbzeit auszumachen. Als ich ihm sagte, die Gelegenheit hätte er im Hinspiel verpasst, war er etwas ungehalten. Die Wiener hätten für dieses Spiel extra Waffenstillstand vereinbart und vor dem Stadion warteten also die crews von Austria, Rapid, Admira/Wacker und Vienna Wien.
Wir tranken noch ein Bier zusammen, dass er wie auch immer mit reingebracht hatte und er verabschiedete sich von uns. Er bat uns noch, unsere Hools zu grüßen und ihnen ausrichten zu lassen, sie seien Weicheier.
Wir konnten uns in der zweiten Halbzeit nicht so richtig aufs Spiel konzentrieren… war sowieso todlangweilig. Austria schoss kurz vor Schluss noch das 2:0, aber das hatte lediglich statistische Bedeutung.
Nach Spielschluss haben wir dann erst mal die Lage gepeilt. Die meisten Hools waren abmarschiert, gab ja nix zu feiern. Jedoch der Nachwuchs war noch da auf der Suche nach Aktionen, mit denen man sich vermeintlich Reputation verschaffen kann. Einige Bremer bekamen auch was ab, jedoch schritt die Staatsmacht ein und klärte die Lage zumindest im Stadionbereich. Daraufhin wurden deutsche Autos zum erklärten Ziel der Chaoten. Wir beglückwünschten uns insgeheim zu unserem Fauxpas mit dem falschen Stadion- unser Wohnmobil stand sicher geparkt 20km weit weg und die 500DM Selbstbeteiligung wurde nicht zum Thema.
Jedoch saßen wir grad fest- zwischen uns und dem Wohnmobil standen 20km und 100 Chaoten. Wir machten also das, was jeder, der einigermaßen klar im Kopf ist, in so einer Situation machen sollte. Wir suchten den nächsten Gendarmen und stellten uns freundlich lächelnd neben ihn. Das ließ er sich ungefähr 5 Minuten gefallen, dann forderte er uns auf, weiterzugehen.
Wir waren zwar durchaus bereit, Aufforderungen der Staatsgewalt nachzukommen, aber in diesem Fall wurden wir etwas bockig. Er drohte uns zunächst mit Festnahme und Arrest. Woraufhin wir erwiderten
1. Gerne
2. Wie wollen sie vier Leute auf einmal festnehmen ohne Hilfe
3. Besser Zelle als Krankenhaus

Er war mit diesem unserem Widerstand etwas überfordert, reagierte aber so, wie es einem guten Beamten in Fleisch und Blut übergegangen ist – er delegiert das Problem und ruft einen Vorgesetzten.

Dieser war wesentlich aufgeschlossener und hörte uns an (Später outete er sich als glühender RAPIDler). Besonders, dass unser WoMo am Hanappi- Stadion stand, erheiterte ihn sehr. Er brachte uns zu einem Bully und wies die Besatzung an, uns zu unserem Fahrzeug zu bringen- ganz großes Kino!

So nahm unser Mitfahrer ohne Führerschein seine Flüche zurück, da er Taxikosten sparte, wir kamen heil am WoMo an und RAPID wurde uns immer sympathischer- gute Vorzeichen für den nächsten Tag!

vienna calling – part seven rolling home

Wir erreichten das Womo also sehr komfortabel und sicher. Auf das Wiener Nachtleben hatten wir irgendwie keinen Bock, wir sind nur noch mal kurz in “unsere” Kneipe, wo wir mit großem Hallo begrüßt wurden. Der Wirt gab uns erst mal ne Runde aus, wobei er schon wieder (oder immer noch?) lachte.
Wir mussten natürlich erzählen, wie es uns ergangen war und weil Reden die Kehle austrocknet, stand immer irgendwie ein Bier vor uns- wir haben an dem Abend nicht einen Groschen (damals Kleingeld in Österreich, Anm. d. Red.) bezahlt.

Am nächsten Tag war Sightseeing angesagt. Die Details erspare ich euch, die Gebäude stehen immer noch, könnt ihr euch selbst anschauen. Ich wurde ja gefragt, ob ich nicht Fotos online stellen könnte. Je regrette, kann ich nicht, es gibt keine. Das hatte mehrere Gründe:
Fotografieren war Weiberkram
Fotografieren war teuer
Wir reisten mit leichtem Gepäck

Ein vernünftiger Fotoapparat mit Zubehör war schon ne Belastung, wenn es nicht grad dein Hobby war. Es gab Kleinbildkameras, aber die Wahrscheinlichkeit, damit etwas Vernünftiges hinzubekommen tendierte zumindest bei mir gegen Null. Und die Entwicklungskosten waren hoch- man musste ja auch den ganzen Schrott, der nichts geworden war, mitbezahlen. Pro Film konnte man höchstens 36 Aufnahmen machen, wenn ich mich richtig erinnere. Auf mein derzeitiges Handy passen ca. 1000….
Es gab Fans, die ihre Reisen dokumentierten. Da fällt mir z. B. Carlo “Fari” Farsang ein, König der Groundhopper und ein begnadeter Fotograf. Wobei seine Fotoausrüstung auch immer ein prima Alibi war, mit gefälschten Presseakkreditierungen in die Stadien zu kommen, aber das ist ne andere Geschichte.
Wir dokumentierten nichts, wir waren ja auch nicht für uns unterwegs, sondern für Werder – on a mission from god, könnte man sagen. Und in der Kirche wird nicht fotografiert, BASTA!
Dass wir gar nichts dokumentierten, ist so allerdings nicht ganz richtig. Wir schrieben Postkarten. Und zwar an Fans anderer Vereine, die man im Lauf der Jahre kennen gelernt hatte, sowie an die daheimgebliebenen Werderaner. Aber normale Postkarten waren verpönt. Wir nahmen Bierdeckel, Speisekarten, senfverschmierte Wurstpappen, Knöllchen, Eintrittskarten, Werbezettel für ne Rotlichtbar… was einem so grad in die Hände fiel. Erstaunlicherweise kamen 99% dieser Machwerke an – ein nachträgliches Hoch auf die deutsche Bundespost.
Mir war in einem linken Buchladen eine Postkarte in die Hände gefallen, auf der Auszüge des kommunistischen Manifests abgebildet waren. Spontan entschieden wir uns, diese Karte einer Mitarbeiterin eines großen Automobilwerks in Bremen zu widmen. Wir schickten es natürlich nicht nach Hause, sondern ins Büro mit freundlichen Grüssen vom antikapitalistischen Kongress der sozialistischen Frauenbewegung (oder so ähnlich… ist halt schon ne Weile her). Die Karte war ein voller Erfolg – sie wurde zum Chef zitiert und musste sich Einiges anhören.
Sonja, ich weiß, dass du ne Dauerkarte hast, wenn du auch hier mitliest- es tut mir immer noch leid!

Wir kehrten dann wieder zu “unserer” Kneipe zurück, der Wirt hatte sich das Dauergrinsen inzwischen abgewöhnt und wir mussten wieder selbst bezahlen. Wir hatten kurz überlegt, auf Grund der Vorfälle vom Vortag das Spiel zu canceln. Aber erstens rechnete keiner mit uns bei dem Spiel und zweitens waren wir mit grün-weiß auf der sicheren Seite- gut getarnt sozusagen.
Die Kneipe füllte sich mit RAPIDlern und nach 2-3 Bier beschlossen sie, uns mit in ihre Kurve zu nehmen. Wir hatten zwar Sitz Gegentribüne, aber Stehplatz Heimblock in einem reinen Fußballstadion – wer kann dazu schon nein sagen?
Das Spiel entschädigte für den Vorabend – Tore, Spannung, ja sogar Dramatik und ein verdientes Weiterkommen für den Heimverein. Wir feierten (in welcher Kneipe wohl?) mit den RAPIDlern ihr Weiterkommen und torkelten irgendwann in die Kojen.
Nach dem Ausschlafen schmissen wir das Womo an und fuhren gen Heimat, wild spekulierend, wer wohl nächster Gegner von Werder sein würde…

[Bierstandszene]