Werder Bremens U19 kann deutscher Meister werden!

14.06.09 | von | Kategorie: Werderspiele | 3 Kommentare

Am heutigen Sonntagmorgen hat die U19 von Werder Bremen mit einem Tor von Onur Ayik in der letzten Minute gegen Carl Zeiss Jena doch noch den ersten Titel der Saison gewonnen.  Nun geht es in die A-Junioren-Meisterschaftsendrunde. Am Sonntag, dem 21. Juni, kommt es dabei zum Halbfinalrückspiel in Bremen.

Doch alles nacheinander: beim 2:1 Erfolg in Jena spielten die U19-Junioren in typischer Werder-Manier. Onur Ayik brachte die Mannschaft in der ersten Halbzeit in Führung. Doch Pascal Testroet scheiterte dann in der 58. Minute mit einem Elfmeter am Carl-Zeiss-Torhüter. Und eben auch werdertypisch gab es zwei Minuten später den Ausgleich. Jenas Lee traf zum 1:1. Werder drückte und kam zu einem weiteren Foulelfmeter in der 73. Minute, den diesmal Serhan Zengin schoß bzw. leider ebenfalls verschoß. Wenn auch nur knapp über das Tor.

Weil die Konkurrenten Hansa Rostock und Hamburger SV bei ihren Spielen in Führung lagen, war klar: ein Unentschieden reicht nicht für den Titelgewinn. In der 77. Minute schien dann der Supergau perfekt: Foulelfmeter für Carl-Zeiss Jena. Doch Jenas Kevin Holland-Moritz verschoß auch den insgesamt dritten Strafstoß des Spiels, traf nur den Pfosten des Bremer Tores.

Werder rannte an, warf alles nach vorne und wurde in der Schlussminute belohnt: Onur Ayik traf mit seinem zweiten Treffer des Tages zum 2:1-Endstand. Der Jubel: groß. Die Erleichterung: noch viel größer.

Um zu verdeutlichen, wie knapp die Entscheidung war: die 90 Minuten waren bereits um, es lief die zweite Minute der Nachspielzeit als Testroet auf Ayik legte und der ins Tor einschob. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel danach nicht mehr an. Ein Herzschlagfinale.

Durch den Sieg gegen Jena hat Werder Bremen somit die A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost gewonnen. Nach 26 Spieltagen steht man auf Platz 1, trotz insgesamt sieben Niederlagen in 26 Spielen. Auch Werder-typisch:  mit 61 Toren hat man, natürlich, die meisten Tore der Liga erzielt (Link zur Tabelle bei kicker.de).

Einen weiteren Titel holte sich Werder durch Torjäger Pascal Testroet. Der Stürmer traf in 12 Spielen insgesamt 15mal und wurde somit Torschützenkönig der Nord/Nordost-Staffel. Interessant dabei: der 18jährige traf in 10 von 12 Spielen. Hinter dem Hamburger Max Beister (14 Tore) ist mit Spielmacher Serhan Zengin ein weiterer Werderspieler vorne in der Torjägerliste zu finden. Mit seinen 13 Treffern ist er zudem der treffsicherste Mittelfeldspieler der Liga.

Zum Team: auf der U19-Seite im WorumWiki findet ihr alle wichtigen Informationen samt Spielerprofile des kompletten U19-Kaders. Neben Torjäger Testroet, Spielmacher Zengin und Offensivallrounder Ayik dürften die deutschen U18-Nationalspieler Sebastian Sonnenberger und Thorsten Tönnies die interessantesten Spieler im Team sein. Verletzungsbedingt fehlt leider u.a. Marko Futacs, der einzige Spieler mit Profikontrakt. Er wird wohl für die Endrunde auch nicht mehr rechtzeitig fit werden.

A-Junioren-Endrunde

Die A-Junioren-Bundesliga hat insgesamt drei regionale Gruppen (Nord/Nordost, West und Süd/Südwest) aus der sich die jeweiligen Meister sowie der beste Zweitplatzierte (ermittelt nach Gruppen-Erfolgen der letzten drei Jahre) für die Endrunde qualifizieren. Zu Werder Bremen gesellen sich im Halbfinale Borussia Dortmund, der FSV Mainz und Titelverteidiger SC Freiburg.

Die Dortmunder kommen aus der torreichen West-Gruppe, erzielten insgesamt 89 Treffer und stellen den Torschützenkönig mit Tolgay-Ali Arslan (26 Spiele, 30 Treffer). Der Offensivallrounder wechselt nach der Saison zum Hamburger SV und muss genauso im Auge behalten werden wie Mario Götze, der mit Deutschlands U17 in diesem Jahr den EM-Titel gewann.

Freiburg als Titelverteidiger dürfte die Favoritenrolle inne haben. Allerdings sind die beiden besten Spieler der Meistermannschaft längst im Profibereich (Ömer Toprak, Rahman Soyudogru), aber gerade mit Kapitän und U19-Nationaltorhüter Oliver Baumann hat man einen sehr wichtigen und starken Spieler in den eigenen Reihen.

Und dann wäre da noch der FSV Mainz, der Gegner des SV Werder im Halbfinale. Die defensivstärkste Mannschaft in der Endrunde hat vor allem mit Juniorennationalspieler Jan Kirchhoff einen starken Innenverteidiger. Vorne heißt es auf Andre Schürrle aufzupassen. Der U19-Nationalspieler war diese Saison 12mal erfolgreich, wird nächstes Jahr Profi beim Erstligaaufsteiger Mainz.

Halbfinale gegen Mainz

Das Hinspiel findet in Mainz am Mittwoch, dem 17. Juni, um 18.30 Uhr statt. Das Rückspiel ist am Sonntag, dem 21. Juni um 11.00 Uhr in Bremen, vermutlich auf Platz 11, dem Stadion der U23.

Das Finale ist am folgenden Sonntag, dem 28. Juni, um 11.00 Uhr und wird eventuell wie letztes Jahr vom DSF live übertragen und deswegen auch zeitlich nochmal nach hinten verlegt.

Die Regeln der Endrunde sind wie im Profifußball, mit der einzigen Ausnahme dass die U19-Mannschaften 4 Mal auswechseln dürfen.

Die U19 von Werder Bremen konnte bisher erst einmal den Meistertitel holen. Im Jahre 1999, also genau vor zehn Jahren, gewann man dank Torjöger Joey di Iorio und Kapitän Tim Borowski im Finale gegen den VfB Stuttgart. Zwei weitere Finalteilnahmen (1994 und 2000) endeten leider mit Niederlagen.

Wer also am nächsten Sonntag um 11.00 Uhr noch nichts vorhat: unterstützt die U19 und brüllt sie ins Finale!

Das Worum wünscht der Truppe viel Erfolg für die Spiele gegen den FSV Mainz.

[MaxUnknown]